Wehrsold 2026: 2.600 Euro, Dienstgrade, Entlassungsgeld, Zuschläge
Wenn du 2026 den freiwilligen Wehrdienst antrittst, erhältst du einen monatlichen Wehrsold von 2.600 Euro als Einstiegsbetrag. Dieser Grundbetrag gilt für die ersten Monate in der niedrigsten Mannschaftsebene.
Der freiwillige Wehrdienst bietet dir finanzielle Absicherung. TestHelden zeigt dir, wie sich dein Wehrsold zusammensetzt, welche Zuschläge es gibt und wie sich die Bezahlung von der Besoldung der Zeitsoldaten unterscheidet. Außerdem erfährst du, was dich im Auswahlverfahren erwartet.
Auf einen Blick: Wehrsold 2026
- Höhe: Der Grundbetrag startet bei 2.600 Euro im Monat.
- Dauer: Den freiwilligen Wehrdienst leistest du für sechs bis elf Monate.
- Zuschläge: Wenn du mehr als sechs Monate Dienst leistest, erhältst du bei der Entlassung 100 Euro für jeden Monat mit Anspruch auf Wehrsold.
- Sachbezüge: Unterkunft, Dienstkleidung und truppenärztliche Versorgung sind unentgeltlich.
- Auswahlverfahren: Das Assessment besteht aus einem biografischen Fragebogen, einer ärztlichen Untersuchung, einem Gespräch, der Einplanung, der Einleitung der Sicherheitsüberprüfung und grundsätzlich einem Computertest, jedoch ohne Sporttest.
Wie hoch ist der Wehrsold 2026?
Im freiwilligen Wehrdienst erhältst du keine klassische Besoldung, sondern den sogenannten Wehrsold. Die Höhe des Wehrsoldes richtet sich nach deinem Dienstgrad.
Die folgende Tabelle zeigt dir den monatlichen Grundbetrag je nach Dienstgrad im freiwilligen Wehrdienst.

| Dienstgrad | Wehrsold in Euro |
|---|---|
| Jäger, Schütze, Flieger, Matrose | 2.600 |
| Gefreiter | 2.630 |
| Obergefreiter | 2.650 |
Du steigst im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad ein, also beispielsweise als Schütze oder Matrose. Frühestens nach drei Monaten wirst du zum Gefreiten befördert, wodurch auch dein Wehrsold steigt. Nach sechs Monaten ist die Beförderung zum Obergefreiten möglich. Da der freiwillige Wehrdienst auf maximal elf Monate begrenzt ist, sind dies die relevanten Stufen für deinen Wehrsold.
Was kommt zum Wehrdienst Gehalt an Zuschlägen dazu?
Neben dem Grundbetrag zahlt die Bundeswehr verschiedene Zulagen und übernimmt wichtige Lebenshaltungskosten. Das steigert den Wert deiner Vergütung.
- Entlassungsgeld: Wenn du mehr als sechs Monate Dienst leistest, erhältst du am Ende 100 Euro für jeden Monat mit Anspruch auf Wehrsold.
- Kinderzuschlag: Für jedes Kind zahlt die Bundeswehr einen Zuschlag von 115 Euro monatlich.
- Sachbezüge: Du wohnst unentgeltlich in der Kaserne und bekommst deine Dienstkleidung gestellt.
- Heilfürsorge: Als freiwillig Wehrdienstleistender hast du Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung.
Was bleibt dir vom Wehrsold?
Der Wehrsold ist ein festgelegter Grundbetrag. Unterkunft, Dienstkleidung und truppenärztliche Versorgung sind unentgeltlich, dadurch bleiben dir weniger feste Ausgaben.
Mit dem Freiwilliger Wehrdienst Bundeswehr Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.
Mehr zu den Rahmenbedingungen liest du im Beitrag zum Freiwilliger Wehrdienst 2026: Dauer, Wehrsold, Ablauf, Bewerbung.
Wie unterscheidet sich das FWD Gehalt von der Besoldung auf Zeit?
Wer sich für zwölf Monate oder länger verpflichtet, gilt nicht mehr als freiwillig Wehrdienstleistender, sondern als Soldatin oder Soldat auf Zeit. Damit wechselst du vom Wehrsold in das System der Bundesbesoldung.
