Motivationsschreiben um bei deinem zukünftigen Arbeitgeber zu punkten!

Motivationsschreiben

Inhaltsverzeichnis

Das Motivationsschreiben

Du möchtest dich für eine Stelle bewerben und benötigst hilfreiche Informationen über das Motivationsschreiben? Als sogenannte freiwillige dritte Seite wird es dir oft selbst überlassen, ob du ein Motivationsschreiben in die Bewerbung einfügst oder nicht. Wir erläutern dir in diesem Artikel alles, was du über die dritte Seite deiner Bewerbung wissen musst. 

Motivationsschreiben versus Anschreiben

Das Bewerbungsanschreiben und das Motivationsschreiben werden häufig als Synonym verwendet. Du musst jedoch unbedingt darauf achten, dass ein Unternehmen, welches explizit nach einem Motivationsschreiben verlangt, nicht mit einem bloßen Anschreiben zufrieden ist! Das Bewerbungsanschreiben ist die erste Seite deiner Bewerbung, welche häufig auf deiner Bewerbungsmappe, mit Büroklammern fixiert, obenauf liegt. Das Motivationsschreiben dagegen ist die sogenannte dritte Seite deiner Bewerbung. 

Wie die Bewerbungsmappe im Allgemeinen aufgebaut ist und auf was du achten solltest, haben wir dir in unserem Artikel Die Bewerbungsmappe zusammengefasst. 

Im Anschreiben gehst du kurz auf die nachfolgenden Bereiche ein: 

  • Fachliche Qualifikationen 
  • Deine Stärken 
  • Motivation der Bewerbung

Der Artikel Bewerbung – Das Anschreiben, erklärt dir alles Wichtige zum Bewerbungsanschreiben. 

Wie auch das Motivationsschreiben soll das Anschreiben nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein. Durch die weiteren benötigten Elemente des Anschreibens wie Briefkopf, Betreffzeile und Aufzählung der Anlagen geht sehr viel Platz verloren. Damit du konkreter auf deine Stärken und deine Motivation für die ausgeschriebene Stelle eingehen kannst, kannst du das Motivationsschreiben nutzen. Du gehst, kurz gesagt, in einer DIN-A4-Seite darauf ein, wieso du den Arbeitsplatz haben möchtest und was genau dich dafür am besten qualifiziert. 

Nutzen

Besonders, wenn du laut Stellenbeschreibung nicht 100-prozentig für die Arbeitsstelle geeignet bist, kannst du durch ein gelungenes Motivationsschreiben doch noch die Stelle ergattern. Auch für Stellen, für welche sich sehr viele Personen bewerben, kann ein Motivationsschreiben den Unterschied zwischen Arbeitsvertrag und Ablehnung ausmachen. Hast du Lücken im Lebenslauf? Nutze das Motivationsschreiben, um eben diese zu erklären und in positives Licht zu rücken! 

Speziell Personen, die einen sehr umfangreichen oder verstrickten Lebenslauf haben, können dank des Motivationsschreibens die wichtigen Stationen für die beworbene Stelle hervorheben. 

Pluspunkte beim Personaler sammelst du zudem, wenn du in deinem Motivationsschreiben den Bezug zum Unternehmen und deinen Wünschen und Vorstellungen herstellst. 

Kurz gefasst solltest du also das Motivationsschreiben dafür nutzen, deine Schokoladenseite zu erläutern. Wie du das Motivationsschreiben aufbaust, damit dir eben das gelingt, erklären wir dir in den nächsten Abschnitten. 

Aufbau

Wie nahezu jedes Schreiben hat auch das Motivationsschreiben eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss. 

Einleitung

Dein Text beginnt mit einer Überschrift. Diese wird für gewöhnlich fett geschrieben, um dem Personaler direkt ins Auge zu stechen. Deiner Kreativität sind in der Überschrift keine Grenzen gesetzt. Du könntest beispielsweise eine der nachstehenden Überschriften nutzen: 

  • Über mich 
  • Meine Motivation 
  • Warum ich perfekt zu Ihnen passe 
  • Motivationsschreiben 

Anschließend beginnst du mit dem eigentlichen Text. Dabei solltest du dich zuerst kurz vorstellen. Zur Vorstellung gehören deine wichtigsten Eckdaten: 

  • Name 
  • Alter
  • Höchster Abschluss 

Danach erläuterst du kurz, wieso du dich auf ausgerechnet diese Stelle beworben hast. Versuche dafür die Floskel „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle XY, weil..” zu vermeiden. Erstens steht das bereits im Bewerbungsanschreiben und zweitens lesen die Personaler diesen Satz bei jeder zweiten Bewerbung. Spannender ist es für den Personaler, wenn du direkt mit einem tatsächlichen Grund beginnst, z.B.: 

  • „Zu meinen größten Stärken gehört das Organisieren und Planen.” 

