Polizei Einstellungstest

Polizeiärztliche Untersuchung beim Einstellungstest inkl. Belastungs-EKG- Der Überblick

Von Redaktion und Marketing 9 Min. Lesezeit
Polizeiärztliche Untersuchung beim Einstellungstest inkl. Belastungs-EKG- Der Überblick

Polizeiärztliche Untersuchung inkl. Belastungs-EKG

Als Polizist sorgst du für Sicherheit und Ordnung in Deutschland. Um andere Menschen beschützen zu können, musst du über eine gewisse körperliche Verfassung verfügen. Bei der polizeiärztlichen Untersuchung wird daher deine körperliche und psychische Eignung für den Polizeiberuf überprüft.

Wieso gibt es die Polizeiärztliche Untersuchung?

Es reicht nicht nur aus beim schriftlichen Einstellungstest und Sporttest zu überzeugen. Mindestens gleich wichtig ist deine körperliche und geistige Polizeidiensttauglichkeit. Damit diese gewährleistet ist, wirst du während des Auswahlverfahrens einer medizinischen Untersuchung durch Polizeiärzte unterzogen. Insbesondere musst du laut Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300) für den Einsatz im Außendienst, sowie Wechsel- und Schichtdienst, für den körperlichen Einsatz und für den Gebrauch von Waffen geeignet sein.

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Untersuchungen

Egal für welches Bundesland du dich bewirbst, die Untersuchung durch den polizeiärztlichen Dienst verläuft laut PDV 300 immer gleich. In dieser ist klar geregelt, was genau untersucht wird, welche Anforderungen du erfüllen musst und welche Erkrankungen oder vorherigen Behandlungen zu einem Ausschluss führen. Vor der eigentlichen Untersuchung musst du einen umfassenden Anamnesebogen ausfüllen, wo es beispielsweise um etwaige Vorerkrankungen geht. Bringe eventuelle Befunde und Diagnosen zur ärztlichen Untersuchung mit, damit sich das Auswahlverfahren nicht verzögert.

Konkret handelt es sich um folgende Untersuchungen:

  • Körperform und Allgemeinzustand
  • Hormonsystem, Stoffwechsel und Blut
  • Haut und Schleimhäute
  • Skelett
  • Augen
  • Ohren
  • Gebiss
  • Herz-Kreislauf-System 
  • Lunge und Atmungsorgane 
  • Bauch, Harn- und Geschlechtsorgane
  • Psychisches Verhalten und Nervensystem
  • Labortechnische Untersuchung

In Zusammenhang mit der polizeiärztlichen Untersuchung wird auch ein Belastungs-EKG durchgeführt. Was es damit auf sich hat, kannst du im Kapitel „Belastungs-EKG” nachlesen.  

Körperform und Allgemeinzustand

Hier geht es vorrangig um deinen allgemeinen Gesundheitszustand, dein Gewicht und deine Größe. Oft wird hier auch der Body-Mass-Index berechnet, der Aufschluss darüber gibt, ob du normal-, über- oder untergewichtig bist. In der Regel brauchst du einen BMI zwischen 18 und 27,5.

Hormonsystem, Stoffwechsel und Blut

Stoffwechsel- und Hormonstörungen sowie Blutanomalien können deine Leistungsfähigkeit beeinflussen. Daher sind diese Aspekte wichtige Teile der Untersuchung durch den polizeiärztlichen Dienst. Vorwiegend werden Abweichungen durch labortechnische Untersuchungen festgestellt, auf die weiter unten eingegangen wird.

Haut und Schleimhäute

Während der Untersuchung deiner Haut und Schleimhäute wird unter anderem darauf geachtet, ob du Hautveränderungen aufweist. Auch werden eventuelle Narben, Tätowierungen, Brandings und weitere Modifikationen begutachtet und dokumentiert.

