BKA Einstellungstest Erfahrungen: Mein Erfahrungsbericht

BKA Einstellungstest Erfahrungen

Inhaltsverzeichnis

Meine Erfahrungen beim BKA (Einstellungstest beim Bundeskriminalamt)

Zu meinem neunten Geburtstag hat meine Mutter mir eine Spielzeugpistole mit einem Polizeiausweis aus Plastik geschenkt. Ohne dass sie wusste, was sie damit bei mir auslöste, wurden sie zu meinen absoluten Lieblingsspielzeugen. Verbrecher jagen, Gutes tun, Action – für mich als Kind ein Traum, von dem ich nie geglaubt hatte, dass er für manche Leute Arbeit bedeutet.
Jetzt sitze ich hier, kurz nach meinem bestandenen Einstellungstest und bin überglücklich (und Mama auch)! Als frischer Abiturient ist ein duales Studium beim BKA das Beste, was mir passieren konnte! Für mich war es schwer, im Vorfeld Informationen zum Einstellungstest des BKA im Internet zu recherchieren, deshalb schreibe ich nun selbst, wie ich den Test empfunden habe. Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht kann zukünftigen Bewerbern daher bei der Vorbereitung helfen. Aber fangen wir am Anfang an: mit meiner Bewerbung.

Das lange Warten

Nachdem ich mich beim Bewerbungsportal des BKA angemeldet und meine Unterlagen per Mail abgeschickt habe (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Geburtsurkunde, Abiturzeugnis), musste ich erstmal warten. Ganze fünf Wochen hat es gedauert, bis ich eine Rückmeldung bekommen habe. Die Hoffnung schon aufgegeben, wurde ich überraschenderweise doch zum Einstellungstest eingeladen. Das ist meine große Chance, endlich Kriminalkommissar zu werden! Eine Woche nach der frohen Botschaft ging es auch schon los.

Der Einstellungstest

Erst einmal keine Sorge, die Prüfer wissen natürlich, unter welchem Druck du stehst und dementsprechend gehen sie mit dir um. Wir wurden immer wieder ermutigt, gerne so viele Fragen zu stellen, wie wir wollen. Diese werden von der Auswahlkommission mit Ruhe und Besonnenheit beantwortet. Es wird bei der Reihenfolge der Prüflinge sogar darauf geachtet, wer von weit angereist ist und wer in einem zur Verfügung gestellten Hotelzimmer übernachtet. Diejenigen, die nach dem ersten Prüfungstag noch eine weite Heimreise vor sich haben, kommen in in der Regel auch als Erste dran.
Ich habe mich im Vorfeld mit einem Testtrainer vorbereitet, welcher exakt auf die Anforderungen des Einstellungstests beim BKA zugeschnitten ist.
Der Einstellungstest bestand aus drei Abschnitten mit einer nachfolgenden medizinischen Untersuchung und Sicherheitsüberprüfung. 

Erfahrungen mit dem schriftlichen Test 

Hier wurden mir zuerst verschiedene Logikaufgaben gestellt. Anschließend musste ich eine Konzentrationsübung durchführen. Zuletzt kam noch ein Deutschtest dran. Seit 2020 findet dieser Teil wegen der Pandemie online statt. Das macht ihn jedoch nicht leichter. Es ging hier vor allem um meine Kombinationsgabe und mein Sprachverständnis. Spicken war daher natürlich trotzdem nicht möglich 😉 Mit den Beispielaufgaben aus dem Testtrainer konnte ich jedoch ein gutes Gespür für die Arten von Aufgaben entwickeln, welche mich hier erwarteten.
Dass sich das BKA grundsätzlich an die derzeit erschwerten Bedingungen des Bewerbungsverfahrens anpasst, hat mir gut gefallen. Jedenfalls hatte ich die erste Prüfung bestanden und konnte mich auf die Reise zum zweiten Teil machen, dem Sporttest. 

Erfahrungen mit dem Sporttest

Der Sporttest war in vier verschiedene Disziplinen aufgeteilt: Achterlauf, Klimmzüge, Eckenlauf und Ausdauerlauf. Ziel war es, herauszufinden, ob wir körperlich zu der Arbeit beim BKA in der Lage sind. Als Kriminalkommissar ist man zwar meistens im Büro tätig, jedoch kann es durchaus auch zu Außeneinsätzen kommen, für die Fitness wichtig ist.
Der Sporttest hat mich wirklich an mein Äußerstes gebracht. Die Prüfer haben es vermieden, uns konkrete Angaben zu den Anforderungen der verschiedenen Disziplinen zu nennen. Immer wieder hieß es, wir sollen so schnell laufen oder so viele Wiederholungen machen, wie wir eben können. Im Gespräch mit einer Mitbewerberin, hat sie über Unverhältnismäßigkeit bei den Anforderungen geklagt. Natürlich werden die zu erbringenden Leistungen an ihre Fähigkeiten angepasst. Allerdings meinte sie, dass ihr Bestes immer noch nicht gut genug war. Und das, obwohl sie seit fünfzehn Jahren Leichtathletik trainiert und bereits mehrfach Medaillen in ihrer Kreisliga und sogar auf Bundesebene geholt habe. Es lässt sich hier wohl nur schwer streiten, zumal die genauen Ergebnisse sowie die Mindestanforderungen für uns Bewerber erst nach der Zusage bekannt sind. Sie und eine weitere Bewerberin sind jedenfalls nicht weitergekommen. Ich durfte hingegen erstmal mein Hotelzimmer beziehen. 