Nachdem du eine solche Stärke nennst, solltest du sie auch beweisen beziehungsweise mit Tatsachen unterstreichen:

  • „Dies konnte ich in meiner Anstellung als Projektmanager bei XY erfolgreich unter Beweis stellen.”

Sofern möglich, solltest du bereits hier auf die Notwendigkeit der genannten Stärken für die Stelle eingehen. Nutze für die Einleitung nicht mehr als ein bis zwei deiner Stärken. Sinn und Zweck der Einleitung ist es, den Personaler neugierig auf den Rest zu machen. 

Hauptteil

Im Hauptteil erklärst du, warum du dich für die ausgeschriebene Stelle interessierst. Auch hierbei solltest du Bezug auf deinen bisherigen Werdegang nehmen. Beispielsweise bieten sich Sätze wie der folgende an: 

  • „Durch mein kürzlich abgeschlossenes Studium in internationaler Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt auf internationalem Marketing habe ich viel theoretisches Wissen und praktische Einblicke sammeln dürfen. Als Marketingmitarbeiter in Ihrem Unternehmen sehe ich die Chancen, mein theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen.” 

Nachdem du dem Personaler dein Interesse an der Stelle bezeugt hast, solltest du nun zeigen, wieso du dich für den Job eignest. Das kannst du mit praktischen Erfahrungen, besonderen Qualifikationen oder auch durch den Studienschwerpunkt erreichen.

  • „Meine Masterarbeit habe ich über die unterschiedliche Wirkung der Marketingmethode XY in Deutschland und den USA geschrieben. Ihr Unternehmen agiert in genau diesen Ländern. Ich bin zuversichtlich, dass ich durch mein Wissen über aktuelle Studien und Feldversuche einen Mehrwert für Ihr Unternehmen beitragen kann.” 

Weiterhin gehört zum Hauptteil, dass du dein Interesse für das Unternehmen bekundest. Dabei kannst du auf Mundpropaganda von anderen Mitarbeitern eingehen. Achte jedoch darauf, dass es sich nicht um Märchen handelt. Besser ist es, du gehst auf die Unternehmensphilosophie ein und erklärst, wieso du dich mit eben dieser verbunden fühlst. 

Neben der Darstellung dieser fachlichen Kompetenzen und Interessen kannst du auch auf deine persönlichen Stärken eingehen. Diese sogenannten Softskills kannst du beispielsweise durch Hobbys „belegen”. 

Zuzüglich zu den obigen Angaben kannst du außerdem auf Folgendes eingehen: 

  • Berufliche und private Ziele 
  • Soziales Engagement oder ehrenamtliche Tätigkeiten 
  • Relevante Erfahrungen ohne Zertifikate – beispielsweise Auslandsaufenthalte

Versuche all das zu erwähnen, was für die Stelle von Bedeutung ist und stelle immer den Bezug deiner Angaben zur Arbeitsstelle her. Unwichtiges solltest du aus dem Motivationsschreiben raushalten. 

Schluss

Der Schluss ist nahezu mit dem des Bewerbungsschreibens identisch. Du äußerst den Wunsch, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Dabei solltest du jedoch auf keinen Fall den exakten Wortlaut nutzen wie im Anschreiben! Schreibst du beispielsweise in deinem Bewerbungsschreiben, dass du dich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freust, solltest du in deinem Motivationsschreiben deine Vorfreude auf ein Kennenlernen zum Ausdruck bringen. 

Zwischen „Mit freundlichen Grüßen” und deinem Namen als Abschluss des Motivationsschreibens gehört unbedingt eine handschriftliche Unterschrift. 

Design

Grundsätzlich sollte das Design deines Motivationsschreibens dem Design der restlichen Unterlagen entsprechen. Es irritiert mehr, als dass es nutzt, wenn du plötzlich in der Schriftart oder -größe variierst. 

Ob du einen Briefkopf mit deinem Namen, deiner Anschrift und E-Mail-Adresse auf das Motivationsschreiben setzt, ist dir überlassen. Sowohl das Einfügen als auch das Weglassen hat Vor- und Nachteile. Nutzt du den Briefkopf, geht sehr viel wertvoller Platz verloren – andererseits hat der Personaler dank des Briefkopfes direkt im Blick, wem das Dokument gehört. 

Wir empfehlen dir, die Entscheidung zur Verwendung für oder gegen den Briefkopf auch von deiner Bewerbungsmappe abhängig zu machen. Hast du beispielsweise eine Bewerbungsmappe, in welcher der Lebenslauf direkt neben der dritten Seite ist, könntest du den Briefkopf eher weglassen. Muss der Personaler für jedes Dokument umblättern und hat somit keine Referenz mehr, ist es besser, den Briefkopf einzufügen. 

Auf die Empfängeradresse – also die Adresse des Unternehmens – kannst du verzichten. Diese ist bereits auf dem Anschreiben vermerkt und muss nicht erneut auf dem Motivationsschreiben stehen. 

