Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen
Das Handlungsfeld 3 der AEVO trägt den Titel „Ausbildung durchführen“ und bildet den größten und bedeutendsten Teil deiner Ausbilder-Eignungsprüfung. Seit dem 1. Juli 2024 bringt dieser Bereich in der schriftlichen Prüfung etwa 40 bis 50 der insgesamt 100 erreichbaren Punkte. Der aktuelle Rahmenplan des Bundesinstituts für Berufsbildung von 2023 empfiehlt zudem, dass die Themen dieses Feldes rund 50 Prozent der gesamten Lehrgangszeit einnehmen.
Dieser Beitrag richtet sich an alle angehenden Ausbilderinnen und Ausbilder, die sich gezielt auf die Prüfung vorbereiten. Du erfährst hier, welche Schwerpunkte der Rahmenplan setzt, wie typische Fallaufgaben aufgebaut sind und wie du die Theorie erfolgreich in der Praxis umsetzt. Wenn du dich allgemein informieren möchtest, findest du im TestHelden-Magazin alles zum Ausbilderschein. Weitere Details zum Aufbau der Prüfungsfragen bietet der Beitrag zur schriftliche AEVO-Prüfung.
Auf einen Blick: Handlungsfeld 3
- Bedeutung: Das Feld „Ausbildung durchführen“ ist der umfangreichste Teil der Ausbilder-Eignungsprüfung.
- Gewichtung: In der schriftlichen Prüfung entfallen etwa 40 bis 50 von 100 Punkten auf diesen Bereich.
- Lehrgangszeit: Der Rahmenplan empfiehlt, 50 Prozent der Vorbereitungszeit für diese Themen einzuplanen.
- Aufgabenformat: Geprüft wird mit fallbezogenen Multiple-Choice-Aufgaben, bei denen eine Frage nur zählt, wenn alle richtigen Antworten markiert sind.
- Schwerpunkte: Schwerpunkte sind Methoden, Feedback, Probezeit, Lernschwierigkeiten sowie Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Welche Themen gehören zu Handlungsfeld 3?
Das dritte Handlungsfeld deckt den gesamten Weg der Auszubildenden von den ersten Tagen im Betrieb bis kurz vor der Abschlussprüfung ab. Die Ausbilder-Eignungsverordnung und der Rahmenplan legen hier klare Schwerpunkte fest. Die folgende Tabelle zeigt dir die zentralen Themenbereiche, worum es dabei geht und wie eine typische Frage dazu lauten könnte.
| Thema im Handlungsfeld 3 | Worum es geht | Typische Frage in der Prüfung |
|---|---|---|
| Probezeit gestalten | Beurteilung und Gespräche in den ersten Monaten | Wie bereitest du das erste Feedbackgespräch vor? |
| Methodenwahl | Passende Vermittlungswege für Lerninhalte finden | Welche Methode eignet sich für das Erlernen eines Handgriffs? |
| Lernschwierigkeiten | Ursachen erkennen und Hilfen anbieten | Wie reagierst du auf plötzlichen Leistungsabfall in der Berufsschule? |
| Konfliktlösung | Streitigkeiten im Team sachlich klären | Wie moderierst du einen Konflikt zwischen zwei Auszubildenden? |
| Nachhaltigkeit | Ressourcenschonendes Arbeiten vermitteln | Wie integrierst du Umweltschutz in eine Arbeitsaufgabe? |
Lernförderliche Bedingungen und Lernkultur schaffen
Ein guter Start in die Ausbildung ist entscheidend für den Erfolg der Auszubildenden. Du sorgst dafür, dass der Arbeitsplatz sicher und ergonomisch eingerichtet ist und die Auszubildenden sich im Team willkommen fühlen. Eine offene Lernkultur bedeutet auch, Fehler als Chance zur Verbesserung zu sehen und nicht als Grund für Bestrafung. Ein Beispiel aus der Praxis: Du erstellst einen Einarbeitungsplan für die ersten Wochen, stellst die neuen Teammitglieder in der Abteilung vor und klärst die zentralen Verhaltensregeln im Betrieb. Das heißt für dich: In der Prüfung wird oft gefragt, wie du die Motivation am ersten Tag förderst und Ängste abbaust.
