Zoll Kurzvortrag im mündlichen Auswahlverfahren
Du hast den schriftlichen Zoll Einstellungstest bereits hinter dir? Dann erwartet dich schon bald das mündliche Auswahlverfahren. Ein Bestandteil, der nur im gehobenen Dienst geprüft wird ist der Zoll Kurzvortrag. In ihm musst du zeigen, dass du in der Lage bist, einen Sachverhalt vollständig zu durchdringen, zu sortieren, nachvollziehbar darzustellen und ggf. in eine größere Thematik einzuordnen. Das klingt im ersten Moment etwas erschlagend, aber mit der richtigen Strategie und etwas Übung solltest du mit dem Zoll Kurzvortrag keine größeren Probleme haben.
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Wird mir beim Zoll Kurzvortrag ein Thema vorgegeben oder muss ich mir selber eins ausdenken?
Beim Zoll Kurzvortrag bekommst in der Regel zwei bis drei Themen zur Auswahl. Diese können sehr unterschiedlich sein und reichen von aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Fragen bis hin zu typischen Situationen aus dem Zollalltag. Zu den Themen gibt es oft noch ein paar ergänzende Stichpunkte oder Hinweise, die dir dabei helfen das Thema besser einzugrenzen. Die musst du allerdings nicht komplett übernehmen, sondern kannst sie als Ausgangspunkt für deinen eigenen Zoll Kurzvortrag nutzen.
Für die Vorbereitung für deinen Kurzvortrag im Zoll Einstellungstest hast du insgesamt 10 bis maximal 15 Minuten Zeit. In dieser Zeit solltest du dir alles genau durchlesen und deine Vortragsstruktur festlegen. Zur Orientierung: Dein Zoll Kurzvortrag selbst sollte nicht länger als 5 Minuten dauern.

Mögliche Themen im Zoll Kurzvortrag
Die Themen, die dir beim Zoll Kurzvortrag vorgegeben werden sind häufig bewusst offen gehalten. Typische Beispiele sind etwa aktuelle Entwicklungen, allgemeinen Fragen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft oder auch Alltagskonfliktsituationen, die im Zoll häufig vorkommen können.
Hier einige Themenbeispiele, in welche Richtung die Themenvergabe beim Kurzvortrag im Zoll Einstellungstest gehen kann:
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Rolle von Künstlicher Intelligenz im Zoll und in Kontrollen
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Deutschlands Bedeutung im internationalen Handel
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Zusammenarbeit in Europa und Grenzsicherheit
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aktuelle wirtschaftliche oder politische Entwicklungen
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Alltagssituationen im Zoll, z. B. Kontrollen oder Abläufe
Mach dich wegen der Themen jedoch nicht allzu verrückt. Eigentlich ist es nicht so wichtig, zu was du einen Vortrag halten sollst, sondern viel eher wie du dabei vorgehst und ob du eine gute Strategie hast. Ein guter Aufbau deines Zoll Kurzvortrags ist dabei der erste und wichtigste Schritt.
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Das Zoll Auswahlverfahren stellt Bewerber vor verschiedene Herausforderungen. Neben dem schriftlichen Einstellungstest erwarten dich häufig auch mündliche Prüfungsbestandteile wie Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Interviews oder Kurzvorträge. Wer hier bestehen möchte, sollte sich gezielt auf die Abläufe und Anforderungen vorbereiten.
Mit dem Vorbereitungskurs für das mündliche Zoll Auswahlverfahren erhältst du wertvolle Einblicke in typische Aufgabenstellungen und Lösungsstrategien im Mündlichen Zoll Einstellungstest, wie z.B. den Zoll Kurzvortrag. So weißt du bereits vor dem Prüfungstag, worauf es ankommt und kannst deutlich selbstsicherer auftreten.
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Aufbau eines guten Zoll Kurzvortrags
Ein guter Kurzvortrag im Zoll Einstellungstest gliedert sich in eine klare Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss.
Einleitung
In der Einleitung stellst du kurz dein Thema vor und sagst, worum es grundsätzlich geht. Das kann ein einfacher Einstiegssatz sein, der das Thema klar macht und den Rahmen setzt.
