Bundeswehr Einstellungstest

U-Boot-Fahrer bei der Marine: Voraussetzungen, Ausbildung, Alltag

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
U-Boot am Hafenpier, U-Boot-Fahrer bei der Marine

Wer als U-Boot-Fahrer bei der Marine Karriere machen möchte, muss zunächst den Bundeswehr Einstellungstest erfolgreich absolvieren und wird dann im Ausbildungszentrum Uboote des 1. Ubootgeschwaders ausgebildet. Die U-Boote der Klasse 212A operieren dank ihres außenluftunabhängigen Antriebs extrem leise und können lange getaucht fahren, um weltweit Informationen zu sammeln oder Seewege zu sichern.

Dieser Artikel beantwortet deine Fragen zum anspruchsvollen Dienst unter Wasser. Du erfährst im Detail, wie die Ausbildung abläuft, welche Voraussetzungen im Einstellungstest auf dich warten, wie lange du dich verpflichtest und mit welchem Gehalt du rechnen kannst.

Auf einen Blick: U-Boot-Fahrer bei der Marine

  • Aufgaben: U-Boote sammeln Informationen und bekämpfen Ziele über und unter Wasser.
  • Standort: Das Ausbildungszentrum und das Geschwader befinden sich in Eckernförde.
  • Einstieg: Du startest in der Laufbahn der Mannschaften, Unteroffiziere oder Feldwebel.
  • Auswahlverfahren: Im Karrierecenter absolvierst du einen Computertest und eine ärztliche Untersuchung.
  • Zulage: Für den Dienst auf dem U-Boot gibt es eine monatliche Stellenzulage von 700 Euro.

Welche Aufgaben hat das U-Boot-Geschwader der Marine?

Die Marine ist die kleinste Teilstreitkraft der Bundeswehr. In ihr dienen circa 15.844 Soldatinnen und Soldaten. Ihre Hauptaufgabe ist es, Seegebiete zu kontrollieren und Seeverkehrswege zu schützen. Das 1. Ubootgeschwader übernimmt dabei eine besondere Rolle: Es sammelt mit seiner Sensorik verdeckt Informationen und bekämpft Unterwasser- sowie Überwasserziele.

Die sechs U-Boote der Klasse 212A fahren dank ihres außenluftunabhängigen Antriebs besonders in Küstennähe und bei geringer Wassertiefe lange getaucht. Neben den U-Booten gehören auch der Tender Main und die Flottendienstboote der Oste-Klasse zu diesem Verband. Das Geschwader ist Teil der Einsatzflottille 1, einem Großverband der Marine der Bundeswehr, der rund 4.500 Soldatinnen und Soldaten umfasst.

Wie läuft die U-Boot-Ausbildung der Marine ab?

Bevor es an Bord geht, durchlaufen alle Besatzungsmitglieder eine intensive landgestützte Ausbildung. Diese findet im Ausbildungszentrum Uboote (AZU) statt. Dort trainierst du einzeln und als Besatzung an modernen Simulatoren für alle Systeme der Klasse 212A. Dazu gehören unter anderem ein Tiefensteuersimulator und originalgetreu nachgebaute U-Boot-Kommandozentralen. Vom Koch bis zum Kommandanten bereiten sich hier alle auf den Dienst vor.

Zuvor absolvierst du jedoch deine militärische Grundausbildung. Bei der Marine dauert diese etwa drei Monate. Wenn du eine Laufbahn als Feldwebel anstrebst, folgt danach die Laufbahnausbildung, die bis zu 36 Monate in Anspruch nehmen kann. In dieser Zeit besuchst du unter anderem die Marineunteroffizierschule in Plön.

Wo ist das U-Boot-Geschwader stationiert?

Der feste Dienstort für das gesamte Geschwader ist die Ostseeküste. Das bedeutet für dich als angehendes Besatzungsmitglied einen festen Standort in der Region, auch wenn die Boote weltweit im Einsatz sind.

Mit dem Bundeswehr Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

Der Standort Eckernförde

Sowohl das 1. Ubootgeschwader als auch das Ausbildungszentrum Uboote haben ihren festen Standort in Eckernförde. Von dort aus starten die Boote in ihre Missionen, und dort findet die gesamte Vorbereitung an Land statt. Auch das Hydroakustische Analysezentrum ist Teil des Geschwaders in Eckernförde.

Wie wirst du U-Boot-Fahrer bei der Bundeswehr?

