Bewerbungen und Einstellungen bei der Bundeswehr: Zahlen, Abbrecherquote, Untauglichkeit
Die aktuellen Bundeswehr Bewerberzahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend: Im Jahr 2025 gingen rund 56.000 Bewerbungen für den militärischen Dienst ein, und bis zum 30. September 2026 verzeichnete die Bundeswehr bereits rund 58.700 Interessierte. Für dich a...
Die Bundeswehr verzeichnet ein wachsendes Interesse: Im Jahr 2025 gingen rund 56.000 Bewerbungen für den militärischen Dienst ein, und im Jahr 2026 (bis Ende September) waren es bereits rund 58.700 Bewerbungen. Dies ist eine Zunahme gegenüber den Vorjahren.
Diese Zahlen geben dir als Bewerberin oder Bewerber eine Orientierung für deine Chancen im Auswahlverfahren. In diesem Artikel erfährst du, wie viele Menschen tatsächlich eingestellt werden, wie hoch die Abbrecherquote in der Probezeit ausfällt und wie viele Kandidaten bei der medizinischen Untersuchung als nicht dienstfähig eingestuft werden. Mehr allgemeine Daten zur Truppe findest du im Beitrag Bundeswehr in Zahlen: Personalstärke, Reserve, Frauenanteil, Haushalt, Bewerbungen.
Auf einen Blick: Bewerbungen und Einstellungen
- Bewerbungen: Im Jahr 2025 bewarben sich rund 56.000 Menschen für den militärischen Dienst.
- Einstellungen: Die Bundeswehr stellte im Jahr 2025 rund 25.000 Soldatinnen und Soldaten ein.
- Probezeit: Im Einstellungsjahr 2024 brachen 25,2 Prozent der Angetretenen ihren Dienst in den ersten sechs Monaten ab.
- Tauglichkeit: Bei den wehrmedizinischen Begutachtungen für Zeitsoldaten wurden im Jahr 2025 etwa 8,3 Prozent als nicht dienstfähig eingestuft.
- Vorbereitung: Eine gezielte Vorbereitung auf das Assessment hilft, die Anforderungen des Dienstes besser einzuschätzen.
Wie entwickeln sich die Bundeswehr Bewerberzahlen aktuell?
Die Bundeswehr registriert ein hohes Interesse am militärischen Dienst. Der gesetzliche Zielkorridor für das Jahr 2026 liegt bei 186.000 bis 190.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten.
Wie fielen die Bundeswehr Bewerbungen 2025 im Vergleich aus?
Im Jahr 2025 gingen rund 56.000 Bewerbungen für den militärischen Dienst ein. Das waren etwa neun Prozent mehr als noch im Vorjahr. Dieser Trend setzt sich auch im Folgejahr fort: Im Jahr 2026 (bis Ende September) lagen bereits rund 58.700 Bewerbungen für militärische Laufbahnen vor. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresstand.
Wie viele Bewerber prüfen Bundeswehr und Karrierecenter jährlich?
Die genannten Zahlen umfassen alle Bewerbungen für militärische Laufbahnen, die in den Karrierecentern bearbeitet werden. Dazu kommen die Interessenten für eine zivile Karriere. Nicht alle Bewerbungen führen zu einer Einladung ins Assessment.
Welche Rolle spielt der Neue Wehrdienst bei den Bewerbungen?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt das Wehrdienstmodernisierungsgesetz. Der Freiwillige Wehrdienst dauert nun sechs bis elf Monate. Wer sich für zwölf Monate oder länger verpflichtet, wird Soldatin oder Soldat auf Zeit. Im Freiwilligen Wehrdienst erhältst du einen monatlichen Wehrsold von 2.600 Euro im Einstiegsdienstgrad. Diese Neuerungen wurden eingeführt, um den Dienst attraktiver zu gestalten.
Wie viele Bundeswehr Einstellungen gibt es pro Jahr?
Parallel zu den Bewerbungen steigen auch die tatsächlichen Einstellungen. Die Bundeswehr stellte im Jahr 2025 rund 25.000 Soldatinnen und Soldaten ein, was einem Anstieg von rund 23 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Im Jahr 2026 (bis Ende September) verzeichnete die Truppe rund 18.700 Neueinstellungen, ein Plus von 15 Prozent.