Skelett

Du musst jederzeit dazu in der Lage sein deine polizeilichen Aufgaben ausführen und deine Dienstkleidung tragen zu können. Daher wird überprüft, ob dein Skelett, deine Gelenke und deine Gliedmaßen voll funktionsfähig sind. Hier wird zudem auf deine Körperhaltung, auf eventuell schlecht verheilte Knochenbrüche und auf Kopfverformungen geachtet.

Augen

Ein häufiger Ausschlussgrund für den Polizeidienst ist eine unzureichende Sehfähigkeit oder eine andere Beeinträchtigung der Sehleistung, wie zum Beispiel eine Farbsehschwäche oder eine Fehlstellung der Augen. Die Sehkraft muss nicht nur mit Sehhilfe ausreichend sein, sondern ebenso ohne Brille. Wenn deine Sehkraft ungenügend ist und du eine Laserkorrektur planst, musst du beachten, dass eine Beurteilung deiner Augen frühestens ein halbes Jahr nach der Laser-Operation durchgeführt werden kann. Oft wird sogar ein ganzes Jahr Wartezeit genannt. Wenn du eine Sehhilfe trägst, musst du einen aktuellen Befund deines Augenarztes zu der polizeiärztlichen Untersuchung mitbringen. Das notwendige Formular findest du jeweils auf der offiziellen Seite der Landespolizei, bei der du dich bewirbst.

Ohren

Als Polizist ist es wichtig, dass du über ein ausreichendes Hörvermögen verfügst. Daher werden deine Gehörgänge und deine Trommelfelle untersucht und du musst einen Hörtest bestehen. Ein Tinnitus könnte beispielsweise zu einem Ausschluss führen.

Gebiss

Die Polizeiärzte begutachten deine Zähne und dein Gebiss, um zu kontrollieren, ob du kariesfrei bist. Außerdem musst du ohne Einschränkungen sprechen und kauen können.

Herz- Kreislaufsystem

Der Polizeidienst kann hohe Anforderungen an dein Herz- und Kreislaufsystem stellen. Dein Puls und dein Blutdruck müssen sich im Normalbereich befinden. Eine Polizeiärztliche Untersuchung besteht zudem aus einem Belastungs- und einem Ruhe-EKG, um einzuschätzen ob dein Herz und Kreislauf einwandfrei belastbar sind. Eventuelle Herzgeräusche bedürfen einer weiteren Abklärung. Das Belastungs-EKG stellt einen eigenen Untersuchungsabschnitt dar und wird daher im Verlauf des Artikels nochmal spezifisch erläutert. 

Lunge und Atmungsorgane

Um deine Aufgaben als Polizist uneingeschränkt ausführen zu können, müssen auch deine Atemorgane einwandfrei funktionieren. Die Polizeiärztliche Untersuchung beinhaltet eine Kontrolle der Lungengeräusche und es wird überprüft ob eine Nasenatmung frei möglich ist.

Bauch, Harn- und Geschlechtsorgane

Das Abtasten der Bauchdecke und das Achten auf eventuelle Narben von vergangenen Operationen gehören ebenso zur Untersuchung. Bei Auffälligkeiten können Folgeuntersuchungen verlangt werden. Die Geschlechtsorgane, Harnorgane und die Prostata bei Männern sollten ebenso keine Auffälligkeiten aufweisen.

Psychisches Verhalten und Nervensystem

Neben der körperlichen Eignung muss auch deine Psyche polizeidiensttauglich sein. Um ein genaueres Bild darüber zu bekommen, werden dir vermutlich Fragen zu deinem Anamnesebogen gestellt oder konkrete Fragen beispielsweise über Suchtverhalten, häufige Kopfschmerzen, Bettnässen, Essstörungen, Suizidversuche oder Auffälligkeiten in der Schule. Zittern, Zucken, vermehrte Schweißbildung, Fingernägel kauen sowie stottern können auf Beeinträchtigungen des Nervensystems hinweisen.

