Bewerbung Sozialversicherungsfachangestellte – Gehalt, Voraussetzungen und mehr

Bewerbung Sozialversicherungsfachangestellte

Inhaltsverzeichnis

Bewerbung Sozialversicherungsfachangestellte

Der Beruf Sozialversicherungsfachangestellter mag langweilig oder trocken klingen. Langweilig sind Beruf und Ausbildung eines Sozialversicherungsfachangestellten aber auf keinen Fall. Sozialversicherungsfachangestellte, kurz auch „SoFa“ genannt, helfen ihren Kunden bei Themen wie zum Beispiel Unfallversicherungen, Krankenversicherungen und Rentenversicherungen. Dieser Beruf kann genau das Richtige für dich sein, wenn du dich dafür einsetzen willst, dass unser soziales System funktioniert. Zum Beispiel, indem du dafür sorgst, dass Versicherte die finanzielle Unterstützung bekommen, zu der sie berechtigt sind. In diesem Artikel erfährst du mehr über das Berufsbild, die Ausbildung und die Bewerbung von Sozialversicherungsfachangestellten. 

Sozialversicherungsfachangestellte – der Beruf

Was machen Sozialversicherungsfachangestellte? Jeder, der in Deutschland arbeitet, ist sozial versichert und zahlt jeden Monat einen Betrag an die Versicherung. Im Gegenzug können Versicherte von der Versicherung finanzielle Unterstützung bekommen, wenn sie zum Beispiel arbeitslos oder krank werden, einen Unfall erleiden oder in Rente gehen. Gesetzliche Texte sind oft kompliziert geschrieben und für alle, die wenig Erfahrung mit rechtlichen Texten haben, schwer zu verstehen. Sozialversicherungsfachangestellte informieren und beraten Versicherte unter anderem in Sachen wie Altersabsicherung oder Unfallversicherung. SoFas erklären den Versicherten die schwierigen rechtlichen Sachverhalte so verständlich wie möglich. Außerdem gehört Buchhaltung zu den Aufgaben von SoFas, zum Beispiel das Berechnen von Beiträgen und das Festlegen von Fristen. SoFas bearbeiten auch Versicherungsanträge und prüfen, ob Versicherte die Voraussetzungen erfüllen und somit zur finanziellen Unterstützung berechtigt sind.

Der Arbeitsplatz – wo arbeiten Sozialversicherungsfachangestellte? 

Sozialversicherungsfachangestellte arbeiten in der Regel im Büro mit flexiblen Arbeitszeiten. Zum Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten gehören aber oft auch Dienstreisen und Außendienst. 

Die Ausbildung: Sozialversicherungsfachangestellte

Die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten dauert drei Jahre. Es gibt allerdings die Möglichkeit, die Ausbildung auf zwei Jahre zu verkürzen. Das geht, wenn man zum Beispiel das Abitur abgeschlossen hat. Es ist eine duale Ausbildung, also wirst du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet. In der Berufsschule werden dir die theoretischen Grundlagen beigebracht. Du hast Fächer wie Deutsch und Rechnungswesen, aber auch Sozialkunde, Wirtschaft und Rechtslehre. Im Betrieb lernst du die praktische Arbeit des Berufs als Sozialversicherungsfachangestellte. So kannst du das Erlernte direkt in der Praxis anwenden. In der Leistungsabteilung musst du als SoFa Anträge bearbeiten und dann entscheiden, ob sie angenommen oder abgelehnt werden.

Während der Ausbildung arbeitest du viel mit dem Sozialgesetzbuch. Du lernst also viel über Gesetze und Vorschriften und über das System der sozialen Sicherung. Auch lernst du, wie man Versicherungsfälle beurteilt und wie man Leistungsansprüche klärt. Also zum Beispiel, wie viel Kostenerstattung ein Versicherungsnehmer bei einem Arbeitsunfall bekommt. Außerdem lernst du vieles über Buchhaltung, zum Beispiel Versicherungsbeitragszahlungen auszurechnen. Ansonsten wird dir beigebracht, wie du am besten Kunden berätst und wie man Konflikte entschärfen kann. Reibungslos läuft es nämlich nicht immer.

