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Wehrdienst 2026: Fragebogen, Musterung, Wehrsold und freiwilliger Wehrdienst

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
Junger Mann öffnet zu Hause einen Brief, Wehrdienst-Fragebogen 2026

Der neue Wehrdienst startet 2026 und bringt wichtige Änderungen für junge Menschen in Deutschland mit sich. Seit dem 1. Januar 2026 gilt das Wehrdienstmodernisierungsgesetz, das die Erfassung neu regelt: Männer, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren sind, erhalten verpflichtend einen Fragebogen. Ein echter Zwangsdienst im Frieden besteht weiterhin nicht.

Dieser Artikel richtet sich an alle, die bald volljährig werden, deren Eltern und an alle Interessierten, die sich für einen Freiwilligen Wehrdienst interessieren. Der Beitrag klärt, wer gemustert wird, wie lange der freiwillige Einsatz dauert, wie hoch der Wehrsold ausfällt und was beim Einstellungstest im Karrierecenter ansteht.

Auf einen Blick: Wehrdienst 2026

  • Fragebogen: Männer, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren sind, müssen den Erfassungsbogen ausfüllen.
  • Dauer: Der Freiwillige Wehrdienst dauert mindestens sechs und höchstens elf Monate.
  • Wehrsold: Du erhältst einen monatlichen Wehrsoldgrundbetrag von mindestens 2.600 Euro.
  • Musterung: Die ärztliche Untersuchung findet im Karrierecenter statt und prüft deine gesundheitliche Eignung.
  • Einstellungstest: Das Assessment umfasst neben der Untersuchung ein Gespräch und seit 2026 grundsätzlich auch einen Computertest.

Was ändert das Wehrdienstmodernisierungsgesetz ab 2026?

Seit dem 1. Januar 2026 ist das neue Wehrdienstmodernisierungsgesetz in Kraft. Die wichtigste Neuerung betrifft die Wehrerfassung: Die Bundeswehr verschickt wieder Post an junge Menschen, um ihr Interesse und ihre Eignung abzufragen.

Wenn du dich für die Bundeswehr entscheidest, leistest du den Freiwilligen Wehrdienst künftig für sechs bis elf Monate. Wer sich für zwölf Monate oder länger verpflichtet, wird ab dem zwölften Monat Soldatin oder Soldat auf Zeit.

Gibt es eine neue Wehrpflicht 2026?

Nein, im Frieden gibt es weiterhin keinen echten Zwangsdienst. Die Wehrpflicht gilt zwar grundsätzlich für alle deutschen Männer ab dem vollendeten 18. Lebensjahr bis zum Ablauf des Jahres, in dem das 45. Lebensjahr vollendet wird, aber die Einberufung zum Grundwehrdienst greift nur im Spannungs- oder Verteidigungsfall.

Im Frieden beschränkt sich das Gesetz auf die Erfassung, die Bereitschaftserklärung und die Musterung. Du wirst also nicht gegen deinen Willen zum Dienst an der Waffe eingezogen, solange kein Verteidigungsfall vorliegt.

Den Fragebogen zur Bereitschaftserklärung erhalten alle jungen Männer, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren sind. Wenn du dazugehörst, bist du gesetzlich verpflichtet, das Dokument innerhalb eines Monats online oder schriftlich auszufüllen und zurückzusenden.

Der Fragebogen erfasst dein grundsätzliches Interesse am Dienst. Außerdem werden Daten wie deine Körpergröße, dein Gewicht, eventuelle Schwerbehinderungen, Bildungsabschlüsse und eine Selbsteinschätzung deiner körperlichen Leistungsfähigkeit abgefragt. Frauen sind nicht wehrpflichtig. Mehr Details dazu findest du im Beitrag zum Wehrdienst Fragebogen.

Wie läuft die Musterung 2026 ab?

Die Musterung wird von den Karrierecentern der Bundeswehr durchgeführt und findet frühestens ein halbes Jahr vor deinem 18. Geburtstag statt. Sie entscheidet darüber, ob du gesundheitlich für den militärischen Dienst geeignet bist.

