Bundeswehr Einstellungstest

Pension bei der Bundeswehr: Ruhegehalt für Berufssoldaten

Erfahre, wie sich die Pension für Berufssoldaten berechnet, welche Altersgrenzen gelten und welche finanziellen Hilfen Zeitsoldaten nach ihrem Dienstende erhalten.

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
Älterer Mann im Garten, Pension nach der Bundeswehr

Die Bundeswehr-Pension (das Ruhegehalt) für Berufssoldatinnen und Berufssoldaten beträgt 1,79375 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge für jedes abgeleistete Dienstjahr. Der Höchstsatz liegt bei 71,75 Prozent.

TestHelden klärt, ab wann du in den Ruhestand gehst, wie sich die Bezüge berechnen und welche finanziellen Hilfen Zeitsoldaten nach ihrem Dienstende erwarten.

Auf einen Blick: Pension bei der Bundeswehr

  • Anspruch: Ein Ruhegehalt erhalten nur Berufssoldatinnen und Berufssoldaten nach ihrer aktiven Dienstzeit.
  • Berechnung: Pro Dienstjahr steigt der Anspruch um 1,79375 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.
  • Höchstsatz: Die maximale Pension liegt bei 71,75 Prozent.
  • Altersgrenzen: Die allgemeine Altersgrenze liegt bei 62 Jahren, für bestimmte Dienstgrade gelten frühere Grenzen.
  • Zeitsoldaten: Soldaten auf Zeit bekommen keine Pension, sondern Übergangsgebührnisse und eine Übergangsbeihilfe.

Wie berechnet sich das Ruhegehalt der Bundeswehr?

Das Ruhegehalt der Bundeswehr berechnet sich aus deinen ruhegehaltfähigen Dienstbezügen und deinen abgeleisteten Dienstjahren. Für jedes Dienstjahr erhältst du 1,79375 Prozent deiner Bezüge als Pension.

Der Höchstsatz für die Pension liegt bei 71,75 Prozent. Gehst du wegen einer besonderen Altersgrenze vor dem 60. Lebensjahr in den Ruhestand, erhöht sich der Prozentsatz. Bei einer Altersgrenze von 53 Jahren ist beispielsweise eine Erhöhung um bis zu 12,55625 Prozentpunkte möglich. Die Grundlage für die Berechnung bilden deine ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Mehr zum Thema Gehalt und Besoldungsgruppen liest du im Beitrag Bundeswehr Gehalt und Besoldung.

Die Soldatenversorgung im Detail

Die Soldatenversorgung sichert dich nach deiner aktiven Dienstzeit ab. Die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge richten sich nach der Besoldungsgruppe, die du am Ende deiner Laufbahn erreicht hast. Wenn du als Berufssoldat ausscheidest, erhältst du im Ruhestand deine Versorgung.

Wann erhält ein Berufssoldat Pension?

Ein Berufssoldat erhält seine Pension in der Regel mit Erreichen der allgemeinen Altersgrenze von 62 Jahren. Für einige Dienstgrade und Verwendungen gelten jedoch besondere, frühere Altersgrenzen.

Mit der allgemeinen Altersgrenze trittst du automatisch in den Ruhestand. Bei Erreichen einer besonderen Altersgrenze kannst du in den Ruhestand versetzt werden. Auf Antrag kannst du den Dienst um bis zu zwei Jahre fortsetzen. Aus dienstlichen Gründen lässt sich der Ruhestand um bis zu drei Jahre hinausschieben. Wer sich für den genauen Weg zum Berufssoldaten interessiert, findet im Artikel Berufssoldat werden: Weg, Potentialfeststellung, Altersgrenzen, Pension weitere Details.

Versorgung Soldaten: Besondere Altersgrenzen

Die folgende Tabelle zeigt die Altersgrenzen für ausgewählte Dienstgrade und Verwendungen.

Balkendiagramm: Altersgrenze in Jahren. Altersgrenze in Jahren: Generale und Oberste 65, Allgemeine Altersgrenze 62, Oberstleutnant 61, Major und Stabshauptmann 59, Leutnant bis Hauptmann 56, Berufsunteroffiziere 55, Jetpiloten 41.
Altersgrenze in Jahren. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Dienstgrad oder Verwendung Altersgrenze in Jahren
Generale und Oberste 65
Allgemeine Altersgrenze 62
Oberstleutnant 61
Major und Stabshauptmann 59
Leutnant bis Hauptmann 56
Berufsunteroffiziere 55
Jetpiloten 41

Pension Berufssoldat Höhe: Wie viel Geld gibt es?

Die Höhe der Pension eines Berufssoldaten hängt von den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen ab, die du zuletzt erreicht hast. Ein Stabsfeldwebel in der Besoldungsgruppe A 9 erhält eine andere Pension als ein Hauptmann in A 11.

