Pension bei der Bundeswehr: Ruhegehalt für Berufssoldaten
Erfahre, wie sich die Pension für Berufssoldaten berechnet, welche Altersgrenzen gelten und welche finanziellen Hilfen Zeitsoldaten nach ihrem Dienstende erhalten.
Die Bundeswehr-Pension (das Ruhegehalt) für Berufssoldatinnen und Berufssoldaten beträgt 1,79375 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge für jedes abgeleistete Dienstjahr. Der Höchstsatz liegt bei 71,75 Prozent.
TestHelden klärt, ab wann du in den Ruhestand gehst, wie sich die Bezüge berechnen und welche finanziellen Hilfen Zeitsoldaten nach ihrem Dienstende erwarten.
Auf einen Blick: Pension bei der Bundeswehr
- Anspruch: Ein Ruhegehalt erhalten nur Berufssoldatinnen und Berufssoldaten nach ihrer aktiven Dienstzeit.
- Berechnung: Pro Dienstjahr steigt der Anspruch um 1,79375 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.
- Höchstsatz: Die maximale Pension liegt bei 71,75 Prozent.
- Altersgrenzen: Die allgemeine Altersgrenze liegt bei 62 Jahren, für bestimmte Dienstgrade gelten frühere Grenzen.
- Zeitsoldaten: Soldaten auf Zeit bekommen keine Pension, sondern Übergangsgebührnisse und eine Übergangsbeihilfe.
Wie berechnet sich das Ruhegehalt der Bundeswehr?
Das Ruhegehalt der Bundeswehr berechnet sich aus deinen ruhegehaltfähigen Dienstbezügen und deinen abgeleisteten Dienstjahren. Für jedes Dienstjahr erhältst du 1,79375 Prozent deiner Bezüge als Pension.
Der Höchstsatz für die Pension liegt bei 71,75 Prozent. Gehst du wegen einer besonderen Altersgrenze vor dem 60. Lebensjahr in den Ruhestand, erhöht sich der Prozentsatz. Bei einer Altersgrenze von 53 Jahren ist beispielsweise eine Erhöhung um bis zu 12,55625 Prozentpunkte möglich. Die Grundlage für die Berechnung bilden deine ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Mehr zum Thema Gehalt und Besoldungsgruppen liest du im Beitrag Bundeswehr Gehalt und Besoldung.
Die Soldatenversorgung im Detail
Die Soldatenversorgung sichert dich nach deiner aktiven Dienstzeit ab. Die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge richten sich nach der Besoldungsgruppe, die du am Ende deiner Laufbahn erreicht hast. Wenn du als Berufssoldat ausscheidest, erhältst du im Ruhestand deine Versorgung.
Wann erhält ein Berufssoldat Pension?
Ein Berufssoldat erhält seine Pension in der Regel mit Erreichen der allgemeinen Altersgrenze von 62 Jahren. Für einige Dienstgrade und Verwendungen gelten jedoch besondere, frühere Altersgrenzen.
Mit der allgemeinen Altersgrenze trittst du automatisch in den Ruhestand. Bei Erreichen einer besonderen Altersgrenze kannst du in den Ruhestand versetzt werden. Auf Antrag kannst du den Dienst um bis zu zwei Jahre fortsetzen. Aus dienstlichen Gründen lässt sich der Ruhestand um bis zu drei Jahre hinausschieben. Wer sich für den genauen Weg zum Berufssoldaten interessiert, findet im Artikel Berufssoldat werden: Weg, Potentialfeststellung, Altersgrenzen, Pension weitere Details.
Versorgung Soldaten: Besondere Altersgrenzen
Die folgende Tabelle zeigt die Altersgrenzen für ausgewählte Dienstgrade und Verwendungen.

| Dienstgrad oder Verwendung | Altersgrenze in Jahren |
|---|---|
| Generale und Oberste | 65 |
| Allgemeine Altersgrenze | 62 |
| Oberstleutnant | 61 |
| Major und Stabshauptmann | 59 |
| Leutnant bis Hauptmann | 56 |
| Berufsunteroffiziere | 55 |
| Jetpiloten | 41 |
Pension Berufssoldat Höhe: Wie viel Geld gibt es?
Die Höhe der Pension eines Berufssoldaten hängt von den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen ab, die du zuletzt erreicht hast. Ein Stabsfeldwebel in der Besoldungsgruppe A 9 erhält eine andere Pension als ein Hauptmann in A 11.
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Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das Prinzip. TestHelden nutzt dafür die Grundgehaltstabelle, die ab dem 1. März 2024 gilt. Ein Berufssoldat beginnt seine Laufbahn oft im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad mit einem Grundgehalt von 2.706,99 Euro in der Besoldungsgruppe A 3, Stufe 1. Im Laufe der Jahre steigt er auf. Erreicht er beispielsweise die Besoldungsgruppe A 9 in der höchsten Erfahrungsstufe 8, erhält er ein monatliches Grundgehalt von 4.283,30 Euro. Erreicht dieser Soldat die maximale Anzahl an Dienstjahren für den Höchstsatz, erhält er 71,75 Prozent. Seine Pension berechnet sich dann aus diesen Bezügen. Dazu können noch weitere ruhegehaltfähige Bestandteile der Dienstbezüge kommen. Beachte: Dies ist nur ein Beispiel, die genaue Höhe wird immer individuell berechnet.
Was gilt für Zeitsoldaten statt der Bundeswehr Rente?
Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten nach ihrem Dienstzeitende keine klassische Bundeswehr Rente, sondern Übergangsgebührnisse und eine einmalige Übergangsbeihilfe.
Die Übergangsgebührnisse betragen 75 Prozent der Dienstbezüge des letzten Monats. Für die Berechnung werden das Grundgehalt, der Familienzuschlag und bestimmte Zulagen herangezogen und mit dem Faktor 0,9901 multipliziert. Die Bezugsdauer richtet sich nach der Dauer deiner Verpflichtungszeit. Wenn du dich in Vollzeit weiterbildest, kannst du zusätzlich einen Bildungszuschuss von 25 Prozent erhalten. Weitere Informationen dazu findest du im Beitrag Nach der Dienstzeit: Übergangsgebührnisse, Übergangsbeihilfe, BFD, Eingliederungsschein.
Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Monate du Übergangsgebührnisse je nach abgeleisteter Mindestdienstzeit erhältst.

| Mindestdienstzeit in Jahren | Bezugsdauer in Monaten |
|---|---|
| 1 bis unter 2 | 1 |
| 2 bis unter 3 | 2 |
| 3 bis unter 4 | 3 |
| 4 bis unter 5 | 12 |
| 5 bis unter 6 | 18 |
| 6 bis unter 7 | 24 |
| 7 bis unter 8 | 30 |
| 8 bis unter 9 | 36 |
| 9 bis unter 10 | 42 |
| 10 bis unter 11 | 48 |
| 11 bis unter 12 | 54 |
| ab 12 | 60 |
Zusätzlich zu den monatlichen Gebührnissen wird die Übergangsbeihilfe einmalig am Ende der Dienstzeit ausgezahlt. Sie entspricht einem Vielfachen deiner letzten Dienstbezüge. Bei einer Dienstzeit von vier bis unter fünf Jahren beträgt sie das Vierfache der Bezüge. Die folgende Tabelle zeigt den Faktor für verschiedene Dienstzeiten.
| Mindestdienstzeit in Jahren | Faktor der Dienstbezüge |
|---|---|
| unter 1,5 | 1,5 |
| 1,5 bis unter 2 | 1,8 |
| 2 bis unter 4 | 2 |
| 4 bis unter 5 | 4 |
| 5 | 4,5 |
| 6 | 5 |
| 7 | 5,5 |
| 8 | 6 |
| 9 | 6,5 |
| 10 | 7 |
| 11 | 7,5 |
| 12 | 8 |
| 13 | 8,5 |
| 14 | 9 |
| 15 | 9,5 |
| 16 | 10 |
| 17 | 10,5 |
| 18 | 11 |
| 19 | 11,5 |
| 20 | 12 |
| 21 | 12,5 |
| 22 | 13 |
| 23 | 13,5 |
| 24 | 14 |
| ab 25 | 15 |
Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest vor?
Um Berufssoldat zu werden, musst du zunächst das Assessment im Karrierecenter oder im Assessmentcenter für Führungskräfte bestehen. Eine gezielte Vorbereitung auf den Computertest und den Sporttest ist dabei wichtig.
- Testbereiche kennen: Alle Bewerbenden absolvieren einen computerassistierten Test (CAT) am PC. Je nach angestrebter Laufbahn können Aufgaben zu Bereichen wie Sprache (Deutsch und Englisch), Mathematik, abstrakt-logischem Denken, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit, allgemeinem technischen Verständnis und Persönlichkeit vorkommen. Vorab füllst du einen biografischen Fragebogen aus, wofür du 30 Minuten Zeit hast.
- Unter Zeitdruck üben: Der CAT findet am Computer statt und die Zeit ist knapp bemessen. Trainiere deshalb mit realistischen Zeitvorgaben.
- Sporttest trainieren: Der Basis-Fitness-Test besteht aus einem 11 x 10 Meter Pendellauf in höchstens 60 Sekunden, dem Klimmhang von mindestens 5 Sekunden und 3.000 Metern auf dem Fahrradergometer in höchstens 6:30 Minuten. Du musst in jeder Disziplin die Mindestleistung schaffen.
- Medizinische Untersuchung: Eine ärztliche Untersuchung stellt die Dienstfähigkeit fest. Trage drei Tage vorher keine Kontaktlinsen und beachte, dass eine Augenlaserbehandlung mindestens drei Monate zurückliegen sollte.
Tipp von TestHelden für deine Vorbereitung
Im TestHelden Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer kannst du dich gezielt auf den Computertest vorbereiten. Im Trainer übst du die typischen Aufgabenbereiche, lernst mit einem strukturierten Lernplan bis zum Assessment und kannst dich in der Bundeswehr-Community austauschen.
Fazit: Die Pension bei der Bundeswehr
Die Pension bei der Bundeswehr bietet Berufssoldaten im Ruhestand eine Absicherung, die mit jedem Dienstjahr um 1,79375 Prozent steigt. Wer als Soldat auf Zeit dient, erhält nach dem Dienstende Übergangsgebührnisse und die Übergangsbeihilfe als finanzielle Absicherung.
Deine militärische Laufbahn beginnt mit einem erfolgreichen Auswahlverfahren. Nutze die Zeit vor dem Assessment, um dich intensiv mit dem Bundeswehr Testtrainer auf den Computertest und den Sporttest vorzubereiten, damit du für deine Wunschverwendung eingeplant werden kannst.
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