Diese Tabelle zeigt dir die Unterschiede in der Verpflichtungszeit zwischen dem freiwilligen Wehrdienst und der Laufbahn als Soldat auf Zeit.
| Status | Mindestdauer in Monaten |
|---|---|
| Freiwilliger Wehrdienst | 6 |
| Soldat auf Zeit | 12 |
Als Soldat auf Zeit steigst du in der Besoldungsgruppe A 3 (Stufe 1) ein. Das Grundgehalt liegt hier bei 2.706,99 Euro monatlich. Während deines Wehrdienstes kannst du deine Dienstzeit verlängern oder in den Status Soldatin bzw. Soldat auf Zeit wechseln. Ab dem zwölften Monat ist eine Verpflichtung als Soldat auf Zeit möglich. Mehr zu den Gehältern der Zeitsoldaten findest du im Artikel Bundeswehr Gehalt und Besoldung 2026: Grundgehalt, Zulagen, Wehrsold.
Wie läuft das Auswahlverfahren für den Wehrdienst ab?
Das Assessment für den freiwilligen Wehrdienst dauert in der Regel einen Tag und findet in einem Karrierecenter der Bundeswehr statt. Es prüft deine gesundheitliche und charakterliche Eignung.
Der Ablauf umfasst einen biografischen Fragebogen, eine ärztliche Untersuchung, ein Prüfgespräch, die Einplanung und die Einleitung der Sicherheitsüberprüfung. Bei der medizinischen Untersuchung werden unter anderem Sehkraft, Gehör und Gelenke kontrolliert. Zudem gibt es einen Urintest, der auch auf verbotene Substanzen prüft. Wer unter Drogen- oder Alkoholeinfluss erscheint, wird vom Verfahren ausgeschlossen. Ein Sporttest, der sogenannte Basis-Fitness-Test, ist im Assessment für den freiwilligen Wehrdienst nicht vorgesehen; dieser folgt erst später in der Grundausbildung.
Seit dem 1. Januar 2026 gehört grundsätzlich auch ein computergestützter Test (CAT) zum Auswahlverfahren. Dieser misst unter anderem deine Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken und Reaktionsfähigkeit. Da einige Karrierecenter den Computertest für Wehrdienstbewerbende derzeit noch nicht flächendeckend einsetzen, kann der genaue Ablauf regional leicht abweichen. Du solltest jedoch fest damit rechnen und dich entsprechend vorbereiten.
Tipp für deinen Computertest
Da der CAT-Test Reaktionsfähigkeit, logisches Denken und mathematische Kompetenzen unter Zeitdruck prüft, hilft gezieltes Üben. Im TestHelden Freiwilliger Wehrdienst Online-Testtrainer kannst du dich mit einem Lernplan bis zum Testtag auf diese Aufgabenbereiche vorbereiten und weißt, was im Karrierecenter auf dich zukommt.
Wie bereite ich mich auf das Assessment vor?
Bereite dich gezielt vor, um am Prüfungstag im Karrierecenter deine beste Leistung zu zeigen. Plane deine Vorbereitung rückwärts vom Testtermin.
- Unterlagen prüfen: Bringe alle geforderten Dokumente vollständig mit. Dazu gehören in der Regel der Personalausweis und deine Zeugnisse.
- Gesundheitliche Vorgaben beachten: Trage 24 Stunden vor dem Sehtest keine Kontaktlinsen. Falls du eine Augenlaser-OP hattest, muss diese mindestens drei Monate zurückliegen.
- Für den Computertest üben: Trainiere Aufgaben zu Sprachbeherrschung, Dreisatz, Brüchen und logischen Reihen. Konzentrationsaufgaben unter Zeitdruck sind ein wichtiger Bestandteil.
- Auf das Gespräch vorbereiten: Überlege dir gute Antworten auf Fragen zu deiner Motivation. Warum möchtest du zur Bundeswehr? Welche Aufgaben interessieren dich besonders?
Fazit: Lohnt sich der freiwillige Wehrdienst finanziell?
Mit einem Einstiegsbetrag von 2.600 Euro sichert der Wehrsold 2026 finanziell ab für die sechs bis elf Monate deiner Dienstzeit. Da die Bundeswehr zusätzlich die Kosten für Unterkunft, Dienstkleidung und die truppenärztliche Versorgung übernimmt, bleibt dir am Ende des Monats oft mehr übrig als in vergleichbaren zivilen Ausbildungsverhältnissen. Wenn du dich nach der Probezeit für eine längere Laufbahn entscheidest, steht dir der Wechsel zum Soldat auf Zeit mit regulärer Besoldung offen.
Das heißt für dich: Nutze die Zeit bis zu deinem Termin im Karrierecenter. Bereite dich auf das Prüfgespräch und den Computertest vor, um bei der Einplanung deine Wunschverwendung zu erhalten. Der TestHelden Freiwilliger Wehrdienst Online-Testtrainer hilft dir dabei, dich auf die Testbereiche vorzubereiten. Weitere Tipps zum Einstieg findest du im Ratgeber Dienstantritt Bundeswehr: Was du vor dem ersten Tag wissen musst.
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