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Was zeigt die Bundeswehr Bewerber Statistik im Detail?
Neben dem militärischen Personal stellt die Bundeswehr auch zivile Fachkräfte ein. So beginnen jährlich rund 1.400 Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger eine zivile duale Berufsausbildung, davon circa 680 in den Ausbildungswerkstätten. Die folgende Tabelle zeigt dir die militärischen Bewerbungen und Einstellungen sowie die zivilen Ausbildungsanfänger im Überblick.

| Kategorie und Zeitraum | Personen |
|---|---|
| Bewerbungen militärisch (2025) | 56.000 |
| Bewerbungen militärisch (2026, bis Ende September) | 58.700 |
| Einstellungen militärisch (2025) | 25.000 |
| Einstellungen militärisch (2026, bis Ende September) | 18.700 |
| Zivile Ausbildungsanfänger (jährlich) | 1.400 |
Welche zivilen Berufe bietet die Bundeswehr an?
Die Bundeswehr ist nicht nur ein militärischer Arbeitgeber. Von den rund 269.100 Menschen, die bei der Bundeswehr arbeiten, sind rund 82.900 zivile Beschäftigte. In den 27 Ausbildungswerkstätten werden zwölf verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, darunter Anlagenmechaniker, Fluggerätmechaniker, IT-System-Elektroniker und Kfz-Mechatroniker. Die Ausbildungsvergütung nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes liegt ab dem 1. Mai 2026 bei 1.368,26 Euro im ersten und steigt auf 1.527,59 Euro im vierten Ausbildungsjahr.
Wie hoch ist die Bundeswehr Abbrecherquote in der Probezeit?
Die ersten sechs Monate deines Dienstes gelten gesetzlich als Probezeit. In dieser Zeit kannst du deinen Dienst widerrufen, aber auch die Bundeswehr kann dich entlassen. Für das Einstellungsjahr 2024 betrug die endgültige Abbruchquote in der Probezeit 25,2 Prozent. Konkret gab es 4.736 Widerrufe und 376 Entlassungen bei insgesamt 20.286 Angetretenen. Im Jahr 2023 lag die Quote noch bei 27 Prozent. Die Probezeit fällt oft mit der Grundausbildung zusammen. Diese dauert je nach Bereich etwa drei Monate, im Heer als Basisausbildung sechs Monate. Hier erlebst du den militärischen Alltag zum ersten Mal direkt. Wer auf dienstliche Anordnung in der Kaserne wohnen muss, bekommt die Unterkunft unentgeltlich gestellt. Das heißt für dich: Ein Viertel der Rekrutinnen und Rekruten beendet den Dienst vorzeitig. Eine gute Vorbereitung auf das Assessment und ein realistisches Bild der Ausbildung unterstützen dich dabei, die Anforderungen des Dienstes zu meistern.
Wie hoch ist der Anteil für Bundeswehr untauglich in Prozent?
Bei der ärztlichen Untersuchung im Karrierecenter wird deine gesundheitliche Eignung geprüft. Im Jahr 2025 wurden bei rund 25.230 wehrmedizinischen Begutachtungen für eine Einstellung als Zeitsoldat rund 2.090 Bewerber als nicht dienstfähig eingestuft. Das entspricht etwa 8,3 Prozent. In den Vorjahren lag dieser Wert bei 6,3 Prozent (2024) und 5,5 Prozent (2023). Eine Ärztin oder ein Arzt kontrolliert unter anderem dein Gehör, deine Sehkraft und deinen Blutdruck. Dazu gehören Untersuchungen von Rücken und Gelenken, ein Sehtest und ein Urintest. Zudem werden Körpergewicht und Körpergröße festgestellt. Auch ein Test auf verbotene Substanzen findet statt; wer unter Drogen- oder Alkoholeinfluss erscheint, wird vom Verfahren ausgeschlossen. Für bestimmte Verwendungen, wie den Protokolldienst im Wachbataillon, gelten zudem besondere Vorgaben wie eine Körpergröße von 1,75 bis 2 Metern. Die folgende Tabelle zeigt dir, wie sich der Anteil der als nicht dienstfähig eingestuften Personen entwickelt hat.

