AEVO Ausbilderschein

Präsentation oder praktische Durchführung: Was ist besser für die AEVO-Prüfung?

Stehst du vor dem praktischen Teil der AEVO-Prüfung? Erfahre, ob Präsentation oder Durchführung besser zu dir passt, die Unterschiede und deine Vorbereitung.

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 8 Min. Lesezeit
Prüfling präsentiert am Flipchart vor dem Prüfungsausschuss, Präsentation oder Durchführung

Wenn du vor dem praktischen Teil der Ausbildereignungsprüfung stehst, musst du dich zwischen Präsentation oder Durchführung entscheiden. Bei der Präsentation stellst du ein Ausbildungskonzept vor, während du bei der praktischen Durchführung eine echte Lernsituation mit einem Auszubildenden simulierst. Beide Formen dauern höchstens 15 Minuten und werden durch ein anschließendes Fachgespräch ergänzt. Welche Variante für dich die richtige ist, hängt von deinem Thema, deinen persönlichen Stärken und den genauen Vorgaben deiner zuständigen Kammer ab.

Dieser Beitrag hilft dir, den praktischen Teil für deinen Ausbilderschein zu planen. Im TestHelden-Magazin klärt TestHelden, wo die genauen Unterschiede liegen, welche Vor- und Nachteile beide Methoden bieten und wie du die beste Wahl für deine Prüfung triffst. Außerdem erfährst du, worauf die Prüferinnen und Prüfer besonders achten und wie du dich zielgerichtet vorbereitest.

Auf einen Blick: Präsentation oder praktische Durchführung

  • Ablauf: Im praktischen Teil präsentierst du eine selbst gewählte, berufstypische Ausbildungssituation oder führst sie praktisch durch, danach folgt das Fachgespräch.
  • Dauer: Die Präsentation oder Durchführung dauert höchstens 15 Minuten, das gesamte praktische Prüfungsgespräch zusammen höchstens 30 Minuten.
  • Vorgaben: Je nach Kammer musst du für die Durchführung einen eigenen Auszubildenden mitbringen oder ein Prüfer übernimmt diese Rolle.
  • Entscheidung: Welche Form besser ist, hängt von deinem Thema, den Regeln deiner Kammer und deinem persönlichen Auftreten ab.

Was ist der Unterschied zwischen Präsentation und praktischer Durchführung?

Die Praktische AEVO-Prüfung verlangt von dir den Nachweis, dass du Ausbildungssituationen planen und in der Praxis umsetzen kannst. Dafür wählst du eine berufstypische Situation aus deinem Fachbereich. Die Ausbilder-Eignungsverordnung lässt dir dabei die Wahl, wie du diese Situation im ersten Teil der Prüfung zeigst.

Was passiert bei der Präsentation?

Entscheidest du dich für die Präsentation, stellst du dem Prüfungsausschuss dein Konzept für eine Ausbildungssituation vor. Du erklärst, wie du vorgehen würdest, welche Methoden du einsetzt und wie du den Lernerfolg sicherstellst. Du agierst hierbei allein und nutzt Medien wie Flipchart, Metaplanwand oder Beamer, um deine didaktischen Überlegungen zu veranschaulichen. Es geht darum, deine planerischen und pädagogischen Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen.

Was passiert bei der Durchführung?

Bei der praktischen Durchführung zeigst du die Ausbildungssituation direkt in Aktion. Du schlüpfst in die Rolle der Ausbilderin oder des Ausbilders und bringst einem Auszubildenden einen konkreten Lerninhalt bei. Der Prüfungsausschuss beobachtet, wie du kommunizierst, motivierst und auf den Lernenden eingehst.

Wie läuft der praktische Teil der AEVO-Prüfung ab?

