Bundeswehr Einstellungstest

Was die Bundeswehr bietet: Heilfürsorge, Bahn, Führerschein-Zuschuss, Urlaub

Die Bundeswehr bietet attraktive Vorteile: kostenlose medizinische Versorgung, Bahnfahren in Uniform und einen Führerschein-Zuschuss. Erfahre hier alles zu Leistungen und Bewerbung.

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Soldatin im Zug am Fenster, Vorteile bei der Bundeswehr

Wer sich für eine militärische Karriere entscheidet, sucht oft gezielt nach den Vorteilen der Bundeswehr, die über das reine Gehalt hinausgehen. Neben einem sicheren Einkommen bietet der Dienst in den Streitkräften viele Zusatzleistungen. Dazu gehören unter anderem eine kostenfreie medizinische Versorgung, Zuschüsse zum zivilen Führerschein und die Möglichkeit, in Uniform kostenlos mit der Bahn zu reisen. Diese Angebote sind besonders für junge Menschen interessant, die ins Berufsleben starten und langfristige Sicherheit suchen.

Diese Regelungen betreffen alle, die einen Freiwilligen Wehrdienst leisten oder sich als Soldatin oder Soldat auf Zeit verpflichten möchten. Dieser Artikel zeigt dir, welche konkreten Leistungen dich im Dienst erwarten, welche Bedingungen du dafür erfüllen musst und wie du dich gezielt auf das Auswahlverfahren vorbereitest.

Auf einen Blick: Was die Bundeswehr bietet

  • Krankenversorgung: Du erhältst eine unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, musst aber eine Pflegeversicherung abschließen.
  • Mobilität: Bei Privatfahrten kannst du in Uniform kostenfrei Züge der Deutschen Bahn nutzen.
  • Führerschein-Zuschuss: Ab dem 1. Januar 2026 und ab zwölf Monaten Dienstzeit gibt es einen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro für den Führerschein.
  • Urlaub: Als Soldatin oder Soldat auf Zeit stehen dir 30 Urlaubstage im Jahr zu.
  • Unterkunft: Auf dienstliche Anordnung wohnst du in der Gemeinschaftsunterkunft der Kaserne.

Wie funktioniert die Bundeswehrkrankenversicherung im Dienst?

Die medizinische Absicherung im Dienst ist geregelt: Anstelle einer gesetzlichen Krankenversicherung erhältst du die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung.

Behandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Früherkennung, Impfungen und die ärztliche Betreuung während einer Schwangerschaft sind kostenfrei. Das medizinische Niveau entspricht dabei mindestens dem der gesetzlichen Krankenkassen. Behandlungen bei Heilpraktikern werden nicht übernommen. Zudem ist eine Pflegeversicherung in dieser Leistung nicht enthalten; diese musst du selbst abschließen. Die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung gilt für Soldatinnen und Soldaten mit Besoldungsanspruch sowie für freiwillig Wehrdienstleistende gleichermaßen. Die Bundeswehrheilfürsorgeverordnung regelt die Einzelheiten der truppenärztlichen Versorgung. Wenn du medizinische Hilfe benötigst, wendest du dich in der Regel zuerst an den Truppenarzt an deinem Standort. Nur wenn Fachärzte erforderlich sind, die die Truppe nicht selbst stellen kann, oder in einem medizinischen Notfall, erfolgt eine Überweisung an zivile Praxen.

Welche Regeln gelten, wenn ich mit der Bundeswehrbahn kostenlos fahren möchte?

Das kostenfreie Bahnfahren in Uniform ist ein gesetzlicher Anspruch bei Privatfahrten, für den du bestimmte Bedingungen der Deutschen Bahn einhalten musst.