Labortechnische Untersuchungen

Eine labortechnische Urinuntersuchung gibt Aufschluss über verschiedene Erkrankungen oder Abweichungen im Urinsystem. Auch der Konsum von Drogen kann über die Urinuntersuchung festgestellt werden. Eine Blutuntersuchung, den eine polizeiärztliche Untersuchung beinhaltet, kann auf Erkrankungen oder Anomalien hinweisen.

Belastungs-EKG

Wenn du Polizist werden möchtest, ist eine gute körperliche Verfassung/Leistungsfähigkeit besonders wichtig. Um genau das zu überprüfen und herauszufinden, wie viel Kondition und Fitness in dir steckt, findet im Zusammenhang mit der polizeiärztlichen Untersuchung ein Belastungs-EKG statt. Mit Hilfe des Belastungs-EKG kann der Arzt also feststellen, wie leistungsfähig du bist und ob eventuelle Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei dir vorliegen. 

Was ist überhaupt ein EKG?

Die Abkürzung EKG bedeutet Elektrokardiogramm und beschreibt eine Methode, bei welcher die elektrische Aktivität deines Herzens untersucht wird. Die elektrische Aktivität wird auch als Herzaktion bezeichnet und ist das, was passiert, wenn sich dein Herzmuskel zusammenzieht. Normalerweise verläuft dieser Prozess nach einem konkreten, immer wiederkehrenden Muster. Um herauszufinden, nach welchem Muster deine Herzaktion abläuft und ob dein Herz störungsfrei funktioniert, werden an deinem Körper Elektroden angebracht. Während die Elektroden an deinem Körper kleben, werden die Kontraktionen in Form von Kurven aufgezeichnet und können am Monitor oder in Papierform betrachtet werden. Der Arzt kann dadurch Rückschlüsse auf deine Herzgesundheit ziehen und eventuelle Erkrankungen erkennen. 

Insgesamt gibt es drei verschiedene Formen des Elektrokardiogramms:

  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Langzeit-EKG

Da bei der Polizei überwiegend ein Belastungs-EKG durchgeführt wird, konzentrieren wir uns auf diese Form von EKG. 

Wie läuft das Belastungs-EKG bei der polizeiärztlichen Untersuchung ab?

Wie bereits erwähnt, werden bei einem EKG Elektroden an deinem Körper angebracht – konkret werden diese an Armen, Beinen und Brust platziert. Da das Belastungs-EKG selbsterklärend unter Belastung stattfinden muss, musst du während der Untersuchung auf einem Ergometer in die Pedalen treten (Fahrrad) oder rennen (Laufband). Meistens wird bei der Polizei die erste Methode (Fahrradergometer) gewählt. Während du dich sportlich betätigst, wird die Schwierigkeit kontinuierlich gesteigert: Entweder musst du schneller radeln oder gegen einen Widerstand treten. Dein Körper wird demnach immer höheren Belastungen ausgesetzt, mit dem Ziel, nach jedem Belastungsanstieg diverse Messwerte zu ermitteln. Während der gesamten Zeit überprüft der Polizeiarzt Puls, Blutdruck und die Herzstromkurve. 

Stufen während des Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG dauert ungefähr zwölf bis fünfzehn Minuten. Nach einer kurzen Aufwärmphase wird der Schwierigkeitsgrad alle zwei Minuten um eine Stufe erhöht, sodass es insgesamt sechs Belastungsstufen gibt. Die Belastungsstufen und somit die Leistung werden in Watt angegeben und können vom Polizeiarzt am Gerät individuell eingestellt werden. Pro Belastungsstufe wird in der Regel um 25 Watt erhöht. Vergleichbar sind die Schwierigkeitsgrade mit alltäglichen Belastungen:

  • 25 – 50 Watt entsprechen normales Gehen
  • 75 – 100 Watt entsprechen langsames Radfahren oder Treppensteigen
  • 125 – 150 Watt entsprechen schnelles Radfahren oder Joggen
  • Ab 150 Watt entspricht Leistungssport/einer starken sportlichen Belastung