Der Weg in das U-Boot führt über die regulären militärischen Laufbahnen der Marine. Du musst mindestens 17 Jahre alt sein und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Für die Laufbahn der Mannschaften reicht die erfüllte Vollzeitschulpflicht. Strebst du eine Karriere als Feldwebel an, brauchst du mindestens den Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss in Verbindung mit einem förderlichen Berufsabschluss.

Als Soldatin oder Soldat auf Zeit verpflichtest du dich für mehrere Jahre. In der Laufbahn der Mannschaften liegt die Verpflichtungszeit zwischen einem und 25 Jahren. Als Feldwebel verpflichtest du dich in der Regel für 12, 13 oder 15 Jahre, je nach genauer Verwendung. Das Dienstverhältnis reicht grundsätzlich nicht über das 62. Lebensjahr hinaus. Mehr zu den Rängen und Aufstiegsmöglichkeiten erfährst du im Beitrag über Marine Dienstgrade.

Was kommt im Einstellungstest dran?

Im Karrierecenter absolvierst du ein ein- bis zweitägiges Assessment. Dazu gehören ein computerassistierter Test (CAT), ein biografischer Fragebogen, für den du in der Regel 30 Minuten Zeit hast, sowie ein eignungsdiagnostisches Interview. Der Computertest misst unter anderem deine Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit, dein logisches Denken, deine Sprachbeherrschung und dein technisches Verständnis.

Zudem stellt eine ärztliche Untersuchung fest, ob du für den Dienst an Bord körperlich geeignet bist. Bewirbst du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit, kann je nach Karrierecenter auch der Basis-Fitness-Test dazugehören. Eine Sicherheitsüberprüfung schließt das Verfahren ab. Das Testergebnis ist grundsätzlich zwei Jahre lang gültig.

Tipp des TestHelden-Teams

Im Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer von TestHelden übst du gezielt für den Computertest im Karrierecenter. Du erhältst einen Lernplan bis zum Assessment und kannst dich mit anderen in der Bundeswehr-Community austauschen.

Wie viel Gehalt bekommst du?

Dein Verdienst richtet sich nach deiner Besoldungsgruppe und den Erfahrungsstufen der Bundesbesoldungsordnung A. Als Anwärter steigst du im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad in der Besoldungsgruppe A 3 ein. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 41 Stunden pro Woche, und dir stehen 30 Urlaubstage im Jahr zu.

Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten U-Boot-Besatzungen eine Stellenzulage im maritimen Bereich von 700 Euro monatlich. Besatzungen seegehender Schiffe erhalten zum Vergleich 350 Euro. Bei auswärtigen Dienstgeschäften mit angeordneter Gemeinschaftsverpflegung ist die Verpflegung unentgeltlich.

Die folgende Tabelle zeigt das monatliche Grundgehalt für ausgewählte Dienstgrade und Stufen nach der Besoldungstabelle ab März 2024. Zulagen sind hier nicht enthalten.

Balkendiagramm: Grundgehalt in Euro. Grundgehalt in Euro: A 3 Stufe 1 (Einstieg Mannschaften) 2.706,99, A 6 Stufe 8 (Endstufe Stabskorporal) 3.416,11, A 9 Stufe 8 (Endstufe Oberstabsfeldwebel) 4.283,30.
Grundgehalt in Euro. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Besoldungsgruppe und Stufe Grundgehalt in Euro
A 3 Stufe 1 (Einstieg Mannschaften) 2.706,99
A 6 Stufe 8 (Endstufe Stabskorporal) 3.416,11
A 9 Stufe 8 (Endstufe Oberstabsfeldwebel) 4.283,30

Wie bereitest du dich auf den Einstellungstest vor?

Mit einer strukturierten Vorbereitung bleibst du im Assessment ruhig und kannst deine Leistung abrufen. Das TestHelden-Team rät zu folgendem Ablauf, wenn du dich auf den Einstellungstest vorbereitest:

  1. Testbereiche trainieren: Übe frühzeitig Aufgaben zu Logik, Mathematik, technischem Verständnis und Konzentration unter Zeitdruck am Bildschirm.
  2. Fitness aufbauen: Trainiere gezielt für den Basis-Fitness-Test. Du musst den 11 x 10 Meter Sprint in höchstens 60 Sekunden, den Klimmhang für mindestens 5 Sekunden und die 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer in höchstens 6:30 Minuten schaffen. Bestanden hast du nur, wenn du in jeder Disziplin die Mindestleistung erreichst.
  3. Gesundheit prüfen: Trage mindestens 24 Stunden, idealerweise drei Tage, vor der ärztlichen Untersuchung keine Kontaktlinsen. Eine Augenlaserbehandlung sollte mindestens drei Monate zurückliegen. Bringe alle nötigen medizinischen Nachweise mit.
  4. Dokumente ordnen: Halte für den biografischen Fragebogen deinen lückenlosen Lebenslauf bereit.

