Arbeiten beim Medizinischen Dienst: So lief mein Einstellungstest beim MD in Karlsruhe ab

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Arbeiten beim Medizinischen Dienst: So lief mein Einstellungstest beim MD in Karlsruhe ab

Arbeiten beim Medizinischen Dienst ist für viele Menschen ein großer Traum. Doch bevor man beim Medizinischen Dienst als Gutachter angenommen wird, muss man zunächst einen umfangreichen Einstellungstest durchlaufen. TestHelden-Mitglied Marcel hat sich beworben und uns seinen Erfahrungsbericht zugesendet. Den möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten!

Du bereitest dich gerade selbst auf ein Gespräch beim Mediznischen Dienst (MD) vor?

Arbeiten beim Medizinischen Dienst ist für dich ein Traum? Dann solltest du dir unseren Online-Testtrainer für den Medizinischen Dienst anschauen. Hier findest du gezieltes Übungsmaterial für den Einstellungstest beim Medizinischen Dienst, mit dem du dich strukturiert auf die typischen Aufgabenformate vorbereiten kannst. Bei Fragen steht dir unser TestHelden-Team dabei jederzeit zur Seite. Hier geht’s zum Online-Testtrainer:

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Was erwartet dich beim Arbeiten beim Medizinischen Dienst?

Das erklärt dir TestHelden-Teammitglied Lea!

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Arbeiten beim Medizinischen Dienst: Die Rahmenbedingungen des Einstellungstests

Für den Einstellungstest waren insgesamt zwei Stunden angesetzt. Die ausgeschriebene Stelle bezog sich ausschließlich auf Hausbesuche bei Versicherten und die Einstufung in die Pflegegrade. Überprüfungen von Pflegeheimen oder andere Aufgabenbereiche waren hier also nicht Teil der Stelle, das ist beim Medizinischen Dienst ja durchaus unterschiedlich geregelt.

Einstellungsteststart: Vorstellungsrunde und erste Fragen

Los ging es klassisch mit einer Vorstellungsrunde. Dabei wurden auch Fragen zur Stelle selbst gestellt und umgekehrt wollten die Prüfer und Prüferinnen wissen, was ich bereits über das Arbeiten beim Medizinischen Dienst weiß. Eine gute Vorbereitung auf diesen Teil zahlt sich also aus: Hier lohnt es sich wirklich, sich vorher mit den Aufgaben und der Struktur des Medizinischen Dienstes genau auseinanderzusetzen.

Im Anschluss ging es dann in ein anderes Büro zu einem anderen Mitarbeiter, der die eigentlichen Aufgaben des Einstellungstests erklärte.

Aufgabe 1: Der “Podcast” mit Notizen

Zuerst musste ein kurzer Audiobeitrag angehört werden, währenddessen man sich Notizen machen sollte. Zu hören war ein Versicherter, der über seine Einschränkungen und Beschwerden nach einem Schlaganfall berichtete. Ergänzt wurden seine Schilderungen durch die Eindrücke seiner Tochter.

Danach sollten wir das Gehörte strukturiert nach den bekannten Themenbereichen wie “Mobilität” oder “Kommunikation” aufschreiben, und zwar direkt am PC in einem Word Dokument. Auch die handschriftlichen Notizen mussten am Ende mit abgegeben werden.

Arbeiten beim Medizinischen Dienst

Aufgabe 2: Fehler finden im Pflegebericht

Anschließend gab es einen zweiten Text, diesmal einen Bericht über eine Versicherte mit aktuellen Beschwerden und Einschränkungen. Die Aufgabe war es dann, fachliche Fehler im Text zu finden und diese auch zu begründen.

Ein Beispiel war die Formulierung, eine Patientin habe nach einer Humerusfraktur, also einem Bruch des Oberarmknochens, mit Gehstöcken den Drei-Punkt-Gang erlernt. Klingt erstmal nach einer ganz normalen Reha-Maßnahme, ist es aber fachlich falsch – und das sollte man beim Arbeiten im Medizinischen Dienst erkennen können. Beim Drei-Punkt-Gang werden die Gehstöcke mit den Armen belastet, um ein Bein zu entlasten. Genau das setzt aber funktionsfähige Arme voraus. Ist ein Arm durch eine Fraktur beeinträchtigt, kann die Patientin ihn natürlich nicht wie vorgesehen zur Stützung einsetzen. Die Angabe ergibt medizinisch also keinen Sinn.

Ein weiteres Beispiel war die Formulierung einer psychosomatischen Rehabilitationsmaßnahme nach einer Herz-OP. Auch das liest sich zunächst “normal”, ist aber inhaltlich falsch zugeordnet. Nach einer Herzoperation folgt in aller Regel eine kardiologische beziehungsweise somatische Reha, bei der der Fokus auf der körperlichen Genesung liegt, etwa auf Belastungsaufbau und Herzkreislauftraining. Eine psychosomatische Reha behandelt dagegen Erkrankungen, bei denen psychische und körperliche Beschwerden eng miteinander verknüpft sind, zum Beispiel bei stressbedingten Herzbeschwerden ohne organischen Befund. Nach einem operativen Eingriff am Herzen ist diese Zuordnung fachlich also nicht korrekt.

Während dieser Aufgabe wurde übrigens etwas Zeitdruck aufgebaut, vermutlich ganz bewusst, um zu sehen, wie man mit Stress umgeht. Am Ende ließ sich die Aufgabe aber trotzdem in Ruhe zu Ende bringen.

Ende des Bewerbertages

Nach diesen beiden Aufgaben war der Einstellungstesttag auch schon vorbei. Die zwei Stunden gingen wirklich schnell rum. Ich habe dann noch die Info erhalten, dass insgesamt mehrere Stellen besetzt werden sollen und entsprechend auch mehrere Bewerber mit im Rennen sind. Mit einer Rückmeldung ist laut MD frühestens nach etwa zwei Wochen zu rechnen. Ich weiß natürlich noch nicht, ob ich genommen werde, aber ich bin mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen. Arbeiten beim Medizinischen Dienst wäre für mich ein Traum.

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Franziska
Franziska ist schon seit Jahren fester Bestandteil des TestHelden-Teams und unterstützt bei der Recherche, Aufbereitung und Erarbeitung von Textinhalten für den Blog, unseren TestHelden-Mitgliederbereich und zahlreiche Online-Testtrainer. Sie bringt jede Menge pädagogisches Know-how mit und kümmert sich dabei nicht nur um die inhaltliche Gestaltung, sondern auch um die redaktionelle Planung der Beiträge.

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