Leben in der Kaserne: Stube, Verpflegung, Ausgang, Regeln
Wer den Dienst antritt, fragt sich oft, ob das Wohnen in der Kaserne zur Pflicht wird und wie das Leben dort abläuft. Grundsätzlich gilt: Soldatinnen und Soldaten sind auf dienstliche Anordnung verpflichtet, in der Gemeinschaftsunterkunft zu wohnen und an der Gemeinschaftsverpflegung teilzunehmen. Das betrifft vor allem die Zeit der Grundausbildung, in der du den militärischen Alltag von Grund auf lernst.
Auf einen Blick: Leben in der Kaserne
- Wohnpflicht: Auf dienstliche Anordnung musst du in der Gemeinschaftsunterkunft wohnen.
- Kosten: Wer auf Anordnung in der Kaserne wohnt, erhält die Unterkunft unentgeltlich.
- Arbeitszeit: Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 41 Stunden pro Woche.
- Urlaub: Soldaten auf Zeit haben Anspruch auf 30 Tage Erholungsurlaub im Jahr.
- Vorbereitung: Vor der Grundausbildung steht das Assessment mit Computertest und ärztlicher Untersuchung.
Gibt es eine Wohnpflicht in der Bundeswehr-Kaserne?
Ob du in der Kaserne wohnen musst, hängt von den dienstlichen Erfordernissen ab.
Gilt die Wohnpflicht in der Kaserne für alle?
Auf dienstliche Anordnung bist du verpflichtet, in der Gemeinschaftsunterkunft zu wohnen und an der Gemeinschaftsverpflegung teilzunehmen. Die genauen Einzelheiten dazu regeln Verwaltungsvorschriften des Bundesministeriums der Verteidigung. Themen wie die Stubenordnung, konkrete Ausgangszeiten oder die Regeln für die Wochenendheimfahrt legt die jeweilige Einheit vor Ort fest. Besonders in den ersten Monaten, während der Grundausbildung, verbringst du die meiste Zeit in der Kaserne, um die militärischen Grundlagen zu lernen.
Was kostet die Bundeswehr Unterkunft?
Wenn du auf dienstliche Anordnung in der Kaserne wohnen musst, stellt dir die Bundeswehr den Platz unentgeltlich zur Verfügung.
Wer zahlt die Bundeswehr Stube?
Die Kosten übernimmt der Dienstherr. Der amtliche Sachbezugswert für eine solche gestellte Unterkunft liegt bei 285 Euro im Monat. Leistest du den Freiwilligen Wehrdienst, der zwischen sechs und elf Monaten dauert, erhältst du neben der kostenfreien Unterkunft einen Wehrsoldgrundbetrag von 2.600 Euro monatlich. Auch die Dienstkleidung wird dir unentgeltlich bereitgestellt.
Wie läuft die Bundeswehr Verpflegung in der Gemeinschaftsunterkunft ab?
Die Teilnahme an der Verpflegung ist ebenfalls oft an dienstliche Anordnungen geknüpft. Bei auswärtigen Dienstgeschäften mit angeordneter Gemeinschaftsverpflegung ist das Essen für dich unentgeltlich.
Mit dem Bundeswehr Grundausbildung Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.
Wer aus dienstlichen Gründen von der Teilnahme befreit ist oder keine Verpflegung erhält, bekommt Verpflegungsgeld nach den Sätzen des Bundesreisekostengesetzes. Der amtliche Sachbezugswert für die Verpflegung beträgt insgesamt 345 Euro im Monat. Wie viel einzelne Mahlzeiten außerhalb dieser Regelungen kosten, regelt die Einheit beziehungsweise die jeweilige Truppenküche.
Wie ist der Dienstalltag in der Bundeswehr Kaserne?
Der Alltag in der Kaserne ist durch klare zeitliche Vorgaben strukturiert. Deine Arbeitszeit beträgt 41 Stunden pro Woche, und es gibt feste Regeln für Pausen und Ruhezeiten.
Für die Erholung erhalten Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit 30 Tage Urlaub im Jahr. Freiwillig Wehrdienstleistende bekommen je vollen Dienstmonat ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Auch das Thema Familie ist geregelt: Elternzeit ist bis zum dritten Geburtstag des Kindes ohne Bezüge möglich, und Teilzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen bewilligt werden.
Ein kurzer Überblick zeigt die wichtigsten zeitlichen Vorgaben für den Dienstalltag.