Eine allgemeine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten gibt es nicht. Direkt am Anfang der Ausbildung muss man sich für eine der fünf Fachrichtungen entscheiden. In Deutschland gibt es die Fachrichtungen „Allgemeine Krankenversicherung“, „Gesetzliche Rentenversicherung“, „Gesetzliche Unfallversicherung“, „Knappschaftliche Sozialversicherung“ und „Landwirtschaftliche Sozialversicherung“.

Allgemeine Krankenversicherung

Bei der Fachrichtung  „Allgemeine Krankenversicherung“ helfen SoFas Versicherten bei allen Fragen im Bereich der allgemeinen gesetzlichen Krankenversicherung. Sie beraten Versicherte zum Beispiel über die finanzielle Absicherung im Falle von Krankheit oder Pflege, wie einer teuren ärztliche Behandlung. 

Gesetzliche Rentenversicherung

Sozialversicherungsfachangestellte der Fachrichtung „Gesetzliche Rentenversicherung“ helfen Versicherten bei allen Fragen im Bereich der Rentenberechnung. Sie beantworten beispielsweise die Fragen, “Wann bekomme ich Rente?” und “Wie hoch ist die Rente?”. 

Gesetzliche Unfallversicherung

Bei dieser Fachrichtung helfen SoFas Versicherten bei allen Fragen zu Arbeitsunfällen. Das können Unfälle während oder auf dem Weg zur Arbeit sein. Für Unfälle, die in der Freizeit passieren, bekommt man von der gesetzlichen Unfallversicherung also keine finanzielle Unterstützung. Gegen diese Unfälle kann man sich nur mit einer privaten Unfallversicherung sichern. Dafür sind SoFas der Fachrichtung „Gesetzliche Unfallversicherung” also nicht zuständig.

Knappschaftliche Sozialversicherung

Bei der Fachrichtung  „Knappschaftliche Sozialversicherung“ helfen SoFas Versicherten bei Fragen über die knappschaftliche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.  Die Knappschaftsversicherung ist ein Zweig der deutschen Sozialversicherung für alle Arbeiter und Angestellten in knappschaftlichen Betrieben. Das sind zum Beispiel Arbeitnehmer im Gebiet der Seeschifffahrt, der Deutschen Bahn und des Bergbaus. 

Landwirtschaftliche Sozialversicherung

Hierbei sind SoFas dafür zuständig, Versicherten bei Erkrankungen und Arbeitsunfällen, die während der Beschäftigung in der Landwirtschaft vorfallen zu helfen. 

Sozialversicherungsfachangestellte – das Gehalt

Die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten ist eine der bestbezahlten Ausbildungen Deutschlands. Das Gehalt während der Ausbildung kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, für welche Fachrichtung du dich entschieden hast. Die folgenden Beträge sind darum bloß Schätzungen:

  1. Ausbildungsjahr: 1.000€  bis 1.030€ brutto
  2. Ausbildungsjahr: 1.060€ bis 1.090€ brutto
  3. Ausbildungsjahr: 1.120€ bis 1.140€ brutto

Auch das Einstiegsgehalt variiert sehr je nach gewählter Fachrichtung und Bundesland. Wenn du bei einer Krankenkasse arbeitest, verdienst du monatlich etwa 2.500 Euro brutto. Solltest du die Fachrichtung  „Gesetzliche Unfallversicherung“ gewählt haben, liegt dein Einstiegsgehalt bei etwa 2.250 Euro brutto. 

Karrieremöglichkeiten nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Je nach gewählter Fachrichtung kannst du dich für eine Weiterbildung zum Fachwirt im betreffenden Bereich entscheiden. Auch eine Weiterbildung zum Betriebswirt ist möglich. In beiden Fällen wird dein Gehalt erhöht und bekommst du mehr Verantwortung. Der Unterschied zwischen diesen zwei Berufszweigen ist, dass die Verantwortung, die Betriebswirte übernehmen, noch größer ist. Als Betriebswirt qualifizierst du dich zum Beispiel für mehr Management- und Führungspositionen. Falls du das Abitur abgeschlossen hast, kannst du dich für ein anschließendes Studium entscheiden. Interessante Studiengänge wären unter anderem Verwaltungswirtschaft, Gesundheitsmanagement oder Gesundheitsökonomie.

