Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei erlaubt oder nicht?

Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei

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Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei

Tattoos und Körperschmuck werden immer populärer. Auch das Alter, in dem man sich tätowieren lässt, hat sich in den letzten Jahren immer mehr verändert. Wo früher die kreative Gestaltung eher etwas für Erwachsene war, begeistern sich heute immer mehr junge Menschen für den individuellen Körperkult. Bei der Art der Tattoos und den Körperstellen gibt es dabei keine Grenzen. Es gibt Tattoos, die können nicht eingesehen werden, da sie durch getragene Kleidung verdeckt werden. Es gibt aber auch Tattoos, die vielleicht über das Handgelenk gehen oder an anderen Körperstellen sind, die auch beim Tragen von Pullovern gesehen werden können. Ohrringe und andere Piercings sind dagegen oftmals deutlich sichtbar. Hier spielt die Größe und Auffälligkeit für die Zusage zum Polizeidienst eine wichtige Rolle.

Wenn auch du ein Fan von Tattoos und Körperschmuck bist, dich aber gerne bei der Polizei bewerben möchtest, solltest du einige Dinge beachten. Was genau es zu beachten gibt, erfährst du im folgenden Artikel.

Sind Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei erlaubt?

Da die Polizei auch heute noch eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft hat und zudem hohe Autorität besitzt bzw. besitzen sollte, musst du darauf achten, dass du generell nicht negativ auffällst. Dies kann sich im Verhalten, aber auch im äußeren Erscheinungsbild zeigen. Schließlich möchtest du ernst genommen werden, wenn du für die Polizei in den Dienst gehst. In den meisten Bundesländern sind Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei nicht gerne gesehen, verboten sind sie allerdings auch nicht komplett. Es wird aber in der Regel schon unterschieden, ob es nun lediglich ein Ohrring oder ein auffälliger Nasenring ist. Du solltest darauf achten, dass du deine Tattoos durch deine Kleidung verdecken kannst und große Ohrringe und Piercings während der Dienstzeit entfernst. So wirst du garantiert nicht auffallen und alles ist konform. Natürlich gibt es auch Dienstkleidung mit kurzen Ärmeln, achte daher bitte darauf, dass auch hier keine Tattoos zu sehen sind. Hast du Tattoos auf dem Unterarm, musst du im Sommer wahrscheinlich ein Langarmshirt tragen, damit man die Tattoos nicht sehen kann. Nur so kannst du die Bedeckungspflicht gewährleisten. Dies ist ein kleiner Tipp am Rande, falls du vorhaben solltest, dir ein Tattoo stechen zu lassen. 

Wie oben bereits erwähnt, sind Tattoos nicht komplett verboten. Nun kommt jedoch das große Aber. Es gibt verschiedene Gerichtsurteile, die gegenteilige Meinungen vertraten. Ein Gerichtsurteil sprach sich für, ein anderes gegen Tattoos aus. Bayern ist mit seinen Regelungen für Tattoos übrigens besonders streng. Am besten informierst du dich bereits im Vorfeld darüber, wie die Sachlage in deinem Bundesland ist.  

Welche Tattoos sind verboten?

Es gibt einige Tattoos, welche in keinem Fall getragen werden dürfen. Dazu zählen:

  • Motive, die eine Religionszugehörigkeit deutlich erkennen lassen. Aber auch andere weltanschauliche Symbole sind nicht erlaubt. 
  • Motive, welche Frauenfeindlichkeit darstellen. Auch sexistische Darstellungen sowie Feindlichkeiten anderen Gruppen gegenüber sind verboten.
  • Rechts- oder linksradikale Darstellungen sind nicht erlaubt. Sie zeigen eine extreme Haltung, die in keinster Weise bei der Polizei geduldet wird.
  • Auch Motive, welche verfassungsfeindliche Gruppen vertreten, sind nicht erlaubt. Darunter fallen beispielsweise Parolen, Fahnen oder ähnliche Symbole. Dies gilt auch für Motive, die sehr große Ähnlichkeit mit verfassungswidrigen Symbolen aufweisen.
  • Auch Gewaltdarstellungen, welche als diskriminierend oder entwürdigend dargestellt werden, sind nicht erlaubt.
  • Tattoos, welche im Gesicht, am Hals oder auf den Händen sind, sind strikt untersagt, da sie nicht abgedeckt werden können. 

Weitere Regelungen für Körperschmuck im Polizeidienst

Neben dem seriösen Erscheinungsbild, dass du beim Polizeidienst gewährleisten musst, geht es auch darum, dass du dich bei einem Einsatz nicht verletzt. Dies kann natürlich bei sehr großen Ohrringen oder Piercings schnell passieren. Achte daher bei der Wahl deines Körperschmucks auch darauf, dass er klein und unauffällig ist. Große Ohrringe, Tunnel und Plugs dürfen beim Polizeieinsatz grundsätzlich nicht getragen werden.

