Bundeswehrverwaltung höherer Dienst: Einstieg mit Master, Referendariat, Gehalt
Wer in der Bundeswehrverwaltung im höheren Dienst tätig werden möchte, kann mit einem Masterabschluss einsteigen. Als Technische Regierungsrätin oder Technischer Regierungsrat übernimmst du Verantwortung in den wehrtechnischen Fachgebieten der Bundeswehrverwaltung und wirkst an der Ausrüstung und Technik der Streitkräfte mit.
Du strebst eine zivile Beamtenlaufbahn an? Hier erfährst du alles über Voraussetzungen, Ablauf des Auswahlverfahrens in Köln, Inhalte des Referendariats und dein Einstiegsgehalt nach der Verbeamtung.
Auf einen Blick: Höherer Dienst der Bundeswehrverwaltung
- Voraussetzungen: Du benötigst einen Masterabschluss in einem wehrtechnischen Fachgebiet und die deutsche Staatsangehörigkeit.
- Altersgrenze: Bei der Einstellung darfst du das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
- Auswahlverfahren: Das Assessment in Köln umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil sowie eine ärztliche Untersuchung.
- Vorbereitungsdienst: Das Referendariat dauert in der Regel 18 Monate und schließt mit der Großen Staatsprüfung ab.
- Gehalt: Das Einstiegsgehalt in der Besoldungsgruppe A 13 liegt derzeit bei 5.046,30 Euro im Monat.
Welche Voraussetzungen musst du für den höheren Dienst der Bundeswehr erfüllen?
Für die Laufbahn im höheren technischen Verwaltungsdienst benötigst du einen Master oder einen gleichwertigen Abschluss. Das Studienfach muss einem wehrtechnischen Fachgebiet zugeordnet werden können. Dazu zählen beispielsweise Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffbau, Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik, Mechatronik, Physik oder Chemie. Die Fachrichtungen Informatik und Elektrotechnik werden in der Regel gesondert ausgeschrieben.
Neben dem passenden Studium verlangt die Bundeswehrverwaltung gute Englischkenntnisse und vorzugsweise auch Französischkenntnisse. Du benötigst außerdem die deutsche Staatsangehörigkeit. Auch dein Alter spielt eine Rolle. Bei der Einstellung darfst du das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, du bist also höchstens 49 Jahre alt. Ausnahmen gibt es bei Bewerbermangel oder großem Vorteil für den Bund: Dann kann die Altersgrenze auf 55 Jahre (bei geteilten Versorgungslasten) oder 62 Jahre (bei Versorgungsansprüchen gegen den Bund) steigen.
Mehr zu den allgemeinen Bedingungen liest du im Beitrag über die Zivile Laufbahn bei der Bundeswehr: Verwaltung, Technik, Feuerwehr, Ausbildung.
Gibt es auch den Bundeswehr höherer nichttechnischer Dienst?
Neben der Technik gibt es auch den höheren nichttechnischen Dienst der Bundeswehr. Die genauen Aufgaben, Einsatzorte und Studienanteile hängen von der jeweiligen Fachrichtung ab. Dieser Artikel konzentriert sich auf die spezifischen Regeln, Fristen und Abläufe für den höheren technischen Verwaltungsdienst. Die wehrtechnischen Fachgebiete umfassen Informationstechnik und Elektronik, Elektrotechnik und Elektroenergiewesen, Kraftfahr- und Gerätewesen, Schiffbau und Schiffsmaschinenbau, Luft- und Raumfahrtwesen sowie Systembewaffnung und Effektoren.
Wie läuft die Bewerbung für den Bundeswehr höherer technischer Dienst ab?
Du bewirbst dich online über das offizielle Bewerbungsportal der Bundeswehr. Dort füllst du das Bewerbungsformular aus und lädst deine Anlagen hoch. Dazu gehören dein Lebenslauf sowie die Bachelor- und Masterzeugnisse beziehungsweise die Urkunden. Befindest du dich noch im Studium, reichst du die letzten Leistungsnachweise ein. Deine Ansprechstelle für den gesamten Prozess ist das Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr.
Mit dem Bundeswehr Verwaltung Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.
Achte auf die vorgegebenen Fristen, denn verspätete Unterlagen werden in der Regel nicht berücksichtigt.
Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Termine für die nächste Einstellungsphase.
| Ereignis | Datum |
|---|---|
| Bewerbungsschluss | 30.11.2026 |
| Einstellungstermin | 01.06.2027 |
Wie läuft das Auswahlverfahren ab?
Das Auswahlverfahren ist ein Assessment vor Ort. Es findet im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr (ACFüKrBw) in Köln statt, das das zivile Assessment für den gehobenen und höheren Verwaltungsdienst verantwortet. Das Verfahren gliedert sich in drei aufeinanderfolgende Stufen.
Zuerst absolvierst du den schriftlichen Teil, der in der Regel einen halben Arbeitstag dauert. Hier setzt die Prüfungsbehörde höchstens vier verschiedene Prüfungsbestandteile ein. Möglich sind ein Aufsatz, ein Leistungstest, ein Persönlichkeitstest, eine Simulationsaufgabe oder ein biographischer Fragebogen.
Anschließend folgt der mündliche Teil, der ebenfalls in der Regel einen halben Arbeitstag dauert. Auch hier gibt es höchstens vier Prüfungsstationen. Möglich sind ein halbstrukturiertes Interview, ein Referat, eine Präsentation, Gruppenaufgaben oder eine Gruppendiskussion.
