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So einfach kannst du Azubis motivieren: 5 Tipps, die wirklich funktionieren

Von Redaktion 6 Min. Lesezeit
So einfach kannst du Azubis motivieren: 5 Tipps, die wirklich funktionieren

Azubis motivieren: Eine echte Herausforderung

Ein motivierter Azubi lernt nicht nur besser, sondern trägt maßgeblich zur positiven Atmosphäre im Betrieb bei. Doch was tun, wenn die Motivation fehlt? Hier liegt deine Verantwortung als Ausbilder: Indem du auf die Bedürfnisse deiner Azubis eingehst, schaffst du ein Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen, wachsen können und Leistung zeigen möchten. In diesem Beitrag findest du 5 konkrete Tipps, um Azubis motivieren zu können und häufige Gründe, warum die Motivation im Keller hängt.

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Die Motivation deiner Azubis verstehen

Die Motivation deiner Azubis kann aus zwei Hauptquellen kommen: Intrinsisch oder extrinsische. Intrinsische Motivation entsteht, wenn der Antrieb von innen kommt – z.B. durch Freude an der Arbeit, persönliches Interesse oder das Erreichen eigener Ziele. Extrinsische Motivation hingegen wird durch äußere Faktoren wie Lob, Anerkennung oder finanzielle Anreize angeregt. Für den Ausbildungsalltag sind beide Motivationsformen wichtig. Mit Hilfe von extrinsischer Motivation kann man gut Lernbereiche unterstützen, die für deinen Auszubildenden nicht so spannend sind. Am besten ist es jedoch, wenn der Azubi intrinsisch motiviert ist. Der Antrieb von innen heraus führt zu einer stabileren Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen.

Anzeichen für fehlende Motivation bei deinen Azubis

Nicht immer zeigen Azubis offen, dass sie unmotiviert sind. Deshalb solltest du folgende Anzeichen im Blick behalten.

  • kommt es zu vermehrten Fehlzeiten oder Unpünktlichkeit?

  • Arbeitet dein Azubi mit weniger Engagement als früher?

  • Werden Abgabetermine nicht eingehalten?

  • Gibt es unzufriedene Reaktionen, wenn du Feedback gibst?

  • Werden die Fortschritte beim Lernen kleiner?

  • Musst du Anweisungen & Erklärungen häufiger als sonst wiederholen?

Wenn du solche Verhaltensweisen bemerkst, solltest du dir dringend verschiedene Schritte überlegen, wie du deine Azubis motivieren kannst.

Die Maslowsche Bedürfnispyramide im Ausbildungsalltag

Um zu verstehen, was genau die Gründe für fehlenden Motivation bei Azubis ist, solltest du einmal einen Blick auf die Maslowsche Bedürfnispyramide richten. Hier wird davon ausgegangen, dass Menschen ähnliche Bedürfnisse haben, die schrittweise erfüllt werden müssen, damit Motivation entsteht. Die Basis bilden physiologische Bedürfnisse wie Essen und Schlaf. Danach folgen Sicherheit, soziale Zugehörigkeit, Wertschätzung und Selbstverwirklichung.

Im Ausbildungsalltag drückt sich das wie folgt aus:

  • Physiologische Bedürfnisse, wie Pausen, Ergonomie, Essen, Trinken.

  • Sicherheit, in Form von klaren Strukturen und der Gewissheit, auch mal Fehler machen zu dürfen

  • Soziale Zugehörigkeit und Eingebundenheit im Team

  • Wertschätzung, z.B. durch Lob, bei guter Leistung

  • Selbstverwirklichung, durch wechselnde Aufgaben und Weiterentwicklungsoptionen

Wenn diese Bedürfnisse nicht erfüllt werden, kann die Motivation schnell nachlassen.

Beduerfnispyramide Maslow - TestHelden

Warum sinkt die Motivation bei Azubis?

Jetzt, wo du die Bedürfnispyramide kennst, kannst du von diesen Ebenen mögliche Gründe ableiten, warum dein Azubi demotiviert ist und Lösungen finden, wie du Azubis motivieren kannst. Orientiere dich dabei an den Ebenen. Es gibt zahlreiche Situationen, die dazu führen können, dass grundelegende Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Einige davon sind z.B.:

  1. Fehlende Wertschätzung: Wenn das Bedürfnis nach Anerkennung (Wertschätzung in der Bedürfnispyramide) nicht erfüllt wird, fühlen sich Azubis übersehen und ihre Motivation sinkt.

  2. Zu wenig Abwechslung: Zu viele Routineaufgaben ohne Abwechslung führen zu Langeweile und dem Gefühl, nicht gebraucht zu werden. Solche Aufgaben verhindern zudem die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Wenn Azubis ihre Fähigkeiten nicht einbringen können, entsteht schnell Frust.

  3. Unklare Perspektiven: Ein fehlendes Gefühl von Sicherheit und Stabilität führt zu Unsicherheit und Demotivation. Azubis brauchen klare Ziele und Perspektiven für die Zukunft. Du solltest als Ausbilder während der Ausbildung deshalb immer klare Ziele formulieren und gleichzeitig Aspekte wie Übernahmemöglichkeiten in den Betrieb mit deinen Auszubildenden besprechen.

  4. Persönliche Probleme: Private Sorgen oder Konflikte können sich negativ auf die Motivation im Betrieb auswirken. Wenn grundlegende Bedürfnisse wie Schlaf, Ernährung oder soziale Zugehörigkeit nicht erfüllt sind, wirkt sich das oft negativ auf die Arbeit aus.

  5. Zu hohe oder zu niedrige Anforderungen: Überforderung führt zu Stress, während Unterforderung die Chance zur Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung verhindert. In beiden Fällen sinkt die Motivation.

