Bundeswehr in Zahlen: Personalstärke, Reserve, Frauenanteil, Haushalt, Bewerbungen
Wenn du aktuelle Bundeswehr Zahlen suchst, findest du hier die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick: Aktuell dienen rund 186.200 Soldatinnen und Soldaten in den Streitkräften, während insgesamt etwa 269.100 Menschen militärisch und zivil für die Truppe arbeiten. Das Verteidigungsministerium plant für die Zukunft ein deutliches Wachstum und hat bis zum Jahr 2035 ein gesetzliches Ziel von 255.000 bis 270.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten festgelegt. Auch die Reserve soll in den kommenden Jahren deutlich wachsen.
Hier findest du die wichtigsten Kennzahlen zu Personalstärke, Frauenanteil, Haushalt, Bewerbungen und Standorten. TestHelden zeigt dir, was diese Zahlen für deinen Einstellungstest bedeuten und was dich im Auswahlverfahren erwartet, insbesondere im Hinblick auf die hier genannten Fakten.
Auf einen Blick: Bundeswehr in Zahlen
- Personal: Aktuell arbeiten rund 269.100 Menschen bei der Truppe, davon 186.200 militärisch und 82.900 zivil.
- Frauenanteil: Etwa 25.500 Soldatinnen dienen in den Streitkräften, das sind 14 Prozent des militärischen Personals.
- Bewerbungen: Im Jahr 2026 gingen bereits rund 58.700 Bewerbungen für militärische Laufbahnen ein.
- Haushalt: Für das Jahr 2026 stehen insgesamt rund 108,2 Milliarden Euro zur Verfügung.
- Standorte: Die Truppe ist an 288 Standorten in Deutschland vertreten, darunter 15 Karrierecenter und 24 Musterungszentren.
Wie viele Soldaten hat die Bundeswehr?
Die Bundeswehr hat aktuell rund 186.200 aktive Soldatinnen und Soldaten. Zusammen mit den zivilen Beschäftigten arbeiten insgesamt etwa 269.100 Menschen für die Truppe, damit ist sie einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Davon sind rund 61.600 Berufssoldatinnen und Berufssoldaten sowie rund 113.800 langdienende Soldatinnen und Soldaten auf Zeit. Im Neuen Wehrdienst dienen zudem rund 10.800 Mannschaften, darunter rund 4.600 Freiwillig Wehrdienstleistende.
Das Verteidigungsministerium hat sich ehrgeizige Ziele für die Zukunft gesetzt. Für 2026 plant es 186.000 bis 190.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. Bis 2035 soll die Truppe 255.000 bis 270.000 erreichen. Auch die Reserve wird zunehmend wichtiger für die Einsatzbereitschaft: Für 2026 ist ein Zielkorridor von 70.000 bis 80.000 verfügbaren Reservistinnen und Reservisten vorgesehen, ab 2033 sollen es mindestens 200.000 sein. Im Jahr 2025 waren bereits 60.192 Reservistinnen und Reservisten beordert, und 21.291 leisteten tatsächlich Reservistendienst. Das Durchschnittsalter der Berufs- und Zeitsoldaten lag Ende 2025 bei 34,8 Jahren. Mehr Details zur Struktur und den Zielen findest du im Beitrag zur Personalstärke der Bundeswehr: Soldaten, Zivilpersonal, Reserve, Ziel 2035.
Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche in Zahlen
Die Soldatinnen und Soldaten arbeiten in verschiedenen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen, die eigene Aufgaben haben. Das Heer ist das Rückgrat der Landstreitkräfte und die größte Teilstreitkraft. Der Unterstützungsbereich übernimmt Aufgaben wie Gesundheitsversorgung und Logistik. Die Luftwaffe sichert Luft- und Weltraum, die Marine kontrolliert die Seegebiete. Der Cyber- und Informationsraum schützt als vierte Teilstreitkraft die IT-Systeme und wehrt Cyberangriffe ab. Die Tabelle zeigt, wie sich das Personal auf diese Bereiche verteilt.

| Organisationsbereich | Angehörige |
|---|---|
| Heer | 63.000 |
| Unterstützungsbereich | 55.000 |
| Luftwaffe | 28.700 |
| Marine | 15.844 |
| Cyber- und Informationsraum | 15.000 |
Wie hoch ist der Bundeswehr-Frauenanteil?