Du kannst dein Motivationsschreiben sowohl als Fließtext, als auch stichpunktartig formulieren. Während du bei einem Fließtext einfacher Dinge begründen kannst, musst du andererseits gut formulieren können. Das Formulieren ist mit Stichpunkten leichter, dafür fehlt dir die Möglichkeit, Dinge genauer darstellen zu können. In Bezug auf die Übersichtlichkeit sind Stichpunkte natürlich vorteilhafter. Jedoch kannst du mit Absätzen auch den Fließtext übersichtlich gestalten. 

Do’s und Dont’s 

Wie für alle anderen Dokumente, gibt es natürlich auch für das Motivationsschreiben Dinge, die du tun solltest (Do’s) und Dinge, die du unterlassen solltest (Dont’s). 

Die nachstehende Tabelle gibt dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Do’s und Dont’s. 

 

Do’s Dont’s
Sei ehrlich bei den Angaben zu dir.  Schreibe auf keinen Fall von Mustervorlagen eins zu eins ab!
Recherchiere penibel über das Unternehmen, ehe du über dessen Philosophie schreibst.  Übertreibe nicht und formuliere nicht zu überspitzt. 
Achte beim Schreiben des Motivationsschreibens darauf, Bezug zu dem Anforderungsprofil des Jobs herzustellen. Rechtschreibfehler solltest du akribisch vermeiden! Wenn du dir unsicher bist, lasse es von einer weiteren Person gegenlesen. 
Nutze einen positiven und selbstbewussten Schreibstil.  Vermeide Wiederholungen aus dem Bewerbungsanschreiben und aus dem Lebenslauf. 
Verzichte auf unnötige Angaben.

Tipps und Tricks

Damit dein Motivationsschreiben gelingt, können dir die nachfolgenden Tipps und Tricks helfen:

  • Stelle dir den perfekten Bewerber für die Stelle vor. Welche Stärken sollte dieser Bewerber besitzen? 
  • Belege alle Fähigkeiten und Erfahrungen mit privaten oder beruflichen Stichpunkten. Das erhöht deine Glaubwürdigkeit. 
  • Belegbare Lernfähigkeit ist ein gern genutztes Argument für fehlende Qualifikationen. Ebenso sind Flexibilität, Offenheit und großes Engagement dafür hilfreich. 
  • Stellst du deine zukünftigen Ziele vor, kommt es gut an, wenn du verdeutlichst, dass du einen langen Zeitraum in dem Unternehmen bleiben möchtest. 
  • Versuche einen logischen Aufbau einzuhalten. Dieser sollte entweder chronologischer oder thematischer Natur sein. 
  • Falls du den Namen des Personalers kennst, spreche die Person direkt an. Also anstelle von „Sehr geehrte Damen und Herren” schreibe „Sehr geehrte Frau/Herr XY”. 
  • Versuche lange und komplizierte Sätze zu vermeiden. Kurz und knackig ist die Devise!

Fazit

Mit Hilfe eines Motivationsschreibens kannst du dir die Chancen auf eine Anstellung erhöhen. Damit dieser positive Effekt eintritt, solltest du jedoch auf einige Dinge achten. Dazu gehört das positive und selbstbewusste Verfassen des Textes. Vermeide die Verwendung von üblichen Floskeln oder Mustervorlagen. Das Motivationsschreiben sollte dich als Person hervorheben und keinen 0815 Text darstellen. In diesem Artikel haben wir dir alle wichtigen Informationen an die Hand gegeben, um ein erfolgreiches Motivationsschreiben zu verfassen. 

 

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Häufig gestellte Fragen / FAQ

Wie lang sollte ein Motivationsschreiben sein? 

Das Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein. 

Was sollte in einem Motivationsschreiben stehen? 

In einem Motivationsschreiben sollten alle Gründe stehen, wieso du perfekt für die ausgeschriebene Stelle geeignet bist. Dazu zählen berufliche wie auch soziale Fertigkeiten. Alle Fertigkeiten sollten belegbar sein. 

Wo innerhalb der Bewerbungsmappe wird das Motivationsschreiben eingefügt? 

Das Motivationsschreiben ist die sogenannte dritte Seite der Bewerbung. Es wird zwischen dem Lebenslauf und den Anlagen eingefügt. 

Warum sollte ich ein Motivationsschreiben verfassen? 

Du solltest ein Motivationsschreiben dann verfassen, wenn du deine Chancen auf die ausgeschriebene Stelle dadurch erhöhen kannst. Beispielsweise kannst du Lücken in deinem Lebenslauf erklären und fehlende Kompetenzen mit anderen Stärken ausgleichen. 

Welche Schriftart ist die beste für mein Motivationsschreiben? 

Du solltest die gleiche Schriftart und -größe wählen, welche du auch in deinen anderen Dokumenten verwendest. 

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Maxie Janice

Maxie Janice

Maxie unterstützt TestHelden.com im Marketing und bei der redaktionellen Erarbeitung unseres Magazins. Die Schilderung von Abläufen der verschiedensten Einstellungstests und mögliche Karrierewege im beruflichen Leben gehören zu ihren Kernthemen.