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Flussdiagramme Test – Was sind eigentlich Flussdiagramme?

Von Redaktion und Marketing 8 Min. Lesezeit
Flussdiagramme Test – Was sind eigentlich Flussdiagramme?

Jeder von uns musste sich vermutlich schon einmal mit einem Flussdiagramm auseinandersetzen. Egal, ob im beruflichen Umfeld, im privaten Bereich, während der Ausbildung oder im Studium – Flussdiagramme spielen so gut wie in allen Bereichen eine gewisse Rolle. Daher ist es auch verständlich, dass im Einstellungstest oft Aufgaben mit Flussdiagrammen gestellt werden, die von den Bewerbern gelöst werden müssen. Dieser Beitrag zielt unter anderem darauf ab, dir zu erklären, was Flussdiagramme überhaupt sind, und warum sie eingesetzt werden. Außerdem erklären wir dir wie die Aufgaben zu Flussdiagrammen aussehen könnten.

Geschichte und Begriffserklärung von Flussdiagrammen

Bereits seit den 1920er Jahren werden Flussdiagramme verwendet, um Geschäftsprozesse zu dokumentieren. Von da an wurden sie als effektive Methoden zur Arbeitserleichterung angesehen. Seit den späten 1940er Jahren finden Flussdiagramme zudem Verwendung im Erstellen von Computerprogrammen.

Das Wort „Fluss” in Flussdiagramm ist ganz treffend, da die Abläufe und Veränderungen fließend dargestellt sind. Flussdiagramme werden im Englischen übrigens flowchart genannt, aber auch unter den Namen Ablaufdiagramm und Programmstrukturplan sind sie bekannt.

Mit einem Flussdiagramm lassen sich also Abläufe, Prozesse, Systeme und Algorithmen relativ einfach durch eine grafische Abbildung veranschaulichen. Die Abläufe können sich dabei zum Beispiel auf Geschäftsprozesse beziehen. Durch das Flussdiagramm können im Anschluss Änderungen im Ablauf einfacher vorgenommen und visuell dargestellt werden. In anderen Worten ist ein Flussdiagramm also eine Grafik, um Vorgänge schematisch abzubilden. Die dazugehörigen Fragestellungen oder verschiedenen Möglichkeiten des Vorgangs führen im Flussdiagramm zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Fragestellungen und Auswahlmöglichkeiten finden sich dabei als eigene Felder im Diagramm. Wie genau so ein Flussdiagramm aufgebaut ist und aus welchen Feldern es meist besteht, erklären wir dir im nächsten Absatz.

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Aufbau und Erstellung eines Flussdiagramms

Ein Flussdiagramm besteht in der Regel aus unterschiedlichen Feldern. Diese Felder lassen sich wiederum in verschiedene Gruppen einteilen. Dabei gibt es einen Ausgangs- sowie einen Endpunkt des gesamten Vorgangs. Weitere Felder beschreiben Aufforderungen, Folgen und Handlungen. Außerdem gibt es Felder für Fragen sowie Felder für die Antworten „Ja” oder „Nein”. Verschiedene Felder und Abläufe sind dabei mittels Pfeilen verbunden.

Oft ist es zudem so, dass die einzelnen Felder eine bestimmte Form haben. Ein Ereignis befindet sich meist in einem Oval, wohingegen Tätigkeiten meist durch Rechtecke symbolisiert werden. Teilprozesse kann man von Tätigkeiten entscheiden, da für diese meist Rechtecke mit Linien eingesetzt werden. Entscheidungen hingegen finden sich oft im Symbol der Raute.

Um Flussdiagramme zu erstellen, gibt es mittlerweile zahlreiche Computerprogramme. Natürlich ist es aber auch möglich, ein handschriftliches Flussdiagramm zu erstellen. Allerdings erleichtern es Computerprogramme, Anpassungen einfach vornehmen zu können sowie das Flussdiagramm und Felder zu erweitern oder Felder zu löschen.