Der Bundeswehr-Frauenanteil liegt im militärischen Bereich bei etwa 14 Prozent, das sind rund 25.500 Soldatinnen. Bei den zivilen Beschäftigten ist der Anteil der Frauen viel höher.
Von den rund 82.900 zivilen Beschäftigten der Bundeswehr sind circa 32.900 Frauen, was etwa 40 Prozent ausmacht. In der kämpfenden Truppe lag der Frauenanteil Ende 2025 bei zehn Prozent. Bei den Berufssoldaten verzeichnete die Truppe Ende 2025 einen Anteil von 9,9 Prozent. Auch in der Reserve engagieren sich Frauen: Im Jahr 2025 waren unter den beorderten Reservisten 5.314 Frauen. Mehr zu den Karrieremöglichkeiten für Frauen findest du im TestHelden-Magazin-Artikel über Frauen bei der Bundeswehr: Laufbahnen, Voraussetzungen, Anteil, Alltag.
Wie viele Bundeswehr-Bewerbungen gibt es pro Jahr?
Im Jahr 2025 gab es rund 56.000 Bewerbungen für militärische Laufbahnen, das waren etwa neun Prozent mehr als im Vorjahr. Im laufenden Jahr 2026 gingen bereits rund 58.700 Bewerbungen ein, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresstand.
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Das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr testet die Bewerberinnen und Bewerber in den Karrierecentern und trifft die Auswahl. Im Jahr 2025 stellte die Truppe rund 25.000 Soldatinnen und Soldaten ein, rund 23 Prozent mehr als 2024. Für das Jahr 2026 verzeichnete die Bundeswehr rund 18.700 Neueinstellungen.
Für das Einstellungsjahr 2024 betrug die endgültige Abbruchquote in der sechsmonatigen Probezeit 25,2 Prozent. Zudem wurden 2025 bei den wehrmedizinischen Begutachtungen für eine Einstellung als Zeitsoldat etwa 8,3 Prozent der Bewerber als nicht dienstfähig eingestuft. Mehr zu den Auswahlverfahren findest du im Beitrag zu Bewerbungen und Einstellungen bei der Bundeswehr: Zahlen, Abbrecherquote, Untauglichkeit.
Wie groß ist der Bundeswehr-Haushalt?
Der Bundeswehr-Haushalt für 2026 beträgt insgesamt rund 108,2 Milliarden Euro. Diese Summe kommt aus dem regulären Verteidigungshaushalt und den Mitteln aus dem Sondervermögen.
Das Haushaltsgesetz 2026, das seit dem 1. Januar 2026 gilt, sieht 82,69 Milliarden Euro im regulären Verteidigungshaushalt (Einzelplan 14) vor. Aus dem Sondervermögen Bundeswehr, das 2022 mit 100 Milliarden Euro zur Modernisierung der Streitkräfte beschlossen wurde, gibt es 2026 zusätzlich rund 25,51 Milliarden Euro. Bis 2029 will Deutschland die Verteidigungsmittel auf rund 152 Milliarden Euro erhöhen. Damit soll die NATO-Zielquote von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht und die Ausrüstung der Truppe verbessert werden. Mehr zu den Finanzen erfährst du im Artikel Bundeswehr Haushalt: Einzelplan 14 und Sondervermögen.
Wie viele Bundeswehr-Standorte gibt es?
Die Zahl der Bundeswehr-Standorte in Deutschland steigt durch den aktuellen Aufbau auf 288. Ein Standort ist eine Kommune mit mehr als 14 Bundeswehrdienstposten.
Für die Beratung und Auswahl des Personals betreibt das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr 15 Karrierecenter und 99 Karriereberatungsbüros im ganzen Land. Mit dem Aufbau von 24 Musterungszentren steigen die Kapazitäten für die Erfassung weiter. Dadurch entstehen acht neue Bundeswehrstandorte in Städten wie Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg.
