Kann ich mich durch den BaPsy verschlechtern?
Viele, die den Eignungstest schreiben, fragen sich: Kann ich mich durch den BaPsy verschlechtern? Nein, an fast allen der 43 teilnehmenden Hochschulen kann ein schwacher Prozentrang deine Abiturnote im Auswahlverfahren nicht abwerten.
Hier erfährst du, wie die Universitäten den Test verrechnen, wann du das Zertifikat weglassen darfst und in welchen Fällen ein schwaches Ergebnis doch ein Nachteil gegenüber Mitbewerbern sein kann.
Auf einen Blick: Verschlechterung durch ein schwaches BaPsy-Ergebnis
- Bewertungsmodelle: Bei den meisten Hochschulen sammelst du durch den Test reine Zusatzpunkte, sodass null Punkte das Schlimmste sind, was passieren kann.
- Bonusmodelle: Einige Universitäten vergeben einen Notenbonus erst ab einem bestimmten Prozentrang, ziehen aber bei schwachen Werten nichts ab.
- Ausnahmen: In Bamberg und Wuppertal zählt der Test ausdrücklich nur dann, wenn er deine Verfahrensnote verbessert.
- Freiwilligkeit: Die Teilnahme ist freiwillig, du darfst dich an allen Hochschulen auch ohne Test bewerben.
- Wiederholung: Ein schwaches Ergebnis kannst du frühestens 22 Monate nach deiner letzten Teilnahme durch einen neuen Versuch ersetzen.
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Kann ich mich durch den BaPsy verschlechtern?
Ein schlechtes Ergebnis im BaPsy-DGPs wertet deine Abiturnote in der Regel nicht ab. Wie genau der Test zählt, regelt jede Hochschule selbst, doch viele nutzen Summenmodelle.
In einem Summenmodell sammelst du Punkte für deine Abiturnote und zusätzlich Punkte für dein Testergebnis. Wenn du den Test nicht mitschreibst oder ein sehr schwaches Ergebnis erzielst, bekommst du für den Testteil null Punkte. Deine Punkte aus dem Abitur bleiben dir aber voll erhalten. Dieses Verfahren nutzen beispielsweise die Universitäten in Frankfurt, Bochum, Marburg und Würzburg. Ein schwaches Ergebnis bringt dir hier also keinen Nachteil gegenüber einer Bewerbung ganz ohne Test. Die folgende Tabelle zeigt dir, wie sich die verschiedenen Modelle auf deine Bewerbung auswirken.
| Modell | Ohne Test | Schwaches Ergebnis | Gutes Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Summenmodell | Null Testpunkte | Wenig Testpunkte | Viele Testpunkte |
| Bonusmodell | Kein Bonus | Kein Bonus | Notenbonus |
| Ausnahmeregeln | Nur Abiturnote | Nur Abiturnote | Test zählt |
BaPsy: Schlechtes Ergebnis in den Auswahlverfahren
Neben den Summenmodellen gibt es an einigen Hochschulen Bonusmodelle. Auch hier musst du keine Angst haben, dass sich deine Note verschlechtert. Universitäten wie Potsdam, Lübeck, die TU Braunschweig und die TU Chemnitz verbessern deine Verfahrensnote, wenn du einen bestimmten Prozentrang oder Standardwert erreichst. Liegst du unter dieser Schwelle, bekommst du zwar keinen Bonus, aber es wird dir auch nichts abgezogen.
Einige Hochschulen haben zudem klare Schutzregeln. In Wuppertal fließt das Testergebnis nur dann in die Auswahlnote ein, wenn diese dadurch besser wird. In Bamberg wird der Test nur ab 60 Punkten berücksichtigt und auch nur, sofern sich dein Notendurchschnitt nicht verschlechtert. In Hamburg gibt es eine Besonderheit: Reicht man hier mehrere gültige Ergebnisse ein, zählt das älteste.
BaPsy: Ohne Test bewerben, geht das?
Da die Teilnahme am BaPsy-DGPs freiwillig ist, ist eine Bewerbung ohne Test überall möglich. Du bist nicht verpflichtet, den Eignungstest zu absolvieren, um Psychologie zu studieren.
Mit dem BaPsy DGPs Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.
Beachte aber, dass du ohne Test im Vergleich zu Mitbewerbern Nachteile haben kannst. Da viele andere Bewerberinnen und Bewerber durch den Test zusätzliche Punkte sammeln, ziehen sie in der Rangliste an dir vorbei. Wenn du gar nicht erst antrittst, verschenkst du also Chancen auf einen Studienplatz. Mehr zu den Hochschulen findest du im Beitrag Am BaPsy teilnehmende Unis als Liste: alle Infos auf einen Blick..
BaPsy nicht einreichen: Darf ich das Zertifikat weglassen?
Wenn du dich ohne Testergebnis bewirbst, wird es in der Regel mit null Punkten bewertet. Du trittst dann im Auswahlverfahren nur mit deiner Abiturnote an. Bei einer Mehrfachteilnahme regelt jede Hochschule selbst, welches Ergebnis zählt.Die Regeln unterscheiden sich: In Hamburg zählt beispielsweise das älteste gültige Ergebnis.
Was kommt im BaPsy-DGPs dran und wie ist er aufgebaut?
