AdA Prüfungsvorbereitung: Erfolgreich in der mündlichen Prüfung
Hast du die schriftliche AdA-Prüfung (oder auch AEVO-Prüfung) geschafft, steht nun die mündliche AdA-Prüfung an. Diese findet je nach Kammer entweder am selben Tag, einige Tage oder Wochen später statt. Sie dauert maximal 30 Minuten und besteht aus zwei Teilen. Wie auch in der schriftlichen Prüfung musst du dich auch für die mündliche AdA-Prüfung gut vorbereiten.
Auf einen Blick: Die mündliche AdA-Prüfung
- Ablauf: Der praktische Teil dauert höchstens 30 Minuten und besteht aus einer Präsentation oder Durchführung (bis zu 15 Minuten) sowie einem anschließenden Fachgespräch (etwa 15 Minuten).
- Bestehensgrenze: Zum Bestehen müssen im praktischen Teil mindestens 50 von 100 Punkten erreicht werden.
- Wiederholung: Eine nicht bestandene Prüfung kann bis zu zweimal wiederholt werden, wobei bereits bestandene Teile zwei Jahre lang angerechnet werden.
- Gebühren: Die Prüfungsgebühr wird von der jeweiligen IHK festgelegt und liegt meist zwischen 200 € und 290 €.
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Wie läuft die mündliche AdA-Prüfung ab?
Die mündliche AdA-Prüfung dauert maximal 30 Minuten und besteht aus zwei Teilen: Zuerst präsentierst oder führst du eine Ausbildungssituation für bis zu 15 Minuten durch. Direkt im Anschluss folgt ein etwa 15-minütiges Fachgespräch.
Im ersten Teil kannst du wählen, ob du vor einem Prüfungsausschuss eine Präsentation zu einer Ausbildungssituation hältst oder eine Ausbildungssituation durchführst.
Der zweite Prüfungsteil besteht aus einem 15-minütigen Fachgespräch, in dem du die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation aus dem ersten Teil der AdA-Prüfung erläutern sollst. Hier geht es vor allem darum zu zeigen, dass du das Gelernte anwenden und begründete Entscheidungen für deinen Unterricht treffen kannst.
Um die Prüfung zu bestehen, musst du im praktischen Teil mindestens 50 von 100 möglichen Punkten erreichen. Gut zu wissen: Im schriftlichen Teil gibt es keine mündliche Ergänzungsprüfung.
Das bedeutet im Klartext:
Die mündliche AdA-Prüfung besteht aus einer Präsentation und einem Fachgespräch oder aus einer Durchführung und einem Fachgespräch. Die genauen Bestimmungen zur AdA-Prüfung kannst du in § 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung (AusbEignV) nachlesen.
IHK-Gebühren und Anmeldefristen im Vergleich
| IHK-Region | Prüfungsgebühr | Anmeldeschluss (Beispiele für 2026/2027) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| IHK Berlin | 200 € | Etwa 2 Wochen vor Termin (z. B. 16.11.2026 für Dez.) | Wiederholung kostet vollen Teilbetrag. |
| IHK Region Stuttgart | 260 € | 8 Wochen vor Termin (z. B. 01.12.2026 für Feb.) | |
| IHK für München und Oberbayern | 290 € | z. B. 16.11.2026 für Jan. | Befreite zahlen 220 €, Wiederholung die Hälfte. |
| Handelskammer Hamburg | 213 € | z. B. 01.12.2026 für Jan. | Wiederholung kostet die Hälfte. Termine oft früh ausgebucht. |
| IHK Köln | 219 € | Mind. 5 Wochen vor Termin | Empfehlung: ca. 6 Monate Vorlauf |
Wichtig für dich: Das sind natürlich nur ein paar Beispiele. Da sich Gebühren und Fristen ändern können, fragst du am besten direkt bei deiner zuständigen IHK nach.
Keine Sorge: Damit du bei deiner Prüfungsvorbereitung nicht auf dich allein gestellt bist, hat TestHelden für dich alle wichtigen Themen im AEVO / AdA Prüfungsvorbereitung IHK Online-Testtrainer zusammengestellt.
Was wird bei der Präsentation einer Ausbildungssituation verlangt?
Wenn du dich für die Präsentation entscheidest, stellst du dem Prüfungsausschuss ein ausgearbeitetes Unterrichtskonzept für die Gestaltung einer berufstypischen Ausbildungssituation vor.
Hier zeigst du, welche Inhalte du mit welchen Methoden vermittelst. Im Vergleich zur Durchführung kannst du hier auch verschiedene Methoden kombinieren. Für die Präsentation eignen sich besonders Methoden, die etwas mehr Zeit brauchen. Das sind zum Beispiel die Leittextmethode oder die Projektmethode.
Worauf sollte man bei der Konzeptplanung achten?
Achte bei deinem Konzept besonders auf die richtigen Lernziele für die AEVO. Plane auch eine Reflexionsphase ein. So prüfst du, ob du deine Ziele erreicht hast. Überlege dir außerdem mögliche Stolpersteine. Wie würdest du darauf reagieren? Wenn du das gut begründest, punktest du bei den Prüfern.
Überlege dir genau, welche Medien du wie einsetzt. Eine abwechslungsreiche und durchdachte Präsentation trägt zu einem guten Gesamteindruck bei.
TestHelden-Tipp: Übe deine Präsentation vorher am besten ein paar Mal. So trägst du deine Gedanken souverän vor und hältst die 15 Minuten locker ein.