Erfahrungen mit der Einzel- und Gruppendiskussion

Im Hotelzimmer habe ich versucht, mich auf den zweiten Prüfungstag vorzubereiten, jedoch war ich noch total fertig vom Sporttest und bin schnell eingeschlafen. Am nächsten Morgen bin ich vor meinem Wecker aufgewacht. Nachdem ich gefrühstückt und mich fertig gemacht habe, ging ich um 7:30 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt. Dann ging es auch schon mit der Gruppendiskussion los. Hier habe ich darauf geachtet, nicht zu dominant zu sein, jedoch auch nicht einfach still auf meinem Stuhl zu sitzen. Den Prüfern ist es nämlich wichtig, dass jeder Anwerber ungefähr gleich viel spricht.
Als wir fertig waren, wurden wir wieder auf unser Hotelzimmer geschickt. Da bei den Einzelgesprächen logischerweise nur eine Person zur Zeit geprüft werden konnte, musste ich über drei Stunden warten, bis ich dran war. Irgendwann habe ich angefangen, einfach nur auf das Telefon zu starren, bis endlich der erlösende Anruf kam. Ich wurde in den Prüfungsraum gebeten. Hier habe ich einen Text vorgelegt bekommen, den ich zuvor zwanzig Minuten analysieren musste, um eine Präsentation seiner wichtigsten Punkte zu erarbeiten. Während des Referats schauten nur zwei von den Prüfern ab und zu auf, um mir Fragen zu stellen. Die restlichen beiden machten Notizen.
Den letzten Teil bildete ein persönliches Gespräch mit der Auswahlkommission direkt im Anschluss, welches einem klassischen Bewerbungsgespräch glich. Allerdings wurden hier auch meine Kenntnisse über Strukturen des BKA, dessen Zuständigkeit und politische Prozesse abgefragt. Zum Glück hatte ich mich darauf ausreichend vorbereitet. 

Bestanden!

Auch die vorangegangenen Testteile habe ich erfolgreich absolviert, sodass die Prüfungskommission mir direkt eine Zusage erteilte! Vor Euphorie habe ich fast vergessen, dass jetzt noch die ärztliche Untersuchung kommt. Aber auch hier war alles in Ordnung. Es wurde unter anderem meine Sehfähigkeit getestet. Bei der Sicherheitsüberprüfung wurde dann noch überprüft, ob sich bei mir irgendwelche Leichen im Keller finden lassen, die mich für die Stelle disqualifizieren würden. 

Mein Fazit

Wenn du ein Interesse hast, für Gerechtigkeit zu sorgen und über viel Disziplin verfügst, könnte ein Job beim BKA genau das Richtige für dich sein. Ich persönlich bin froh, mich im Vorfeld gut vorbereitet und dabei auch den Testtrainer genutzt zu haben. Jetzt freue ich mich auf mein duales Studium beim BKA. Zwar habe ich da nicht die Action, die ich mir als Kind gewünscht habe, aber dafür erwarten mich sehr gute Studien- und Arbeitsbedingungen!

 

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Häufig gestellte Fragen/ FAQ

Was passiert, wenn ich den Einstellungstest nicht bestehe?

Das ist an sich kein Problem, da jede Person insgesamt zweimal teilnehmen darf. Am besten, du lernst nach dem ersten Scheitern aus den Fehlern, die du gemacht hast und bereitest dich für das nächste Mal besser vor.

Wann kommt das BKA zum Einsatz?

Die Zuständigkeit für die Aufklärung von kriminellen Handlungen liegt eigentlich zunächst bei der Bundespolizei oder den Landespolizeien. Jedoch kann bei besonders schweren Verbrechen das BKA die Ermittlungen übernehmen. 

Wo ist das BKA?

Der Hauptsitz liegt in Wiesbaden. Darüber hinaus gibt es zwei weitere Standorte. Diese liegen in Berlin sowie in Meckenheim bei Bonn.

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Maxie Janice

Maxie Janice

Maxie unterstützt TestHelden.com im Marketing und bei der redaktionellen Erarbeitung unseres Magazins. Die Schilderung von Abläufen der verschiedensten Einstellungstests und mögliche Karrierewege im beruflichen Leben gehören zu ihren Kernthemen.