Mit dem Freiwilliger Wehrdienst Bundeswehr Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

Im Mittelpunkt steht eine eingehende ärztliche Untersuchung. Dabei werden unter anderem dein Gehör, deine Sehkraft, dein Blutdruck sowie deine allgemeine körperliche Belastbarkeit geprüft. Auch Untersuchungen von Rücken und Gelenken, ein Sehtest, ein Urintest sowie die Messung von Größe und Gewicht gehören dazu. Am Ende erhältst du ein schriftliches Gesamturteil mit deinem Tauglichkeits- und Verwendungsgrad. Weitere Informationen bietet das TestHelden-Magazin im Artikel zur Bundeswehr Musterung 2026.

Wie lange dauert der freiwillige Wehrdienst 2026?

Den Freiwilligen Wehrdienst leistest du für mindestens sechs und höchstens elf Monate. Die ersten sechs Monate gelten dabei als Probezeit, in der du auf Antrag entlassen werden kannst.

Jeder Wehrdienstleistende durchläuft zunächst eine Grundausbildung. Diese dauert in der Regel drei Monate, im Heer als Basisausbildung sechs Monate. Alle Teilnehmenden werden zu Wach- und Sicherungssoldatinnen beziehungsweise -soldaten ausgebildet und erhalten eine erweiterte Befähigung für den Heimatschutz. Danach wirst du je nach Qualifikation in deiner Einheit eingesetzt. Einen tieferen Einblick gibt der Beitrag zur Grundausbildung bei der Bundeswehr.

Während deines Dienstes fallen für dich keine Kosten für Unterkunft, Dienstkleidung und die truppenärztliche Versorgung an, dafür musst du nichts bezahlen. Gleichzeitig verdienst du ab dem ersten Tag dein eigenes Geld.

Der monatliche Wehrsoldgrundbetrag liegt beim Einstieg bei 2.600 Euro. Mit steigendem Dienstgrad erhöht sich dieser Betrag. Wenn du nach mehr als sechs Monaten entlassen wirst, erhältst du zusätzlich ein Entlassungsgeld von 100 Euro für jeden geleisteten Monat.

Die folgende Tabelle zeigt dir den monatlichen Wehrsold je nach Dienstgrad im Freiwilligen Wehrdienst.

Balkendiagramm: Wehrsold in Euro. Wehrsold in Euro: Einstieg (z. B. Jäger, Schütze, Matrose) 2600, Gefreiter 2630, Obergefreiter 2650.
Wehrsold in Euro. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Dienstgrad Wehrsold in Euro
Einstieg (z. B. Jäger, Schütze, Matrose) 2.600
Gefreiter 2.630
Obergefreiter 2.650

Was kommt im Einstellungstest für den neuen Wehrdienst dran?

Das Assessment im Karrierecenter besteht aus mehreren Stationen, um deine Eignung für den Dienst an der Waffe festzustellen. Einen Sporttest gibt es für den Freiwilligen Wehrdienst derzeit nicht; der Basis-Fitness-Test folgt erst später in der Grundausbildung.

Seit dem 1. Januar 2026 ist grundsätzlich auch ein computergestützter Test (CAT) am PC vorgesehen, auch wenn einzelne Karrierecenter diesen bisher noch nicht bei allen Wehrdienstbewerbenden einsetzen. Rechne damit, dass du den Test machst, und bereite dich darauf vor. Der Test misst unter anderem deine Sprachbeherrschung, deine mathematische Kompetenz, dein logisches Denken sowie deine Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Typisch sind Aufgaben, bei denen du unter Zeitdruck einfache Rechnungen lösen oder Muster erkennen musst.

Hier siehst du die typischen Stationen im Assessment für den Freiwilligen Wehrdienst im Überblick.

Station Inhalt
Fragebogen Biografische Daten und Selbsteinschätzung
Untersuchung Ärztliche Kontrolle von Gehör, Sehkraft und Gelenken
Computertest (CAT) Aufgaben zu Logik, Mathe und Sprache
Gespräch Prüf- oder Assessmentgespräch zur Motivation

Tipp des TestHelden-Teams

Damit du im Karrierecenter einen kühlen Kopf bewahrst, solltest du dich rechtzeitig mit den typischen Fragen vertraut machen. Im Freiwilliger Wehrdienst Einstellungstest Online-Testtrainer von TestHelden übst du gezielt für den Computertest (CAT) und bereitest dich auf das psychologische Gespräch vor. Ein Lernplan hilft dir dabei, die Vorbereitung bis zu deinem Testtag sinnvoll zu strukturieren.

Wie bereite ich mich auf das Assessment vor?

