Bewerbung Kaufmann im Einzelhandel/ Kauffrau im Einzelhandel – Alles was du wissen solltest!

Bewerbung Kaufmann im Einzelhandel

Inhaltsverzeichnis

Bewerbung Kaufmann im Einzelhandel

Du hast dich also entschieden, eine Karriere als Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel machen zu wollen? Herzlichen Glückwunsch! Nun gibt es quasi nur noch eines, das zwischen dir und deiner Zukunft steht: deine Bewerbung. In diesem Artikel erfährst du alles, was du dazu wissen musst.

Berufsbild

Kaum ein Beruf kann so vielseitig sein wie dieser. Von Mode über Technik oder Sportbedarf bis hin zu Lebensmitteln – in all diesen Bereichen werden Einzelhandelskaufleute gebraucht. Als Kaufmann im Einzelhandel bist du hauptsächlich für die Beratung und Unterstützung von Kunden zuständig. Aber auch hinter den Kulissen des Geschäfts übernimmst du einige Aufgaben. Dazu gehören Preisausschreibungen, Überprüfung der Qualität und sogar Sortimentsgestaltung. Hinzu kommt natürlich das Scannen und Kassieren von Waren genauso wie die Werbung und Verkaufsförderung.

In unserem Artikel Alle Tipps und Tricks zum Berufsbild – Kaufmann im Einzelhandel haben wir dir etwas ausführlicher alles Wichtige zu diesem Beruf zusammengefasst.

Die Ausbildung

Die Berufsausbildung für Kaufleute im Einzelhandel ist dual angelegt, was bedeutet, dass du sowohl in der Berufsschule als auch in deinem Ausbildungsbetrieb lernst. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre, während denen du selbstverständlich vergütet wirst. Die genauen Lerninhalte unterscheiden sich, je nachdem in welcher Branche du deine Ausbildung absolvierst. Es ist verschiedenes Fachwissen gefordert, je nachdem ob du z.B. Bekleidung oder Computer verkaufst.

Wo bewirbst du dich aber um einen Ausbildungsplatz? Nun, in der Regel schreiben Betriebe die Ausbildungsplätze als Stellen aus, sodass du dich direkt beim Unternehmen bewirbst. Du kannst dich also bei dir in der Nähe oder auf einem digitalen Stellenmarkt umsehen. In der jeweiligen Stellenausschreibung findest du dann meist einen Kontakt, an den du die Bewerbung senden kannst. Übrigens: Wenn du noch mehr über die Ausbildung erfahren möchtest, kannst du ebenfalls beim Artikel Alle Tipps und Tricks zum Berufsbild – Kaufmann im Einzelhandel vorbeischauen. Dort gehen wir nicht nur auf den Beruf selbst, sondern auch auf die Ausbildung ein.

Das musst du mitbringen – Bewerbungsvoraussetzungen

Wie in jedem anderen Beruf auch, kann nicht einfach jeder anfangen, im Einzelhandel zu arbeiten. Arbeitgeber verlangen gewisse Voraussetzungen, sowohl formelle wie auch persönliche Eigenschaften, die du mitbringen solltest. Zunächst liegt es Nahe, dass du, wenn du dich auf eine Arbeitsstelle bewirbst, die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel abgeschlossen haben solltest. Für die Ausbildung gibt es rechtlich gesehen keine festen Voraussetzungen, was z.B. deinen Schulabschluss angeht. Realistisch gesehen bevorzugen Unternehmen aber Bewerber, die mindestens einen mittleren Schulabschluss vorweisen können.

Zu den wichtigsten Eigenschaften, die (angehende) Kaufleute im Einzelhandel mitbringen sollten, gehören Kundenorientiertheit, Hilfsbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit. Nahe liegt natürlich auch ein gewisses Verkaufsgeschick zu haben bzw. überzeugend zu sein. Um einen guten Umgang mit den Kunden und deinen Kollegen zu garantieren, solltest du außerdem stets freundlich und geduldig auftreten. Letztlich ist es noch von Vorteil, wenn du dich im Bereich Mathematik wohlfühlst, insbesondere im Kopf- und Prozentrechnen. Denn manchmal kommt es vor, dass eine Maschine nicht funktioniert oder du den Taschenrechner gerade nicht zur Hand hast. Auf den Kunden wirkt es in dem Fall viel professioneller, wenn du schnell im Kopf den zu zahlenden Betrag ausrechnen kannst.

