Bundeswehr Besoldungstabelle: Grundgehalt A 3 bis A 16 und B 1 bis B 11
Die Bundeswehr Besoldungstabelle regelt dein Gehalt als Soldat. Erfahre, wie sich Grundgehalt, Erfahrungsstufen und Zulagen zusammensetzen und wie du im Assessment überzeugst.
Die besoldungstabelle bundeswehr regelt genau, wie viel Grundgehalt du als Soldatin oder Soldat in den verschiedenen Laufbahnen verdienst. Die Beträge richten sich nach deiner Besoldungsgruppe und deiner jeweiligen Erfahrungsstufe. Ob du im Heer, in der Luftwaffe, bei der Marine oder im Cyber- und Informationsraum eingesetzt wirst, das Bundesbesoldungsgesetz regelt die finanzielle Grundlage einheitlich. Neben dem reinen Grundgehalt ergänzen Zulagen, Zuschläge und die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung dein tatsächliches Einkommen.
TestHelden hilft dir, wenn du eine Karriere bei den Streitkräften planst und wissen möchtest, mit welchem Einkommen du konkret rechnen kannst. TestHelden klärt, welche Besoldungsgruppe zu welchem Dienstgrad gehört, wie du in den Stufen aufsteigst und welche finanziellen Vorteile der Dienst bietet. Der Beitrag Bundeswehr Gehalt und Besoldung: Grundgehalt, Zulagen, Wehrsold zeigt dir die Details. Wenn du die Strukturen und Vorgaben kennst, kannst du deine berufliche Zukunft bei der Bundeswehr deutlich besser planen.
Auf einen Blick: Besoldungstabelle Bundeswehr
- Gültigkeit: Die aktuelle Tabelle gilt seit dem 1. März 2024.
- Einstieg: Mannschaften starten in der Besoldungsgruppe A 3 mit 2.706,99 Euro Grundgehalt.
- Erfahrungsstufen: Du steigst in der Regel in Stufe 1 ein und erreichst nach festen Zeiten höhere Stufen.
- Zulagen: Zum Grundgehalt können Familienzuschläge und stellenspezifische Zulagen kommen.
Wie ist die Besoldungstabelle der Bundeswehr aufgebaut?
Die Tabelle teilt sich in verschiedene Besoldungsgruppen und Erfahrungsstufen auf. Die Gruppen A 3 bis A 16 gelten für Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere, während die Gruppen B 1 bis B 11 für Generale und Admirale vorgesehen sind.
Die Bezahlung von Soldatinnen und Soldaten folgt festen Regeln. Das Grundgehalt in der Bundesbesoldungsordnung A ist in bis zu acht Erfahrungsstufen unterteilt. Je länger du dienst, desto höher steigst du in diesen Stufen auf, was dein monatliches Einkommen schrittweise erhöht. Die Besoldungstabelle bildet die Grundlage für deine Bezahlung im militärischen Dienst.
Welche Besoldungsgruppen gibt es von A 3 bis A 16?
Die folgende Tabelle zeigt dir das monatliche Grundgehalt der wichtigsten Besoldungsgruppen für die Stufe 1 und die Endstufe. Die Werte basieren auf der aktuellen Tabelle.

| Besoldungsgruppe | Stufe 1 in Euro | Endstufe in Euro |
|---|---|---|
| A 3 | 2.706,99 | 3.046,42 |
| A 5 | 2.778,44 | 3.259,46 |
| A 7 | 2.963,97 | 3.684,10 |
| A 9 | 3.354,26 | 4.283,30 |
| A 11 | 4.056,80 | 5.299,72 |
| A 13 | 5.046,30 | 6.427,89 |
| A 16 | 6.916,29 | 8.716,97 |
Welcher Dienstgrad gehört zu welcher Besoldungsgruppe?
Dein Dienstgrad bestimmt, in welche Besoldungsgruppe du eingestuft wirst. Die Bundeswehr hat insgesamt 26 Dienstgrade in sieben Dienstgradgruppen, die von den Mannschaften bis zu den Generalen reichen.
Wenn du als Mannschaftssoldat anfängst, zum Beispiel als Schütze, Jäger, Flieger oder Matrose, startest du in der Besoldungsgruppe A 3. Die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee beginnt in A 5. Feldwebel und Bootsleute steigen in A 7 ein. Als Offizier mit abgeschlossenem Studium steigst du als Leutnant in A 9 ein. Höhere Dienstgrade wie Hauptmann (A 11 oder A 12) oder Major (A 13) erreichst du nach entsprechenden Dienstzeiten und Beförderungen. Mehr dazu erfährst du im Beitrag Bundeswehr Gehalt nach Dienstgrad: vom Schützen bis zum General.