Probezeit organisieren und bewerten
In der Probezeit zeigt sich, ob Auszubildende und Betrieb zueinander passen. Du führst in dieser Phase regelmäßige Gespräche, hältst die Entwicklung fest und gibst konstruktives Feedback. Dabei beobachtest du nicht nur die fachlichen Leistungen, sondern auch das Sozialverhalten und die Zuverlässigkeit. Ein typischer Fall: Nach zwei Monaten merkst du, dass ein Auszubildender oft unpünktlich ist. Du suchst das Gespräch unter vier Augen, um die Ursachen zu klären und gemeinsam verbindliche Ziele zu vereinbaren. In der Prüfung musst du häufig entscheiden, welche Maßnahmen bei Fehlverhalten in der Probezeit angemessen sind.
Lern- und Arbeitsaufgaben aus dem Ausbildungsplan entwickeln
Der Ausbildungsrahmenplan gibt vor, was gelernt wird, aber du entscheidest, wie das im Alltag passiert. Du machst aus den abstrakten Vorgaben konkrete, machbare Aufgaben, die zum aktuellen Leistungsstand passen. Die Aufgaben sollten weder über- noch unterfordern. Beispiel: Statt nur die Theorie zur Datensicherheit zu erklären, lässt du die Auszubildenden ein sicheres Passwortkonzept für eine neue Softwareabteilung entwerfen. So verknüpfst du theoretisches Wissen direkt mit einer nützlichen Tätigkeit für das Unternehmen.
Ausbildungsmethoden und Medien zielgruppengerecht einsetzen
Weil jeder Mensch anders lernt, wählst du die passenden Methoden aus, sei es die 4-Stufen-Methode und Lehrgespräch für handwerkliche Handgriffe oder ein Leittext für selbstständiges Erarbeiten von Wissen. Auch der Einsatz von Medien wie Tablets, Fachbüchern oder Modellen muss zur Situation passen. In der Praxis zeigst du beispielsweise zuerst, wie eine Maschine bedient wird, und lässt die Auszubildenden den Vorgang anschließend unter Aufsicht selbst durchführen. Das heißt für dich: Du musst in der Prüfung begründen können, warum eine bestimmte Methode für ein bestimmtes Lernziel am besten geeignet ist.
Auszubildende bei Lernschwierigkeiten unterstützen (Heterogenität)
Die Ausbildung läuft nicht immer reibungslos. Wenn Auszubildende in der Berufsschule abrutschen oder praktische Aufgaben nicht meistern, greifst du ein. Du suchst nach den Ursachen, bietest Nachhilfe an, passt das Lerntempo an oder beziehst ausbildungsbegleitende Hilfen ein. Ein Beispiel: Eine Auszubildende hat Schwierigkeiten mit dem Fachrechnen, woraufhin du wöchentlich eine halbe Stunde für gezielte Übungen einplanst und den Kontakt zur Berufsschule suchst. Der Rahmenplan legt großen Wert auf den Umgang mit unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen.
Zusatzqualifikationen und Verkürzung der Ausbildung
Besonders leistungsstarke Auszubildende kannst du gezielt fördern, damit sie sich nicht langweilen. Das geht durch Zusatzqualifikationen, die über den Ausbildungsrahmenplan hinausgehen, oder indem du eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung beantragst. In der Praxis meldest du einen sprachbegabten Auszubildenden für einen zusätzlichen Kurs in Wirtschaftsenglisch an oder überträgst ihm frühzeitig eigene kleine Projekte. In der Prüfung wird oft gefragt, unter welchen Voraussetzungen eine Verkürzung sinnvoll und rechtlich möglich ist.
Soziale und persönliche Entwicklung fördern
In der Ausbildung geht es auch um Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung. Dabei ist deine Vorbildfunktion entscheidend. Du hilfst jungen Menschen, Konflikte sachlich zu lösen, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten. Ein typischer Fall im Betrieb: Zwei Auszubildende streiten sich um die Nutzung eines bestimmten Werkzeugs oder Arbeitsplatzes. Du ergreifst nicht sofort Partei, sondern moderierst das Gespräch, sodass beide ihre Sichtweise schildern und eine faire Lösung finden können.
