Bundeswehr Einstellungstest

Bundeswehr Laufbahnen: Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel, Offiziere im Vergleich

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Vier junge Soldatinnen und Soldaten auf dem Appellplatz, Laufbahnen der Bundeswehr

Wenn du dich für die verschiedenen Bundeswehr-Laufbahnen interessierst, stehen dir grundsätzlich die Wege als Mannschaftssoldat, Fachunteroffizier, Feldwebel oder Offizier offen. Die Wahl der passenden Laufbahn hängt vor allem von deinem Schulabschluss, deinen beruflichen Zielen und deiner gewünschten Verpflichtungszeit ab.

Dieser Artikel richtet sich an alle, die eine militärische Karriere planen und die verschiedenen Bundeswehr-Laufbahngruppen detailliert vergleichen möchten. Du erfährst hier, welche Voraussetzungen für die einzelnen Wege gelten, wie das Auswahlverfahren abläuft und mit welchem Gehalt du in der jeweiligen Laufbahn rechnen kannst.

Auf einen Blick: Laufbahnen der Bundeswehr

  • Voraussetzungen: Je nach Laufbahn reicht die erfüllte Vollzeitschulpflicht, oft wird ein Hauptschulabschluss, die Mittlere Reife oder das Abitur verlangt.
  • Mindestalter: Für alle militärischen Karrierewege musst du mindestens 17 Jahre alt sein.
  • Auswahlverfahren: Das Assessment im Karrierecenter dauert in der Regel ein bis zwei Tage, für Offiziere bis zu drei Tage, und umfasst einen Computertest sowie eine ärztliche Untersuchung.
  • Gehalt: Als Soldat auf Zeit startest du im niedrigsten Dienstgrad mit einem monatlichen Grundgehalt von 2.706,99 Euro.
  • Vorbereitung: Bei TestHelden übst du für den Computertest und bereitest dich auf das Assessment vor.

Welche Laufbahnen gibt es bei der Bundeswehr?

Die militärischen Karrierewege unterteilen sich in die Laufbahnen der Mannschaften, Fachunteroffiziere, Feldwebel und Offiziere (inklusive Sanitätsoffiziere). Jeder Weg bringt eigene Aufgaben, Ausbildungszeiten und Voraussetzungen mit sich.

Mannschaften und Freiwilliger Wehrdienst

Für die Laufbahn der Mannschaften genügt die erfüllte Vollzeitschulpflicht, ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Du kannst in dieser Laufbahn entweder als Soldatin oder Soldat auf Zeit einsteigen oder den Freiwilligen Wehrdienst leisten. Den Freiwilligen Wehrdienst leistest du für mindestens sechs und höchstens elf Monate. Wer sich für zwölf Monate oder länger verpflichtet, wird Soldat auf Zeit. Die Grundausbildung dauert etwa drei Monate, im Heer durchläufst du eine sechsmonatige Basisausbildung. Du beginnst im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad, zum Beispiel als Schütze oder Flieger, und kannst frühestens nach drei Monaten zum Gefreiten befördert werden.

Fachunteroffiziere

Für die Laufbahn der Fachunteroffiziere brauchst du mindestens den Hauptschulabschluss oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand. Wer keine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringt, durchläuft bei der Bundeswehr eine zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (ZAW), die in der Regel 21 Monate dauert und mit einem staatlich anerkannten Abschluss auf Gesellenebene endet. Befördert wirst du nach zwölf Monaten zum Unteroffizier, sofern du die Fachunteroffizierprüfung bestanden hast.

Feldwebel

Um Feldwebel zu werden, brauchst du mindestens den Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss zusammen mit einem förderlichen Berufsabschluss. Die Laufbahnausbildung dauert bis zu 36 Monate. Im allgemeinen Fachdienst ist vorgesehen, dass du während der Dienstzeit auf Meisterebene qualifiziert wirst. Nach 36 Monaten wirst du zum Feldwebel befördert, wenn du die Feldwebelprüfung bestanden hast.

