Wenn du dich auf einen Job im öffentlichen Dienst bewirbst, wirst du irgendwann zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dieses läuft ein bisschen anders ab als reguläre Bewerbungsgespräche in anderen Jobs. Welche Dinge du beim Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst beachten solltest und wovon du dich nicht verunsichern lassen solltest, haben wir in diesem Artikel für dich zusammengefasst.

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1. Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst: Das strukturierte Auswahlgespräch

Im öffentlichen Dienst kommt häufig ein sogenanntes strukturiertes Auswahlgespräch zum Einsatz. Ein strukturiertes Vorstellungsgespräch im öffentlichen Dienst hat einen (wie der Name schon sagt) klar strukturierten Ablauf und läuft bei jedem Bewerber gleich ab. Das bedeutet, dass die Fragen, die während des Auswahlgesprächs gestellt werden, im Voraus festgelegt werden. Damit soll sowohl die Chancengleichheit als auch die Vergleichbarkeit der Bewerbungsgespräche gewährleistet werden. Auch muss das Auswahlverfahren nachvollziehbar bleiben.

Für dich bedeutet das: Deine Gesprächspartner machen sich während des Auswahlgesprächs viele Notizen. Das kann den Eindruck erwecken, dass wirklich jedes deiner Worte auf die Goldwaage gelegt wird. Lass dich davon aber nicht verunsichern, denn Notizen nach jeder Frage sind im strukturierten Auswahlverfahren völlig normal.

2. Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst: Fragen in deinem Bewerbungsgespräch

Die Fragen, die beim Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst gestellt werden, beziehen sich immer auf die Kompetenzen, die im Anforderungsprofil für die Stelle, auf die du dich bewirbst, aufgeführt sind! Das Anforderungsprofil findest du in der Regel auf der Website der jeweiligen Behörde. Darin sind verschiedene fachliche und soziale Kompetenzen aufgeführt. Auf Basis dieser Informationen und der jeweiligen Gewichtung der einzelnen Kompetenzen werden immer die Fragen erstellt: Es gilt also für dich im Vorfeld unbedingt: Stellenbeschreibung checken!

Deine Vorbereitung auf die Fragen im öffentlichen Dienst

Wenn du dich auf eine Stelle im öffentlichen Dienst bewirbst, solltest du immer darauf achten, in welcher Abteilung du dich bewirbst. So selbstverständlich dieser Punkt auch klingen mag, ist er doch einer der häufigsten Gründe, warum Bewerber nicht genommen werden.

Informiere dich über die Abteilung und denke ein bisschen voraus: Wenn du dich zum Beispiel für eine Stelle in der Sozialverwaltung bewirbst, solltest du z.B. das Sozialgesetzbuch kennen, wenn du dich bei der Ausländerbehörde bewirbst, solltest du vom Zuwanderungsgesetz gehört haben usw.

Schließlich ist der öffentliche Dienst der verlängerte Arm des Staates. Das heißt nicht, dass du einzelne Paragraphen auswendig aufsagen musst, aber es macht keinen guten Eindruck, wenn das Grundgesetz oder das Bürgerliche Gesetzbuch für dich Neuland sind.

3. Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst: Die Prüfer

Im Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst sitzt dir in der Regel nicht nur eine Person gegenüber, sondern bis zu sechs. Eine Person ist dabei die, die dir Fragen stellt – der Interviewer. Außerdem kann ein Fachvertreter aus der Dienststelle, bei der du dich bewirbst, anwesend sein sowie weitere “stille Beobachter”, die den ordnungsgemäßen Ablauf des Vorstellungsgesprächs im öffentlichen Dienst überwachen. Das können zum Beispiel Vertreter des Betriebsrats, der Gewerkschaft oder der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Dienststelle sein.

Die vielen Leute, die vor dir sitzen, können auf den ersten Blick einschüchternd wirken. Aber keine Sorge – sie stehen an deiner Seite. Sie sorgen dafür, dass deine Rechte während der Befragung gewahrt bleiben. Bleib also ruhig und beantworte die Fragen so selbstbewusst wie möglich.

4. Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst: Ablauf – was du darüber wissen solltest

Eine Sache, die du über den Ablauf des Vorstellungsgesprächs öffentlicher Dienst wissen solltest, ist die häufigste Reaktion, die du von den Prüfern erhältst: Nämlich gar keine.

Es ist normal, dass du nach deiner Antwort auf eine Reaktion in Mimik, Gestik oder Sprache wartest. Schließlich führen Menschen im Alltag ein Gespräch genau so.

Da es sich aber um ein Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst handelt, sind die Prüfer darauf trainiert, während des Gesprächs keine Miene zu verziehen. Dieses Verhalten hat den Hintergrund, Bewerbungsgespräche möglichst fair und vergleichbar zu gestalten. Wenn du kein Feedback erhältst bedeutet das also nicht, dass du etwas Falsches gesagt hast. Da du jetzt jedoch weißt, was sich hinter dieser Regel verbirgt: Keep Going!

5. Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst: Kleidung

Es ist sehr wichtig, dass du dir vorher gut überlegst, was du zu einem Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst anziehst. Du musst nicht im Ballkleid erscheinen. Aber eine ordentliche Kleidung zeigt nicht nur Respekt vor dir selbst und den Prüfern, sondern auch vor der Arbeit, für die du dich bewirbst. Gerade im öffentlichen Dienst ist es wichtig, ordentlich gekleidet zu sein. Lass also besser die Jogginghose zu Hause.

Ein klassischer Kleidungsstil mit gedeckten Farben eignet sich besonders gut. Bei der Wahl des konkreten Kleidungsstücks bist du mit einem Kostüm oder Anzug gut beraten.

Fazit

Wenn du diese Punkte beherzigst und dich gut auf dein Vorstellungsgespräch vorbereitest, bist du deinem Traumjob schon ein ganzes Stück näher! Wenn du wissen möchtest, wie du die einzelnen Bewerbungsphasen gut überstehst und was du beim Verfassen deiner Bewerbung für den öffentlichen Dienst beachten solltest, dann schau doch mal hier vorbei. Ansonsten findest du in unserem Testtrainer alles, was du wissen musst.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinem Vorstellungsgespräch im öffentlichen Dienst 🙂