Bundeswehr Einstellungstest

Bundeswehr Zulagen: Stellenzulagen, Erschwerniszulagen, Auslandsverwendungszuschlag

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
Mütze und Umschläge auf dem Schreibtisch, Zulagen bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr-Zulagen sind ein wichtiger Teil deiner finanziellen Planung, wenn du dich für eine militärische Karriere interessierst. Neben dem regulären Grundgehalt, das sich nach der Besoldungsgruppe und Stufe richtet, zahlt der Bund verschiedene Zuschläge für besondere Belastungen, Führungsverantwortung oder Auslandseinsätze.

Dieser Artikel erklärt dir, welche Zulagen es gibt, wie hoch sie ausfallen und an welche Bedingungen sie geknüpft sind. Du erfährst auch, wie das Auswahlverfahren abläuft und wie du dich auf den Einstellungstest vorbereitest. Mehr zum Grundgehalt liest du im Beitrag Bundeswehr Gehalt und Besoldung: Grundgehalt, Zulagen, Wehrsold.

Auf einen Blick: Zulagen bei der Bundeswehr

  • Stellenzulagen: Für Führungsaufgaben oder Spezialisierungen wie den fliegerischen Dienst gibt es feste monatliche Beträge.
  • Erschwerniszulagen: Wer zu ungünstigen Zeiten arbeitet, erhält stundenweise abgerechnete Zuschläge.
  • Auslandseinsätze: Der Auslandsverwendungszuschlag wird je nach Einsatz in sechs Stufen pro Tag gezahlt.
  • Familie: Verheiratete und Soldaten mit Kindern erhalten einen gestaffelten Familienzuschlag.
  • Freiwilliger Wehrdienst: Auch im neuen Wehrdienst ab 2026 gibt es eigene Zuschläge und ein Entlassungsgeld.

Welche Bundeswehr-Zulagen gibt es neben dem Gehalt?

Das Einkommen von Soldatinnen und Soldaten besteht aus dem Grundgehalt der jeweiligen Besoldungsgruppe der ab 1. März 2024 geltenden Tabelle und möglichen Zulagen. Oft kommen Amtszulagen hinzu, die an bestimmte Dienstgrade geknüpft sind.

So erhalten Gefreite in der Anwärterzeit 46,31 Euro im Monat. Ein Hauptgefreiter bekommt 9,99 Euro, ein Oberfeldwebel 61,76 Euro und ein Hauptfeldwebel oder Oberfähnrich 79,56 Euro zusätzlich. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit können eine Verpflichtungsprämie erhalten. Diese Kann-Leistung gibt es frühestens nach sechs Monaten Dienstzeit. Im Einzelfall kann sie pro Jahr bis zum Zweifachen des Anfangsgrundgehalts ausmachen. Wer sich ab dem 1. Januar 2026 erstmals freiwillig verpflichtet und mindestens zwölf Monate dient, kann zudem einen Zuschuss zum Führerschein von bis zu 3.500 Euro für die Klasse B oder 5.000 Euro für die Klasse C/C1 erhalten. Details zur Unterstützung für Familien findest du im Artikel Familienzuschlag bei der Bundeswehr: Stufen, Beträge, Kinder.

Wie hoch ist die Bundeswehr-Stellenzulage für Führungskräfte und Spezialisten?

Wer besondere Verantwortung übernimmt oder eine hoch spezialisierte Tätigkeit ausübt, erhält eine Bundeswehr-Stellenzulage. Sie wird in der Regel als fester monatlicher Betrag gezahlt.

Als Gruppen- oder Truppführer erhältst du beispielsweise 100 Euro im Monat. Zugführer bekommen 130 Euro, ein Kompaniefeldwebel 135 Euro und ein Kompaniechef 150 Euro. Für medizinische und fliegerische Verwendungen sind die Beträge höher. Fliegerische Verwendungen zahlen zwischen 435 und 680 Euro. Sanitätsoffiziere mit Approbation erhalten als Rettungsmediziner oder Gebietsarzt bis zum 31. Dezember 2027 eine Stellenzulage von 615 Euro im Monat.

Ausgewählte Stellenzulagen im Überblick:

Wann wird eine Bundeswehr-Erschwerniszulage gezahlt?

Der militärische Dienst richtet sich nicht immer nach üblichen Bürozeiten. Für diese besonderen zeitlichen Belastungen gibt es die Bundeswehr-Erschwerniszulage.

Mit dem Bundeswehr Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

Wie wird der DUZ Bundeswehr abgerechnet?