Offiziere und Sanitätsoffiziere

Für die Offizierlaufbahn mit Studium benötigst du die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Du studierst an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr oder an einer öffentlichen Hochschule, wobei der Regelweg zu einem Masterabschluss führt. Sanitätsoffiziere studieren Human-, Zahn-, Veterinärmedizin oder Pharmazie an staatlichen Universitäten. Für den militärfachlichen Dienst oder fliegerische Verwendungen ohne Studium genügt oft der Realschulabschluss. Die Beförderung zum Leutnant erfolgt frühestens nach 36 Monaten und nur mit bestandener Offizierprüfung.

Wie unterscheiden sich die Bundeswehr-Karrierewege im Vergleich?

Die verschiedenen Bundeswehr-Karrierewege unterscheiden sich deutlich in der vorgesehenen Dienstzeit und der Vergütung. Die folgende Tabelle zeigt dir die Regelverpflichtungszeiten für ausgewählte Verwendungen im Überblick.

Balkendiagramm: Regelverpflichtungszeit in Jahren. Regelverpflichtungszeit in Jahren: Mannschaften (Jägertruppe) 12, Feldwebel (regelmäßig) 12, Offiziere (mit Studium) 13, Sanitätsoffiziere (mit Studium) 17.
Regelverpflichtungszeit in Jahren. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Laufbahn und Verwendung (Beispiel) Regelverpflichtungszeit in Jahren
Mannschaften (Jägertruppe) 12
Feldwebel (regelmäßig) 12
Offiziere (mit Studium) 13
Sanitätsoffiziere (mit Studium) 17

Auch beim Gehalt gibt es klare Abstufungen. Die nächste Tabelle vergleicht das monatliche Grundgehalt zum Einstieg in den verschiedenen Statusgruppen.

Balkendiagramm: Grundgehalt, in Euro. Grundgehalt: Freiwilliger Wehrdienst (Wehrsoldgruppe 1) 2.600 €, Soldat auf Zeit (Besoldungsgruppe A 3, Stufe 1) 2.706,99 €, Sanitätsoffizier mit Approbation (A 13, Stufe 1) 5.046,30 €.
Grundgehalt, in Euro. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Status und Dienstgrad Grundgehalt in Euro
Freiwilliger Wehrdienst (Wehrsoldgruppe 1) 2.600 €
Soldat auf Zeit (Besoldungsgruppe A 3, Stufe 1) 2.706,99 €
Sanitätsoffizier mit Approbation (A 13, Stufe 1) 5.046,30 €

Was gilt für jede Bundeswehr-Laufbahn?

Unabhängig davon, welche Bundeswehr-Laufbahn du anstrebst, gelten für alle militärischen Stellen bestimmte Grundvoraussetzungen. Dazu gehören Vorgaben zu Alter, Staatsangehörigkeit und Probezeit.

Mit dem Bundeswehr Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

  • Mindestalter: Du musst mindestens 17 Jahre alt sein, also das 17. Lebensjahr vollendet haben. Bist du noch nicht volljährig, brauchst du das Einverständnis deiner Sorgeberechtigten.
  • Staatsangehörigkeit: Du musst Deutsche bzw. Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes sein. Ausnahmen kann das Bundesministerium der Verteidigung im Einzelfall zulassen.
  • Bewerbungsfrist: Es gibt keine feste Frist, außer für Offiziere mit Studium, für die der 31. März gilt. Die Bewerbung für eine militärische Stelle ist ansonsten jederzeit über das Bewerbungsportal oder die Karriereberatung möglich.
  • Probezeit: In vielen Laufbahnen, wie dem Freiwilligen Wehrdienst und bei den Mannschaften, gelten die ersten sechs Monate als Probezeit.
  • Tattoos: Du darfst keine unveränderlichen Merkmale des Erscheinungsbilds (z. B. Tätowierungen im sichtbaren Bereich) haben, die mit der Rechtsverordnung nach § 4 Abs. 4 SG unvereinbar sind.