Mit dem Bundeswehr Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das Prinzip. TestHelden nutzt dafür die Grundgehaltstabelle, die ab dem 1. März 2024 gilt. Ein Berufssoldat beginnt seine Laufbahn oft im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad mit einem Grundgehalt von 2.706,99 Euro in der Besoldungsgruppe A 3, Stufe 1. Im Laufe der Jahre steigt er auf. Erreicht er beispielsweise die Besoldungsgruppe A 9 in der höchsten Erfahrungsstufe 8, erhält er ein monatliches Grundgehalt von 4.283,30 Euro. Erreicht dieser Soldat die maximale Anzahl an Dienstjahren für den Höchstsatz, erhält er 71,75 Prozent. Seine Pension berechnet sich dann aus diesen Bezügen. Dazu können noch weitere ruhegehaltfähige Bestandteile der Dienstbezüge kommen. Beachte: Dies ist nur ein Beispiel, die genaue Höhe wird immer individuell berechnet.

Was gilt für Zeitsoldaten statt der Bundeswehr Rente?

Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten nach ihrem Dienstzeitende keine klassische Bundeswehr Rente, sondern Übergangsgebührnisse und eine einmalige Übergangsbeihilfe.

Die Übergangsgebührnisse betragen 75 Prozent der Dienstbezüge des letzten Monats. Für die Berechnung werden das Grundgehalt, der Familienzuschlag und bestimmte Zulagen herangezogen und mit dem Faktor 0,9901 multipliziert. Die Bezugsdauer richtet sich nach der Dauer deiner Verpflichtungszeit. Wenn du dich in Vollzeit weiterbildest, kannst du zusätzlich einen Bildungszuschuss von 25 Prozent erhalten. Weitere Informationen dazu findest du im Beitrag Nach der Dienstzeit: Übergangsgebührnisse, Übergangsbeihilfe, BFD, Eingliederungsschein.

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Monate du Übergangsgebührnisse je nach abgeleisteter Mindestdienstzeit erhältst.

Balkendiagramm: Bezugsdauer in Monaten. Bezugsdauer in Monaten: 1 bis unter 2 1, 2 bis unter 3 2, 3 bis unter 4 3, 4 bis unter 5 12, 5 bis unter 6 18, 6 bis unter 7 24, 7 bis unter 8 30, 8 bis unter 9 36, 9 bis unter 10 42, 10 bis unter 11 48, 11 bis unter 12 54, ab 12 60.
Bezugsdauer in Monaten. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Mindestdienstzeit in Jahren Bezugsdauer in Monaten
1 bis unter 2 1
2 bis unter 3 2
3 bis unter 4 3
4 bis unter 5 12
5 bis unter 6 18
6 bis unter 7 24
7 bis unter 8 30
8 bis unter 9 36
9 bis unter 10 42
10 bis unter 11 48
11 bis unter 12 54
ab 12 60

Zusätzlich zu den monatlichen Gebührnissen wird die Übergangsbeihilfe einmalig am Ende der Dienstzeit ausgezahlt. Sie entspricht einem Vielfachen deiner letzten Dienstbezüge. Bei einer Dienstzeit von vier bis unter fünf Jahren beträgt sie das Vierfache der Bezüge. Die folgende Tabelle zeigt den Faktor für verschiedene Dienstzeiten.

Mindestdienstzeit in Jahren Faktor der Dienstbezüge
unter 1,5 1,5
1,5 bis unter 2 1,8
2 bis unter 4 2
4 bis unter 5 4
5 4,5
6 5
7 5,5
8 6
9 6,5
10 7
11 7,5
12 8
13 8,5
14 9
15 9,5
16 10
17 10,5
18 11
19 11,5
20 12
21 12,5
22 13
23 13,5
24 14
ab 25 15

Wie bereite ich mich auf den Einstellungstest vor?

Um Berufssoldat zu werden, musst du zunächst das Assessment im Karrierecenter oder im Assessmentcenter für Führungskräfte bestehen. Eine gezielte Vorbereitung auf den Computertest und den Sporttest ist dabei wichtig.

  1. Testbereiche kennen: Alle Bewerbenden absolvieren einen computerassistierten Test (CAT) am PC. Je nach angestrebter Laufbahn können Aufgaben zu Bereichen wie Sprache (Deutsch und Englisch), Mathematik, abstrakt-logischem Denken, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit, allgemeinem technischen Verständnis und Persönlichkeit vorkommen. Vorab füllst du einen biografischen Fragebogen aus, wofür du 30 Minuten Zeit hast.
  2. Unter Zeitdruck üben: Der CAT findet am Computer statt und die Zeit ist knapp bemessen. Trainiere deshalb mit realistischen Zeitvorgaben.
  3. Sporttest trainieren: Der Basis-Fitness-Test besteht aus einem 11 x 10 Meter Pendellauf in höchstens 60 Sekunden, dem Klimmhang von mindestens 5 Sekunden und 3.000 Metern auf dem Fahrradergometer in höchstens 6:30 Minuten. Du musst in jeder Disziplin die Mindestleistung schaffen.
  4. Medizinische Untersuchung: Eine ärztliche Untersuchung stellt die Dienstfähigkeit fest. Trage drei Tage vorher keine Kontaktlinsen und beachte, dass eine Augenlaserbehandlung mindestens drei Monate zurückliegen sollte.