Sozialversicherungsfachangestellte Voraussetzungen – das musst du mitbringen

Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben für die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten. Theoretisch kannst du also mit jedem Abschluss oder selbst ohne Abschluss Sozialversicherungsfachangestellter werden. In der Praxis erwarten allerdings fast alle Arbeitgeber einen Realschulabschluss. Wenn du das Abitur abgeschlossen hast, sind deine Chancen noch besser. 

Fächerneigungen

Welche Schulfächer brauchst du, um Sozialversicherungsfachangestellter zu werden? Sehr vorteilhaft sind gute Kenntnisse in den folgenden Fächern: 

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Rechtskunde
  • Englisch

Bei Berufen, die mit Recht zu tun haben, ist die präzise Analyse von Texten sehr wichtig. Auch soll man sich sorgfältig ausdrücken können. Darum ist es ein großer Vorteil, wenn das Fach Deutsch zu deinen Stärken gehört. Das Fach Rechtskunde ist natürlich auch sehr praktisch, weil du dann ein Grundwissen in Sachen Recht hast. Auch Mathematik ist wichtig für deine Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellter. Zu deinen Aufgaben gehört nämlich auch die Buchhaltung. Du musst zum Beispiel Mitgliedsbeiträge, Abrechnungen und Anspruchsprüfungen berechnen können. Deine Englischfähigkeiten sind weniger wichtig für die Bewerbung. Für dieses Fach verlangt nur ein Viertel der Ausbilder gute Noten, trotzdem werden Englischkenntnisse natürlich immer gern gesehen. 

Passt der Beruf zu dir? Diese Anforderungen gibt es

Als Sozialversicherungsfachangestellte bist du der Kontaktpunkt zwischen Versicherten und Versicherungsträgern. Da zu dem Beruf viel Kontakt mit Menschen gehört, musst du kommunikativ sein und verlässlichen Service bieten. Konfliktfähigkeiten sind erforderlich, da in vielen Fällen die Gespräche nicht unbedingt reibungslos laufen. Du solltest gerne mit rechtlichen Sachverhalten arbeiten, da man als SoFa sehr viel mit Gesetzen zu tun hat. Die deutsche Sprache solltest du gut beherrschen und deine Rechenfähigkeiten sind ebenfalls wichtig. Sehr relevante Eigenschaften sind Sorgfältigkeit und Zuverlässigkeit. Auch Verschwiegenheit wird erfordert, für den Schutz deiner Kunden, da du Zugang zu sensiblen und vertraulichen Daten hast.

Außerdem ist dein Verantwortungsbewusstsein sehr von Bedeutung. Du bist nämlich dafür verantwortlich, dass deine Kunden die Hilfe bekommen, zu der sie berechtigt sind. Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl sind ebenfalls gefragt, da Kunden oft in schwierige Situationen kommen und Hilfe brauchen. Bei dem Beraten von Kunden, die zum Beispiel schwer erkrankt sind, müssen SoFas angemessen damit umgehen können.

Deine Bewerbung Sozialversicherungsfachangestellte

Du magst es, mit dem Gesetz zu arbeiten? Du bist sorgfältig, offen und freundlich und Kommunikation macht dir Spaß?  Der Beruf als Sozialversicherungsfachangestellte spricht dich an und du erfüllst alle Anforderungen? Dann kannst du dich um einen Ausbildungsplatz als Sozialversicherungsfachangestellte bewerben. Heutzutage ist es sehr leicht, online offene Stellen bei dir in der Nähe zu finden, zum Beispiel an digitalen Stellenmärkten.  Manchmal findest du Betriebe, die Auszubildende suchen, auch in der Zeitung.