Der praktische Teil der Ausbilder-Eignungsprüfung dauert insgesamt höchstens 30 Minuten. Er gliedert sich immer in zwei Abschnitte. Zuerst zeigst du deine Präsentation oder Durchführung, wofür dir höchstens 15 Minuten zur Verfügung stehen. Für den Aufbau deiner Medien oder Materialien sind meist bis zu 5 Minuten vorgesehen.

Direkt im Anschluss folgt das AEVO-Fachgespräch, das ebenfalls etwa 15 Minuten in Anspruch nimmt. Hier befragt dich der Prüfungsausschuss zu deiner gezeigten Leistung. Du begründest deine didaktische Vorgehensweise, erklärst deine Methodenauswahl und zeigst, dass du dein pädagogisches Handeln reflektieren kannst. Bestanden ist der praktische Teil, wenn du mindestens 50 von 100 möglichen Punkten erreichst.

Tipp des TestHelden-Teams: Bereite dich gezielt vor

Der AEVO Testtrainer von TestHelden bietet dir einen Lernplan bis zum Prüfungstermin, um den Stoff strukturiert zu erarbeiten, und am Ende erhältst du ein Abschlusszertifikat. So gehst du gut vorbereitet in den schriftlichen und praktischen Teil.

Welche Form passt besser zu mir?

Viele Prüflinge fragen sich, welche Methode die richtige für sie ist. Beide Formen sind gleichwertig und es gibt kein pauschales Besser oder Schlechter. Die Entscheidung hängt davon ab, womit du dich wohler fühlst und welches Thema du vermitteln möchtest.

Mit dem AEVO / AdA IHK-Prüfungstrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

Die Tabelle zeigt dir die wichtigsten Unterschiede zwischen der Präsentation und der praktischen Durchführung im direkten Vergleich.

Kriterium Präsentation Durchführung
Was passiert Vorstellung eines Ausbildungskonzepts Simulation einer echten Lernsituation
Partner nötig Nein, du sprichst zum Ausschuss Ja, ein Auszubildender oder Prüfer übernimmt die Rolle
Material Medien wie Flipchart oder Beamer Arbeitsmittel, Werkzeuge, Anschauungsobjekte
Risiko Zeitmanagement und roter Faden Unvorhersehbare Reaktionen des Azubis
Passt gut zu Komplexen, theoretischen Themen Handwerklichen oder kaufmännischen Abläufen

Entscheidungshilfe: Präsentation oder Durchführung

Wähle die Präsentation, wenn ...

  • du gerne frei vor einer Gruppe sprichst und Sachverhalte strukturiert erklärst.
  • dein Thema sehr theoretisch ist oder sich nur schwer in 15 Minuten praktisch umsetzen lässt.
  • du dich sicherer fühlst, wenn du den Ablauf komplett selbst in der Hand hast, ohne auf die Reaktionen einer zweiten Person reagieren zu müssen.

Wähle die Durchführung, wenn ...

  • du einen praktischen Handgriff oder einen konkreten Arbeitsablauf zeigen möchtest.
  • du gut im direkten Kontakt mit Menschen bist und gerne in Interaktion trittst.
  • es dir leichter fällt, eine Situation vorzumachen, als theoretisch darüber zu referieren.

Welche Vorgaben machen die Kammern für die praktische Prüfung?

Die Rahmenbedingungen für die praktische Prüfung sind bundesweit durch die Ausbilder-Eignungsverordnung geregelt. Dennoch gibt es bei der genauen Umsetzung regionale Unterschiede. Bei der IHK Nord Westfalen und der IHK Düsseldorf bringst du für die praktische Durchführung einen eigenen Auszubildenden oder einen Partner mit, beispielsweise aus deinem Lehrgang oder deinem Betrieb. Entscheidest du dich dort für eine Präsentation, ist dies nicht nötig. Ein AEVO-Konzept kann bei diesen Kammern vorgelegt werden, es wird jedoch nicht bewertet. Anders sieht es bei der IHK Nürnberg aus: Dort übernimmt ein Mitglied des Prüfungsausschusses die Rolle des Auszubildenden. Einen eigenen Azubi mitzubringen, ist in Nürnberg nicht möglich. Informiere dich daher rechtzeitig bei deiner zuständigen Stelle über die genauen Vorgaben.

