Aufnahmetest Polizei Österreich

Klinisch-psychiatrisches Verfahren & Persönlichkeitstest der Polizei Österreich

Von Gründer und Geschäftsführer Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
Junge Frau beantwortet am Computer Fragen im klinisch-psychiatrischen Verfahren der Polizei

Das klinisch-psychiatrische Verfahren der Polizei Österreich ist ein zentraler Bestandteil deines Polizei Einstellungstests Österreich am ersten Testtag. Direkt im Anschluss an die kognitive Eignungsdiagnostik absolvierst du diesen Abschnitt vollständig am Computer, um deine psychische Stabilität für den anspruchsvollen Exekutivdienst nachzuweisen.

Du bewirbst dich bei der Polizei Österreich und fragst dich, was der Persönlichkeitstest bedeutet? Hier erfährst du, welche Merkmale geprüft werden, wie der Ablauf ist und was bei Auffälligkeiten passiert.

Auf einen Blick: Klinisch-psychiatrisches Verfahren & Persönlichkeitstest der Polizei Österreich

  • Ablauf: Das Verfahren findet am ersten Testtag direkt nach der kognitiven Eignungsdiagnostik als reiner Computertest statt.
  • Testbereiche: Geprüft werden vor allem deine Persönlichkeitsmerkmale und dein Risikoverhalten.
  • Auffälligkeiten: Meldet das System Bedenken, musst du ein externes fachärztliches Gutachten erbringen.
  • Konsequenz: Bestätigt das Gutachten die Auffälligkeit, führt dies zum dauerhaften Ausschluss vom Polizeidienst.
  • Kosten: Eventuelle Kosten für externe Befunde musst du selbst tragen.

Wie läuft der Polizei Persönlichkeitstest am ersten Testtag ab?

Der Persönlichkeitstest der Polizei Österreich findet am ersten Testtag statt und wird komplett am Computer durchgeführt. Du bearbeitest die Fragen je nach Aufgabengruppe per Multiple Choice oder über ein Textfeld.

Testtag 1 besteht aus zwei großen Blöcken: Zuerst absolvierst du die psychologische Eignungsdiagnostik, in der deine kognitiven Fähigkeiten geprüft werden. Direkt im Anschluss folgt das klinisch-psychiatrische Verfahren. Vor jeder neuen Aufgabengruppe erhältst du eine kurze Erklärung am Bildschirm sowie mindestens ein Übungsbeispiel, das noch nicht in die Wertung einfließt. Während der gesamten Testung sind zwei geschulte Instruktorinnen und Instruktoren im Raum anwesend, die den Ablauf überwachen. Die reine Bearbeitungszeit für die psychologische Eignungsdiagnostik liegt zwischen 120 und 180 Minuten.

In diesem Beitrag geht es primär um den klinisch-psychiatrischen Teil. Details zu den kognitiven Aufgaben, wie Rechtschreibung oder Logik, findest du im Artikel zum Aufnahmetest Polizei Österreich.

Was wird im klinisch-psychiatrischen Verfahren der Polizei geprüft?

Im klinisch-psychiatrischen Verfahren der Polizei geht es ausschließlich um deine Persönlichkeitsmerkmale und dein Risikoverhalten. Die Auswertung zeigt, ob du die nötige psychische Stabilität für den Polizeiberuf mitbringst.

Der Polizeialltag ist oft stressig und erfordert in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf. Daher prüft das System anhand deiner Antworten, wie du in bestimmten Lagen reagierst, ob du zu impulsivem Verhalten neigst und wie belastbar du bist. Es gibt hierbei kein klassisches „Richtig“ oder „Falsch“ wie bei einer Mathematikaufgabe, sondern es wird ein Profil deiner Persönlichkeit erstellt.

Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Prozent der Bewerberinnen und Bewerber bei den Aufnahmen 2025 in den jeweiligen Verfahrensteilen ausgeschieden sind.

Balkendiagramm: Ausscheidensquote in Prozent. Ausscheidensquote in Prozent: Psychologische Eignungsdiagnostik 44, Klinisch-psychiatrisches Verfahren 19, Aufnahmegespräch 17, Ärztliche Untersuchung 12.
Ausscheidensquote in Prozent. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Verfahrensteil Ausscheidensquote in Prozent
Psychologische Eignungsdiagnostik 44
Klinisch-psychiatrisches Verfahren 19
Aufnahmegespräch 17
Ärztliche Untersuchung 12

Gezielt auf den ersten Testtag vorbereiten

Im Polizei Österreich Testtrainer von TestHelden übst du genau die Formate, die dich am Computer erwarten. Du machst dich mit den typischen Fragestellungen aus der Eignungsdiagnostik vertraut und lernst, wie du unter Zeitdruck einen kühlen Kopf bewahrst, eine wichtige Grundlage für den gesamten Testtag.