Lernerfolgskontrolle: Leistungen feststellen und Feedback geben
Regelmäßige Kontrollen zeigen dir, wo die Auszubildenden stehen. Das reicht von der Durchsicht des Ausbildungsnachweises bis zu praktischen Arbeitsproben. Wichtig ist dabei das anschließende Gespräch. Beispiel: Nach einer Kundenpräsentation lobst du das sichere Auftreten und gibst Tipps, wie die Folien noch übersichtlicher gestaltet werden können. Konstruktives Feedback motiviert und zeigt, wo sich die Auszubildenden noch verbessern können. Prüfungsfragen zielen hier oft auf die Regeln für ein faires und sachliches Beurteilungsgespräch ab.
Interkulturelle Kompetenz
In vielfältigen Teams treffen oft unterschiedliche Arbeitsweisen, Werte und Kommunikationsstile aufeinander. Du förderst das Verständnis untereinander und machst die Vielfalt zu einer Stärke für das Unternehmen. In der Praxis organisierst du vielleicht ein gemeinsames Projekt, bei dem alle Teammitglieder ihre unterschiedlichen Perspektiven einbringen müssen, um eine Aufgabe zu lösen. Du achtest darauf, dass niemand ausgegrenzt wird und Missverständnisse offen angesprochen werden.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Ausbildung
Der Rahmenplan von 2023 legt großen Wert auf diese beiden Themen. Du nutzt digitale Werkzeuge im Lernprozess und zeigst, wie man ressourcenschonend mit Materialien umgeht. Ein Beispiel: Du stellst Arbeitsblätter nicht mehr auf Papier zur Verfügung, sondern richtest eine digitale Lernplattform ein und erklärst, wie sich dadurch Papier und Energie sparen lassen. Auch das Bewusstsein für Datenschutz und Informationssicherheit gehört in diesen Bereich.
Wie sehen Fallaufgaben zu Handlungsfeld 3 aus?
Der schriftliche Teil der Ausbilder-Eignungsprüfung ist eine Multiple-Choice-Prüfung. Die Aufgaben sind fallbezogen aufgebaut. Du bekommst eine konkrete Situation aus dem Betriebsalltag und wählst aus mehreren Antwortmöglichkeiten die richtigen aus. Es gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip: Eine Aufgabe bringt nur dann Punkte, wenn du exakt alle richtigen Antworten markiert hast. Fehlt ein Kreuz oder ist eines zu viel gesetzt, gibt es für diese Frage null Punkte. Seit 2026 prüfen fast alle Kammern digital am PC oder Tablet. Die gesamte Bearbeitungszeit für alle vier Handlungsfelder beträgt 180 Minuten. Um zu bestehen, musst du insgesamt mindestens 50 von 100 Punkten erreichen.
Gezielt für die Prüfung üben
Fallbezogene Fragen brauchen Übung, damit du die Theorie sicher in der Praxis anwenden kannst. Im AEVO Testtrainer von TestHelden findest du Hilfe für deine Prüfungsvorbereitung. Ein Lernplan bereitet dich Schritt für Schritt auf deinen Prüfungstermin vor, und du erhältst ein Abschlusszertifikat.
Wie hängt Handlungsfeld 3 mit den anderen Feldern zusammen?
Die vier Handlungsfelder der AEVO sind logisch miteinander verbunden. Bevor du die Ausbildung durchführst, hast du im ersten Feld die Voraussetzungen geprüft und im Handlungsfeld 2 die Einstellung vorbereitet. Das dritte Feld ist die eigentliche Kernarbeit im Betrieb. Wenn die Ausbildungszeit endet, geht es direkt in das Handlungsfeld 4 über, in dem du die Ausbildung abschließt und die Prüfungsanmeldung organisierst.
Mit dem AEVO / AdA IHK-Prüfungstrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.