Das heißt für dich: Plane deine Vorbereitung rückwärts vom Testtermin, damit du alle Disziplinen sicher beherrschst und am Prüfungstag nicht überrascht wirst.

Fazit: Dein Weg unter Wasser

Als U-Boot-Fahrer bei der Marine erwartet dich eine hochspezialisierte Ausbildung in Eckernförde und ein fordernder Dienst auf den hochmodernen Booten der Klasse 212A. Der Einstieg gelingt über das Assessment im Karrierecenter, wo du im Computertest, im Interview und bei der ärztlichen Untersuchung überzeugen musst. Die Verpflichtungszeit als Zeitsoldat bietet dir eine langfristige Perspektive mit einem festen Gehalt und attraktiven Zulagen für den Dienst auf See.

Bereite dich rechtzeitig auf die Testbereiche vor, um deine Chancen auf deine Wunschverwendung zu erhöhen. Der Bundeswehr Testtrainer von TestHelden begleitet dich dabei Schritt für Schritt bis zum Testtag.

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Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu U-Boot-Fahrer bei der Marine

Die wichtigsten Antworten zum Artikel auf einen Blick.

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Was macht ein U-Boot-Fahrer bei der Bundeswehr?

U-Boot-Fahrer bei der Bundeswehr sammeln mit spezialisierter Sensorik Informationen und bekämpfen Unterwasser- sowie Überwasserziele. Sie operieren mit U-Booten der Klasse 212A, die dank außenluftunabhängigem Antrieb lange getaucht fahren können. Ihre Aufgaben umfassen die Sicherung von Seewegen und die Bekämpfung von Zielen.

Wo sind die U-Boote der Bundeswehr stationiert?

Die U-Boote der Bundeswehr sind in Eckernförde an der Ostseeküste stationiert. Dort befindet sich das 1. U-Boot-Geschwader sowie das Ausbildungszentrum U-Boote (AZU). Alle Besatzungsmitglieder werden dort an Land ausgebildet, bevor sie an Bord gehen.

Wie werde ich U-Boot-Fahrer bei der Marine?

Um U-Boot-Fahrer bei der Marine zu werden, steigst du über eine der militärischen Laufbahnen ein, beispielsweise als Mannschaftssoldat oder Feldwebel. Du musst mindestens 17 Jahre alt sein und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Nach der Grundausbildung erfolgt die spezialisierte Ausbildung im Ausbildungszentrum U-Boote in Eckernförde.

Welche Voraussetzungen muss ich für den Dienst auf einem U-Boot erfüllen?

Für den Dienst auf einem U-Boot musst du mindestens 17 Jahre alt sein und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Für die Laufbahn der Mannschaften genügt die erfüllte Vollzeitschulpflicht. Strebst du eine Karriere als Feldwebel an, brauchst du mindestens den Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss in Verbindung mit einem förderlichen Berufsabschluss. Im Karrierecenter wird deine körperliche und geistige Eignung in einem ein- bis zweitägigen Assessment geprüft.

Wie viel verdient man als U-Boot-Fahrer bei der Bundeswehr?

Als U-Boot-Fahrer bei der Bundeswehr richtet sich dein Gehalt nach deiner Besoldungsgruppe und den Erfahrungsstufen der Bundesbesoldungsordnung A. Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten U-Boot-Besatzungen eine Stellenzulage im maritimen Bereich von 700 Euro monatlich. Das Einstiegsgrundgehalt als Anwärter in A 3, Stufe 1, beträgt 2.706,99 Euro.

Wie lange dauert die Ausbildung zum U-Boot-Fahrer?

Die Ausbildung zum U-Boot-Fahrer beginnt mit der militärischen Grundausbildung bei der Marine, die etwa drei Monate dauert. Danach folgt die spezialisierte landgestützte Ausbildung im Ausbildungszentrum U-Boote (AZU) in Eckernförde. Wenn du eine Feldwebellaufbahn anstrebst, kann die gesamte Laufbahnausbildung bis zu 36 Monate dauern.

Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest für U-Boot-Fahrer vor?

Für den Einstellungstest bereitest du dich auf den computerassistierten Test (CAT) vor, der Logik, Mathematik, technisches Verständnis und Konzentration prüft. Trainiere zudem gezielt für den Basis-Fitness-Test, falls dieser Teil deines Assessments ist. Achte auch auf deine Gesundheit und bereite alle benötigten Dokumente vor.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich Bundeswehr Einstellungstest.

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