Welche Themen eignen sich für die AEVO-Prüfung?

Das Thema deiner praktischen Prüfung wählst du selbst aus. Es muss eine berufstypische Ausbildungssituation aus deinem Fachbereich sein. Achte darauf, dass sich das Thema in den vorgegebenen 15 Minuten sinnvoll abschließen lässt. Für eine praktische Durchführung eignen sich besonders klar umrissene Arbeitsabläufe, wie das fachgerechte Abisolieren eines Kabels oder das Erstellen einer Serienbrieffunktion. Bei einer Präsentation kannst du auch komplexere Zusammenhänge wählen, etwa die Einführung in die Unfallverhütungsvorschriften. Weitere Inspiration findest du in den TestHelden-Themenvorschlägen für die praktische AEVO-Prüfung nach Berufen.

Welche Vorteile hat die Präsentation?

Die Vorteile der Präsentation liegen vor allem in der hohen Planbarkeit. Du bist nicht von den Antworten oder Fehlern eines Auszubildenden abhängig, sondern bestimmst das Tempo und den Ablauf vollständig selbst. Die Präsentation macht deine didaktischen Überlegungen zudem sehr transparent. Du kannst dem Prüfungsausschuss genau erklären, warum du dich für bestimmte Methoden oder Medien entschieden hast. Das hilft oft auch schon als Vorbereitung auf das anschließende Fachgespräch, da du viele pädagogische Begründungen bereits in deinem Vortrag lieferst.

Wie funktioniert die Durchführung mit Azubi?

Bei der Durchführung mit einem Auszubildenden zeigst du dein pädagogisches Geschick in der direkten Interaktion. Du wendest klassische Ausbildungsmethoden an, um ein Lernziel zu erreichen. Sehr beliebt ist hierbei die 4-Stufen-Methode und das Lehrgespräch. Die 4-Stufen-Methode eignet sich besonders für handwerkliche oder motorische Tätigkeiten. Sie gliedert sich in Vorbereiten, Vormachen und Erklären, Nachmachen lassen und Üben.

Für kognitive Lernziele, bei denen es um Wissen und Verstehen geht, ist das fragend-entwickelnde Lehrgespräch eine gute Wahl. Hierbei führst du den Auszubildenden durch gezielte Fragen zur Lösung. Wichtig bei der Durchführung ist, dass du auf deinen Lernpartner eingehst, ihn motivierst und Fehler konstruktiv korrigierst. Der Prüfungsausschuss achtet besonders auf deine Kommunikation und dein Einfühlungsvermögen.

Fazit: Präsentation oder Durchführung?

Die Entscheidung zwischen Präsentation und praktischer Durchführung liegt ganz bei dir und sollte zu deinem Thema und deinen Stärken passen. Beide Formen dauern höchstens 15 Minuten und zielen darauf ab, deine arbeitspädagogische Eignung nachzuweisen. Informiere dich vorab genau über die Regeln deiner zuständigen Kammer, insbesondere ob du für eine Durchführung einen eigenen Auszubildenden mitbringen musst.

Nimm dir ausreichend Zeit für die Vorbereitung und übe den Ablauf deiner gewählten Situation mehrfach unter realistischen Bedingungen. Wenn du dein pädagogisches Wissen für beide Prüfungsteile festigen möchtest, unterstützt dich der AEVO Testtrainer von TestHelden mit einem strukturierten Lernplan bis zum Prüfungstermin für Prüflinge. So gehst du mit einem guten Gefühl in deine Ausbilder-Eignungsprüfung.

Wie bereite ich mich auf den praktischen Teil vor?

Bereite dich gründlich vor, um die praktische Prüfung erfolgreich zu bestehen. Ob Präsentation oder Durchführung: Diese Schritte helfen dir, sicher aufzutreten.