Tipp von TestHelden für deine Vorbereitung

Im TestHelden Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer kannst du dich gezielt auf den Computertest vorbereiten. Im Trainer übst du die typischen Aufgabenbereiche, lernst mit einem strukturierten Lernplan bis zum Assessment und kannst dich in der Bundeswehr-Community austauschen.

Fazit: Die Pension bei der Bundeswehr

Die Pension bei der Bundeswehr bietet Berufssoldaten im Ruhestand eine Absicherung, die mit jedem Dienstjahr um 1,79375 Prozent steigt. Wer als Soldat auf Zeit dient, erhält nach dem Dienstende Übergangsgebührnisse und die Übergangsbeihilfe als finanzielle Absicherung.

Deine militärische Laufbahn beginnt mit einem erfolgreichen Auswahlverfahren. Nutze die Zeit vor dem Assessment, um dich intensiv mit dem Bundeswehr Testtrainer auf den Computertest und den Sporttest vorzubereiten, damit du für deine Wunschverwendung eingeplant werden kannst.

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Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Pension bei der Bundeswehr

Die wichtigsten Antworten zum Artikel auf einen Blick.

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Wie wird die Pension eines Berufssoldaten bei der Bundeswehr berechnet?

Die Pension eines Berufssoldaten berechnet sich aus den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen und der Anzahl der abgeleisteten Dienstjahre. Für jedes Dienstjahr erhöht sich der Anspruch um 1,79375 Prozent der Bezüge. Der Höchstsatz der Pension liegt bei 71,75 Prozent.

Ab welchem Alter erhalten Berufssoldaten ihre Pension?

Berufssoldaten erhalten ihre Pension in der Regel mit Erreichen der allgemeinen Altersgrenze von 62 Jahren. Für bestimmte Dienstgrade wie Oberstleutnant (61 Jahre) oder Berufsunteroffiziere (55 Jahre) gelten jedoch besondere, frühere Altersgrenzen.

Erhalten Zeitsoldaten eine Pension nach Dienstzeitende?

Zeitsoldaten erhalten nach ihrem Dienstzeitende keine klassische Pension. Stattdessen bekommen sie Übergangsgebührnisse, die monatlich für eine bestimmte Dauer gezahlt werden, und eine einmalige Übergangsbeihilfe.

Wie hoch sind die Übergangsgebührnisse für Zeitsoldaten?

Die Übergangsgebührnisse für Zeitsoldaten betragen 75 Prozent der Dienstbezüge des letzten Monats. Die Bezugsdauer hängt von der Verpflichtungszeit ab und kann zwischen einem Monat (bei unter 2 Jahren Dienstzeit) und 60 Monaten (ab 12 Jahren Dienstzeit) liegen.

Was ist die Übergangsbeihilfe für Zeitsoldaten?

Die Übergangsbeihilfe ist eine einmalige Zahlung, die Zeitsoldaten am Ende ihrer Dienstzeit erhalten. Sie entspricht einem Vielfachen ihrer letzten Dienstbezüge. Bei einer Dienstzeit von vier bis unter fünf Jahren beträgt sie das Vierfache der Bezüge.

Welche Altersgrenzen gelten für Berufssoldaten bei der Bundeswehr?

Die allgemeine Altersgrenze für Berufssoldaten liegt bei 62 Jahren. Für Generale und Oberste beträgt sie 65 Jahre, während Jetpiloten bereits mit 41 Jahren eine besondere Altersgrenze erreichen.

Wie kann ich mich auf den Einstellungstest für eine Karriere bei der Bundeswehr vorbereiten?

Für die Vorbereitung auf den Einstellungstest bei der Bundeswehr solltest du dich auf den computerassistierten Test (CAT) konzentrieren. Dieser umfasst Bereiche wie Sprache, Mathematik, abstrakt-logisches Denken, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit, Englisch, allgemeines technisches Verständnis und Persönlichkeit. Auch das Training für den Basis-Fitness-Test und die Beachtung medizinischer Hinweise sind wichtig.

Gibt es eine maximale Pension bei der Bundeswehr?

Ja, die maximale Pension für Berufssoldaten bei der Bundeswehr liegt bei 71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Dieser Höchstsatz wird in der Regel nach der maximal möglichen Dienstzeit erreicht.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich Bundeswehr Einstellungstest.

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