Du darfst Verbindungen nutzen, die die Deutsche Bahn ausschließlich für Angehörige der Streitkräfte kostenlos anbietet. Dabei reist du immer in der niedrigsten Klasse und hast eine feste Zugbindung für deine gewählte Strecke. Eine Sitzplatzreservierung ist in diesem kostenfreien Angebot nicht enthalten. Um das Angebot zu nutzen, musst du während der gesamten Fahrt deine Uniform tragen und deinen Truppenausweis mitführen. Diese Regelung gilt seit dem Jahr 2021 als fester gesetzlicher Anspruch im Soldatengesetz und dient der Mobilität der Truppe. Das Angebot erleichtert es dir, am Wochenende zu deiner Familie zu pendeln oder private Reisen zu unternehmen. Da du keine Sitzplatzreservierung erhältst, sei bei stark frequentierten Zügen flexibel. Achte darauf, dass deine Uniform den Vorschriften entspricht, wenn du dieses Angebot in Anspruch nimmst.

Wann wird bei der Bundeswehr der Führerschein bezahlt?

Wer sich für den Dienst entscheidet, kann von einem finanziellen Zuschuss für den zivilen Führerschein profitieren, sofern der Dienstantritt ab dem 1. Januar 2026 erfolgt.

Mit dem Bundeswehr Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

Wenn du dich erstmals freiwillig verpflichtest und deinen Dienst ab diesem Stichtag antrittst, zahlt der Bund einen einmaligen Zuschuss zu den Führerscheinkosten. Voraussetzung ist, dass du mindestens zwölf Monate durchgehend Wehrdienst leistest. Erfüllst du diese Bedingung, hast du die Wahl zwischen zwei Förderungen: Entweder erhältst du bis zu 3.500 Euro für den Erwerb der Führerscheinklasse B oder bis zu 5.000 Euro für die Klassen C beziehungsweise C1. Diese Regelung ist besonders für Berufseinsteiger interessant, die noch keinen Führerschein besitzen und sich diese Qualifikation für ihren weiteren Lebensweg aneignen möchten.

Die folgende Tabelle zeigt dir beispielhaft die monatlichen Bezüge und familiären Zuschläge nach der seit dem 1. März 2024 geltenden Besoldungstabelle.

Balkendiagramm: Betrag in Euro. Betrag in Euro: Grundgehalt A 3 (Stufe 1) 2706,99, Wehrsold (Freiwilliger Wehrdienst) 2600, Familienzuschlag Stufe 1 (verheiratet u. a.) 171,28, Familienzuschlag Stufe 2 (erstes Kind) 317,66.
Betrag in Euro. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Bezüge und Zuschläge Betrag in Euro
Grundgehalt A 3 (Stufe 1) 2.706,99
Wehrsold (Freiwilliger Wehrdienst) 2.600
Familienzuschlag Stufe 1 (verheiratet u. a.) 171,28
Familienzuschlag Stufe 2 (erstes Kind) 317,66

Wie viel Bundeswehrurlaub gibt es und wo wohne ich?

Die Erholungszeiten und die Unterbringung richten sich nach deinem Status, wobei dir als Soldatin oder Soldat auf Zeit jährlich 30 Urlaubstage zustehen.

Wenn du einen Freiwilligen Wehrdienst leistest, berechnet sich der Urlaub anteilig. Für jeden vollen Dienstmonat erhältst du ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Nach besonders belastenden Einsätzen kann zudem bis zu eine Woche Zusatzurlaub gewährt werden. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 41 Stunden in der Woche. Mehrarbeit, die über fünf Stunden im Monat hinausgeht, wird innerhalb eines Jahres durch Dienstbefreiung ausgeglichen. Die Soldatenarbeitszeitverordnung regelt die Ruhepausen und Mindestruhezeiten: Nach sechs Stunden Dienst steht dir eine Ruhepause von 30 Minuten zu, nach neun Stunden sind es 45 Minuten. Die Mindestruhezeit beträgt elf Stunden pro Tag. Bezüglich der Unterbringung gilt oft die Wohnpflicht: Auf dienstliche Anordnung bist du verpflichtet, in der Gemeinschaftsunterkunft der Kaserne zu wohnen und an der Gemeinschaftsverpflegung teilzunehmen. Dies sorgt für kurze Wege und stärkt die Gemeinschaft.