Was viele auch nicht wissen, ist, dass auch bei Bärten oder langen Haaren strenge Vorschriften für den Polizeidienst gelten. Sobald die Haare bei aufrechter Körperhaltung die Uniform oder andere wichtige Merkmale bedecken, so sind sie absolut tabu. Außerdem dürfen lange Haare keine Gefahr für den Beamten darstellen und sollten immer zu einem Zopf getragen werden. Bei einem Bart wird es da schon schwieriger. Hier empfiehlt es sich, ihn einfach kurz zu rasieren oder ganz wegzulassen. Bei der Wahl der Haarfarbe musst du auch aufpassen. Nicht jede Haarfarbe ist zulässig. So sind nur solche erlaubt, welche auch der natürlichen Haarfarbe entsprechen würden. Demnach kommt keine rosa, lila oder grüne Haarpracht in Frage. Wenn du auf all diese Dinge achtest, könnte es trotz Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei auch klappen.

Fazit: Strenge Regeln dienen dem Respekt und Schutz des Polizeibeamten

Die Polizei ist unser Freund und Helfer und Polizisten sind Respekt- sowie Autoritätspersonen. Als solche sollten sie von der Gesellschaft angesehen werden. Da es vorkommen kann, dass sie sich gewaltsam durchsetzen müssen, kann es natürlich zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen. In diesem Fall ist es für den Beamten gefährlich, wenn er große Piercings oder Ohrringe trägt, wegen derer er sich schwer verletzen kann. Auch die Gruppenzusammengehörigkeit spielt bei der Polizei eine wesentliche Rolle. Wenn ein Beamter durch Tattoos oder Piercings optisch komplett aus dem Muster fällt, kommt das nicht so gut an. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung den Respekt der Polizei gegenüber nicht verliert und demnach muss ein einheitliches Auftreten zwingend vorhanden sein. Wenn du bereits ein Tattoo trägst und dir unsicher bist, ob du deswegen nun eine Chance bei der Polizei hast, dann kannst du dich vorher bei der jeweiligen Stelle erkundigen und nachfragen. Wenn du vorhast, dir ein Tattoo stechen zu lassen und auch mit dem Gedanken spielst, eine Ausbildung bei der Polizei zu machen, überlege dir deinen Tattoowunsch vorher genau. Es könnte für deine zukünftige Karriere eventuell ein Stolperstein sein.

 

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Gibt es einheitliche Regeln, ob Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei erlaubt sind?

Jedes Bundesland hat seine eigenen Regeln, ob Tattoos oder Körperschmuck erlaubt sind oder nicht. Am besten holst du dir diesbezüglich vor deiner Bewerbung entsprechende Infos bei deinem zuständigen Bundesland ein. 

Sind Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei verboten?

Nein, Tattoos und Körperschmuck sind nicht generell verboten. In der Regel sollte es kein Thema sein, wenn die Tattoos oder der Körperschmuck so angebracht sind, dass sie mit der Kleidung problemlos verdeckt werden können oder während des Dienstes herausgenommen werden können. Aber beachte auch kurze Kleidung im Sommer. Auch sie sollte keinen Blick auf die Tattoos ermöglichen. 

Welche Tattoos und welcher Körperschmuck sind bei der Polizei nicht erlaubt?

Es gibt Tattoos, die in jedem Fall verboten sind. Darunter fallen unter anderem gewaltverherrlichende Motive sowie solche, welche sexistisch oder diskriminierend sind. Tattoos am Hals und im Gesicht sind ebenfalls verboten. Große Ohrringe, Tunnel und Plugs dürfen während des Polizeidienstes nicht getragen werden. Auch das Färben der Haare sowie lange Haare und Bärte sind im nicht erlaubt.

Warum sind viele Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei verboten?

Grundsätzlich sind nicht alle Tattoos und jeglicher Körperschmuck bei der Polizei verboten. Wichtig ist, dass Tattoos nicht im sichtbaren Bereich des Körpers liegen und Körperschmuck herausgenommen werden kann. Damit wird das Verletzungsrisiko minimiert und der Respekt und die Autorität der Polizei gegenüber gewahrt.

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Maxie Janice

Maxie Janice

Maxie unterstützt TestHelden.com im Marketing und bei der redaktionellen Erarbeitung unseres Magazins. Die Schilderung von Abläufen der verschiedensten Einstellungstests und mögliche Karrierewege im beruflichen Leben gehören zu ihren Kernthemen.

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