EMS 2027: Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz
Der EMS Test (Eignungstest für das Medizinstudium) ist die entscheidende Prüfung für alle, die an einer Schweizer Universität mit Zulassungsbeschränkung Medizin studieren wollen. Er regelt die Vergabe der Studienplätze in Human-, Zahn- und Veterinärmedizin ...
Der Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) ist die entscheidende Prüfung für alle, die an einer Schweizer Universität mit Zulassungsbeschränkung Medizin studieren wollen. Da die Zahl der Bewerbenden die verfügbaren Plätze jedes Jahr deutlich übersteigt, regelt dieser Test die Vergabe in der Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin und Chiropraktik. Der nächste Durchgang findet am 9. Juli 2027 statt. Im Jahr 2026 meldeten sich beispielsweise 4.434 Personen allein für die 1.150 Plätze in der Humanmedizin an.
Wenn du in der Schweiz Medizin studieren möchtest und die strengen Vorgaben zum Wohnsitz oder zur Staatsbürgerschaft erfüllst, führt an diesem Verfahren kaum ein Weg vorbei. Dieser Überblick erklärt dir, wie die Anmeldung abläuft, welche Aufgaben im Test auf dich warten und wie die Bewertung funktioniert. Außerdem erfährst du, wie du deine Vorbereitung sinnvoll strukturierst.
Auf einen Blick: EMS Eignungstest für das Medizinstudium
- Termin: Der nächste Test findet am 9. Juli 2027 statt.
- Kosten: Die Teilnahmegebühr für den Testtag beträgt 300 Franken.
- Dauer: Die reine Bearbeitungszeit für alle Aufgaben beträgt 3 Stunden und 55 Minuten.
- Aufbau: Der Test besteht aus neun Aufgabengruppen, die auf Papier bearbeitet werden.
- Bewertung: Schulnoten spielen keine Rolle, es zählt für die Rangliste ausschließlich das Testergebnis.
Was ist der EMS Schweiz und wo gilt der Numerus clausus Schweiz?
Der Eignungstest für das Medizinstudium ist ein standardisiertes Verfahren, das die Vergabe der knappen Studienplätze an Universitäten mit Zulassungsbeschränkung regelt. Geprüft wird dabei die allgemeine Studieneignung, also Fähigkeiten wie logisches Denken, Textverständnis und räumliches Vorstellungsvermögen, und nicht das reine Schulwissen. Den Test verlangen die Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich (inklusive Luzerner und St. Galler Track), die Università della Svizzera italiana sowie die ETH Zürich. An den Universitäten in Genf, Lausanne und Neuenburg gibt es hingegen keinen Numerus clausus für das erste Jahr. Dort wird erst für das zweite Studienjahr über strenge Prüfungen ausgewählt. Ohne Schweizer Pass oder einen langjährigen Wohnsitz in der Schweiz ist ein Medizinstudium in der Schweiz grundsätzlich nicht möglich. Die Entscheidung über die Vorbildung und die Zulassung trifft immer die jeweilige Wunsch-Universität.
Für das Studienjahr 2026/27 verteilen sich die Studienplätze an den Hochschulen mit Numerus clausus wie folgt:

| Studiengang | Studienplätze 2026/27 |
|---|---|
| Humanmedizin | 1150 |
| Veterinärmedizin | 172 |
| Zahnmedizin | 122 |
Wann ist die EMS Anmeldung und wann findet der Test statt?
Der Weg zum Studienplatz in der Schweiz hat strikte Fristen. Die Voranmeldung für den Studienstart im Herbst 2027 muss zwingend bis zum 15. Februar 2027 bei swissuniversities über die Plattform MEDON eingehen. Du meldest dich dabei für eine einzige Universität und eine spezifische Disziplin an. Ohne diese fristgerechte Voranmeldung ist eine spätere Testanmeldung ausgeschlossen. Die eigentliche Anmeldung zum Test läuft dann ab April bis 45 Tage vor dem Test, für das Jahr 2027 also bis zum 25. Mai 2027.
Das heißt für dich: Trage dir den 15. Februar 2027 rot in den Kalender ein. Eine verspätete Anmeldung wird nicht akzeptiert, egal aus welchen Gründen.
Der Test selbst findet einmal im Jahr am Freitag der Kalenderwoche 27 statt. Der nächste Termin ist der 9. Juli 2027. Einen Ersatztermin gibt es nicht. Wer an diesem Tag krank ist oder aus anderen Gründen fehlt, muss ein ganzes Jahr bis zum nächsten Durchgang warten. Testorte sind unter anderem Basel, Bern, Chur, Luzern, St. Gallen und Zürich für die deutschsprachige Prüfung. Der gewählte Testort hat dabei keinen Einfluss auf den späteren Studienort. Ende Juli verschickt swissuniversities per Post die Zuteilung von Studienplatz und Studienort. Wer einen Platz erhält, muss diesen Anfang August in der Regel binnen zehn Tagen bestätigen.