Wenn du eine geeignete Stelle gefunden hast, musst du dich bei dem Ausbildungsbetrieb bewerben, also zum Beispiel bei einer Krankenkasse oder einer anderen Versicherungsanstalt. In der Stellenanzeige steht meistens genau beschrieben, wie das Bewerbungsverfahren aufgebaut ist. Auch die Versicherungsanstalten sind immer mehr digitalisiert und bevorzugen daher Onlinebewerbungen über ein digitales Bewerbungsportal. Trotzdem gibt es immer noch viele Betriebe, die lieber eine Bewerbung per Post oder per E-Mail bekommen. Lies dir also die Stellenbeschreibung gut durch und wenn du dir unsicher bist, ruf an und frag nach.

Die Bewerbungsunterlagen 

Ob per Post, per E-Mail oder über ein Bewerbungsportal: Für eine Bewerbung zum Sozialversicherungsfachangestellten sind eigentlich immer diese Unterlagen relevant: 

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Anlagen (insbesondere Zeugnisse)

Trotzdem kann es je nach Arbeitgeber unterschiedlich sein. Deshalb ist es wichtig, die Stellenausschreibung gut zu lesen. Auch hier gilt wieder: Falls es echt undeutlich ist, solltest du anrufen und nachfragen. 

Sozialversicherungsfachangestellte Anschreiben

Für Sozialversicherungsfachangestellte ist es sehr wichtig, sorgfältig zu sein und sich gut ausdrücken zu können. Deshalb solltest du auch in deinem Anschreiben zeigen, dass du diese Fähigkeiten besitzt. Ein Anschreiben muss als Brief strukturiert werden. Um zu verdeutlichen, wie aufmerksam du arbeitest, sollte alles von der Briefstruktur bis zur Kommasetzung hin fehlerfrei sein.  Auf die Formalitäten solltest du also besonders gut achten, aber auch der Inhalt sollte makellos strukturiert und erläutert sein. In deinem Anschreiben dürfen die folgenden Punkte auf keinen Fall fehlen:

  • Adresskopf: Hier stehen die Adresse des Empfängers und die Absenderadresse.
  • Datum: Das Datum solltest du rechts oben über dem Text schreiben.
  • Betreffzeile: „Bewerbung für eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten”
  • Anrede: Du solltest herausfinden, wer die Person ist, die für die Bewerbungen zuständig ist und den dein Anschreiben an diese Person adressieren. Diese Person wird meistens in der Stellenanzeige genannt. 
  • Hauptteil
    • Einleitung
    • Warum möchtest du Sozialversicherungsfachangestellter werden?
    • Warum möchtest du bei genau dieser Versicherungsanstalt arbeiten? 
    • Warum bist du der ideale Kandidat? 
    • Bitte um Vorstellungsgespräch.
  • Gruß
  • Unterschrift

Mit dem Anschreiben musst du deutlich machen, warum du der perfekte Kandidat für dein Wunschunternehmen bist. Du kannst zum Beispiel deine guten Noten in Deutsch, Mathe und Rechtskunde betonen. Das ist aber auf keinen Fall das Einzige, was du nennen solltest. Genauso relevant sind deine „Soft Skills”, da diese für Sozialversicherungsfachangestellte sehr wichtig sind. Da kannst du dich gerne orientieren an den Eigenschaften, die in der Stellenangabe verlangt werden. Besonders wichtig ist es, dass du deine Eigenschaften nicht nur benennst, sondern auch belegst.

Du solltest nicht schreiben, dass du kommunikativ und kundenorientiert bist, ohne diese Eigenschaft „zu beweisen”. Erkläre zum Beispiel, dass du bei deinem Nebenjob bei einer Hotelrezeption gelernt hast, wie du man mit Kunden umgeht. Wenn du Nachhilfe gegeben hast, ist das auch sehr relevant für deine Bewerbung als Sozialversicherungsfachangestellter. Es ist nämlich wichtig, dass du die komplizierten gesetzlichen Texte den Versicherten verständlich und einfach erklären kannst. 