Welche Bundeswehrbenefits gibt es für Familien und die Zeit danach?

Neben dem Grundgehalt zahlt der Bund verschiedene Zulagen für Familien, und nach der Dienstzeit hilft der Berufsförderungsdienst beim Übergang in zivile Berufe.

Verheiratete, Verwitwete oder unterhaltspflichtig Geschiedene erhalten einen Familienzuschlag der Stufe 1. Hast du ein Kind, steigt der Zuschlag in die Stufe 2. Für das zweite Kind kommen weitere 146,38 Euro dazu, für jedes weitere Kind 456,06 Euro. Mehr Details zu den genauen Voraussetzungen findest du im Beitrag zum Familienzuschlag bei der Bundeswehr. Nach deiner Dienstzeit greift die Berufsförderung. Ab einer festgesetzten Wehrdienstzeit von einem Jahr hast du Anspruch auf Förderung der schulischen und beruflichen Bildung durch den Berufsförderungsdienst. Er bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Beratung schon während der Dienstzeit. Nach zwölf oder mehr Jahren Dienstzeit erhältst du zudem einen Eingliederungsschein, der dir bestimmte Stellen im öffentlichen Dienst vorbehält. Dieser erleichtert den Übergang in eine zivile Karriere bei Behörden oder in der Verwaltung.

Die Dauer der Förderung durch den Berufsförderungsdienst richtet sich nach deiner geleisteten Dienstzeit, wie diese Übersicht zeigt.

Balkendiagramm: Förderungsdauer in Monaten. Förderungsdauer in Monaten: 1 bis unter 2 Jahre 1, 4 bis unter 5 Jahre 12, Ab 12 Jahre 60.
Förderungsdauer in Monaten. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Geleistete Wehrdienstzeit Förderungsdauer in Monaten
1 bis unter 2 Jahre 1
4 bis unter 5 Jahre 12
Ab 12 Jahre 60

Wie bereite ich mich auf das Auswahlverfahren vor?

Um diese Leistungen zu erhalten, musst du das Assessment im Karrierecenter bestehen und dich gezielt auf den Computertest vorbereiten.

  1. Beratung und Bewerbung: Zuerst führst du ein persönliches Gespräch in einem Karriereberatungsbüro. Dort stellst du deine Unterlagen zusammen und bewirbst dich. Das Karrierecenter sichtet deine Bewerbung.
  2. Eignungstest im Karrierecenter: Danach folgt ein ein- bis zweitägiger Eignungstest. Er umfasst eine Informationsrunde, einen biografischen Fragebogen, einen computergestützten Test (CAT), eine medizinische Eignungsuntersuchung, eine Sicherheitsüberprüfung und ein eignungsdiagnostisches Interview.
  3. Medizinische Untersuchung: Die ärztliche Untersuchung prüft dein Gehör, deine Sehkraft und die allgemeine Belastbarkeit. Bereite dich vor, indem du mindestens 24 Stunden, je nach Laufbahn auch drei Tage, vor dem Sehtest keine Kontaktlinsen trägst. Eine Augenlaserbehandlung sollte mindestens drei Monate zurückliegen.
  4. Sporttest (optional): Wenn du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit bewirbst, kann je nach Karrierecenter ein Sporttest dazugehören. Dieser Basis-Fitness-Test besteht aus 11 x 10 Meter Sprint in höchstens 60 Sekunden, Klimmhang von mindestens 5 Sekunden und 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer in höchstens 6:30 Minuten. Für den Freiwilligen Wehrdienst ist derzeit kein Sporttest im Assessment vorgesehen.
  5. Eignungsentscheidung und Einplanung: Nach erfolgreichem Assessment folgt die Eignungsentscheidung und das Einplanungsgespräch, in dem dein Dienstantritt festgelegt wird.

Das heißt für dich: Plane deine Vorbereitung rückwärts vom Testtermin. Frische deine Mathematik- und Deutschkenntnisse auf und übe typische Aufgabenformate unter Zeitdruck. Informiere dich genau, ob an deinem Standort ein Sporttest verlangt wird, und trainiere die drei Disziplinen frühzeitig.