Damit du kein schlechtes Ergebnis riskierst, solltest du genau wissen, was dich am Testtag erwartet. Der BaPsy-DGPs ist ein Papiertest in Präsenz und besteht aus sechs festen Testteilen.
Insgesamt löst du 122 Single-Choice-Aufgaben, bei denen immer genau eine Antwort richtig ist. Du markierst deine Antworten mit einem Bleistift auf personalisierten Antwortbogen. Im Testheft selbst darfst du nichts eintragen. Die reine Bearbeitungszeit beträgt 156 Minuten. Die folgende Tabelle zeigt dir die Testbereiche, die Anzahl der Aufgaben und die jeweilige Bearbeitungszeit.

| Testbereich | Aufgaben | Bearbeitungszeit in Minuten |
|---|---|---|
| Mathematikkenntnisse | 20 | 23 |
| Schlussfolgerndes Denken verbal | 20 | 18 |
| Schlussfolgerndes Denken figural | 20 | 25 |
| Psychologieverständnis deutsch | 21 | 36 |
| Schlussfolgerndes Denken numerisch | 20 | 18 |
| Psychologieverständnis englisch | 21 | 36 |
Gut vorbereitet in alle Testbereiche gehen
Gezielte Vorbereitung hilft dir, am Testtag genau zu wissen, was auf dich zukommt. Im BaPsy DGPs Testtrainer von TestHelden hilft dir ein Lernplan bis zum Testtag dabei, deine Zeit gut einzuteilen. Zudem findest du eine Bestenliste zum Vergleich und die Community rund um Studium und Hochschule.
BaPsy: Null Punkte für falsche Antworten?
Im BaPsy-DGPs gibt es keinen Punktabzug für falsche Antworten. Jede richtig gelöste Aufgabe bringt einen Punkt, falsch oder nicht gelöste Aufgaben zählen null Punkte.
Das bedeutet für dich: Wenn die Zeit in einem Testteil knapp wird, solltest du die restlichen Aufgaben unbedingt raten. Dein Ergebnis wird auf dem Zertifikat als Prozentrang und als Standardwert Z ausgewiesen. Ein Prozentrang von 61 heißt beispielsweise, dass du besser oder gleich gut abgeschnitten hast wie 61 Prozent aller Teilnehmenden des Testjahrs. Welchen dieser Kennwerte die Hochschule für ihre Rangliste nutzt, legt sie in ihrer eigenen Satzung fest.
Wann sind die Termine und was kostet die Teilnahme?
Für das Testjahr 2027 gibt es zwei Termine: Der Herbsttermin ist am 14. November 2026, der Frühjahrstermin folgt am 22. Mai 2027.
Die Anmeldung für den Maitermin läuft noch bis zum 15. Februar 2027 um 24 Uhr. Die Anmeldefrist für den Herbsttermin ist bereits abgelaufen. Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro. Wenn du an deinem gebuchten Termin krank bist oder nicht erscheinst, bekommst du die Gebühr nicht zurück. Dein Zertifikat für beide Termine des Testjahrs 2027 erhältst du ab dem 15. Juni 2027 in deinem persönlichen Portal. Wenn du mit deinem Prozentrang unzufrieden bist, kannst du den Test wiederholen. Das ist frühestens 22 Monate nach deiner letzten Teilnahme möglich. Mehr dazu liest du im Beitrag BaPsy wiederholen: 22-Monate-Regel, Gültigkeit und Retest.
Wie bereite ich mich auf den BaPsy vor?
Eine gute Vorbereitung hilft, ein schwaches Ergebnis zu vermeiden. Da du den Test nicht sofort wiederholen kannst, solltest du die Zeit bis zum Testtag effektiv nutzen.
- Testformat kennenlernen: Da du nicht vor- oder zurückblättern darfst und Schmierpapier nur im Teil Mathematikkenntnisse erlaubt ist, simuliere diese strengen Regeln beim Üben zu Hause.
- Zeitmanagement trainieren: Die Bearbeitungszeit ist knapp bemessen. Lerne, Aufgaben zügig zu bearbeiten und im Zweifel eine Antwort zu raten, da es keinen Punktabzug gibt.
- Grundlagen auffrischen: Wiederhole gezielt die Mathe-Themen auf Abiturniveau, wie Algebra, Analysis, Analytische Geometrie und Stochastik.
- Englische Texte lesen: Gewöhne dich an psychologische Fachtexte auf Englisch, um im entsprechenden Testteil schneller die gesuchten Informationen zu finden.
Wenn du strukturiert lernen möchtest, unterstützt dich der BaPsy DGPs Testtrainer mit einem Lernplan bis zum Testtag und persönlicher Beratung.
Fazit: Ein BaPsy lohnt sich fast immer
Du kannst dich durch den BaPsy in der Regel nicht verschlechtern, da viele Hochschulen Summen- oder Bonusmodelle nutzen, bei denen ein schwaches Ergebnis lediglich null Zusatzpunkte bringt. Eine Bewerbung ohne Test ist zwar überall möglich, doch wer auf das Zertifikat verzichtet, fällt in den Ranglisten oft hinter Mitbewerber mit Testpunkten zurück.
Bereite dich deshalb frühzeitig vor, nutze den BaPsy DGPs Testtrainer von TestHelden für deine Übungsphasen und gehe gut vorbereitet in die Prüfung. So erhöhst du deine Chancen auf einen Studienplatz in Psychologie.
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