Neben den Inlandsstandorten leistet die Truppe auch internationale Aufgaben. Im April 2025 zählte die Bundeswehr 17 Einsätze und anerkannte Missionen auf drei Kontinenten, an denen rund 2.000 Soldatinnen und Soldaten beteiligt waren. Diese Einsätze reichen von mandatierter Friedenssicherung bis hin zu anerkannten Missionen wie der NATO-Bündnispräsenz. Wenn du wissen willst, wo genau die Truppe stationiert ist, schau in den Beitrag Bundeswehrstandorte: Standorte, Karrierecenter und Musterungszentren.
Wie läuft der Bundeswehr-Einstellungstest ab?
Wenn du dich bewirbst, machst du ein Assessment. Im Karrierecenter und im Assessmentcenter für Führungskräfte dauert es je nach Laufbahn und Ort unterschiedlich lange.
Bewerberinnen und Bewerber für den Freiwilligen Wehrdienst absolvieren das Assessment kompakter. Bewerberinnen haben hingegen immer das Assessment, nicht die Musterung.
Im Assessment erwarten dich verschiedene Prüfungsabschnitte, die je nach Laufbahn variieren können. Ein Sporttest kann Teil des Assessments sein. Wie er genau aussieht, hängt von der Laufbahn ab. Der Basis-Fitness-Test ist für Soldatinnen und Soldaten jährlich Pflicht.
Bereite dich auf den Computertest vor
Im TestHelden Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer übst du gezielt für das Assessment. Du erhältst einen strukturierten Lernplan bis zum Testtag, kannst dich in der Bundeswehr-Community mit anderen austauschen und weißt genau, welche Aufgabenformate im computergestützten Test auf dich zukommen. So gehst du ohne Prüfungsangst in das Auswahlverfahren und bist gut vorbereitet, um für deine Wunschlaufbahn eingeplant zu werden.
Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest vor?
Eine gute Vorbereitung auf das Assessment hilft dir, in den Prüfungen zu überzeugen. Das TestHelden-Team rät dir, dein Training gut zu planen.
- Informiere dich über deine Laufbahn: Die Bundeswehr hat 26 Dienstgrade in sieben Dienstgradgruppen. Überlege dir, ob du als Mannschaftssoldat, Unteroffizier, Feldwebel oder Offizier einsteigen möchtest, da sich die Anforderungen im Test je nach Laufbahn unterscheiden.
- Trainiere für die Testabschnitte: Übe frühzeitig Aufgaben unter Zeitdruck, wie sie im Test drankommen. Der Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer hilft dir dabei, die verschiedenen Formate kennenzulernen.
- Bereite dich auf das persönliche Gespräch vor: Beschäftige dich mit deinem Lebenslauf, deinen Stärken und deiner Motivation. Übe, deine Antworten klar und verständlich zu formulieren.
- Werde fit für die körperlichen Anforderungen: Auch wenn der Basis-Fitness-Test nicht in jedem Assessment für Zeitsoldaten verlangt wird, gehört Dienstsport später zum Alltag, da mindestens 180 Minuten Dienstsport pro Woche Pflicht sind. Trainiere für die geforderten Disziplinen des Sporttests.
Das heißt für dich: Plane rückwärts von deinem Einladungstermin. Wenn du weißt, dass du in vier Wochen im Karrierecenter sein musst, teile dir die Themenfelder in Wochenziele ein. So vermeidest du Stress kurz vor dem Assessment und gehst gut vorbereitet in die Prüfungen.
Fazit: Die Bundeswehr in Zahlen
Die Streitkräfte sind mit rund 269.100 militärischen und zivilen Angehörigen aktuell einer der größten Arbeitgeber in Deutschland und bieten vielfältige Karrieremöglichkeiten. Mit einem Haushalt von 108,2 Milliarden Euro für das Jahr 2026 und dem klaren Ziel, bis 2035 auf bis zu 270.000 aktive Soldatinnen und Soldaten anzuwachsen, befindet sich die Truppe im Wachstum und benötigt gut ausgebildetes Personal.
Wenn du Teil dieser Entwicklung werden möchtest, solltest du das Assessment ernst nehmen und dich gut vorbereiten. Nutze die Zeit bis zu deinem Termin im Karrierecenter, um dich mit dem Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer auf die Prüfung vorzubereiten. So bist du gut vorbereitet für eine Einplanung in deiner Wunschverwendung und startest gut in deine militärische Laufbahn.
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