Was passiert bei Auffälligkeiten und dem fachärztlichen Gutachten?

Wenn das Computersystem im klinisch-psychiatrischen Verfahren Auffälligkeiten feststellt, wird deine Eignung durch ein externes fachärztliches Gutachten weiter abgeklärt. Du scheidest also nicht sofort automatisch aus, musst aber weitere Nachweise erbringen.

Mit dem Polizei Österreich Testtrainer übst du typische Aufgaben mit Lösungen und planst deine Vorbereitung bis zum Testtag.

Die Ergebnisse des Computertests dienen als Filter. Zeigen deine Antworten ein potenzielles Risiko oder untypische Persönlichkeitsmerkmale, verlangt die Landespolizeidirektion eine genaue psychiatrische Untersuchung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt. Das heißt für dich: Du bekommst die Auflage, dieses Gutachten zeitnah nachzureichen. Die Fachärztin bzw. der Facharzt führt ein ausführliches Gespräch mit dir und beurteilt deine psychische Eignung für den Exekutivdienst im Detail.

Wer trägt die Kosten für das psychiatrische Gutachten?

Die Kosten für externe Befunde, die im Rahmen des Auswahlverfahrens gefordert werden, musst du selbst tragen. Einen Kostenersatz durch die Polizei gibt es dafür nicht.

Das gilt für medizinische Unterlagen, die du vorlegen musst. Wenn du beispielsweise am zweiten Testtag Laborbefunde, einen Lungen-Röntgenbefund oder bei einer Sehschwäche einen augenärztlichen Befund mitbringen musst, zahlst du diese Untersuchungen aus eigener Tasche.

Kann ich das klinisch-psychiatrische Verfahren wiederholen?

Eine direkte Wiederholung des klinisch-psychiatrischen Verfahrens ist nicht vorgesehen; stattdessen entscheidet das fachärztliche Gutachten endgültig über deine Eignung. Bestätigt das Gutachten die Auffälligkeit, schließt dich das dauerhaft vom Polizeidienst aus.

Bei anderen Testteilen gelten andere Regeln: Nicht erreichte Teilbereiche der psychologischen Eignungsdiagnostik kannst du einmalig nach sechs Monaten wiederholen. Scheiterst du hingegen am zweiten Testtag im Aufnahmegespräch, ist eine Neubewerbung erst ein Jahr nach dem ersten Testtag möglich.

Die folgende Tabelle zeigt die Fristen in Monaten für die Gültigkeit von Ergebnissen und mögliche Wiederholungen im Auswahlverfahren.

Balkendiagramm: Frist in Monaten. Frist in Monaten: Gültigkeit eines positiven Testergebnisses 12, Wartezeit nach negativem Aufnahmegespräch 12, Wiederholung nicht erreichter Teile der Eignungsdiagnostik 6.
Frist in Monaten. Die Werte stehen in der Tabelle darunter.
Regelung Frist in Monaten
Gültigkeit eines positiven Testergebnisses 12
Wartezeit nach negativem Aufnahmegespräch 12
Wiederholung nicht erreichter Teile der Eignungsdiagnostik 6

Wie bereite ich mich auf den Polizei Aufnahmetest vor?

Bereite dich frühzeitig auf den Aufnahmetest der Polizei Österreich vor, indem du dich mit den Testformaten am Computer vertraut machst. So reduzierst du Nervosität und kannst dich voll auf die Inhalte konzentrieren.