Eine gute Vorbereitung nimmt dir die Nervosität und hilft dir, im Karrierecenter zu überzeugen. Da die Ergebnisse des Assessments auch darüber entscheiden, wo du später eingesetzt wirst, lohnt sich das Üben.

Das heißt für dich: Gehe die Vorbereitung strategisch an.

  • Unterlagen prüfen: Bringe alle geforderten Dokumente wie Bewerbungsbogen, Karrierebogen, Personalausweis, Lebenslauf und Abschlusszeugnis vollständig mit.
  • Gesundheitliche Vorgaben beachten: Trage 24 Stunden vor dem Sehtest keine Kontaktlinsen und erscheine absolut nüchtern. Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht, wird ausgeschlossen.
  • Computertest trainieren: Übe das Rechnen unter Zeitdruck und frische deine Kenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik auf. Mache dich mit Matrizen und logischen Zahlenreihen vertraut.
  • Motivation klären: Überlege dir vor dem Prüfgespräch genau, warum du zur Bundeswehr möchtest und welche Verwendungen dich besonders interessieren.

Mit dem Wehrdienstmodernisierungsgesetz wird die Erfassung durch den Fragebogen für junge Männer, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren sind, zur Pflicht, während der Dienst selbst freiwillig bleibt und zwischen sechs und elf Monaten dauert. Bei einem Wehrsold von mindestens 2.600 Euro im Monat bist du finanziell gut abgesichert.

Nutze die Zeit bis zu deiner Musterung, um dich mit den Anforderungen des Karrierecenters vertraut zu machen, und bereite dich gezielt mit dem Freiwilliger Wehrdienst Einstellungstest Online-Testtrainer auf den Computertest und das Gespräch vor. So legst du den Grundstein für deine Wunschverwendung bei der Bundeswehr.

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Gibt es seit 2026 wieder eine Wehrpflicht?

Nein, im Frieden gibt es weiterhin keinen echten Zwangsdienst. Die Wehrpflicht gilt zwar grundsätzlich für alle deutschen Männer ab dem vollendeten 18. Lebensjahr bis zum Ablauf des Jahres, in dem das 45. Lebensjahr vollendet wird, aber die Einberufung zum Grundwehrdienst greift nur im Spannungs- oder Verteidigungsfall. Im Frieden beschränkt sich das Gesetz auf Erfassung, Bereitschaftserklärung und Musterung.

Wer muss den Wehrdienst-Fragebogen ausfüllen?

Den Fragebogen zur Bereitschaftserklärung erhalten alle jungen Männer, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren sind. Sie sind gesetzlich verpflichtet, das Dokument innerhalb eines Monats auszufüllen.

Wie lange dauert der Freiwillige Wehrdienst?

Der Freiwillige Wehrdienst dauert mindestens sechs und höchstens elf Monate. Die ersten sechs Monate gelten dabei als Probezeit, in der du auf Antrag entlassen werden kannst.

Wie viel Wehrsold erhält man im Freiwilligen Wehrdienst?

Der monatliche Wehrsoldgrundbetrag liegt beim Einstieg bei 2.600 Euro. Mit steigendem Dienstgrad erhöht sich dieser Betrag. Zusätzlich gibt es ein Entlassungsgeld von 100 Euro für jeden geleisteten Monat, wenn der Dienst länger als sechs Monate dauert.

Müssen Frauen zur Musterung?

Frauen sind nicht wehrpflichtig und müssen daher nicht zur Musterung. Wenn Frauen sich für den Freiwilligen Wehrdienst bewerben, durchlaufen sie das Assessment im Karrierecenter mit ärztlicher Untersuchung.

Was passiert nach dem Freiwilligen Wehrdienst?

Während des Wehrdienstes kannst du deine Dienstzeit verlängern oder in den Status Soldatin bzw. Soldat auf Zeit wechseln. Ab dem zwölften Monat ist eine Verpflichtung als Soldat auf Zeit für ein bis 25 Jahre möglich. Nach dem Dienstende folgt die Reserve.

Was wird im Einstellungstest für den Wehrdienst geprüft?

Das Assessment im Karrierecenter umfasst eine ärztliche Untersuchung, ein Gespräch und seit 2026 grundsätzlich einen computergestützten Test (CAT). Der CAT misst Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken sowie Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich Bundeswehr Einstellungstest.

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