Wenn du durch Schnuppertage und Praktika schon Erfahrung hast, solltest du diese die definitiv in deinem Anschreiben erwähnen. Du kannst auch gerne deine Aufgaben, die du während deines Praktikums übernommen hast, umschreiben. Wenn du sie als sinnvoll für deinen Ausbildungsberuf argumentieren kannst, solltest du auch ehrenamtliche Tätigkeiten und Hobbys nennen. Der letzte wichtige Punkt für dein Anschreiben ist deine Unterschrift, egal ob du die Bewerbung analog oder digital einsendest. Für einen Büroberuf wie Sozialversicherungsfachangestellte musst du auf jeden Fall in der Lage sein, Dokumente auszudrucken, zu unterschreiben und dann wieder einzuscannen. Noch mehr Tipps für das Anschreiben findest du bei unserem Artikel Das Anschreiben bei der Bewerbung.

Tipps für deinen Lebenslauf

Dein Lebenslauf soll eine schnelle Übersicht über dich und deine schulische und berufliche Erfahrung sein. Das hilft dem Arbeitgeber dabei einzuschätzen, ob du für die Stelle geeignet bist. Die folgenden Komponenten gehören auf jeden Fall in deinen Lebenslauf:

  • Persönliche Daten
    • Vollständiger Name
    • Geburtsdatum und Geburtsort
    • Kontaktdaten
    • Optional ein Bewerbungsfoto
  • Berufserfahrung
    • Praktika, Nebenjobs
    • Nenne Namen des Arbeitgebers, Zeitraum und Position.
    • Umschreibe in ein paar Stichworten, welche Aufgaben du hattest.
  • Bildungsweg
    • Nenne die Schulen, die du besucht hast. 
    • Nenne bei jedem Bildungsinstitut den Zeitraum, in dem du es besucht hast und den erlangten/angestrebten Abschluss, optional deinen Notenschnitt.
  • Kenntnisse
    • Zum Beispiel Fremdsprachen oder Computerprogramme
  • Sonstiges
    • Zum Beispiel Hobbys, Auszeichnungen, Engagement in deiner Schule oder ehrenamtliche Tätigkeiten

Bei deinem Lebenslauf ist es wichtig, alles auf deinen gewünschten Beruf als Sozialversicherungsfachangestellte auszulegen. Bei einem Büroberuf wie Sozialversicherungsfachangestellte sind Computerfähigkeiten unverzichtbar. 

Sportarten und das Spielen von Musikinstrumenten sind immer gern gesehene Hobbys, da sie von Disziplin/ zeugen. Im Falle von Mannschaftssport, oder wenn du in einem Orchester spielst, zeigen sie auch Teamfähigkeit. Aber Achtung: Nicht alle Hobbys kommen gut an.  Hobbys wie „Serien schauen” oder  „Feiern gehen” solltest du besser nicht auf deinen Lebenslauf schreiben. Schließlich darfst du auch bei deinem Lebenslauf auf keinen Fall deine Unterschrift vergessen. 

Anlagen deiner Bewerbung

Wenn du den Lebenslauf erstellt hast und ein überzeugendes Anschreiben geschrieben hast, musst du nur noch deine Anlagen hinzufügen. Dein Ausbildungsbetrieb wird bestimmt ein Zeugnis verlangen. Wenn du deinen Abschluss bereits hast, sendest du dein Abschlusszeugnis ein. Falls du noch zur Schule gehst, schickst du das aktuellste Zwischenzeugnis. Besitzt du noch mehr relevante Bescheinigungen und Zertifikate, womit du die Angaben auf deinem Lebenslauf bestätigen kannst? Dann solltest du die am besten auch anfügen. Zum Beispiel, wenn du dein Praktikum erfolgreich abgeschlossen hast oder wenn du für deine Fremdsprachenkenntnisse ein Zertifikat verdient hast. Bei einem online Bewerbungsportal oder bei einer Bewerbung per E-Mail solltest du deine Anlagen einscannen und im PDF-Format versenden. Achtung: Falls du deine Bewerbung per Post verschickst, solltest du auf keinen Fall deine originalen Zeugnisse und Bescheinigungen verschicken. Meistens bekommst du deine Unterlagen nämlich nicht zurück, und die Zeugnisse und Zertifikate benötigst du sicherlich noch einmal. 