Hauptteil
Im Hauptteil erklärst du dein Thema Schritt für Schritt. Damit du nichts vergisst und dein Vortrag logisch bleibt, kannst du dich sehr gut an den 5 W-Fragen orientieren. Die helfen dir, das Thema komplett zu durchdenken. Also:
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Wer? → Wer ist betroffen oder beteiligt? Das können Personen, Gruppen, Unternehmen oder Behörden sein.
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Was? → Worum geht es genau? Was passiert oder was ist das zentrale Thema?
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Wo? → In welchem Bereich, Land oder Kontext spielt das Ganze eine Rolle?
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Wann? → Gibt es einen bestimmten Zeitpunkt, eine Entwicklung oder ist das Thema dauerhaft relevant?
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Warum? → Warum ist das Thema wichtig? Welche Bedeutung hat es, z. B. für den Zoll, die Gesellschaft oder die Wirtschaft?
Du musst sie natürlich nicht strikt in dieser Reihenfolge abarbeiten, aber sie können dir dabei helfen, keinen wichtigen Aspekt zu vergessen.
Argumentationsstrukturen kennen und nutzen
Mit den W-Fragen allein ist es jedoch im Hauptteil oft noch nicht getan. Sehr häufig bekommst du zu deinem vorgegebenen Sachverhalt eine zusätzliche Fragestellung, die du erörtern musst. In diesem Fall ist es sehr hilfreich zu wissen, wie man eine Argumentation aufbaut sowie sich eine eigene, begründete Meinung bildet. Da Argumente deine Basis darstellen werden, solltest du dir zunächst bewusst machen, was ein Argument ist und wie es sich von einer Meinung unterscheidet:
Was ist ein Argument?
Ein Argument ist im Grunde eine begründete Aussage, mit der du eine Meinung, Behauptung oder Entscheidung erklärst oder unterstützt.
Es besteht meistens aus drei Teilen:
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Erstens der Behauptung. Das ist das, was du sagen willst, zum Beispiel „Der Zoll ist wichtig für die Sicherheit in Europa.“
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Zweitens der Begründung. Hier erklärst du, warum das so ist, zum Beispiel „weil er Waren kontrolliert und illegale Einfuhren verhindert.“
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Drittens oft ein Beispiel oder eine Folge. Das macht dein Argument greifbarer, zum Beispiel „zum Beispiel werden Schmuggelwaren an der Grenze herausgefiltert.“
Eigentlich ist die Struktur eines Arguments gar nicht so schwer. Leider kann es in den Übergängen zwischen der Behauptung, der Begründung und dem Beispiel zu Fehlern kommen, die das Argument entkräften. Das nennt man einen “logischen Fehlschluss”.

Logischer Fehlschluss
Ein logischer Fehlschluss entsteht immer dann, wenn ein Argument auf den ersten Blick schlüssig erscheint, bei genauerer Betrachtung jedoch nicht logisch korrekt aufgebaut ist. Das bedeutet, dass die Verbindung zwischen Behauptung, Begründung und Beispiel nicht ausreichend begründet, fehlerhaft oder zu verkürzt dargestellt ist.
Das Schwierige daran ist, dass solche Schein-Argumente im ersten Moment oft überzeugend wirken, insbesondere wenn sie schnell präsentiert werden oder nicht kritisch hinterfragt werden. Genau deshalb ist es wichtig, Fehlschlüsse zu erkennen und bewusst zu vermeiden. Die Prüfer und Prüferinnen im Zoll Einstellungstest werden genau unter die Lupe nehmen, ob die Argumente, die du für deinen Zoll Kurzvortrag verwendest logisch konstistent und schlüssig sind.
BEISPIELE ZUR VERDEUTLICHUNG VON KLASSISCHEN LOGISCHEN FEHLSCHLÜSSEN:
„Viele unglückliche Menschen nutzen soziale Medien, also machen soziale Medien automatisch unglücklich.“
Hier wird aus einer Beobachtung vorschnell eine kausale Beziehung abgeleitet, ohne dass diese tatsächlich belegt ist. Nur weil zwei Sachverhalte gleichzeitig auftreten, bedeutet das nicht automatisch, dass einer die Ursache für den anderen ist.
