Militärische Ausbildung: von der Grundausbildung bis zur Spezialausbildung je Laufbahn
Wenn du Soldat oder Soldatin bei der Bundeswehr wirst, durchläufst du immer zuerst eine militärische Grundausbildung von drei Monaten, die im Heer als sechsmonatige Basisausbildung stattfindet. Erst danach beginnt deine fachliche Spezialisierung in der jeweiligen Teilstreitkraft.
Du planst eine militärische Karriere und möchtest wissen, welche Stationen nach der Einplanung auf dich zukommen? Du erfährst hier, wie sich die Ausbildungswege der verschiedenen Bundeswehr-Laufbahnen unterscheiden, welche Lehrgänge anstehen und wie du dich auf das Auswahlverfahren vorbereitest.
Auf einen Blick: Bundeswehr Grundausbildung
- Ablauf: Jeder militärische Weg beginnt mit der Grundausbildung, gefolgt von laufbahnspezifischen Lehrgängen und Fachausbildungen.
- Dauer: Die Verpflichtungszeit reicht von sechs bis elf Monaten im Freiwilligen Wehrdienst bis hin zu 25 Jahren (im Sanitätsdienst bis zu 30 Jahren) als Soldat auf Zeit.
- Gehalt: Als Soldat auf Zeit startest du oft in der Besoldungsgruppe A 3 mit 2.706,99 Euro monatlich, im Freiwilligen Wehrdienst erhältst du 2.600 Euro Wehrsold.
- Testbereiche: Im Assessment erwarten dich in der Regel ein Computertest (CAT), eine ärztliche Untersuchung und ein Interview.
- Vorbereitung: Ein rechtzeitiges Training für den Computertest und gegebenenfalls den Sporttest ist eine gute Vorbereitung auf das Auswahlverfahren.
Wie läuft die Ausbildung bei der Bundeswehr ab und wie ist sie strukturiert?
Der Ablauf der Ausbildung bei der Bundeswehr beginnt für alle militärischen Laufbahnen mit der Grundausbildung, an die sich laufbahnspezifische Fachausbildungen und Lehrgänge anschließen.
Ob du dich für wenige Monate oder viele Jahre verpflichtest, die erste Station ist immer die Grundausbildung bei der Bundeswehr. In der Luftwaffe, der Marine, dem Cyber- und Informationsraum sowie im Unterstützungsbereich dauert sie etwa drei Monate. Im Heer durchläufst du stattdessen eine sechsmonatige Basisausbildung, die auch die erweiterte Befähigung zum Heimatschutz umfasst. In dieser Zeit erlernst du die militärischen Grundlagen, den Umgang mit der Ausrüstung und das Verhalten im Feld. Wehrdienstleistende und Mannschaften erhalten zudem die erweiterte Befähigung zum Heimatschutz.
Wie lange dauert die Bundeswehr Ausbildung je Laufbahn?
Die Dauer der Ausbildung bei der Bundeswehr je Laufbahn reicht von wenigen Monaten für Mannschaften bis hin zu mehreren Jahren für Offiziere mit Studium.
Die reine Ausbildungszeit hängt stark davon ab, ob du einen zivilen Beruf bei der Bundeswehr erlernst oder ein Studium absolvierst. Den Freiwilligen Wehrdienst leistest du für mindestens sechs und höchstens elf Monate. Wer sich für zwölf Monate oder länger verpflichtet, wird Soldatin oder Soldat auf Zeit. Die folgende Tabelle zeigt dir, wie viele Monate ausgewählte Ausbildungsabschnitte in der Regel in Anspruch nehmen.

| Ausbildungsabschnitt | Dauer in Monaten |
|---|---|
| Allgemeine Grundausbildung | 3 |
| Basisausbildung Heer | 6 |
| Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (ZAW) | 21 |
| Masterstudium der Offiziere (Regelweg) | 48 |
Welche Lehrgänge und Stationen gibt es nach der Grundausbildung bei der Bundeswehr?
Nach der Grundausbildung besuchst du verschiedene Lehrgänge bei der Bundeswehr, die dich gezielt auf deine künftigen Führungs- oder Fachaufgaben in der Truppe vorbereiten.
Mit dem Bundeswehr Grundausbildung Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.
Mannschaften und Freiwilliger Wehrdienst: Was passiert in der Grundausbildung dann?
Wenn du dich fragst, was nach der Grundausbildung dann passiert: Als Mannschaftssoldat oder im Freiwilligen Wehrdienst wechselst du in der Regel direkt in deine Stammeinheit. Dort wirst du je nach Qualifikation eingesetzt und am Arbeitsplatz weitergebildet. Typische Verwendungen sind Tätigkeiten als Hilfsausbilder, im Geschäftszimmer, im Decksdienst der Marine, als Kraftfahrer oder bei den Feldjägern. Ein klassischer Laufbahnlehrgang ist hier nicht vorgesehen, der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit in der Truppe.
Fachunteroffiziere und Feldwebel: Unteroffizierlehrgang und ZAW bei der Bundeswehr
Für angehende Unteroffiziere bei der Bundeswehr steht im vierten bis sechsten Monat der Unteroffizierlehrgang an. Feldwebelanwärter absolvieren zusätzlich den Feldwebellehrgang I. Wenn du keine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringst, durchläufst du im Anschluss eine zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (ZAW bei der Bundeswehr). Diese dauert im allgemeinen Fachdienst in der Regel 21 Monate und endet mit einem staatlich anerkannten Abschluss. In der Sanität dauert die Ausbildung regelhaft 36 Monate, im Bereich Pflege voraussichtlich 26 Monate.