Bei einer 75 Kilogramm schweren Person könnten die Stufen folgendermaßen eingeteilt werden: 

  • Stufe eins mit ca. 75 Watt
  • Stufe zwei mit ca. 100 Watt
  • Stufe drei mit ca. 125 Watt
  • Stufe vier mit ca. 150 Watt
  • Stufe fünf mit ca. 175 Watt
  • Stufe sechs mit ca. 200 Watt 

Je nach Körpergewicht werden die Stufen individuell angepasst. Dabei darf die höchste Belastungsstufe bei Männern im Schnitt maximal das Dreifache des Körpergewichts entsprechen, bei Frauen das Zweieinhalbfache. 

Auswertung des Belastungs-EKG

Anhand der Puls- und Blutdrucküberwachung kann der Polizeiarzt feststellen, wie belastbar du bist. Sollten gefährliche Veränderungen während des Belastungs-EKG auftreten (z. B. extrem hoher Puls/körperliche Beschwerden), wird der Test natürlich sofort abgebrochen. Andernfalls erhöht der Polizeiarzt die Wattzahl solange, bis die individuelle maximale Herzfrequenz erreicht wird. Diese kannst du ganz einfach selbst berechnen, indem du 220 minus dein Lebensalter rechnest. 

Beispiel:

  • Bei einem 18-Jährigen liegt die maximale Herzfrequenz bei 202:

220 – 18 = 202

  • Bei einem 27-Jährigen liegt die maximale Herzfrequenz bei 193:

220 – 27 = 193

Der Polizeiarzt kennt diese Rechnung ebenfalls und legt im Vorfeld deine individuelle Belastungsgrenze fest. Im Anschluss an die Belastung wirst du für einige Minuten beobachtet, damit der Rückgang deiner Herzfrequenz beurteilt werden kann. Der Ruhepuls liegt übrigens im Schnitt bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute.

Wenn du unter einer Herzerkrankung leiden solltest, kann der Polizeiarzt häufig dafür typische Veränderungen im EKG sehen. Bedenke jedoch, dass nicht nur Herzerkrankungen aufgespürt werden können. Da prinzipiell davon ausgegangen wird, dass du gesund bist, soll in erster Linie deine Leistungsfähigkeit überprüft werden. Erreichst du deine individuelle Belastungsgrenze nicht, kann das für dich den Ausschluss bedeuten. Daher solltest du das Belastungs-EKG auf keinen Fall unterschätzen. Viele Bewerber, die diesen Fehler machten, scheiterten daran. Oft reicht es auch nicht, nur Joggen oder Laufen zu gehen. Wenn möglich solltest du im Vorfeld auf einem Ergometer trainieren.

Ausschlussgründe

Die PDV 300 regelt nicht nur die durchzuführenden Untersuchungen, sondern legt auch gesundheitliche und körperliche Ausschlussgründe fest. Wenn einer oder mehrere der beschriebenen Ausschlussgründe auf dich zutreffen, führt dies zu einer Polizeidienstuntauglichkeit. Die verschiedenen Gründe, die dich polizeidienstuntauglich machen, sind in vier Kategorien eingeteilt. Im Folgenden findest du jeweils einige Beispiele dazu:

  1. Unzureichende Leistungs- und Belastungsfähigkeit:

Diabetes mellitus, Blutarmut, Asthma, Bandscheibenvorfall, Wirbelgleiten, instabile Gelenke, unheilbare Darmerkrankungen, Herzfehler, Bluthochdruck

  1. Erhöhtes Risiko für gesundheitliche Verletzbarkeit:

Funktionsgestörte Sinnesorgane, erhöhtes Thromboserisiko, reduzierte Abwehrkräfte, Dialysepflichtigkeit, Psychotrauma

  1. Erhöhtes Risiko für Störungen des Bewusstseins und behindernde Stimmungs- und Konzentrationsschwankungen:

Autoimmunerkrankungen, psychische Erkrankungen, Epilepsie, Störungen nach Medikamenten- oder Suchtmitteleinnahme