Gut vorbereitet ins Assessment

Im Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer von TestHelden übst du gezielt für den Computertest. Du erhältst einen Lernplan bis zum Assessment, trainierst Aufgaben unter Zeitdruck und weißt genau, was am Testtag auf dich zukommt.

Fazit: Deine Vorteile im Dienst

Die Truppe bietet mehr als nur ein festes Gehalt. Von der unentgeltlichen truppenärztlichen Versorgung über das kostenfreie Bahnfahren bis hin zum Führerschein-Zuschuss von bis zu 5.000 Euro erwarten dich konkrete Vorteile. Damit du diese Vorteile erhältst, musst du im Assessment bestehen. Bereite dich gezielt auf den Testtag vor: Nutze den Bundeswehr Testtrainer für den Computertest und trainiere für den Basis-Fitness-Test. So startest du gut vorbereitet in deine militärische Laufbahn.

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Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Was die Bundeswehr bietet

Die wichtigsten Antworten zum Artikel auf einen Blick.

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Sind Soldaten krankenversichert?

Ja, Soldatinnen und Soldaten mit Besoldungsanspruch erhalten eine unentgeltliche truppenärztliche Versorgung. Diese deckt Behandlungen, Vorsorge und Impfungen ab, mindestens auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Pflegeversicherung muss jedoch selbst abgeschlossen werden.

Fahren Soldaten kostenlos Bahn?

Ja, Soldatinnen und Soldaten können bei Privatfahrten in Uniform kostenfrei Züge der Deutschen Bahn nutzen. Dies gilt für Verbindungen, die die Deutsche Bahn ausschließlich für Angehörige der Streitkräfte anbietet, in der niedrigsten Klasse und mit Zugbindung. Der Truppenausweis muss mitgeführt werden.

Bezahlt die Bundeswehr den Führerschein?

Ja, die Bundeswehr bietet einen einmaligen Zuschuss zum Führerschein an, wenn der Dienstantritt ab dem 1. Januar 2026 erfolgt und du mindestens zwölf Monate Wehrdienst leistest. Du kannst bis zu 3.500 Euro für Klasse B oder bis zu 5.000 Euro für Klasse C/C1 erhalten.

Wie viel Urlaub haben Soldaten?

Als Soldatin oder Soldat auf Zeit stehen dir jährlich 30 Urlaubstage mit vollen Bezügen zu. Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten für jeden vollen Dienstmonat ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Nach belastenden Einsätzen ist auch Zusatzurlaub möglich.

Muss ich in der Kaserne wohnen?

Ja, Soldatinnen und Soldaten sind auf dienstliche Anordnung verpflichtet, in der Gemeinschaftsunterkunft (Kaserne) zu wohnen. Auch die Teilnahme an der Gemeinschaftsverpflegung ist vorgeschrieben.

Welche Vorteile bietet die Bundeswehr für Familien?

Die Bundeswehr zahlt einen Familienzuschlag, dessen Höhe von deinem Familienstand und der Anzahl deiner Kinder abhängt. Verheiratete oder unterhaltspflichtige Soldaten erhalten Stufe 1, und für jedes kindergeldberechtigte Kind erhöht sich der Zuschlag.

Wie unterstützt die Bundeswehr nach der Dienstzeit?

Nach der Dienstzeit unterstützt der Berufsförderungsdienst (BFD) Soldatinnen und Soldaten bei der schulischen und beruflichen Bildung. Ab einer Wehrdienstzeit von einem Jahr hast du Anspruch auf Förderung, die bis zu 60 Monate dauern kann.

Wie bereite ich mich auf das Auswahlverfahren vor?

Das Auswahlverfahren umfasst in der Regel einen computergestützten Test, einen biografischen Fragebogen, eine medizinische Untersuchung und ein Interview. TestHelden bietet einen Online-Testtrainer, um dich gezielt auf den Computertest vorzubereiten.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich Bundeswehr Einstellungstest.

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