Wie läuft das Auswahlverfahren für die Laufbahnen ab?

Das Assessment prüft deine Eignung für den militärischen Dienst und findet entweder in einem regionalen Karrierecenter oder im Assessmentcenter für Führungskräfte statt. Es besteht aus medizinischen und psychologischen Teststationen; ein Sporttest kann je nach Laufbahn und Karrierecenter ebenfalls dazugehören.

Für die Laufbahnen der Mannschaften, Fachunteroffiziere und Feldwebel absolvierst du einen ein- bis zweitägigen Eignungstest im Karrierecenter. Dazu gehören eine ärztliche Untersuchung, ein biografischer Fragebogen und Gespräche zur Eignung und Einplanung. Der computergestützte Test (CAT) gehört dazu. Hier werden unter anderem Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie technisches Verständnis gemessen. Wenn du Offizier werden möchtest, findet das Auswahlverfahren im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr statt. Dort kommen zusätzlich ein Gruppensituationsverfahren und eine Studienberatung auf dich zu.

Bewirbst du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit, kann je nach Karrierecenter ein Sporttest zum Assessment gehören, der Basis-Fitness-Test. Er besteht aus drei Disziplinen innerhalb von 90 Minuten: 11 x 10 Meter Sprint in höchstens 60 Sekunden, Klimmhang von mindestens 5 Sekunden und 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer in höchstens 6:30 Minuten. Ob der Test bei dir dazugehört, steht in deiner Einladung. Für den Freiwilligen Wehrdienst ist derzeit kein Sporttest im Assessment vorgesehen.

Tipp des TestHelden-Teams

Im Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer bereitest du dich auf den Computertest vor. Du übst die Aufgabenbereiche, die im Assessment auf dich zukommen, wie Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz und logisches Denken. Ein Lernplan hilft dir dabei, deine Zeit bis zum Testtag sinnvoll einzuteilen.

Wie wirst du Soldat auf Zeit in deiner Laufbahn?

Jede Soldat-auf-Zeit-Laufbahn beginnt mit der Verpflichtung für einen bestimmten Zeitraum. Wer sich für zwölf Monate oder länger verpflichtet, wird automatisch Soldatin oder Soldat auf Zeit. Du kannst aber auch zunächst im Freiwilligen Wehrdienst starten und deine Dienstzeit später verlängern. Ab dem 12. Monat ist dann eine Verpflichtung als Soldat auf Zeit für ein bis 25 Jahre möglich. Je nach Schulabschluss steht dir während deiner Dienstzeit auch der Wechsel in eine höhere Laufbahn offen.

Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest vor?

Um im Assessment zu überzeugen und für deine Wunschverwendung eingeplant zu werden, ist eine gründliche Vorbereitung wichtig. Gehe dabei planvoll vor.

  1. Dokumente prüfen: Stelle sicher, dass dein lückenloser Lebenslauf und alle Zeugnisse bereitliegen.
  2. Körperliche Fitness: Wenn der Basis-Fitness-Test Teil deines Assessments ist, trainiere frühzeitig dafür. Übe den Sprint, den Klimmhang und deine Ausdauer auf dem Fahrradergometer, um die Mindestleistungen zu erreichen.
  3. Medizinische Vorgaben beachten: Trage drei Tage vor und während der ärztlichen Untersuchung keine Kontaktlinsen. Eine Augenlaserbehandlung sollte mindestens drei Monate zurückliegen.
  4. Computertest üben: Mache dich mit typischen Aufgabenformaten vertraut. Übe das schnelle Erkennen von Mustern und das Lösen von Rechenaufgaben unter Zeitdruck im Online-Testtrainer.