  1. Unzureichender seelischer Gesundheitszustand oder verminderte psychische Leistungsfähigkeit:

Eigen- oder Fremdgefährdung, Ess- oder Angststörungen, Psychosen, Persönlichkeitsstörung, aktuelle Medikamenten- oder Suchtmitteleinnahme

Wir empfehlen dir, keine Erkrankungen, abgeschlossene Behandlungen oder gesundheitlichen Probleme zu verschweigen. Die Aufgaben bei der Polizei können sehr herausfordernd sein und daher musst du absolut dafür geeignet sein. Im Zweifelsfall beraten dich die Einstellungsberater der jeweiligen Polizei gerne, wenn du Fragen zu der polizeiärztlichen Untersuchung hast. Viel Erfolg!

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Quellen:

https://www.gesundheitsamt-bw.de/SiteCollectionDocuments/05_Service/AnamnesebogenPDV300.pdf

https://www.rehm-verlag.de/eLine/portal/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27HBR_IV_eba42981c4e97a806aacdb73f540669a%27%5D

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Häufige Fragen zum Artikel

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Warum findet bei der Polizei eine ärztliche Untersuchung statt?

Die polizeiärztliche Untersuchung prüft deine körperliche und psychische Eignung für den Polizeiberuf, denn ein guter schriftlicher Test und Sporttest allein reichen nicht aus. Laut Polizeidienstvorschrift 300 musst du unter anderem für den Außendienst, den Wechsel- und Schichtdienst sowie für den Gebrauch von Waffen körperlich geeignet sein. Diese Vorschrift regelt die Untersuchung bundesweit einheitlich.

Welche Bereiche werden bei der polizeiärztlichen Untersuchung geprüft?

Die Untersuchung deckt zahlreiche Bereiche ab, darunter Körperform und Allgemeinzustand, Hormonsystem, Haut, Skelett, Augen, Ohren, Gebiss, Herz-Kreislauf-System, Atmungsorgane sowie das psychische Verhalten. Ergänzt wird sie durch labortechnische Untersuchungen von Blut und Urin. Vor der eigentlichen Untersuchung musst du außerdem einen umfassenden Anamnesebogen zu deinen Vorerkrankungen ausfüllen.

Welche Anforderungen gelten für deine Augen bei der Untersuchung?

Ein häufiger Ausschlussgrund für den Polizeidienst ist eine unzureichende Sehfähigkeit, denn deine Sehkraft muss sowohl mit als auch ohne Brille ausreichend sein. Wenn du eine Laserkorrektur planen solltest, kann die Beurteilung deiner Augen erst frühestens ein halbes Jahr, oft sogar erst ein Jahr nach der Operation erfolgen. Trägst du eine Sehhilfe, musst du einen aktuellen Befund deines Augenarztes mitbringen.

Was ist ein Belastungs-EKG und wozu dient es?

Ein Belastungs-EKG untersucht die elektrische Aktivität deines Herzens, während du dich unter zunehmender Anstrengung sportlich betätigst. Dabei werden Elektroden an Armen, Beinen und Brust angebracht, und du trittst meist auf einem Fahrradergometer in die Pedale, während der Polizeiarzt Puls, Blutdruck und Herzstromkurve überprüft. So kann festgestellt werden, wie leistungsfähig du bist und ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen.

Wie lange dauert das Belastungs-EKG und wie läuft es ab?

Das Belastungs-EKG dauert etwa zwölf bis fünfzehn Minuten und besteht aus insgesamt sechs Belastungsstufen, die nach einer kurzen Aufwärmphase alle zwei Minuten gesteigert werden. Pro Stufe erhöht sich die Leistung in der Regel um 25 Watt, wobei die höchste Stufe je nach Körpergewicht individuell angepasst wird. Bei Männern darf sie im Schnitt maximal das Dreifache, bei Frauen das Zweieinhalbfache des Körpergewichts entsprechen.

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