Wie ist der Eignungstest Medizinstudium aufgebaut?
Der Test ist ein klassischer Papiertest, der in zwei Testheften mit einem separaten Antwortbogen bearbeitet wird. Jede Aufgabe bietet fünf Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Elektronische Geräte, Uhren und Taschenrechner sind im Prüfungssaal nicht erlaubt. Die reine Bearbeitungszeit beträgt 3 Stunden und 55 Minuten. Mit dem Einlass am Morgen und den Pausen dauert der gesamte Testtag etwa von 9 Uhr bis gegen 14:30 Uhr. Die Aufgaben prüfen deine Leistungsfähigkeit unter Zeitdruck.
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EMS Objekte im Raum und EMS Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten
Der Test umfasst insgesamt neun Aufgabengruppen. Seit dem Jahr 2025 ersetzt der Bereich Objekte im Raum die früheren Schlauchfiguren. Bei dieser neuen Aufgabe geht es darum, dreidimensionale Körper in der Vorstellung zu drehen und zu erkennen. Auch der Bereich Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten gehört weiterhin fest zum Testablauf in der Schweiz, anders als bei einigen anderen Medizinertests. Jede der neun Gruppen besteht aus 18 Aufgaben.
Die folgende Tabelle zeigt die maximale Punktzahl für jeden der neun Testbereiche:
| Aufgabengruppe | Maximale Punkte |
|---|---|
| Muster zuordnen | 18 |
| Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis | 18 |
| Objekte im Raum | 18 |
| Quantitative und formale Probleme | 18 |
| Figuren lernen | 18 |
| Fakten lernen | 18 |
| Textverständnis | 18 |
| Diagramme und Tabellen | 18 |
| Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten | 18 |
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Wie wird der EMS Medizinertest bewertet?
Die Bewertung folgt einem klaren Punktesystem. Jede richtige Antwort zählt einen Punkt, sodass insgesamt höchstens 162 Punkte möglich sind. Falsche Antworten kosten keine Punkte, es gibt also keinen Punktabzug für Raten. Alle Aufgabengruppen zählen gleich viel. Aus der erreichten Gesamtpunktzahl wird der Test-Prozentrang berechnet. Dieser Wert gibt an, wie groß der Anteil aller Teilnehmenden des jeweiligen Jahres ist, die ein gleich gutes oder schlechteres Ergebnis erzielt haben. Ein Prozentrang von 70 bedeutet beispielsweise, dass 70 Prozent der Teilnehmenden gleich gut oder schlechter waren und nur 30 Prozent besser.
Das heißt für dich: Da falsche Antworten keine Minuspunkte geben, solltest du am Ende der Bearbeitungszeit für jede Aufgabe eine Lösung markieren, auch wenn du raten musst. Lass auf dem Antwortbogen keine Lücken.
Zugelassen wird je Disziplin bis zu einem bestimmten Grenzwert des Test-Prozentrangs. Die Zulassungsgrenzen schwanken jedes Jahr, abhängig von der Leistung der Teilnehmenden und der Anzahl der Bewerbungen. Im Jahr 2025 lag die Grenze in der Humanmedizin bei einem Test-Prozentrang von 66, in der Zahnmedizin bei 45 und in der Veterinärmedizin bei 39. In der Humanmedizin bewegte sich die Grenze von 2015 bis 2025 stets zwischen 65 und 75. Wer genau auf der Grenze liegt, wird nach dem Mittleren Rangplatz aller Aufgabengruppen gereiht. Dieser Wert wird auf 1.000 Personen normiert, wobei ein niedriger Wert besser ist. Den genauen Studienort bestimmen danach persönliche Härtefälle, der Wohnsitzkanton bei der Matura und das Testergebnis.
Was kostet die Teilnahme und kann ich den Test wiederholen?
Die Teilnahme am Test kostet 300 Franken. Du kannst den Test in einem späteren Jahr wiederholen, wofür eine neue Voranmeldung und die erneute Zahlung der Gebühr fällig werden. Bei einer Wiederholung zählt immer das zuletzt erzielte Ergebnis, nicht automatisch das bessere.
Das heißt für dich: Überlege dir gut, ob du den Test wirklich wiederholen möchtest, wenn du bereits ein solides Ergebnis hast. Da immer das letzte Ergebnis zählt, gehst du das Risiko ein, dich zu verschlechtern.
