Beförderung bei der Bundeswehr: Beförderungsfolgen und Mindestzeiten je Laufbahn
Eine Beförderung bei der Bundeswehr richtet sich nach festen Mindestzeiten, Leistung und bestandenen Prüfungen. Erfahre, welche Zeiten für verschiedene Laufbahnen gelten, was ein neuer Dienstgrad für deine Besoldung bedeutet und wie du dich auf das Auswahlv...
Eine Bundeswehr Beförderung richtet sich nach festen Mindestzeiten, deiner Leistung und oft auch nach bestandenen Laufbahnprüfungen. Wer sich für eine militärische Karriere entscheidet, will wissen, wann der nächste Dienstgrad erreicht werden kann und welche Schritte dafür notwendig sind.
Dieser Artikel zeigt dir, wie der Aufstieg funktioniert, wenn du als Soldatin oder Soldat auf Zeit planst. Im Magazin klärt TestHelden, welche Zeiten für die verschiedenen Laufbahnen gelten, was ein neuer Dienstgrad für deine Besoldung bedeutet und wie du dich auf das Auswahlverfahren vorbereitest.
Auf einen Blick: Beförderung bei der Bundeswehr
- Mindestzeiten: Jeder Dienstgrad setzt eine feste Anzahl an Dienstmonaten oder Dienstjahren voraus.
- Prüfungen: In den Laufbahnen der Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere musst du für den Aufstieg die jeweilige Laufbahnprüfung bestehen.
- Leistung: Eine Beförderung ist nicht automatisch, sondern hängt auch von deiner Eignung und deinen dienstlichen Beurteilungen ab.
- Gehalt: Mit einem höheren Dienstgrad wechselst du in der Regel in eine höhere Besoldungsgruppe.
- Erfahrungsstufen: Unabhängig vom Dienstgrad steigt dein Grundgehalt regelmäßig durch anerkannte Erfahrungszeiten.
Welche Bundeswehr Beförderung Voraussetzungen gibt es?
Für einen höheren Dienstgrad brauchst du eine bestimmte Mindestdienstzeit, gute Leistungen und in vielen Laufbahnen eine bestandene Prüfung. Die Soldatenlaufbahnverordnung legt fest, wann du frühestens aufsteigen darfst. Deine Vorgesetzten beurteilen dabei regelmäßig deine Eignung und Leistung im Dienst. In den Laufbahnen der Fachunteroffiziere, Feldwebel und Offiziere musst du zudem die jeweilige militärische Prüfung bestehen, bevor du den entsprechenden Dienstgrad erhältst. Mehr zu den verschiedenen Wegen erfährst du im Beitrag Bundeswehr Laufbahnen: Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel, Offiziere im Vergleich.
Wie sind die Beförderungszeiten Bundeswehr für Mannschaften geregelt?
In der Laufbahn der Mannschaften steigst du nach festen Monaten auf, beginnend im niedrigsten Dienstgrad wie Schütze, Jäger oder Matrose. Die weiteren Schritte richten sich genau nach der abgeleisteten Dienstzeit.
Wann wird man Gefreiter und Stabskorporal nach wie vielen Jahren?
Den ersten Schritt machst du schnell: Gefreiter wirst du frühestens nach drei Monaten Dienstzeit. Nach sechs Monaten wirst du Obergefreiter und nach zwölf Monaten wirst du Hauptgefreiter. Der höchste Mannschaftsdienstgrad ist der Stabskorporal. Diesen erreichst du frühestens nach zehn Jahren Dienstzeit. Den Korporal erreichst du ab sieben Jahren.
Die folgende Tabelle zeigt dir, nach wie vielen Monaten Dienstzeit du in der Laufbahn der Mannschaften frühestens befördert werden kannst.

| Dienstgrad | Frühestens nach Monaten |
|---|---|
| Gefreiter | 3 |
| Obergefreiter | 6 |
| Hauptgefreiter | 12 |
| Stabsgefreiter | 36 |
| Oberstabsgefreiter | 48 |
Wie läuft die Beförderung Feldwebel und Unteroffizier ab?
Zum Feldwebel wirst du frühestens nach 36 Monaten Dienstzeit befördert, wenn du die Feldwebelprüfung bestanden hast. Wenn du als Anwärterin oder Anwärter in der Unteroffizier- oder Feldwebellaufbahn startest, erreichst du zunächst ebenfalls die Mannschaftsdienstgrade Gefreiter und Obergefreiter. Nach zwölf Monaten wirst du Unteroffizier. Als Fachunteroffizier wirst du nach 24 Monaten Stabsunteroffizier. Den Hauptfeldwebel erreichst du frühestens nach acht Jahren Dienstzeit.