Die dritte Stufe ist die ärztliche Untersuchung durch die Einstellungsbehörde oder ein amtsärztliches Gutachten. Hierfür musst du vorab deine Zustimmung zur gesundheitlichen Eignungsfeststellung und zur Sicherheitsüberprüfung geben.
Gezielt auf den Computertest vorbereiten
Im TestHelden Bundeswehr Verwaltung Testtrainer übst du gezielt für den schriftlichen Einstellungstest. Du machst dich mit den typischen Aufgabenformaten vertraut, trainierst unter Zeitdruck und nutzt den integrierten Lernplan bis zu deinem Testtermin im Assessmentcenter.
Wie ist das Bundeswehr Referendariat aufgebaut?
Nach dem erfolgreichen Assessment beginnst du den Vorbereitungsdienst. Dieser dauert in der Regel 18 Monate. Während dieser Ausbildungszeit bist du Beamtin oder Beamter auf Widerruf und trägst die Dienstbezeichnung Referendarin oder Referendar.
Die Ausbildung besteht aus theoretischen und praktischen Studienanteilen. Die Lehrgänge finden am Bildungszentrum der Bundeswehr in Mannheim statt. Dort lernst du Themen wie Bundeswehr und Sicherheitspolitik, technisches Projektmanagement, Systemtechnik und Fachtechnik. Die praktische Ausbildung absolvierst du an verschiedenen Standorten. Dazu gehören das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), Wehrtechnische Dienststellen, Wehrwissenschaftliche Institute oder das Marinearsenal.
Am Ende des Vorbereitungsdienstes legst du die Große Staatsprüfung ab. Diese besteht aus drei schriftlichen Aufsichtsarbeiten, einer Praxisarbeit und einer mündlichen Prüfung. Mit dem Abschluss erhältst du die Laufbahnbefähigung für den höheren technischen Verwaltungsdienst und die Berufsbezeichnung Bauassessorin oder Bauassessor. Danach wirst du ins Beamtenverhältnis auf Probe übernommen. Die Probezeit dauert im Regelfall drei Jahre. Zudem verpflichtest du dich, nach der Laufbahnprüfung mindestens fünf Jahre als Beamtin oder Beamter tätig zu sein.
Was verdienst du im höheren Dienst der Bundeswehrverwaltung?
Die Bezahlung im höheren Dienst richtet sich nach den Vorgaben für Bundesbehörden. Bereits während des Vorbereitungsdienstes erhältst du ein festes Gehalt in Form von Anwärterbezügen. Nach der erfolgreichen Laufbahnprüfung und der Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe steigst du in die Besoldungsgruppe A 13 ein. Dein Eingangsamt ist dann Technische Regierungsrätin oder Technischer Regierungsrat. Neben dem Grundgehalt erhältst du 30 Tage Jahresurlaub.
Die folgende Tabelle zeigt das derzeitige monatliche Brutto-Grundgehalt in den verschiedenen Karrierephasen.
| Karrierephase | Grundgehalt in Euro |
|---|---|
| Anwärtergrundbetrag | 2.624,08 |
| Einstieg (A 13, Stufe 1) | 5.046,30 |
Wie bereite ich mich auf das Auswahlverfahren vor?
Mit einer strukturierten Vorbereitung bereitest du dich gut auf das Assessmentcenter in Köln vor. Da das Verfahren anspruchsvoll ist und sowohl schriftliche als auch mündliche Leistungen fordert, solltest du dein Training frühzeitig planen.
- Schriftliche Tests trainieren: Mache dich mit den Formaten von Leistungstests und Persönlichkeitstests vertraut. Da der schriftliche Teil einen halben Arbeitstag dauert, musst du deine Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten können.
- Simulationen üben: Wenn eine Simulationsaufgabe oder ein Aufsatz gefordert wird, hilft es, typische Verwaltungsszenarien durchzuspielen und das strukturierte Formulieren unter Zeitdruck zu üben.
- Mündlichen Teil vorbereiten: Übe für das halbstrukturierte Interview, indem du deinen Werdegang und deine Motivation prägnant darstellst. Für das Referat oder die Präsentation solltest du das freie Sprechen vor Publikum trainieren.
- Gruppensituationen üben: In Gruppenaufgaben und Gruppendiskussionen kommt es auf Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und sachliche Argumentation an.
Das heißt für dich: Bereite dich so vor, dass du am Testtag bestmöglich vorbereitet bist. Nutze den TestHelden Bundeswehr Verwaltung Testtrainer, um dich auf die Anforderungen des Computertests vorzubereiten und deine Leistung zu verbessern.
Fazit: Einstieg in die Führungsebene
Der Einstieg in den höheren technischen Verwaltungsdienst bietet dir mit einem Masterabschluss eine verantwortungsvolle Tätigkeit. Mit einem derzeitigen Einstiegsgehalt von 5.046,30 Euro in der Besoldungsgruppe A 13 und der Aussicht auf eine Verbeamtung auf Lebenszeit erwarten dich gute Bedingungen. Der Weg dorthin führt über ein anspruchsvolles Assessment in Köln und einen 18-monatigen Vorbereitungsdienst.
Nimm dir ausreichend Zeit für die Vorbereitung auf die schriftlichen und mündlichen Teststationen. Mit dem TestHelden Bundeswehr Verwaltung Testtrainer bereitest du dich gut vor, um am Prüfungstag ruhig und fokussiert aufzutreten.
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