Die bekannteste Form ist die Zulage für den Dienst zu ungünstigen Zeiten, kurz DUZ Bundeswehr. Du erhältst sie, wenn du mehr als fünf Stunden solchen Dienst im Monat leistest. Die Abrechnung erfolgt stundenweise je nach Wochentag und Uhrzeit.

So staffeln sich die Beträge für den Dienst zu ungünstigen Zeiten:

Wie staffelt sich der Bundeswehr-Auslandsverwendungszuschlag?

Bei besonderen Verwendungen im Ausland, etwa auf Beschluss der Bundesregierung oder bei humanitären Hilfsleistungen, zahlt der Dienstherr den steuerfreien Bundeswehr-Auslandsverwendungszuschlag.

Diesen Zuschlag erhältst du regelmäßig bei der Verwendung in einem Verband oder einer Einheit; er wird pro Tag abgerechnet. Die oberste Dienstbehörde legt für jeden Einsatz fest, welche der sechs Stufen gilt. Mehr zu den Missionen liest du unter Auslandseinsätze der Bundeswehr: Mandate, Zuschlag, Vorbereitung.

Der Auslandsverwendungszuschlag hat sechs Tagessatz-Stufen:

Welche Bundeswehr-Zuschläge erhalten Freiwillig Wehrdienstleistende?

Seit dem 1. Januar 2026 dauert der Freiwillige Wehrdienst sechs bis elf Monate. In dieser Zeit erhältst du keinen Sold nach der Besoldungstabelle, sondern einen festen Wehrsold von 2.600 Euro im Monat, zu dem weitere Bundeswehr-Zuschläge kommen können.

Wer Kinder hat, bekommt einen Kinderzuschlag von 115 Euro je Kind im Monat. Übernimmst du nach mehr als sechs Monaten Dienstzeit eine herausgehobene Funktion, erhältst du 80 Prozent der jeweiligen Stellenzulage. Erschwerniszulagen und den Auslandsverwendungszuschlag gibt es unter den gleichen Bedingungen wie für Zeitsoldaten. Beim Ausscheiden erhältst du zudem ein Entlassungsgeld von 100 Euro für jeden geleisteten Monat. Wer sich für zwölf Monate oder länger verpflichtet, wechselt in den Status als Soldatin oder Soldat auf Zeit.

Wie läuft der Einstellungstest ab und was kommt dran?

Bevor du eine Laufbahn einschlägst und Zulagen erhältst, musst du das Assessment im Karrierecenter oder im Assessmentcenter für Führungskräfte bestehen.

Das Verfahren dauert je nach Laufbahn in der Regel ein bis drei Tage. Der computergestützte Test (CAT) ist ein wichtiger Teil. Er prüft unter anderem Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken, Konzentrationsfähigkeit und technisches Verständnis. Die Aufgaben verlangen oft, dass du unter Zeitdruck Muster erkennst oder rechnest. Dazu kommen eine medizinische Untersuchung, ein biografischer Fragebogen, für den du in der Regel 30 Minuten Zeit hast, und ein Interview. Wenn du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit bewirbst, kann je nach Karrierecenter auch der Basis-Fitness-Test (BFT) dazugehören. Dieser besteht aus einem 11 x 10-Meter-Pendellauf in höchstens 60 Sekunden, dem Klimmhang für mindestens 5 Sekunden und 3.000 Metern auf dem Fahrradergometer in maximal 6:30 Minuten.

Bereite dich auf den CAT und das Assessment vor

Mit dem Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer bei TestHelden übst du gezielt für das Auswahlverfahren. Du trainierst die typischen Aufgabenbereiche unter Zeitdruck und erhältst einen Lernplan bis zum Assessment-Tag. So weißt du, was im Computertest auf dich zukommen kann.

Wie bereite ich mich auf das Assessment vor?

Bereite dich gut vor, um im Auswahlverfahren zu überzeugen und für deine Wunschverwendung eingeplant zu werden.

  1. Unterlagen prüfen: Bringe alle geforderten Dokumente mit. Dazu zählen der biografische Fragebogen und medizinische Nachweise. Trage drei Tage vor der ärztlichen Untersuchung keine Kontaktlinsen. Eine Augenlaserbehandlung sollte mindestens drei Monate zurückliegen.
  2. Computertest trainieren: Der CAT passt sich adaptiv an deine Leistungen an. Übe das schnelle Lösen von Rechenaufgaben und das Erkennen von Mustern, um dich an den Zeitdruck zu gewöhnen. Nutze dafür den Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer.
  3. Fitness aufbauen: Auch wenn der Sporttest nicht in jedem Karrierecenter sofort verlangt wird, solltest du die Mindestleistungen im Pendellauf, Klimmhang und auf dem Fahrradergometer beherrschen.
  4. Interview vorbereiten: Informiere dich über die Aufgaben der Bundeswehr und deine angestrebte Laufbahn, um im Gespräch klare Antworten geben zu können.