Alternativ ist es möglich, ein Ergebnis in das Folgejahr zu übertragen, auch für eine andere medizinische Disziplin. Das Ergebnis gilt grundsätzlich ein Jahr. Für die Übertragung ist eine neue Voranmeldung bis zum 15. Februar zwingend nötig, und du darfst im selben Jahr nicht noch einmal antreten. Wer das Ergebnis aus dem Vorjahr überträgt, zahlt keine erneute Testgebühr. Beachte: Übertragen wird nur das Testresultat, nicht der Studienplatz selbst.
Wer organisiert den Test und gibt es einen Nachteilsausgleich?
Entwickelt und ausgewertet wird das Verfahren vom Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik (ZTD) der Universität Freiburg im Auftrag der Schweizerischen Hochschulkonferenz. Die Voranmeldung, die Testanmeldung und die spätere Studienortzuteilung laufen zentral über swissuniversities. Die endgültige Zulassung erfolgt dann durch die Wunsch-Universität. Der Numerus clausus und der Test beruhen auf dem Hochschulrecht der beteiligten Kantone. Ob ein Numerus clausus nötig ist, entscheiden die kantonalen Behörden jedes Jahr auf Empfehlung der Schweizerischen Hochschulkonferenz.
Wer aufgrund einer Beeinträchtigung besondere Bedingungen für den Testtag benötigt, kann einen Nachteilsausgleich beantragen. Den Nachteilsausgleich beantragst du im April per Gesuch. Beachte jedoch, dass es keinen Zeitzuschlag für die Bearbeitung der Aufgaben gibt. Die vorgegebene Zeit bleibt für alle Teilnehmenden gleich.
Unterschiede zum TMS: Gilt der Test auch in Deutschland?
Wer sich sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland für ein Medizinstudium interessiert, fragt sich oft, ob ein Test für beide Länder ausreicht. Die klare Antwort lautet: Nein. Ausländische Tests ersetzen den TMS Medizinertest in Deutschland nicht. Nur der in Deutschland abgelegte Test zählt für das dortige Verfahren. Für ein Medizinstudium in der Schweiz ist die Teilnahme am EMS erforderlich, der deutsche TMS wird hierfür nicht als Ersatz akzeptiert. Du musst also an beiden Verfahren teilnehmen, wenn du dir alle Optionen offenhalten möchtest.
Wie bereite ich mich am besten auf den Test vor?
Eine frühzeitige und strukturierte Vorbereitung hilft dir, am Testtag unter dem enormen Zeitdruck einen kühlen Kopf zu bewahren. Ein reines Auswendiglernen von Fakten hilft dir bei diesem Eignungstest nur bedingt weiter, da vor allem die Anwendung von Lösungsstrategien und das schnelle Erfassen von komplexen Informationen gefragt sind. Das TestHelden-Team rät dir, planvoll vorzugehen und dich schrittweise an das Niveau heranzutasten:
- Offizielles Material sichten: Kostenlos gibt es die Test-Info, Beispielaufgaben, sechs Beispiele zum Konzentrationstest und eine vollständige Probelauf-Version. Nutze diese Dokumente, um ein Gefühl für die Fragestellungen zu bekommen.
- Originalversionen bearbeiten: Im Buchhandel sind drei Originalversionen erhältlich. Für die eigene Vorbereitung werden besonders die Versionen II und III empfohlen.
- Zeitmanagement trainieren: Simuliere den Testablauf regelmäßig mit einem Timer. Die reine Bearbeitungszeit von fast vier Stunden erfordert viel Ausdauer und Konzentration.
- Schwächen erkennen und ausgleichen: Analysiere, in welchen der neun Aufgabengruppen du die meisten Fehler machst oder zu viel Zeit benötigst. Trainiere diese Bereiche gezielt, zum Beispiel im Lernbereich Muster zuordnen, um deine Geschwindigkeit zu steigern.
Fazit: Dein Weg ins Medizinstudium
Der Eignungstest ist die zentrale Hürde für das Medizinstudium in der Schweiz, da Schulnoten bei der Platzvergabe keine Rolle spielen und ausschließlich das Testergebnis zählt. Mit dem nächsten Testtermin am 9. Juli 2027 und der strikten Voranmeldefrist bis zum 15. Februar 2027 steht dein Zeitplan fest. Verpasst du diese Fristen, verlierst du ein ganzes Jahr.
Beginne rechtzeitig mit dem Üben der verschiedenen Aufgabenformate, um Zeitdruck und Anforderungen zu meistern. Im TestHelden EMS Online-Testtrainer findest du die passenden Übungen, um deinen Lernprozess zu strukturieren und am Prüfungstag selbstbewusst aufzutreten.
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