**Ein weiteres, typisches Beispiel ist die unzulässige Verallgemeinerung:
„Ich habe einmal eine negative Erfahrung bei einer Kontrolle gemacht, also ist der gesamte Zoll unfreundlich.“
Hier wird von einem Einzelfall direkt auf eine gesamte Gruppe geschlossen, was logisch nicht zulässig ist.
LOGISCHE FEHLSCHLÜSSE ENTSTEHEN HÄUFIG DURCH:
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vorschnelle Verallgemeinerungen auf Basis weniger Beispiele
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fehlerhafte oder nicht belegte Ursache-Wirkungs-Annahmen
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Schwarz-Weiß Denken, also die Reduktion komplexer Sachverhalte auf zwei Extreme
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subjektive Einzelerfahrungen, die als allgemeingültige Aussage dargestellt werden
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Vorurteile gegen Personengruppen
Wenn du eine eigene Position formulierst, solltest du dir stets die Frage stellen, ob deine Schlussfolgerung tatsächlich logisch aus den genannten Gründen folgt, oder ob es im ersten Augenblick nur so scheint. Wenn du dieses Prinzip verstanden hat, bist du in der Lage, echte Argumente für deine Argumentation zu nutzen. Jetzt solltest du noch verschiedene Argumentationstechniken kennen lernen, die du für deinen Kurzvortrag im Zoll Einstellungstest anwenden kannst.
Argumentationsmethoden im Zoll Kurzvortrag
Neben der Überprüfung und Formulierung deiner Argumente ist wie bereits erwähnt auch die Art und Weise wichtig, wie du deine Argumente im gesamten Zoll Kurzvortrag anordnest. Je nach Thema kannst du dabei unterschiedliche Argumentationsmethoden nutzen, um deine Inhalte klar und überzeugend zu strukturieren. Zwei etablierte und leicht anwendbare Methoden sind z.B. das Sanduhrprinzip und das Ping-Pong-Prinzip.
Sanduhrprinzip
Das Sanduhrprinzip beschreibt eine klar gegliederte Argumentationsstruktur mit zwei Teilen und einem sogenannten Drehpunkt in der Mitte. Du beginnst mit der Antithese, also einer Position, die du selbst nicht vertrittst. Diese Gegenposition stellst du zuerst dar und ordnest deine Argumente dabei absteigend an, das heißt vom stärksten Argument bis zum schwächsten.
In der Mitte deiner Argumentation befindet sich der Drehpunkt. Hier wechselst du von der Antithese zu deiner eigentlichen eigenen Position, also zur These. Danach folgt dann deine eigene Argumentation. Hier gehst du genau umgekehrt vor und ordnest deine Argumente aufsteigend an, also vom schwächsten zum stärksten Argument. Dadurch steigerst du die Überzeugungskraft deiner eigenen Position bis zum Schluss.

Reißverschlussprinzip / Ping-Pong-Prinzip
Beim Reißverschlussprinzip stellst du Pro und Contra direkt gegenüber und lässt sie im Wechsel aufeinander folgen. Das bedeutet, du beginnst hier nicht mit einer vollständigen Pro- oder Contra-Seite, sondern wechselst nach jedem Argument die Perspektive. Auf ein Argument der einen Seite folgt jeweils ein Argument der anderen Seite, ähnlich wie die Zähne eines Reißverschlusses ineinandergreifen.
Auch hier ist die innere Struktur wichtig. Innerhalb der beiden Positionen bleibt die Reihenfolge erhalten: Die Contra-Argumente werden absteigend geordnet, also vom stärksten zum schwächsten Argument. Die Pro-Argumente hingegen werden aufsteigend geordnet, also vom schwächsten zum stärksten Argument.

Schluss
Am Ende deines Zoll Kurzvortrags fasst du die wichtigsten Punkte noch einmal kurz zusammen und ziehst ein Fazit. Das kann auch eine kurze persönliche Einschätzung sein oder ein Satz dazu, warum das Thema insgesamt relevant ist.
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