| Regelung | Dauer in Stunden |
|---|---|
| Regelmäßige Arbeitszeit pro Woche | 41 |
| Höchstarbeitszeit pro Tag (inkl. Pausen) | 13 |
| Mindestruhezeit je 24 Stunden | 11 |
| Dienstsport pro Woche (mindestens) | 3 |
Welche Kosten übernimmt die Bundeswehr noch?
Neben Unterkunft und Verpflegung bist du auch medizinisch und bei Reisen abgesichert. Soldaten erhalten eine unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, und es gibt Regelungen für Reisekosten.
Wenn du versetzt wirst und nicht täglich nach Hause fahren kannst, zahlt die Bundeswehr unter bestimmten Voraussetzungen Trennungsgeld. Trennungsgeldberechtigte erhalten zudem Reisebeihilfe für Heimfahrten nach dem Bundesreisekostengesetz. Für Privatfahrten gibt es seit 2021 den gesetzlichen Anspruch auf kostenfreies Bahnfahren in Uniform, sofern die Deutsche Bahn die Verbindung entsprechend anbietet. Mehr zu diesen Vorteilen erfährst du unter Was die Bundeswehr bietet: Heilfürsorge, Bahn, Führerschein-Zuschuss, Urlaub.
Wie läuft das Assessment für die Grundausbildung ab?
Bevor du in die Grundausbildung startest, durchläufst du ein ein- bis zweitägiges Auswahlverfahren im Karrierecenter. Dieses Assessment umfasst eine ärztliche Untersuchung, Gespräche und einen computergestützten Test (CAT).
Bewirbst du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit, kann je nach Karrierecenter auch ein Sporttest, der Basis-Fitness-Test, dazugehören. Für den Freiwilligen Wehrdienst gibt es im Assessment keinen Sporttest. Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung im Karrierecenter sind für dich kostenfrei.
Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Grundbeträge für den Einstieg in die Laufbahn der Mannschaften.

| Status und Dienstgrad | Betrag in Euro |
|---|---|
| Freiwilliger Wehrdienst (Jäger, Schütze) | 2.600 |
| Freiwilliger Wehrdienst (Gefreiter) | 2.630 |
| Freiwilliger Wehrdienst (Obergefreiter) | 2.650 |
| Soldat auf Zeit (A 3, Stufe 1) | 2.706,99 |
Tipp für deinen Einstellungstest
Im Bundeswehr Grundausbildung Testtrainer bereitest du dich gezielt auf den computergestützten Test vor. Du übst Aufgaben zu logischem Denken, Mathematik und Sprachbeherrschung unter Zeitdruck und erhältst einen Lernplan bis zum Termin im Karrierecenter.
Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest vor?
Bereite dich gut vor, um im Assessment zu überzeugen und deine gewünschte Verwendung für die Grundausbildung zu erhalten. Gehe dabei systematisch vor:
- Testinhalte trainieren: Mache dich mit den Aufgabenformaten des CAT vertraut. Übe typische Aufgaben, bei denen du Muster erkennen oder einfache Rechenaufgaben unter Zeitdruck lösen musst.
- Körperlich fit werden: Auch wenn der Sporttest für den Freiwilligen Wehrdienst im Assessment entfällt, folgt der Basis-Fitness-Test spätestens in der Grundausbildung. Trainiere Sprinten, Klimmhang und Ausdauer auf dem Fahrrad.
- Dokumente prüfen: Bringe alle nötigen Unterlagen mit ins Karrierecenter. Dazu gehören unter anderem dein Personalausweis und der tabellarische Lebenslauf.
- Gesundheitliche Vorgaben beachten: Trage 24 Stunden vor dem Sehtest keine Kontaktlinsen. Eine Augenlaser-OP muss mindestens drei Monate zurückliegen.
Das heißt für dich: Plane rückwärts von deinem Testtermin und nutze die Zeit, um Wissenslücken zu schließen. Weitere Tipps zum Ablauf findest du im Artikel Grundausbildung bei der Bundeswehr: Ablauf, Dauer, Gehalt, Alltag.
Fazit: Leben in der Kaserne und dein Start
Das Leben in der Bundeswehr-Kaserne ist durch klare Regeln zu Wohnpflicht, Arbeitszeit und Verpflegung strukturiert. Wer auf dienstliche Anordnung in der Gemeinschaftsunterkunft wohnt, erhält diese unentgeltlich und profitiert von geregelten Ruhezeiten sowie der truppenärztlichen Versorgung.
Damit du gut in die Grundausbildung startest, solltest du das Assessment ernst nehmen. Bereite dich frühzeitig auf den Computertest und die ärztliche Untersuchung vor. Mit dem passenden Bundeswehr Grundausbildung Online-Testtrainer kannst du dich gezielt auf die Anforderungen im Karrierecenter einstellen und gehst ruhiger in den Prüftag.
Teste dein Wissen
Dein Ergebnis
Passende Vorbereitung

Bundeswehr Grundausbildung Testtrainer
Mehr erfahrenAlle Fragen mit Lösungen als PDF
Dein Ergebnis und die Fragensammlung mit Erklärungen kostenlos per E-Mail.