Übungsfragen zu Handlungsfeld 3 mit Lösungen
Die folgenden fünf Fragen sind wie die fallbezogenen Aufgaben der schriftlichen Prüfung aufgebaut: erst eine Situation aus dem Ausbildungsalltag, dann vier Antworten. Je Frage ist genau eine Antwort richtig, die Lösung mit kurzer Begründung steht direkt darunter.
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Im IT-Systemhaus bemerkt Ausbilder Herr Weber, dass Azubi Leon komplexe Arbeitsaufträge nicht versteht. Leon macht dadurch häufig Flüchtigkeitsfehler und wirkt zunehmend frustriert. Wie sollten Sie als Ausbilder vorgehen, um Leon optimal zu unterstützen?
- A) Leon zusätzliche theoretische Fachliteratur für zu Hause mitgeben.
- B) Die Aufgaben an einen leistungsstärkeren Auszubildenden delegieren.
- C) Eine schriftliche Abmahnung wegen mangelnder Arbeitsleistung erteilen.
- D) Komplexe Aufgaben in kleinere, überschaubare Teilschritte zerlegen.
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Richtig ist D. Lernschwierigkeiten lassen sich oft durch methodische Anpassungen mindern. Das Zerlegen von komplexen Aufgaben in kleine Lernschritte verhindert Überforderung und ermöglicht schnelle Erfolgserlebnisse. Eine Abmahnung ist bei unverschuldeten Leistungsproblemen rechtlich unzulässig und pädagogisch kontraproduktiv.
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Die Auszubildende Sarah arbeitet im Modehaus Trend. In der Hälfte ihrer Ausbildungszeit wird deutlich, dass sie im Verkauf sehr gut ist, aber große Probleme bei der Lagerhaltung hat. Ausbilder Herr Schmidt plant ein Fördergespräch. Was ist das primäre Ziel dieses Fördergesprächs?
- A) Die Umschreibung des Ausbildungsvertrags auf den reinen Verkauf ohne Lagertätigkeiten.
- B) Die Vorbereitung einer Kündigung, falls sich die Leistungen im Lager nicht sofort verbessern.
- C) Die Festlegung von konkreten Lernzielen und Unterstützungsmaßnahmen für die Lagerhaltung.
- D) Die formelle Ermahnung wegen mangelhafter Leistungen im Bereich der Lagerhaltung.
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Richtig ist C. Ein Fördergespräch dient der gemeinsamen Analyse von Stärken und Schwächen sowie der Planung von Maßnahmen zur Leistungsverbesserung. Es ist kein Disziplinarinstrument wie eine Ermahnung und darf auch nicht dazu führen, wesentliche Ausbildungsinhalte einfach aus dem Plan zu streichen.
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Tischlerei Holzwerk. Ausbilderin Sarah gibt Azubi Leon die Aufgabe, einen Einbauschrank zu fertigen. Leon hat sich bereits informiert und einen Arbeitsplan erstellt. Nun steht im Modell der vollständigen Handlung die Phase Entscheiden an. Was passiert typischerweise in der Phase Entscheiden?
- A) Sarah entscheidet, ob Leon die nötigen Vorkenntnisse für die Aufgabe besitzt.
- B) Leon entscheidet allein, ob er die Aufgabe heute oder morgen beginnt.
- C) Sarah und Leon besprechen den Plan und Sarah gibt ihn zur Ausführung frei.
- D) Leon bewertet am Ende selbst, ob seine getroffene Entscheidung richtig war.
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Richtig ist C. Im Modell der vollständigen Handlung folgt auf die Planung die Entscheidung. Hierbei wird der vom Auszubildenden erarbeitete Plan gemeinsam mit dem Ausbilder besprochen. Der Ausbilder prüft die Machbarkeit und gibt den Weg frei, damit Fehler vermieden werden.
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Im Einzelhandel SuperFresh gibt Ausbilderin Karin der Auszubildenden Anna den Auftrag, das Sortiment der veganen Ersatzprodukte im Markt zu analysieren und herauszufinden, welche Artikel am häufigsten verkauft werden. Was ist der wesentliche didaktische Vorteil eines solchen Erkundungsauftrags?