Das kommt als Nächstes auf dich zu

Wenn du deine Bewerbung verschickt hast, musst du meistens ein paar Wochen auf eine Rückmeldung warten. Zwei bis acht Wochen sind auf jeden Fall normal. Sollte es also eine Weile dauern, musst du dir keine Sorgen machen. Bei einer online Bewerbung bekommst du oft eine Bestätigungsmail. Dann kannst du dir sicher sein, dass deine Bewerbung gut angekommen ist und dass sie nun beurteilt wird. Wie lange es dauert, bis du eine richtige Antwort bekommst, kann pro Stelle sehr unterschiedlich sein. Falls es viele Mitbewerber gibt, braucht der Betrieb bestimmt länger, als wenn es nur drei Bewerber sind. 

Wenn deine Bewerbung überzeugend war, kann es gut sein, dass du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. 

Vorstellungsgespräch und Einstellungstest Sozialversicherungsfachangestellter

Bei der Arbeit als Sozialversicherungsfachangestellter wirst du viel Kundenkontakt haben, und deshalb ist ein guter erster Eindruck ein Muss. Du solltest also gepflegt aussehen und ordentliche und angemessene Kleidung tragen. Im Jogginganzug wirst du den potenziell zukünftigen Kunden nicht gegenübertreten, also solltest du auch bei dem Vorstellungsgespräch auf Jogginghose und Hoodie verzichten. Auch gewagte Farbkombinationen und Kleidung mit Flecken und Falten sind ein No-Go. Geeignet ist schlichte, formelle Kleidung, wie zum Beispiel Anzug, Kostüm oder ein angemessenes Kleid.

Nur wegen deines passenden Outfits wirst du die Stelle allerdings nicht bekommen. Am besten bereitest du das Gespräch gut vor und überlegst dir, welche Fragen dir gestellt werden könnten. Es kann gut sein, dass sie ähnliche Fragen stellen wie die, die du in deinem Anschreiben beantwortet hast. Folgende Fragen werden oft gestellt:

  • „Könnten Sie sich vorstellen?“ Diese Frage ist leicht zu beantworten. Hier kannst du einfach das erzählen und erläutern, was auf deinem Lebenslauf steht. Du solltest die Daten aber nicht einfach nur die trocken auflisten, als würdest du sie vorlesen. Das kann der Personaler schließlich auch in dem Lebenslauf lesen. Du musst diese Gelegenheit nutzen, um zu zeigen, dass du locker und offen Gespräche führen kannst. 
  • „Was sind Ihre Stärken?“ Beim Beantworten dieser Frage solltest du die Stärken, die du nennst, belegen können. Auch solltest du nur Punkte nennen, die für den Beruf relevant sind. Außerdem solltest du keine selbstverständlichen Dinge, wie zum Beispiel Pünktlichkeit, als deine Stärke auflisten. 
  • „Haben Sie noch Fragen?“ Wenn der Personaler diese Frage stellt, solltest du immer eine Gegenfrage stellen. Wenn du nichts fragt, wirkst du uninteressiert und das solltest du unbedingt vermeiden. Aber Achtung: Du solltest keine Fragen stellen über Sachen, die ihr bereits besprochen habt oder die du leicht selber online herausfinden könntest.

Es gibt noch viele andere mögliche Fragen. Je besser du dich vorbereitest hast, desto selbstbewusster kannst du auftreten und desto besser ist der Eindruck, den du hinterlässt. 

Außerdem solltest du dich gut informieren über deinen Wunschberuf und über den Betrieb, bei dem du dich beworben hast. Diese ausführlichen Kenntnisse zeigen, dass du dich gut mit der Stelle beschäftigt hast und dass du richtig motiviert bist. 