Fazit: Deine Zukunft bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr bietet mit den Laufbahnen der Mannschaften, Fachunteroffiziere, Feldwebel und Offiziere unterschiedliche Karrierewege für unterschiedliche Schulabschlüsse. Grundsätzlich kannst du ab 17 Jahren einsteigen. Als Soldat auf Zeit startest du mit einem monatlichen Grundgehalt von 2.706,99 Euro, im Freiwilligen Wehrdienst erhältst du Wehrsold. Das heißt für dich: Informiere dich über die Voraussetzungen deiner Wunschlaufbahn und bereite dich frühzeitig auf den Computertest und gegebenenfalls den Sporttest vor. Mit einem klaren Lernplan und Training im Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer bist du gut auf dein Assessment vorbereitet.

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Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Bundeswehr Laufbahnen

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Welche Laufbahnen gibt es bei der Bundeswehr?

Die Bundeswehr bietet die Laufbahnen der Mannschaften, Fachunteroffiziere, Feldwebel, Offiziere und Sanitätsoffiziere an. Jede Laufbahn hat spezifische Aufgaben und Anforderungen, die auf unterschiedliche Qualifikationen zugeschnitten sind.

Welchen Schulabschluss brauche ich für welche Laufbahn?

Für die Mannschaften genügt die erfüllte Vollzeitschulpflicht. Als Fachunteroffizier benötigst du mindestens den Hauptschulabschluss, für Feldwebel den Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit förderlichem Berufsabschluss. Die Offizierlaufbahn erfordert in der Regel (Fach-)Hochschulreife, für den militärfachlichen Dienst kann auch ein Realschulabschluss genügen.

Wie lange muss ich mich bei der Bundeswehr verpflichten?

Die Verpflichtungszeit hängt stark von der gewählten Laufbahn und Verwendung ab. Als Soldat auf Zeit verpflichtest du dich je nach Laufbahn und Verwendung für mindestens 4 Jahre (Fachunteroffiziere), 12 Jahre (Feldwebel), 13 Jahre (Offiziere) oder 17 Jahre (Sanitätsoffiziere), maximal bis zu 25 Jahre. Im Freiwilligen Wehrdienst sind es mindestens sechs und höchstens elf Monate, mit Option auf Verlängerung.

Kann ich die Laufbahn später wechseln?

Ja, ein Wechsel in eine höhere Laufbahn ist bei guten Leistungen und entsprechenden Bildungsvoraussetzungen möglich. Beispielsweise können Mannschaften in die Fachunteroffizier- oder Feldwebellaufbahn aufsteigen, und Feldwebel haben die Möglichkeit, in die Offizierlaufbahn zu wechseln.

Gibt es eine Altersgrenze für die Laufbahnen bei der Bundeswehr?

Ein Mindestalter von 17 Jahren ist für alle Laufbahnen erforderlich, wobei Minderjährige die Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten benötigen. Eine allgemeine Höchstaltersgrenze für die Einstellung ist nicht festgelegt, jedoch können laufbahnspezifische Altersgrenzen gelten. Das Dienstverhältnis als Soldat auf Zeit endet in der Regel nicht über das 62. Lebensjahr hinaus, für Sanitätsoffiziere bis zum 65. Lebensjahr.

Welches Gehalt kann ich bei der Bundeswehr erwarten?

Das Einstiegsgehalt als Soldat auf Zeit im niedrigsten Dienstgrad (Besoldungsgruppe A 3, Stufe 1) beträgt 2.706,99 Euro brutto monatlich. Im Freiwilligen Wehrdienst erhältst du Wehrsold, der im Einstieg bei 2.600 Euro monatlich liegt. Mit höherem Dienstgrad und Approbation, etwa als Sanitätsoffizier, steigt das Gehalt deutlich an.

Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest der Bundeswehr vor?

Eine gezielte Vorbereitung auf den Einstellungstest ist entscheidend. Dazu gehört gegebenenfalls das Training für den Basis-Fitness-Test, das Überprüfen deiner Dokumente und das Üben des computergestützten Tests (CAT). TestHelden bietet Online-Testtrainer an, um dich auf die Aufgabenbereiche wie Sprachbeherrschung und logisches Denken vorzubereiten.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich Bundeswehr Einstellungstest.

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