Einsatz von Flussdiagrammen

Wie bereits erwähnt, können Flussdiagramme relativ einfach erstellt werden – per Hand oder auch mit verschiedenen Computerprogrammen. Daher erfreuen sie sich besonderer Beliebtheit, wenn es darum geht, Abläufe anschaulich darzustellen. Durch die grafische Veranschaulichung werden die Fakten, Folgen und Abläufe leichter verständlich. Komplizierte Abläufe, wie zum Beispiel aus dem Berufsalltag oder aus dem Studium, sind dann transparent dargestellt und können dadurch einfacher begriffen werden. Bei Flussdiagrammen geht es aber nicht nur darum Abläufe darzustellen, sondern ebenso um Dokumentation, Planung, Optimierung und Kommunikation. Flussdiagramme werden daher unter anderen in diesen Bereichen eingesetzt:

  • Bildung:

Mit Flussdiagrammen können unter anderem Unterrichtseinheiten und Pläne erstellt werden. Außerdem eignen sie sich zur Vorbereitung für Vorträge oder fürs Organisieren von Gruppen- oder Einzelprojekten. Ganz konkret können beispielsweise rechtliche oder zivile Prozesse, Charakterentwicklungen in der Literatur, wirtschaftliche Prozesse und anatomische Prozesse veranschaulicht werden.

  • Vertrieb und Marketing:

In diesem Einsatzgebiet werden Flussdiagramm beispielsweise gerne für die Planung von Umfragen oder von Recherchestrategien verwendet. Außerdem eignen sich die Flussdiagramme für die Darstellung von Vertriebsprozessen und die Verbreitung von Plänen und Kommunikationsstrategien.

  • Verschiedenste Unternehmen:

Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen können mithilfe von Flussdiagrammen beispielsweise Bestellungsprozesse besser nachvollziehen. Außerdem können sie zur Entwicklung von Geschäfts- und Produktplänen eingesetzt werden. In der Produktion finden sie unter anderem Verwendung in der Erläuterung der Zusammensetzung von bestimmten Produkten.

Neben dem Einsatz im Beruf, der Ausbildung, im Studium oder auch im privaten Bereich, finden sich Flussdiagramme teilweise ebenso in Einstellungstests. Darauf gehen wir im Folgenden genauer ein.

Flussdiagramme in Einstellungstest

Vor allem in Einstellungstests für kaufmännische oder administrative Berufe finden sich gerne Flussdiagramme als Teil des Einstellungstests. Darüber hinaus verwendet auch die Polizei gerne Aufgaben mit Flussdiagrammen für deren Auswahlverfahren. Auf diese Weise wird überprüft, ob die Bewerber logische Zusammenhänge erkennen und gewisse Vorgänge durchschauen können. Außerdem müssen bei der Bearbeitung von Flussdiagrammen stets Abläufe nachvollzogen, Sachverhalte eingeordnet und die damit verbundenen Folgen abgeschätzt werden können.

Aufgaben mit Flussdiagrammen

Die Aufgaben zu Flussdiagrammen befinden sich im Einstellungstest von Unternehmen und Behörden meist im Themenfeld für Logik und abstraktes Denken. Um die Fragen zum Flussdiagramm lösen zu können, musst du nämlich nicht nur über logisches Denkvermögen verfügen. Du musst ebenso die Fähigkeit aufweisen, Sachverhalte und Darstellungen begreifen zu können.

Beliebte Aufgaben mit Flussdiagrammen haben meist eine beschreibende Einleitung. Daneben findet sich in der Regel das Flussdiagramm und im Anschluss musst du Fragen dazu beantworten, indem du alle Angaben genau beachtest. Ganz selten kann es vorkommen, dass eine Aufgabe gar keinen Infotext hat und du lediglich das Flussdiagramm siehst.

Folgende Beispiele sollen dir helfen, die Aufgabenarten mit einem Flussdiagramm zu verstehen.

Erstes Beispiel

Du siehst eine kurze Einleitung, in der beschrieben wird, dass es sich bei den folgenden Angaben um die Eintrittspreise eines Schwimmbades handelt. Dabei findet sich je nach Aufenthaltsdauer ein anderer Ticketpreis. Oft folgen im Anschluss an die Einleitung Hinweise zu den Feldern des abgebildeten Flussdiagramms. Es wird beispielsweise erklärt, dass die Rechtecke für Handlungen und Aufforderungen stehen, Fragen oval sind und Sechsecke Antworten darstellen.

Wenn du dir diese Angaben genau durchgelesen hast, musst du die anschließenden Fragen zum dargestellten Flussdiagramm beantworten. Rechne dabei mit dieser oder ähnlichen Fragen:

  • „Wie hoch ist der Ticketpreis, wenn du die Felder mit Fragen im Flussdiagramm zweimal mit „Nein” beantwortest?” – Meistens finden sich hier verschiedene Antwortmöglichkeiten, wobei du die richtige Antwort anhaken musst. Es kann auch sein, dass keine der genannten Ticketgebühren korrekt ist und du die Antwort „die genannte Konstellation ist unmöglich” anhaken musst.