Fazit: Bundeswehr-Zulagen-Tabelle und Zusammenfassung

Die Vergütung bei der Bundeswehr besteht aus dem Grundgehalt und verschiedenen Zulagen. Ob Stellenzulage für Führungsaufgaben, Erschwerniszulage für Nachtschichten oder der Auslandsverwendungszuschlag, die Höhe hängt von deiner konkreten Verwendung und deinen Arbeitszeiten ab.

Bevor du diese Möglichkeiten nutzen kannst, steht das Assessment an. Bereite dich gründlich vor, trainiere für den Computertest und den Sporttest und informiere dich über deine Wunschlaufbahn. So bist du gut vorbereitet für das Auswahlverfahren und kannst im Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer deine Fähigkeiten verbessern.

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Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Bundeswehr Zulagen

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Welche Arten von Zulagen gibt es bei der Bundeswehr?

Bei der Bundeswehr gibt es verschiedene Zulagen, die das Grundgehalt ergänzen. Dazu gehören Familienzuschläge, Amts- und Stellenzulagen für besondere Funktionen, Erschwerniszulagen für ungünstige Arbeitszeiten sowie der Auslandsverwendungszuschlag für Einsätze im Ausland. Auch für Freiwillig Wehrdienstleistende sind spezielle Zuschläge vorgesehen.

Wie hoch sind die Stellenzulagen für Führungskräfte und Spezialisten?

Stellenzulagen werden für besondere Verantwortung oder spezialisierte Tätigkeiten gezahlt. Beispielsweise erhalten Gruppen- oder Truppführer 100 Euro monatlich, Zugführer 130 Euro und Kompaniefeldwebel 135 Euro. Sanitätsoffiziere mit Approbation können als Rettungsmediziner oder Gebietsarzt bis Ende 2027 eine Zulage von 615 Euro pro Monat bekommen.

Wann wird eine Erschwerniszulage bei der Bundeswehr gezahlt und wie wird sie berechnet?

Eine Erschwerniszulage wird für Dienst zu ungünstigen Zeiten gezahlt, wenn du mehr als fünf Stunden solchen Dienst im Monat leistest. Die Abrechnung erfolgt stundenweise: 1,49 Euro samstags von 13 bis 20 Uhr, 2,97 Euro pro Nachtstunde (20 bis 6 Uhr) und 6,31 Euro je Stunde an Sonn- und Feiertagen.

Was ist der Auslandsverwendungszuschlag und welche Stufen gibt es?

Der Auslandsverwendungszuschlag ist ein steuerfreier Zuschlag für besondere Verwendungen im Ausland, wie Einsätze oder humanitäre Hilfsleistungen. Er wird pro Tag gezahlt und ist in sechs Stufen unterteilt, die je nach Einsatz von der obersten Dienstbehörde festgelegt werden. Die Stufen reichen von 54 Euro (Stufe 1) bis 153 Euro (Stufe 6) pro Tag.

Welche finanziellen Zuschläge erhalten Freiwillig Wehrdienstleistende?

Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten einen festen Wehrsold von 2.600 Euro monatlich. Zusätzlich gibt es einen Kinderzuschlag von 115 Euro pro Kind und Monat. Bei herausgehobenen Funktionen nach mehr als sechs Monaten Dienstzeit können 80 Prozent der jeweiligen Stellenzulage gezahlt werden. Nach dem Dienstende wird zudem ein Entlassungsgeld von 100 Euro für jeden geleisteten Monat ausgezahlt.

Wie läuft das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr ab?

Das Auswahlverfahren der Bundeswehr, auch Assessment genannt, dauert je nach Laufbahn ein bis drei Tage und findet im Karrierecenter statt. Es umfasst einen computergestützten Test (CAT) zu Sprach-, Mathematik- und Logikkenntnissen, eine medizinische Untersuchung, einen biografischen Fragebogen und ein Interview. Für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit kann auch ein Basis-Fitness-Test dazugehören.

Gibt es einen Familienzuschlag bei der Bundeswehr und wie wird er berechnet?

Ja, der Familienzuschlag wird ab dem 1. März 2024 gezahlt und richtet sich nach dem Familienstand und der Kinderzahl. Stufe 1 (für Verheiratete oder Personen mit aufgenommenem Kind/Hilfsbedürftigen) beträgt 171,28 Euro. Für das erste Kind kommen 317,66 Euro hinzu, für das zweite Kind weitere 146,38 Euro und für jedes weitere Kind 456,06 Euro monatlich.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich Bundeswehr Einstellungstest.

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