Für das klinisch-psychiatrische Verfahren selbst kannst du nicht lernen wie für eine Prüfung, da es um deine ehrliche Persönlichkeit geht. Verstell dich nicht, denn die Tests enthalten Kontrollfragen, die Widersprüche aufdecken. Für die psychologische Eignungsdiagnostik, die direkt davor stattfindet, ist eine Vorbereitung jedoch sehr sinnvoll. Hier sind die wichtigsten Schritte für deine Vorbereitung:

  • Formate kennenlernen: Das Innenministerium stellt mit dem Selbsttest „Fit für die Polizei“ offizielle Beispielaufgaben bereit. Nutze diese, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.
  • Unter Zeitdruck üben: Trainiere Aufgaben zu Rechtschreibung, Grammatik, Textverständnis und Merkaufgaben mit einem Timer.
  • Ehrlich antworten: Beantworte Persönlichkeitsfragen intuitiv und wahrheitsgemäß. Wer versucht, ein vermeintlich ideales Profil zu erstellen, fällt oft durch unnatürliche Antwortmuster auf.
  • Testtrainer nutzen: Schau dir den Polizei Österreich Testtrainer an, um systematisch alle kognitiven Aufgabengruppen zu trainieren.

Fazit: Den Persönlichkeitstest am ersten Testtag meistern

Das klinisch-psychiatrische Verfahren am ersten Testtag prüft am Computer deine Persönlichkeitsmerkmale und dein Risikoverhalten. Werden Auffälligkeiten festgestellt, entscheidet ein fachärztliches Gutachten endgültig über deinen Verbleib im Auswahlverfahren.

Eine gezielte Vorbereitung auf die kognitiven Teile der Eignungsdiagnostik gibt dir die nötige Sicherheit, um im anschließenden Persönlichkeitsteil entspannt und authentisch zu antworten. Nutze die Zeit bis zu deinem Termin, um dich mit den Testformaten im Polizei Österreich Testtrainer vertraut zu machen. Weitere Tipps zum Ablauf findest du auch im Beitrag zur Polizei Aufnahmetest Vorbereitung.

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Was wird beim klinisch-psychiatrischen Verfahren der Polizei geprüft?

Im klinisch-psychiatrischen Verfahren der Polizei Österreich werden deine Persönlichkeitsmerkmale und dein Risikoverhalten geprüft. Das computerbasierte Verfahren soll feststellen, ob du die psychische Stabilität für den anspruchsvollen Polizeiberuf mitbringst.

Wie läuft das klinisch-psychiatrische Verfahren ab?

Das klinisch-psychiatrische Verfahren der Polizei Österreich findet am ersten Testtag direkt nach der psychologischen Eignungsdiagnostik statt. Es wird vollständig am Computer durchgeführt, wobei du Fragen per Multiple Choice oder Textfeld beantwortest.

Was passiert, wenn man beim klinisch-psychiatrischen Test der Polizei auffällig ist?

Wenn das System im klinisch-psychiatrischen Verfahren Auffälligkeiten feststellt, musst du ein externes fachärztliches Gutachten zur weiteren Abklärung vorlegen. Bestätigt dieses Gutachten die Auffälligkeit, führt dies zum dauerhaften Ausschluss vom Polizeidienst.

Wer trägt die Kosten für das psychiatrische Gutachten?

Die Kosten für externe Befunde, die im Rahmen des Auswahlverfahrens gefordert werden, musst du selbst tragen. Die Polizei Österreich erstattet diese Ausgaben nicht.

Kann man das klinisch-psychiatrische Verfahren wiederholen?

Eine direkte Wiederholung des klinisch-psychiatrischen Verfahrens ist nicht vorgesehen. Die Entscheidung über deine Eignung trifft das fachärztliche Gutachten endgültig. Bei anderen Testteilen, wie nicht bestandenen Bereichen der psychologischen Eignungsdiagnostik, ist eine einmalige Wiederholung nach sechs Monaten möglich.

Wie bereitet man sich auf den Polizei Aufnahmetest vor?

Für das klinisch-psychiatrische Verfahren selbst ist keine klassische Vorbereitung möglich, da es um deine Persönlichkeit geht. Für die psychologische Eignungsdiagnostik empfiehlt TestHelden, sich frühzeitig mit den Testformaten vertraut zu machen und offizielle Beispielaufgaben des Innenministeriums zu nutzen.

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Gründer und Geschäftsführer

Tom Wenk hat TestHelden gegründet und führt das Unternehmen als Geschäftsführer der eHEROES GmbH. Im TestHelden-Magazin schreibt er seit 2020 über Einstellungstests und Auswahlverfahren: bei Polizei, Bundeswehr und Zoll, bei IHK-Prüfungen sowie bei Aufnahmetests für Medizin, Psychologie und Studium. Seine Beiträge erklären den Ablauf, die typischen Testbereiche und eine gezielte Vorbereitung.

Veröffentlicht am im TestHelden-Magazin, Bereich Aufnahmetest Polizei Österreich.

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