Wie funktioniert der Aufstieg in eine höhere besoldungsstufe bundeswehr?
Du steigst in der Regel in Stufe 1 ein, sofern keine vorherigen Erfahrungszeiten anerkannt werden. Nach zwei Jahren erreichst du die nächste Stufe.
Danach steigst du alle drei Jahre in die Stufen 2 bis 4 auf, und alle vier Jahre in die Stufen 5 bis 7. Eine Besonderheit gibt es für Mannschaften: Hier erfolgt der Aufstieg in den Stufen 5 bis 7 bereits alle drei Jahre. Bei dauerhaft herausragender Leistung kann dir zudem eine Leistungsstufe gewährt werden, die dein Gehalt zusätzlich steigert. Lies auch den Artikel Erfahrungsstufen bei der Bundeswehr: Aufstieg im Grundgehalt, um den Mechanismus im Detail zu verstehen.
Gilt die Besoldungstabelle auch 2026?
Derzeit gilt weiterhin die aktuelle Besoldungstabelle. Eine Anpassung ist bisher nicht verkündet.
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Daher richten sich deine Bezüge vorerst nach der Tabelle, die seit dem 1. März 2024 gilt. Die rechtliche Grundlage für deine Bezahlung bildet das Bundesbesoldungsgesetz (BBesG). Sobald der Gesetzgeber eine neue Anpassung beschließt und verkündet, wird die Tabelle entsprechend aktualisiert. Bis dahin planst du dein Einkommen verlässlich mit den aktuellen Beträgen.
Welche Arbeitszeiten und Urlaubsansprüche gelten?
Neben dem Gehalt sind auch die Arbeitszeit und der Urlaub wichtige Faktoren für deine Karriereplanung. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 41 Stunden pro Woche.
Die Soldatenarbeitszeitverordnung legt fest, dass du täglich höchstens 13 Stunden einschließlich Pausen arbeitest. Ausnahmen gelten beispielsweise in der Grundausbildung, im Wachdienst oder bei der Seefahrt. Mehrarbeit, die über fünf Stunden im Monat hinausgeht, wird innerhalb eines Jahres durch Dienstbefreiung ausgeglichen. Zudem hast du Anspruch auf 30 Tage Erholungsurlaub pro Jahr mit vollen Bezügen. Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten je vollen Dienstmonat ein Zwölftel des Jahresurlaubs.
Welche Zulagen gibt es neben dem Grundgehalt?
Abhängig von deiner familiären Situation und deiner Funktion erhältst du zusätzliche Beträge. Verheiratete Soldatinnen und Soldaten bekommen einen Familienzuschlag der Stufe 1.
Für Kinder gibt es weitere Zuschläge, die dein monatliches Einkommen spürbar erhöhen. Außerdem gibt es Erhöhungsbeträge für bestimmte Dienstgrade: Unteroffiziere in A 5 und A 6 erhalten monatlich 25,15 Euro mehr, Offiziere in A 9 und A 10 bekommen 10,97 Euro zusätzlich. Zudem gibt es Amtszulagen, beispielsweise 46,31 Euro als Gefreiter oder 61,76 Euro als Oberfeldwebel. Wenn du Dienst zu ungünstigen Zeiten leistest, etwa an Sonn- und Feiertagen oder nachts, kannst du eine Erschwerniszulage erhalten. Für Auslandseinsätze zahlt die Bundeswehr einen steuerfreien Auslandsverwendungszuschlag, der je nach Einsatzstufe bis zu 153 Euro pro Tag betragen kann. Weitere Details findest du unter Familienzuschlag bei der Bundeswehr: Stufen, Beträge, Kinder.
Die folgende Tabelle zeigt dir Beispiele für feste monatliche Zulagen.

| Zulage | Betrag in Euro |
|---|---|
| Familienzuschlag Stufe 1 | 171,28 |
| Familienzuschlag Stufe 2 (erstes Kind) | 317,66 |
| Erhöhungsbetrag Unteroffiziere (A 5/A 6) | 25,15 |
| Erhöhungsbetrag Offiziere (A 9/A 10) | 10,97 |
Wie bist du als Soldat krankenversichert?