Die Bewerbung

Wenn du glaubst, die Arbeit im Einzelhandel sei genau das Richtige für dich, kannst du dich also an deine Bewerbung setzen. Wir erklären dir, was es dabei zu beachten gibt und wie du am besten vorgehst. Wie schon erwähnt, kannst du dir über einen Stellenmarkt ein Bild davon machen, welche Betriebe gerade Auszubildende suchen. In der jeweiligen Stellenanzeige findest du heraus, wie genau das Bewerbungsverfahren abläuft. Klassischerweise bewirbt man sich entweder per E-Mail oder per Post. Größere Unternehmen, die jährlich viele neue Mitarbeiter einstellen, haben manchmal auch ein Onlineportal, über welches die Bewerbung verschickt wird.

Bewerbungsunterlagen

In der Stellenausschreibung findest du neben den Informationen zum Bewerbungsverfahren und den Voraussetzungen auch die Unterlagen, die du für eine Bewerbung benötigst. Hierbei kann es zwar je nach Unternehmen Abweichungen geben, aber folgende Dokumente sind Bestandteil von beinah jeder Bewerbung.

Anschreiben

Das Anschreiben oder auch Motivationsschreiben ist aus mehreren Gründen sehr wichtig für deine Bewerbung. Zum einen geht es um Höflichkeit: Du kannst nicht einfach deine Bewerbung einschicken und auf Rückmeldung warten, ohne dich je vorzustellen. Zum anderen bietet dir das Anschreiben die perfekte Chance, dich persönlich vorzustellen und in Szene zu setzen. Für eine genauere Anleitung zum Verfassen des Anschreibens schau bei unserem Artikel Das Anschreiben bei der Bewerbung vorbei. Gern kannst du auch bei unserem Artikel Motivationsschreiben vorbeischauen. Hier erfährst du, wie solch ein Schreiben verfasst wird und wo der Unterschied zwischen „Anschreiben” und „Motivationsschreiben” liegt.

Form und Struktur

Das Anschreiben ist generell immer in Briefform zu verfassen. Das bedeutet, du musst auf jeden Fall an den Adresskopf denken sowie Datum, Anrede und Grußformel. Am besten ist es, wenn du den Brief am Ende unterschreibst, jedoch ist dies im digitalen Zeitalter nicht mehr zwangsläufig nötig. Dein Anschreiben sollte außerdem in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert werden. In der Einleitung stellst du dich vor und präsentierst dein Anliegen. Im Hauptteil gehst du genauer auf deine Motivation sowie deine Eignung für den Beruf ein. Im Schluss rundest du das Schreiben schließlich ab und bittest um Rückmeldung. Achte darauf, dass du zwar auf alles Wichtige eingehst, aber auch keinen ganzen Roman schreibst. Eine DIN-A4-Seite ist die ideale Länge.

Deine Motivation

Warum möchtest du gerade Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel werden? Warum gerade in diesem Unternehmen? Das solltest du im Anschreiben erklären. Stelle dabei sicher, dass deine Motivation authentisch und überzeugend wirkt. Aussagen wie „Mein Lehrer meinte, das sei eine gute Ausbildung für mich”, sollten vermieden werden. Gehe stattdessen darauf ein, was dich am Beruf interessiert und wie du darauf gekommen bist. Hier ein paar Beispiele:

  • Durch mein Praktikum/meinen Nebenjob bei XY habe ich erkannt, wie viel Freude mir die Beratung von Kunden macht. 
  • Seit jeher bin ich sehr an Mode interessiert und möchte nun mein Interesse zum Beruf machen.
  • Da ich große Freude am Kontakt mit Menschen habe, absolvierte ich letztes Jahr mein Praktikum im Unternehmen XY. Diese Erfahrung festigte meinen Wunsch, eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann anzustreben.

Weiterhin solltest du darauf eingehen, warum du genau dieses Unternehmen gewählt hast. Das zeigt nicht nur, dass du interessiert bist, sondern kann gegebenenfalls auch beweisen, dass du dich tatsächlich mit dem Unternehmen beschäftigt hast. Hier sind ein paar Beispiele, wie das aussehen kann:

  • Mir wurde schon während meines Praktikums in der Filiale XY klar, dass ich meine Ausbildung in einem Betrieb mit so einer angenehmen Arbeitsatmosphäre absolvieren möchte.
  • Schon als Kind war XY immer mein Lieblingsladen und es war ein großer Traum von mir, einmal selbst dort zu arbeiten. Insbesondere gefällt mir die spezielle Ästhetik der Geschäfte und die zuvorkommende Art der Mitarbeiter.
  • Als einer der größten Discounterunternehmen Deutschlands bietet mir XY die Möglichkeit, mich nicht nur aus-, sondern auch weiterzubilden lassen. Die einzigartigen Aufgaben, die mit der Arbeit in einem solch großen Konzern einhergehen, bilden eine besondere Motivation für mich.
Warum Du?