Sozialversicherungsfachangestellte müssen aber nicht nur als Person gut rüberkommen. Die Ausbildung zum Sozialversicherungsangestellten ist nämlich durchaus anspruchsvoll. Der Ausbildungsbetrieb will deshalb sichergehen, dass du die Ausbildung schaffen kannst. Darum kann es auch gut sein, dass du gebeten wirst, erst einen Einstellungstest zu absolvieren. Allgemeinwissen und Kenntnisse in den Fächern Deutsch und Mathematik sind sehr relevant für Sozialversicherungsfachangestellte. Auch Konzentrationsvermögen und logisches Denken sind wichtig für diesen Beruf. Deswegen werden deine Fähigkeiten in diesen Gebieten oft mit einem Einstellungstest geprüft. Für diesen Test solltest du dich sehr gut vorbereiten. Das geht zum Beispiel mit unseren Artikeln Einstellungstest Allgemeinwissen und Einstellungstest Mathe. Schau dich einfach mal auf unserer Webseite um.

Fazit 

Sozialversicherungsfachangestellte haben einen interessanten und sehr nützlichen Beruf. Ohne die Beratung von SoFas wären viele Versicherte wahrscheinlich ziemlich aufgeschmissen. Wenn du gerne mit dem Gesetz arbeitest und Kundenkontakt dir Spaß macht, passt dieser Beruf gut zu dir. Wenn du unsere Tipps für die Bewerbung anwendest und sorgfältig arbeitest, wirst du sicherlich zum Auswahlverfahren eingeladen. Wir wünschen dir viel Erfolg! 

 

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Häufig gestellte Fragen / FAQ

Was machen Sozialversicherungsfachangestellte?

Sozialversicherungsfachangestellte sind die Schnittstelle zwischen den Versicherten und den Versicherungsträgern. Sie beraten die Versicherte und erklären komplexe gesetzliche Sachverhalte. Außerdem bearbeiten Sozialversicherungsfachangestellte Leistungsanträge und beschäftigen sich mit Buchhaltung. Es gibt fünf verschiedene Fachrichtungen für Sozialversicherungsfachangestellte: Allgemeine Krankenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, gesetzliche Rentenversicherung, landwirtschaftliche Sozialversicherung und knappschaftliche Sozialversicherung.

Wie viel verdient man als Sozialversicherungsfachangestellte nach der Ausbildung? 

Je nach Bundesland, in dem du arbeitest und Fachrichtung, die du gewählt hast, kann dein Einstiegsgehalt sehr unterschiedlich ausfallen. Durchschnittlich verdient man brutto 2.500 Euro.

Wo arbeiten Sozialversicherungsfachangestellte? 

Nach der Ausbildung können Sozialversicherungsfachangestellte im öffentlichen Dienst arbeiten, zum Beispiel bei gesetzlichen Pflegeversicherungen, Krankenversicherungen oder Rentenversicherungen. Es gibt aber auch Stellen, die nicht zum öffentlichen Dienst gehören, wie bei privaten Versicherungsgewerben, privaten Steuerberatern und in Verbänden von Sozialversicherungsträgern. Sozialversicherungsfachangestellte arbeiten vor allem im Büro, allerdings gibt es auch Außendienst. 

Wann sollte ich mich als Sozialversicherungsfachangestellte bewerben?

Ausbildungen beginnen meistens am 1. September. Oft ist die Deadline für die Bewerbungen aber sehr viel früher. Am besten bewirbst du dich etwa ein Jahr zuvor.

Welche Karrieremöglichkeiten haben Sozialversicherungsfachangestellte?

Nach der Ausbildung haben Sozialversicherungsfachangestellte viele Möglichkeiten, um sich weiterzubilden. Dazu gehören unter anderem Aufstieg im Unternehmen, ein Studium und Fachwirt oder Betriebswirt werden. 

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Maxie Janice

Maxie Janice

Maxie unterstützt TestHelden.com im Marketing und bei der redaktionellen Erarbeitung unseres Magazins. Die Schilderung von Abläufen der verschiedensten Einstellungstests und mögliche Karrierewege im beruflichen Leben gehören zu ihren Kernthemen.