Als Soldatin oder Soldat mit Besoldungsanspruch erhältst du unentgeltliche truppenärztliche Versorgung. Du musst also keine Beiträge an eine gesetzliche Krankenkasse zahlen.
Diese Versorgung umfasst medizinische Behandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Früherkennung und Impfungen. Das Niveau entspricht mindestens dem der gesetzlichen Krankenversicherung. Behandlungen außerhalb der Bundeswehr finden in der Regel nur auf Veranlassung von Truppenärzten oder in Notfällen statt. Beachte: Die Pflegeversicherung ist jedoch Pflicht und muss von dir selbst abgeschlossen werden.
Was kommt im Assessment auf dich zu?
Bevor du nach der Tabelle bezahlt wirst, durchläufst du ein Auswahlverfahren im Karrierecenter. Das Assessment dauert für Mannschaften und Unteroffiziere in der Regel ein bis zwei Tage, für Offiziere im Assessmentcenter für Führungskräfte ein bis drei Tage.
Neben einer ärztlichen Untersuchung und einem eignungsdiagnostischen Interview absolvierst du einen computerassistierten Test (CAT). Dieser misst kognitive Eignungsmerkmale wie Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken, Reaktionsfähigkeit und Konzentration. Vorab füllst du einen biografischen Fragebogen aus, dafür sind in der Regel 30 Minuten vorgesehen. Die genaue Dauer und der Umfang der Testung hängen von deiner angestrebten Laufbahn ab.
Gut vorbereitet ins Assessment
Im Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer übst du gezielt für den computergestützten Test. Bei TestHelden erhältst du einen Lernplan bis zum Assessment und kannst dich mit anderen in der Bundeswehr-Community austauschen.
Wie bereite ich mich auf das Auswahlverfahren vor?
Eine gezielte Vorbereitung hilft dir, im Computertest und im Interview zu überzeugen. Gehe die folgenden Schritte durch, um am Testtag deine beste Leistung abzurufen.
- Wissen auffrischen: Trainiere die Testbereiche wie Mathematik, Deutsch, technisches Verständnis und logisches Denken unter Zeitdruck. So gewöhnst du dich an das adaptive Format des Computertests.
- Sportlich fit werden: Wenn du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit bewirbst, kann je nach Karrierecenter der Basis-Fitness-Test dazugehören. Trainiere den 11 x 10-Meter-Pendellauf, den Klimmhang und das Radfahren auf dem Ergometer.
- Gesundheitliche Vorgaben beachten: Trage vor der ärztlichen Untersuchung keine Kontaktlinsen (für Mannschaften 24 Stunden, für Feldwebel drei Tage). Eine Augenlaserbehandlung sollte mindestens drei Monate zurückliegen.
- Dokumente bereithalten: Bringe alle geforderten Unterlagen wie deinen lückenlosen tabellarischen Lebenslauf und deine Zeugnisse vollständig mit.
Das heißt für dich: Plane deine Vorbereitung rechtzeitig rückwärts vom Testtermin. Wenn du weißt, was drankommt, gehst du deutlich gut vorbereitet in die Prüfungen.
Was passiert nach der Dienstzeit?
Die Bundeswehr unterstützt dich auch beim Übergang in das zivile Berufsleben. Der Berufsförderungsdienst bietet dir Beratung und Bildungsmaßnahmen an.
Ab einer festgesetzten Wehrdienstzeit von einem Jahr hast du Anspruch auf Förderung der schulischen und beruflichen Bildung. Die Förderungsdauer reicht von einem Monat bis zu 60 Monaten, wenn du zwölf Jahre oder länger gedient hast. Zudem erhältst du als Soldatin oder Soldat auf Zeit Übergangsgebührnisse, die in der Regel 75 Prozent deiner letzten Dienstbezüge betragen, um dir den Start in einen neuen Beruf zu ermöglichen.
Fazit: Dein Einkommen bei der Bundeswehr
Die Besoldungstabelle zeigt dir von Anfang an, mit welchem Gehalt du rechnen kannst. Je nach Laufbahn und Dienstgrad steigst du in einer festen Besoldungsgruppe ein und erhöhst dein Einkommen durch Erfahrungsstufen und Zulagen.
Informiere dich frühzeitig über die Anforderungen deiner Wunschlaufbahn und nutze die Zeit bis zum Assessment für ein gezieltes Training. Mit dem passenden Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer gehst du gut vorbereitet in den Testtag und legst einen guten Grundstein für deine Karriere bei den Streitkräften.
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