Offiziere und Sanitätsoffiziere: Offizierlehrgang und Studium
Angehende Offiziere besuchen nach der militärischen Grundausbildung den Offizierlehrgang an den jeweiligen Offiziersschulen, zum Beispiel in Dresden (Heer), Roth (Luftwaffe) oder an der Marineschule Mürwik. Ab dem zwölften Monat beginnt für die meisten das Studium an einer der Universitäten der Bundeswehr, das im Regelfall zum Master führt. Sanitätsoffiziere studieren hingegen an zivilen staatlichen Universitäten Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie. Nach dem Studium folgt für sie eine anschließende modulare Ausbildung nach dem Studium von sechs Monaten.
Wie viel Gehalt bekommst du während der Ausbildung?
Als Soldat auf Zeit startest du in der Regel in der Besoldungsgruppe A 3 mit einem Grundgehalt von 2.706,99 Euro im Monat, während Freiwillig Wehrdienstleistende 2.600 Euro Wehrsold erhalten.
Die Bezahlung richtet sich nach deinem Status und deinem Dienstgrad. Seit dem 1. Januar 2026 erhalten Freiwillig Wehrdienstleistende einen festen Wehrsold. Verpflichtest du dich für zwölf Monate oder länger, wirst du Soldat auf Zeit und nach dem Bundesbesoldungsgesetz bezahlt. Die Spanne reicht vom Einstieg als Schütze oder Flieger in A 3 bis hin zu A 6 Stufe 8 (3.416,11 Euro) für Mannschaften, A 9 Stufe 8 (4.283,30 Euro) für Feldwebel und A 16 Stufe 8 (8.716,97 Euro) für Offiziere. Wer bereits mit einer Approbation als Stabsarzt einsteigt, erhält das Grundgehalt der Besoldungsgruppe A 13. Die folgende Tabelle zeigt dir das monatliche Grundgehalt zum Einstieg.

| Status und Einstieg | Monatlich in Euro (brutto) |
|---|---|
| Freiwilliger Wehrdienst (Wehrsoldgruppe 1) | 2.600 |
| Soldat auf Zeit (Besoldungsgruppe A 3, Stufe 1) | 2.706,99 |
| Sanitätsoffizier mit Approbation (A 13, Stufe 1) | 5.046,30 |
Was kommt im Einstellungstest für die Bundeswehr Grundausbildung dran?
Im Karrierecenter oder Assessmentcenter absolvierst du in der Regel einen computergestützten Test (CAT), eine ärztliche Untersuchung und ein eignungsdiagnostisches Interview.
Der Computertest (CAT) misst unter anderem deine Sprachbeherrschung, mathematische Kompetenz, logisches Denken und Reaktionsfähigkeit. Vorab füllst du einen biografischen Fragebogen aus, für den du in der Regel 30 Minuten Zeit hast. Bewirbst du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit, kann je nach Karrierecenter auch ein Sporttest dazugehören. Dieser Basis-Fitness-Test besteht aus einem 11 x 10 Meter Sprint in höchstens 60 Sekunden, dem Klimmhang von mindestens 5 Sekunden und 3.000 Metern auf dem Fahrradergometer in höchstens 6:30 Minuten. Für den Freiwilligen Wehrdienst ist derzeit kein Sporttest im Assessment vorgesehen.
Vorbereitung auf den Einstellungstest
Damit du im Assessmentcenter gut vorbereitet bist, kannst du im TestHelden Bundeswehr Grundausbildung Testtrainer für den Computertest üben. Du erhältst einen strukturierten Lernplan bis zum Termin und kannst dich in der Bundeswehr-Community mit anderen austauschen.
Wie bereitest du dich auf den Test und die Ausbildung vor?
Eine gute Vorbereitung beginnt mit dem rechtzeitigen Training für den Computertest und den Sporttest sowie dem Zusammenstellen deiner medizinischen Unterlagen.
- Beratung nutzen: Am Anfang steht ein Beratungsgespräch bei der Karriereberatung der Bundeswehr. Dort klärst du deine Möglichkeiten und stellst die Bewerbungsunterlagen zusammen.
- Für den CAT üben: Da der Computertest adaptiv ist und sich deiner Leistung anpasst, solltest du dich frühzeitig mit Aufgaben zu Mathematik, Logik und Sprache unter Zeitdruck vertraut machen.
- Sportlich fit werden: Auch wenn der Sporttest nicht in jedem Karrierecenter sofort gefordert wird, musst du die Mindestleistungen im Sprint, Klimmhang und auf dem Ergometer spätestens in der Grundausbildung erbringen.
- Medizinische Vorgaben beachten: Drei Tage vor und während der ärztlichen Untersuchung darfst du keine Kontaktlinsen tragen. Eine Augenlaserbehandlung sollte mindestens drei Monate zurückliegen.
Fazit: Deine militärische Ausbildung bei der Bundeswehr
Der Weg in die Streitkräfte beginnt immer mit der Grundausbildung, bevor dich laufbahnspezifische Lehrgänge und Fachausbildungen auf deinen Dienstalltag vorbereiten. Die Dauer und das Gehalt richten sich dabei klar nach deinem angestrebten Dienstgrad und deiner Verpflichtungszeit. Nutze die Wochen vor dem Assessment, um dich mit einem Bundeswehr Grundausbildung Testtrainer auf den Computertest vorzubereiten und deine körperliche Fitness aufzubauen. Dies hilft dir, dich bestmöglich auf das Auswahlverfahren vorzubereiten und einen guten Start für deinen künftigen Dienstantritt bei der Bundeswehr zu ermöglichen.
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