Was wird bei der Durchführung einer Ausbildungssituation verlangt?
Bei der Durchführung, die auch Unterweisung genannt wird, erarbeitest du innerhalb von 15 Minuten aktiv ein Thema mit einem Auszubildenden.
Hier zeigst du, dass du komplexe Sachverhalte für einen Laien verständlich machen kannst. Du vermittelst dem Azubi genau die Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die er für die Situation braucht.
Je nach Kammer stehen entweder Azubis vor Ort zur Verfügung, unter denen du auswählen kannst, oder ein Mitprüfling nimmt die Rolle des Azubis ein. An einigen Standorten kannst du auch deinen eigenen Auszubildenden mitbringen. Das hat den Vorteil, dass du mit ihm die Prüfungssituation vorher üben kannst und weißt, wie er auf bestimmte Lernsituationen reagiert.
Erkundige dich am besten im Vorfeld bei der zuständigen Kammer, welche Regelungen und Bedingungen für deine Prüfung gelten. Es geht auch darum zu zeigen, dass du für die jeweilige Situation geeignete Lehrmethoden auswählen und richtig anwenden kannst.
Für die AdA-Prüfung besonders relevant sind das Lehrgespräch und die 4-Stufen-Methode. Das Lehrgespräch eignet sich für die Vermittlung von Wissen, während die 4-Stufen-Methode besonders für die Vermittlung von praktischen Fertigkeiten geeignet ist.
Je nachdem, wo deine Stärken liegen, kann dir eine Präsentation oder die praktische Durchführung einer Ausbildungssituation leichter fallen. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass besonders die Durchführung bei den Prüflingen sehr beliebt ist.
Wenn du wissen möchtest, welche Fehler besonders häufig zum Nichtbestehen der AdA-Prüfung führen und wie du diese vermeiden kannst, dann schau einmal hier vorbei.
Typische Fehler in der mündlichen Prüfung
- Zeitüberschreitung: Die 15 Minuten für die Präsentation oder Durchführung werden überschritten, was zu Punktabzug führen kann (beim Fachgespräch ist bei Zeitüberschreitung auch ein Abbruch möglich).
- Mangelnder Praxisbezug: Die gewählte Situation passt nicht zum Ausbildungsberuf oder ist unrealistisch.
- Fehlende Medieneinbindung: Medien werden nur als Dekoration genutzt, statt den Lernprozess zu unterstützen.
- Unvollständige Reflexion: Im Fachgespräch können eigene Entscheidungen nicht begründet oder reflektiert werden.
Wie läuft das Fachgespräch ab und worauf solltest du achten?
Das Fachgespräch knüpft direkt an deine Präsentation oder Durchführung an. Es ist kein reines Wissens-Quiz, sondern ein Gespräch unter Fachleuten, in dem du deine methodischen und didaktischen Entscheidungen begründest.
Das Fachgespräch ist ein Austausch unter Fachleuten, und dazu gehörst auch du! Es knüpft direkt an deinen ersten Prüfungsteil an. Dein gewähltes Thema bestimmt also mit, welche Fragen im Fachgespräch der AEVO auf dich zukommen. Meistens starten die Prüfer mit deinem konkreten Fall und gehen dann zu allgemeineren Fragen über.
Wenn du in deiner Präsentation zum Beispiel besonderen Wert auf eine Methodenwahl legst, die für den Azubi motivierend ist, kann es gut sein, dass die Prüfer dich auch im anschließenden Gespräch genauer zum Thema Motivation befragen werden.
Wenn du dich für eine Unterweisung entschieden hast, ist es wahrscheinlich, dass sie dich zum Ablauf der Unterweisung befragen werden. Besonders beliebt ist dabei die Frage, ob du dein Lernziel erreicht hast.
Antworte am besten immer ehrlich und offen. Wenn etwas nicht so geklappt hat, wie du dir vorgestellt hast, dann sprich das Problem an und beschreibe genau, was du anders machen würdest, wenn du die Unterrichtssituation nochmal durchführen würdest. Selbstreflexion ist eine wichtige Eigenschaft guter Ausbilder, auf die auch die Prüfer besonderen Wert legen.
Beispiele für Fragen, die besonders häufig im Fachgespräch gestellt werden, sind unter anderem:
- War dein Azubi motiviert und woran hast du das gemerkt?
- Welche Lernbereiche hast du bei deinem Azubi angesprochen?
- Hast du dein Lernziel erreicht?
- Welche Arten von Lernzielen gibt es?
- Welche Ausbildungsmethode hast du gewählt und warum?
- Welches Themengebiet hast du gewählt und warum?
- Wie kannst du deinen Auszubildenden Feedback geben?
- Wie kannst du deine Auszubildenden unterstützen, wenn sie unter Prüfungsangst leiden?
Dein Ergebnis
Hast du dein Fachgespräch hinter dir, wirst du zunächst gebeten, den Raum zu verlassen. Jetzt kannst du erst einmal durchatmen. Du hast es geschafft!
Nach einer kurzen Besprechungsphase rufen dich deine Prüfer wieder zurück in den Raum und teilen dir dein Ergebnis mit. Wenn alles gut gelaufen ist, kannst du dich jetzt ganz offiziell Ausbilder nennen! Um dich optimal auf beide Prüfungsteile vorzubereiten, hilft dir der AEVO / AdA Prüfungsvorbereitung IHK Online-Testtrainer von TestHelden.
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