Zweites Beispiel

Manche Aufgaben zu Flussdiagrammen bestehen aus einem unvollständigen Diagramm. Es wäre möglich, dass du beispielsweise anhand der Angaben im Flussdiagramm Felder selbst beschriften oder du die Feldart selbst auswählen musst.

Drittes Beispiel

Außerdem kann es sein, dass du basierend auf verschiedenen Informationen und Fakten selbst ein Flussdiagramm erstellen musst. Auch hier ist es so, dass teilweise mehr oder weniger beschreibende oder erklärende Informationen zu finden sind. Wenn du dich mit dem Aufbau eines Flussdiagramms auskennst, sollte auch diese Aufgabenart kein Problem für dich darstellen.

Tipps für die Bearbeitung von Aufgaben zu Flussdiagrammen

Es ist unumgänglich, dass du dir die Fragestellung und die vorhandenen Informationen genau durchliest. Falls du Stift und Papier verwenden darfst, kann es dir helfen, wenn du dir Notizen machst und dir die bekannten Fakten kurz notierst. Denke immer daran, dass die Einleitung und das Flussdiagramm zusammengehören, und, dass der beschriebene Vorgang den Fakten nicht widersprechen darf. Achte daher beim Anhaken der Antworten oder beim Erstellen des Flussdiagramms darauf, dass deine Bearbeitung zur Einleitung und zu den Fakten passt.

Musst du ein unvollständiges Flussdiagramm vervollständigen, solltest du genau auf die Feldarten achten. Schau dir dazu also an, ob sich der Text beispielsweise in einem Rechteck oder in einer Raute befindet. Dadurch weißt du sofort, ob es sich um eine Frage, eine Handlung, eine Antwort oder um eine Bedingung handelt. So kannst du oft schon falsche Antworten ausschließen, was es einfacher macht, die korrekte Lösung zu finden. Hast du das Flussdiagramm vervollständigt, solltest du zur Kontrolle noch einmal von Feld zu Feld gehen und prüfen, ob deine Antwort korrekt sein kann.

Vorbereitung auf Tests zu Flussdiagrammen

Auch wenn es auf dich im Moment vielleicht noch nicht so wirken mag, aber Flussdiagramme sind in der Regel nicht kompliziert. Sie verfolgen nämlich einen logischen Aufbau und wenn du die Feldarten und verschiedenen Vorgänge kennst, ist die Lösung meist schnell gefunden. Schau dir zur Vorbereitung für die Aufgaben mit Flussdiagrammen daher den Aufbau und wichtigen Hinweise zu Flussdiagrammen an. Außerdem solltest du selbst Flussdiagramme erstellen, um geübter darin zu werden. Überlege dir dafür einen bestimmten Vorgang und versuche diesen als Flussdiagramm darzustellen. Im Internet und in Fachbüchern finden sich zudem Übungsaufgaben, die dir ebenfalls bei der Vorbereitung helfen können.

Fazit

Beherzige die genannten Tipps für die Bearbeitung von Flussdiagrammen und bereite dich ausgiebig auf diese Art von Test vor. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Durch eine motivierte Vorbereitung und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Flussdiagramme kannst du die Aufgaben jedoch bestimmt leicht lösen und im Test überzeugen.

 

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Seit wann werden Flussdiagramme verwendet?

Flussdiagramme werden bereits seit den 1920er Jahren verwendet, um Geschäftsprozesse zu dokumentieren. Seitdem gelten sie als effektive Methode zur Arbeitserleichterung.

Wie werden Flussdiagramme auch genannt?

Im Englischen werden Flussdiagramme flowchart genannt. Daneben sind auch die Bezeichnungen Ablaufdiagramm und Programmstrukturplan gebräuchlich.

Welche Form haben die Felder in einem Flussdiagramm?

Ein Flussdiagramm besteht aus unterschiedlichen Feldern, die sich in verschiedene Gruppen einteilen lassen und oft eine bestimmte Form haben. Ein Ereignis befindet sich meist in einem Oval, während Tätigkeiten durch Rechtecke symbolisiert werden.

Wofür werden Flussdiagramme im Bildungsbereich genutzt?

Im Bildungsbereich lassen sich mit Flussdiagrammen Unterrichtseinheiten und Pläne erstellen. Außerdem eignen sie sich zur Vorbereitung von Vorträgen oder zum Organisieren von Gruppen- oder Einzelprojekten.

In welchen Einstellungstests kommen Flussdiagramme häufig vor?

Vor allem in Einstellungstests für kaufmännische oder administrative Berufe finden sich häufig Flussdiagramme. Auch die Polizei verwendet gerne Aufgaben mit Flussdiagrammen in ihrem Auswahlverfahren.

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