| Einstellungsjahr | Anteil in Prozent |
|---|---|
| 2023 | 5,5 |
| 2024 | 6,3 |
| 2025 | 8,3 |
Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest vor?
Eine gezielte Vorbereitung unterstützt dich im Assessment und kann dazu beitragen, einen vorzeitigen Abbruch in der Probezeit zu verhindern. Das Auswahlverfahren im Karrierecenter dauert in der Regel ein bis zwei Tage. Es umfasst meist einen biografischen Fragebogen, die ärztliche Untersuchung und ein Prüfgespräch. Mehr zum genauen Ablauf erfährst du im Beitrag Bundeswehr Auswahlverfahren: alle Stationen vom Karrierecenter bis zur Einstellung.
Ein zentraler Baustein ist der computergestützte Test (CAT). Getestet wird im Karrierecenter ausschließlich am Computer. Das Verfahren ist adaptiv: Die Schwierigkeit zu Beginn richtet sich nach deinem Schulabschluss. Mit jeder richtig beantworteten Aufgabe steigt der Schwierigkeitsgrad der nächsten Frage. Der Test misst unter anderem deine Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken, Reaktionsfähigkeit und dein räumliches Vorstellungsvermögen. Typisch sind Aufgaben, bei denen du schnell Muster erkennen oder einfache Rechenaufgaben unter Zeitdruck lösen sollst. Seit dem 1. Januar 2026 ist der CAT grundsätzlich auch für Bewerbende im Freiwilligen Wehrdienst vorgesehen, auch wenn einzelne Karrierecenter dies noch unterschiedlich handhaben.
Wenn du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit bewirbst, kann je nach Karrierecenter auch der Basis-Fitness-Test dazugehören. Beim 11x10-Meter-Pendellauf hast du höchstens 60 Sekunden Zeit. Im Klimmhang musst du dich mindestens 5 Sekunden halten, und auf dem Fahrradergometer legst du 3.000 Meter in höchstens 6:30 Minuten zurück. Wer diesen Test nicht besteht, kann ihn als einzige Prüfungsstation wiederholen. Für alle anderen Testteile gilt eine Sperrfrist: Eine erneute Teilnahme am Assessment ist frühestens nach sechs Monaten möglich. Für den Freiwilligen Wehrdienst ist im Assessment derzeit kein Sporttest vorgesehen.
Tipp für deine Vorbereitung
Mit dem Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer kannst du dich gezielt auf den Computertest im Assessment vorbereiten. Du übst Aufgaben zu Sprache, Mathematik und logischem Denken unter Zeitdruck und erhältst einen Lernplan bis zu deinem Testtag.
Folgende Schritte helfen dir bei der Vorbereitung auf das Assessment:
- Computertest trainieren: Übe typische Aufgabenformate wie Matrizen, Zahlenreihen und Rechtschreibung, um dich an den Zeitdruck zu gewöhnen.
- Sportliche Fitness aufbauen: Trainiere frühzeitig für den Basis-Fitness-Test, falls dieser für deine Laufbahn im Karrierecenter verlangt wird.
- Gespräch vorbereiten: Setze dich mit deinen Stärken, Schwächen und deiner Motivation für den Dienst bei der Bundeswehr auseinander.
Fazit: Was bedeuten die Zahlen für dich?
Die steigenden Bewerberzahlen zeigen, dass die Bundeswehr ein beliebter Arbeitgeber ist und die Einstellungen ebenfalls zunehmen. Mit rund 25.000 Einstellungen im Jahr 2025 und einer Abbruchquote von 25,2 Prozent in der Probezeit (2024) zeigt sich: Der Einstieg ist möglich, setzt aber Engagement voraus. Eine gründliche Vorbereitung auf den CAT und das Prüfgespräch unterstützt dich dabei, die Anforderungen im Auswahlverfahren und in der sechsmonatigen Probezeit zu meistern. Nutze die Zeit bis zum Assessment, um deine mathematischen und sprachlichen Fähigkeiten aufzufrischen, beispielsweise mit dem Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer.
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