  1. Thema eingrenzen: Wähle ein Thema aus deiner Berufspraxis, das du gut beherrschst und das sich in 15 Minuten vermitteln lässt.
  2. Konzept erstellen: Plane den Ablauf deiner Situation minutengenau. Lege die Lernziele fest und wähle die passenden Methoden und Medien aus.
  3. Materialien prüfen: Stelle sicher, dass alle benötigten Arbeitsmittel, Werkzeuge oder Präsentationsmedien vollständig sind und funktionieren.
  4. Zeit stoppen: Übe deine Präsentation oder Durchführung mehrfach laut und stoppe dabei die Zeit. Du darfst die 15 Minuten nicht überschreiten.
  5. Fachgespräch simulieren: Überlege dir, welche Fragen der Prüfungsausschuss zu deinem Konzept stellen könnte. Begründe deine didaktischen Entscheidungen, etwa warum du eine bestimmte Methode gewählt hast.

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Praktische Prüfung: Unterweisung, Präsentation, Fachgespräch
Methoden und Didaktik
Azubis führen: Motivation, Feedback, Beurteilung
Vorbereitung: Kurs, Prüfungsfragen, Lernplan
Kammern: IHK, HWK und Regionen
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Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Präsentation oder praktische Durchführung

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Was ist der Unterschied zwischen Präsentation und Durchführung in der AEVO-Prüfung?

In der AEVO-Prüfung stellst du bei der Präsentation ein Ausbildungskonzept vor. Bei der Durchführung simulierst du eine echte Lernsituation mit einem Auszubildenden. Beide Varianten dauern höchstens 15 Minuten und werden durch ein Fachgespräch ergänzt.

Muss ich für die praktische Durchführung einen Auszubildenden mitbringen?

Ob du für die praktische Durchführung einen Auszubildenden mitbringen musst, hängt von der zuständigen Kammer ab. Bei einigen Kammern, wie der IHK Nord Westfalen oder IHK Düsseldorf, bringst du einen Partner mit. Bei anderen, wie der IHK Nürnberg, übernimmt ein Prüfer die Rolle des Auszubildenden.

Wie lange dauert der praktische Teil der AEVO-Prüfung?

Der praktische Teil der AEVO-Prüfung dauert insgesamt höchstens 30 Minuten. Davon entfallen bis zu 15 Minuten auf die Präsentation oder Durchführung und etwa 15 Minuten auf das anschließende Fachgespräch. Für den Aufbau sind meist bis zu 5 Minuten vorgesehen.

Was ist einfacher: Präsentation oder Durchführung in der AEVO-Prüfung?

Es gibt keine pauschal einfachere Methode; beide Formen sind gleichwertig. Die Wahl hängt von deinem Thema, deinen persönlichen Stärken und den Vorgaben deiner Kammer ab. Die Präsentation bietet hohe Planbarkeit, während die Durchführung dein pädagogisches Geschick in direkter Interaktion zeigt.

Welche Methode sollte ich für die AEVO-Prüfung wählen?

Die Wahl der Methode sollte zu deinem Thema und deinen Stärken passen. Wähle die Präsentation für komplexe, theoretische Themen oder wenn du den Ablauf selbst kontrollieren möchtest. Die Durchführung eignet sich für praktische Handgriffe oder konkrete Arbeitsabläufe und wenn du gut im direkten Kontakt mit Menschen bist.

Wie kann ich mich auf den praktischen Teil der AEVO-Prüfung vorbereiten?

Eine gründliche Vorbereitung umfasst die Eingrenzung des Themas, die Erstellung eines detaillierten Konzepts und das Prüfen aller Materialien. Übe deine Präsentation oder Durchführung mehrfach unter Zeitdruck und simuliere das Fachgespräch, um mögliche Fragen zu beantworten.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich AEVO Ausbilderschein.

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