  6. Schlechtes Betriebsklima: Ein unfreundliches Umfeld oder Konflikte im Team tragen stark zur Demotivation bei.

Wenn du dir sicher bist, dass in deinem Ausbildungsbetrieb alles in Ordnung ist, können die Gründe für mangelnde Motivation auch außerhalb liegen, z.B. bei finanziellen Problemen, Problemen im Elternhaus, Drogenkonsum oder anderes. Auch hier solltest du ein Auge auf die Situation behalten.

Ursachen Demotivation - TestHelden

Azubis motivieren mit diesen Tipps

1. Lob und Anerkennung geben

Lob kostet nichts und kann wahre Wunder wirken! Viele Azubis fühlen sich unsicher in ihrer Rolle. Ein simples “Gut gemacht” oder eine positive Rückmeldung motiviert und zeigt, dass ihre Arbeit gesehen wird. Gehe bei deinem Lob möglichst konkret auf die Aspekte ein, die gut gelungen sind. “Du hast den Kunden heute wirklich gut beraten” wirkt stärker als ein allgemeines “Gute Arbeit”. Wenn du Kritik äußerst, sollte sie sachlich und klar formuliert sein, sowie ebenfalls an konkreten Arbeitssituationen festgemacht werden.

2. Abwechslungsreiche Aufgaben bieten

Eintönige Routinejobs können schnell frustrierend sein. Du kannst deine Azubis deshalb motivieren, indem du ihnen ab und zu neue Aufgaben übernehmen lässt. Dabei kannst du sie schrittweise an verantwortungsvollere Tätigkeiten heranführen. So lernen sie, dass ihre Arbeit wichtig ist und dass sie im Team gebraucht werden.

3. Perspektiven aufzeigen

Azubis brauchen immer ein Ziel vor Augen. Zeige ihnen, welche Möglichkeiten sie nach der Ausbildung haben, z.B. Übernahmechancen, Fortbildungen oder weitere Spezialisierungen. Ein Entwicklungsgespräch kann hier sehr motivierend wirken und Sicherheit geben. Eine Option, die sich bewährt hat, ist z.B. das Vorstellen von Kollegen, die selbst als Auszubildende angefangen haben und nun verantwortungsvolle Rollen übernehmen.

4. Ein gutes Teamklima schaffen

Ein freundliches Arbeitsumfeld ist für alle Menschen, aber besonders für Auszubildende sehr wichtig. Durch Team-Events, gemeinsame Pausen oder kleine Projekte kannst du als Ausbilder dazu beitragen das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

5. Unterstützung bieten und Stärken erkennen

Manchmal braucht es einfach jemanden, der an der richtigen Stelle fördert. Behalte deshalb die Stärken und Schwächen deiner Azubis im Blick und setze genau hier an. Hat dein Azubi Probleme in Mathe? Dann biete ihm die Möglichkeit, an einem internen Rechenworkshop teilzunehmen oder unterstütze ihn dabei, Nachhilfeangebote zu finden. Zeigt ein Azubi hingegen großes Talent in einem bestimmten Bereich, wie zum Beispiel der Kommunikation oder der Technik, dann lass ihn verstärkt Aufgaben in diesem Bereich übernehmen. So fühlt er sich wertgeschätzt und kann seine Stärken weiter ausbauen. Eine gezielte Förderung vermittelt nicht nur Vertrauen, sondern zeigt auch, dass du an das Potenzial deiner Azubis glaubst.

Azubis motivieren Tipps

Motivation beginnt mit Wertschätzung

Azubis motivieren bedeutet in erster Linie, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und ihnen Wertschätzung zu zeigen. Ein gutes Arbeitsklima, abwechslungsreiche Aufgaben und klare Perspektiven helfen dir dabei, eine positive Lernatmosphäre zu schaffen. Denk dran: Azubis motivieren lohnt sich auch für dich! Wenn du deine Azubis dabei unterstützt, ihr Potenzial voll auszuschöpfen, erleichtert dir nicht nur das Lehren, sondern wirkt sich positiv im gesamte Betrieb aus!

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Warum sinkt die Motivation bei Azubis?

Die Gründe für sinkende Motivation lassen sich oft aus der Bedürfnispyramide ableiten. Fehlende Wertschätzung, zu wenig Abwechslung oder unklare Perspektiven führen häufig dazu, dass Azubis demotiviert werden.

Woher kommt die Motivation von Azubis?

Die Motivation deiner Azubis kann aus zwei Hauptquellen stammen: intrinsisch oder extrinsisch. Intrinsische Motivation entsteht, wenn der Antrieb von innen kommt.

Woran erkennst du fehlende Motivation bei deinen Azubis?

Anzeichen sind zum Beispiel vermehrte Fehlzeiten oder Unpünktlichkeit, weniger Engagement bei der Arbeit und nicht eingehaltene Abgabetermine. Auch unzufriedene Reaktionen auf Feedback oder kleinere Lernfortschritte können darauf hindeuten.

Was hat die Maslowsche Bedürfnispyramide mit der Motivation von Azubis zu tun?

Sie zeigt, dass Menschen ähnliche Bedürfnisse haben, die schrittweise erfüllt werden müssen, damit Motivation entsteht. Im Ausbildungsalltag reichen diese von physiologischen Bedürfnissen über Sicherheit und soziale Zugehörigkeit bis hin zu Wertschätzung und Selbstverwirklichung.

Warum wirkt sich zu wenig Abwechslung negativ auf die Motivation aus?

Zu viele Routineaufgaben ohne Abwechslung führen zu Langeweile und dem Gefühl, nicht gebraucht zu werden. Solche Aufgaben verhindern zudem die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung deiner Azubis.

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