- A) Die Methode eignet sich besonders gut für das Einüben von gefährlichen handwerklichen Tätigkeiten.
- B) Die Auszubildende setzt sich aktiv mit der Arbeitsumgebung auseinander und beschafft sich selbst Informationen.
- C) Die Auszubildende lernt ausschließlich durch das Beobachten und Nachahmen der Ausbilderin.
- D) Der Ausbilderin wird die komplette Verantwortung für die Ausbildungsinhalte dauerhaft abgenommen.
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Richtig ist B. Erkundungsaufträge fördern die Eigeninitiative und das Verständnis für betriebliche Zusammenhänge in der Praxis, indem sich der Auszubildende aktiv Informationen beschafft. Für das Einüben gefährlicher handwerklicher Tätigkeiten wäre diese Methode aufgrund der fehlenden direkten Anleitung viel zu unsicher.
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Ausbilderin Frau Lehmann in einer Pflegeeinrichtung betreut die Auszubildende Anna. Anna war wegen einer schweren Krankheit mehrere Monate arbeitsunfähig und befürchtet nun, das Ausbildungsziel in der regulären Zeit nicht mehr erreichen zu können. Wie kann die Ausbildungszeit von Anna verlängert werden?
- A) Eine Verlängerung ist gesetzlich ausgeschlossen, Anna muss die Ausbildung abbrechen und neu beginnen.
- B) Die Ausbildungszeit verlängert sich bei längerer Krankheit automatisch um die genaue Anzahl der Fehltage.
- C) Frau Lehmann kann die Ausbildungszeit einseitig um bis zu ein Jahr verlängern und teilt dies der Kammer mit.
- D) Anna muss einen Antrag auf Verlängerung bei der zuständigen Stelle stellen, woraufhin diese die Ausbildungszeit verlängern kann.
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Richtig ist D. Gemäß Berufsbildungsgesetz kann die zuständige Stelle auf Antrag der Auszubildenden die Ausbildungszeit verlängern, wenn dies zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist. Eine automatische Verlängerung oder eine einseitige Entscheidung durch den Ausbildungsbetrieb ohne Einbindung der Kammer gibt es nicht.
Fazit: Handlungsfeld 3 im Überblick
Handlungsfeld 3 ist der Kern deiner Ausbilder-Eignungsprüfung und bringt in der schriftlichen Prüfung etwa 40 bis 50 von 100 Punkten. Es umfasst alle wichtigen Aufgaben im Betriebsalltag, von der Probezeit über die Methodenwahl bis hin zur Konfliktlösung und Lernerfolgskontrolle. Nimm dir genug Zeit, um die Theorie mit praktischen Beispielen zu verbinden. Für eine strukturierte Vorbereitung empfehlen wir den AEVO Testtrainer von TestHelden. Dort findest du einen Lernplan bis zu deinem Prüfungstermin und gehst gut vorbereitet in die Prüfung.
Wie bereite ich mich auf Handlungsfeld 3 vor?
Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit du die vielen praxisnahen Aufgaben sicher lösen kannst. Da das dritte Handlungsfeld den größten Anteil der schriftlichen Prüfung ausmacht, solltest du hier besonders viel Zeit investieren.
- Rahmenplan verstehen: Lerne die Schwerpunkte des Rahmenplans von 2023 kennen. Achte besonders auf die neuen Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
- Methoden verinnerlichen: Lerne die zentralen Ausbildungsmethoden nicht nur auswendig, sondern überlege dir für jede Methode ein konkretes Beispiel aus deinem eigenen Berufsfeld.
- Fallbeispiele durchdenken: Versetze dich in die Rolle der Ausbilderin oder des Ausbilders. Wie reagierst du bei Konflikten? Wie gestaltest du ein Feedbackgespräch?
- Fragenformat trainieren: Übe gezielt mit Multiple-Choice-Fragen, um das Alles-oder-nichts-Prinzip zu verstehen. Lies jede Antwortmöglichkeit genau durch, oft entscheiden kleine Details.
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