Ein weiterer wichtiger Punkt, auf den du in deinem Anschreiben eingehen solltest, ist warum gerade du zwischen allen Bewerbern ausgewählt werden solltest. Hier gehst du also auf deine Stärken ein. Orientiere dich hierbei gern am Bewerberprofil in der Stellenanzeige, vermeide allerdings nur die geforderten Punkte abzuschreiben. Ideal ist es, wenn du nicht nur Fähigkeiten aufzählst, sondern auch Beispiele oder Beweise dazu anführst. Das kann so aussehen:

  • Mein Überzeugungsgeschick konnte ich in der Vergangenheit schon bei mehreren Wohltätigkeitsveranstaltungen, die von meiner Schule organisiert wurden, unter Beweis stellen.
  • Zu meinen Stärken zählt mein Organisationstalent und meine Geduld. Aus diesem Grund wurde ich während meiner Schulzeit wiederholt zum Klassensprecher gewählt.
  • Bei meinem Praktikum konnte ich meine Kundenorientiertheit sowie meinen Teamgeist unter Beweis stellen.

Außerdem kannst du auch auf deine Lieblingsfächer und gegebenenfalls sogar auf deine Noten eingehen, sofern du dies für förderlich hältst.

Wo stehst du gerade?

Weiterhin solltest du im Anschreiben an passender Stelle erwähnen, welcher Tätigkeit du gerade nachgehst und welche Erfahrungen du schon gesammelt hast. Außerdem solltest du etwaige Lücken in deinem Lebenslauf erklären.

Lebenslauf

Der Lebenslauf ist ein fester Bestandteil jeder Bewerbung – egal ob es um eine Ausbildung, ein Studium oder eine Arbeitsstelle geht. Er spiegelt deinen schulischen und beruflichen Werdegang wider und gibt dem Personaler auf einen Blick alle wichtigen Informationen zu dir. Folgende Informationen solltest du auf alle Fälle mit einbeziehen:

  • Persönliche Daten
  • Schulische Laufbahn
  • Berufserfahrung
  • Optional: Sonstiges wie Hobbys, besondere Kenntnisse etc.
Persönliche Daten

Hiermit sind vor allem deine Kontaktdaten gemeint. Also: deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Auch dein Geburtsdatum und deine Nationalität solltest du in der Regel angeben. Du kannst gern ein Foto anfügen, dies ist in Deutschland jedoch nicht verpflichtend. Generell ist es jedoch eine gute Idee, da der Personaler sich so wortwörtlich ein besseres Bild von dir machen kann.  

Schulische Laufbahn

Wichtig ist vor allem, welchen Abschluss du schon gemacht hast bzw. noch anstrebst. Gib hier die Bildungsinstitution an und den Zeitraum, für den du sie besucht hast. Du kannst auch Details wie Schwerpunktfächer oder deinen Notendurchschnitt einbeziehen.

Berufserfahrung

Praktika, Sommerjobs, Nebenjobs. Vielleicht hast du ja sogar schon mal Vollzeit gearbeitet. Jegliche berufliche Erfahrung, die du gesammelt hast, ist relevant. Den besten Eindruck macht es natürlich, wenn du schon im Einzelhandel oder eventuell sogar in dem Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, gearbeitet hast. Gib auch zu deiner Berufserfahrung den jeweiligen Zeitraum an. Außerdem kannst du stichpunktartig die Aufgaben aufzählen, die du übernommen hast.