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Diese Tabelle veranschaulicht die Mindestzeiten in Monaten auf dem Weg zum Feldwebel für Anwärterinnen und Anwärter.

| Dienstgrad (Feldwebelanwärter) | Frühestens nach Monaten |
|---|---|
| Gefreiter | 3 |
| Obergefreiter | 6 |
| Unteroffizier | 12 |
| Stabsunteroffizier | 24 |
| Feldwebel | 36 |
Wann erfolgt eine Beförderung Bundeswehr bei den Offizieren?
In der Offizierlaufbahn wirst du nach 36 Monaten Leutnant, wenn du die Offizierprüfung bestehst. Als Offizieranwärterin oder Offizieranwärter erreichst du eigene Dienstgrade. Nach dem Gefreiten und Obergefreiten wirst du nach 12 Monaten Fahnenjunker. Nach 21 Monaten wirst du Fähnrich und nach 30 Monaten Oberfähnrich. Ab der Beförderung zum Leutnant gelten neue Fristen: Hauptmann wirst du frühestens fünf Jahre nach dem Leutnant, Major nach neun Jahren und Oberst nach 15 Jahren.
Was bedeutet der Aufstieg für dein Gehalt und die Erfahrungsstufen?
Mit einem neuen Dienstgrad wechselst du oft in eine höhere Besoldungsgruppe und dein monatliches Grundgehalt sich dauerhaft erhöht. Zum Einstieg im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad erhältst du als Soldat auf Zeit das Grundgehalt der Besoldungsgruppe A 3. Das sind in Stufe 1 genau 2.706,99 Euro brutto im Monat. Wirst du zum Unteroffizier befördert, steigst du in die Besoldungsgruppe A 5 auf. Ein Leutnant erhält Besoldung nach A 9. Einen detaillierten Überblick bietet der Artikel Bundeswehr Gehalt nach Dienstgrad: vom Schützen bis zum General. Anders ist es beim Aufstieg in den Erfahrungsstufen. Unabhängig von einer Beförderung steigst du nach zwei Jahren in die Stufe 2 auf, danach nach je drei Jahren in den Stufen 2 bis 4 und nach je vier Jahren in den Stufen 5 bis 7. Mehr dazu erfährst du im Beitrag Erfahrungsstufen bei der Bundeswehr: Aufstieg im Grundgehalt. Leistest du Freiwilligen Wehrdienst (sechs bis elf Monate), erhältst du keine Besoldung, sondern Wehrsold. Er startet bei 2.600 Euro und steigt bei einer Beförderung zum Gefreiten auf 2.630 Euro.
Was kommt im Assessment dran und wie bereitest du dich vor?
Bevor du deine Karriere und die ersten Beförderungen planen kannst, musst du das Auswahlverfahren im Karrierecenter bestehen. Das Assessment dauert in der Regel ein bis drei Tage. Ein zentraler Bestandteil ist der computergestützte Test (CAT). Dabei sind unter anderem Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken, Reaktionsfähigkeit, Konzentration, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis und Belastbarkeit gefragt. Dabei musst du schnell Muster erkennen oder einfache Rechenaufgaben unter Zeitdruck lösen. Dazu kommen eine ärztliche Untersuchung und ein Interview. Bewirbst du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit, kann je nach Karrierecenter auch der Basis-Fitness-Test dazugehören.
Vorbereitung auf das Assessment
Im Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer übst du für den CAT. Du lernst typische Aufgaben zu Mathematik, Logik und Sprache unter Zeitdruck kennen und erhältst einen Lernplan bis zu deinem Testtag.
Schritte für deine Vorbereitung
- CAT trainieren: Übe Aufgaben am PC, um dich mit dem adaptiven Format und dem Zeitdruck vertraut zu machen.
- Sportlich vorbereiten: Trainiere für den Basis-Fitness-Test, falls dieser für deine Laufbahn vorgesehen ist. Du solltest 11 x 10 Meter in höchstens 60 Sekunden sprinten, mindestens 5 Sekunden im Klimmhang bleiben und 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer in höchstens 6:30 Minuten absolvieren.
- Gesundheit checken: Trage 24 Stunden vor der ärztlichen Untersuchung keine Kontaktlinsen und bringe alle erforderlichen Nachweise mit.
Fazit: Planung und Leistung zahlen sich aus
Die Mindestzeiten für jeden Dienstgrad sind klar geregelt, doch für den Aufstieg musst du auch im Dienst überzeugen. Ob nach drei Monaten zum Gefreiten oder nach 36 Monaten zum Feldwebel oder Leutnant, die Struktur hilft dir bei der Planung. Bereite dich schon jetzt gründlich auf den Einstellungstest vor, damit du gut vorbereitet in deine Laufbahn startest. Mit dem Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer gehst du selbstbewusst in das Assessment.
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