Sonstiges

Optional jedoch ratsam ist das Einbeziehen von besonderen Kenntnissen und Hobbys bzw. sozialem Engagement. Zu den Kenntnissen, die oft in Lebensläufen auftauchen, gehören vor allem Sprachen und Computerprogramme. Benenne dabei genau dein Sprachniveau beziehungsweise das spezifische Computerprogramm, mit dem du dich auskennst. Hobbys und Interessen sind etwas kontroverser. Wenn du noch jung bist und dich gerade für eine Ausbildung bewirbst, ist es jedoch in der Regel eine gute Idee, diese mit einzubeziehen. Mit wenig Berufserfahrung würde dein Lebenslauf in diesem Fall ohnehin recht kurz ausfallen. Wichtig ist aber, „die richtigen Hobbys” zu haben. Undefinierbare Sachen wie „Lesen” oder „Reisen”, sind nicht sonderlich überzeugend. Am besten ist es immer, wenn du Beweise hast, zum Beispiel wenn du Teil eines Vereins bist. Das zeugt von sozialen Fähigkeiten. Ehrenamtliche Positionen oder Freiwilligendienst solltest du übrigens auch unbedingt in den Lebenslauf mit einbringen. Auch hierbei erlangst du nämlich wertvolle Fähigkeiten, die dir im Berufsleben behilflich sein können.

Sonstige Unterlagen

Abgesehen von Anschreiben und Lebenslauf musst du meist nur Kopien von gewissen Dokumenten vorlegen. Es handelt sich also um die Anlagen. Manche Unternehmen verlangen spezifisch nach gewissen Dokumenten, andere geben einfach nur an, dass du „Anlagen” beifügen sollst. Folgende Dokumente sind auf jeden Fall ratsam, deiner Bewerbung beizufügen:

  • Abschlusszeugnis oder aktuelles Zwischenzeugnis
  • Praktikumsbescheinigung(en)
  • Arbeitszeugnis(se), wenn vorhanden

Optional kannst du noch folgende Dokumente anfügen:

  • Nachweise über ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Referenzen und Empfehlungsschreiben
  • Nachweise über Fort- oder Weiterbildungen

Der nächste Schritt

Hast du deine Bewerbung erfolgreich zusammengestellt und abgeschickt, musst du gewöhnlicherweise erst einmal ein bisschen warten. Wenn das Personalbüro deines zukünftigen Ausbildungsbetriebes deine Bewerbung bearbeitet hat, erhältst du die Rückmeldung meist auf demselben Weg, auf dem du dich beworben hast. Konntest du überzeugen, wirst du meist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Wenn auch dabei alles gut läuft, kannst du dich auf eine Einstellung freuen.

Fazit

Kaufmann im Einzelhandel ist ein beliebter Beruf, weshalb es umso wichtiger ist, dass du schon in der Bewerbung von dir überzeugst. Je nachdem, wo du dich bewirbst, verschickst du diese per Post, per E-Mail oder über ein Onlineportal. Anschreiben und Lebenslauf dürfen nicht fehlen, genauso wie angemessene Anlagen. Wenn du mit deiner Bewerbung von dir überzeugen konntest, darfst du dich darauf freuen, bald im Einzelhandel den Kunden zur Seite zu stehen. Wir wünschen dir viel Erfolg!

 

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Häufig gestellte Fragen / FAQ

Was benötige ich für eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel?

Formelle Voraussetzungen gibt es gesetzlich keine. Jeder Betrieb darf aber natürlich selbst entscheiden, welchen Schulabschluss er als Minimum voraussetzt. Oft ist das die Mittlere Reife, doch auch schon mit einem Hauptschulabschluss kannst du einen Ausbildungsplatz finden. Davon abgesehen ist es wichtig, dass du charakterlich zum Beruf passt.

Welche Unterlagen brauche ich für meine Bewerbung?

Jede Bewerbung sollte ein Anschreiben, einen Lebenslauf und passende Anlagen mit einschließen. Zu Ausnahmen kann es kommen, wenn du dich über ein digitales Bewerberportal bewirbst, denn bei diesen ersetzen manchmal gewisse Formulare das Anschreiben. Aber: Geh lieber auf Nummer sicher. Es ist auf jeden Fall besser, ein Anschreiben zu senden, wenn es nicht gefragt war, als keines zu verfassen und so eine unvollständige Bewerbung einzureichen.

Worauf sollte ich beim Anschreiben achten?

Wichtig beim Anschreiben ist vor allem die Form. Es sollte sich um einen Brief handeln, mit Adresskopf, Datum, Anrede und Grußformel zum Schluss. Außerdem sollte dein Anschreiben nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein. Im Text gehst du auf deine Motivation sowie deine Stärken ein und warum du glaubst, der richtige Kandidat für die Ausbildung/die Stelle zu sein.

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Maxie Janice

Maxie Janice

Maxie unterstützt TestHelden.com im Marketing und bei der redaktionellen Erarbeitung unseres Magazins. Die Schilderung von Abläufen der verschiedensten Einstellungstests und mögliche Karrierewege im beruflichen Leben gehören zu ihren Kernthemen.