Polizei Einstellungstest

Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei erlaubt oder nicht?

Von Redaktion und Marketing 5 Min. Lesezeit
Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei erlaubt oder nicht?

Tattoos und Körperschmuck werden immer populärer. Auch das Alter, in dem man sich tätowieren lässt, hat sich in den letzten Jahren immer mehr verändert. Wo früher die kreative Gestaltung eher etwas für Erwachsene war, begeistern sich heute immer mehr junge Menschen für den individuellen Körperkult. Bei der Art der Tattoos und den Körperstellen gibt es dabei keine Grenzen. Es gibt Tattoos, die können nicht eingesehen werden, da sie durch getragene Kleidung verdeckt werden. Es gibt aber auch Tattoos, die vielleicht über das Handgelenk gehen oder an anderen Körperstellen sind, die auch beim Tragen von Pullovern gesehen werden können. Ohrringe und andere Piercings sind dagegen oftmals deutlich sichtbar. Hier spielt die Größe und Auffälligkeit für die Zusage zum Polizeidienst eine wichtige Rolle.

Wenn auch du ein Fan von Tattoos und Körperschmuck bist, dich aber gerne bei der Polizei bewerben möchtest, solltest du einige Dinge beachten. Was genau es zu beachten gibt, erfährst du im folgenden Artikel.

Sind Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei erlaubt?

Da die Polizei auch heute noch eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft hat und zudem hohe Autorität besitzt bzw. besitzen sollte, musst du darauf achten, dass du generell nicht negativ auffällst. Dies kann sich im Verhalten, aber auch im äußeren Erscheinungsbild zeigen. Schließlich möchtest du ernst genommen werden, wenn du für die Polizei in den Dienst gehst. In den meisten Bundesländern sind Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei nicht gerne gesehen, verboten sind sie allerdings auch nicht komplett. Es wird aber in der Regel schon unterschieden, ob es nun lediglich ein Ohrring oder ein auffälliger Nasenring ist. Du solltest darauf achten, dass du deine Tattoos durch deine Kleidung verdecken kannst und große Ohrringe und Piercings während der Dienstzeit entfernst. So wirst du garantiert nicht auffallen und alles ist konform. Natürlich gibt es auch Dienstkleidung mit kurzen Ärmeln, achte daher bitte darauf, dass auch hier keine Tattoos zu sehen sind. Hast du Tattoos auf dem Unterarm, musst du im Sommer wahrscheinlich ein Langarmshirt tragen, damit man die Tattoos nicht sehen kann. Nur so kannst du die Bedeckungspflicht gewährleisten. Dies ist ein kleiner Tipp am Rande, falls du vorhaben solltest, dir ein Tattoo stechen zu lassen. 

Wie oben bereits erwähnt, sind Tattoos nicht komplett verboten. Nun kommt jedoch das große Aber. Es gibt verschiedene Gerichtsurteile, die gegenteilige Meinungen vertraten. Ein Gerichtsurteil sprach sich für, ein anderes gegen Tattoos aus. Bayern ist mit seinen Regelungen für Tattoos übrigens besonders streng. Am besten informierst du dich bereits im Vorfeld darüber, wie die Sachlage in deinem Bundesland ist. 

Quiz

Teste dein Wissen: Polizei Einstellungstest

15 Fragen Ohne Anmeldung

Welche Tattoos sind verboten?

Es gibt einige Tattoos, welche in keinem Fall getragen werden dürfen. Dazu zählen:

  • Motive, die eine Religionszugehörigkeit deutlich erkennen lassen. Aber auch andere weltanschauliche Symbole sind nicht erlaubt. 
  • Motive, welche Frauenfeindlichkeit darstellen. Auch sexistische Darstellungen sowie Feindlichkeiten anderen Gruppen gegenüber sind verboten.
  • Rechts- oder linksradikale Darstellungen sind nicht erlaubt. Sie zeigen eine extreme Haltung, die in keinster Weise bei der Polizei geduldet wird.
  • Auch Motive, welche verfassungsfeindliche Gruppen vertreten, sind nicht erlaubt. Darunter fallen beispielsweise Parolen, Fahnen oder ähnliche Symbole. Dies gilt auch für Motive, die sehr große Ähnlichkeit mit verfassungswidrigen Symbolen aufweisen.
  • Auch Gewaltdarstellungen, welche als diskriminierend oder entwürdigend dargestellt werden, sind nicht erlaubt.
  • Tattoos, welche im Gesicht, am Hals oder auf den Händen sind, sind strikt untersagt, da sie nicht abgedeckt werden können. 

Weitere Regelungen für Körperschmuck im Polizeidienst

Neben dem seriösen Erscheinungsbild, dass du beim Polizeidienst gewährleisten musst, geht es auch darum, dass du dich bei einem Einsatz nicht verletzt. Dies kann natürlich bei sehr großen Ohrringen oder Piercings schnell passieren. Achte daher bei der Wahl deines Körperschmucks auch darauf, dass er klein und unauffällig ist. Große Ohrringe, Tunnel und Plugs dürfen beim Polizeieinsatz grundsätzlich nicht getragen werden.

Was viele auch nicht wissen, ist, dass auch bei Bärten oder langen Haaren strenge Vorschriften für den Polizeidienst gelten. Sobald die Haare bei aufrechter Körperhaltung die Uniform oder andere wichtige Merkmale bedecken, so sind sie absolut tabu. Außerdem dürfen lange Haare keine Gefahr für den Beamten darstellen und sollten immer zu einem Zopf getragen werden. Bei einem Bart wird es da schon schwieriger. Hier empfiehlt es sich, ihn einfach kurz zu rasieren oder ganz wegzulassen. Bei der Wahl der Haarfarbe musst du auch aufpassen. Nicht jede Haarfarbe ist zulässig. So sind nur solche erlaubt, welche auch der natürlichen Haarfarbe entsprechen würden. Demnach kommt keine rosa, lila oder grüne Haarpracht in Frage. Wenn du auf all diese Dinge achtest, könnte es trotz Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei auch klappen.

Fazit: Strenge Regeln dienen dem Respekt und Schutz des Polizeibeamten

Die Polizei ist unser Freund und Helfer und Polizisten sind Respekt- sowie Autoritätspersonen. Als solche sollten sie von der Gesellschaft angesehen werden. Da es vorkommen kann, dass sie sich gewaltsam durchsetzen müssen, kann es natürlich zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen. In diesem Fall ist es für den Beamten gefährlich, wenn er große Piercings oder Ohrringe trägt, wegen derer er sich schwer verletzen kann. Auch die Gruppenzusammengehörigkeit spielt bei der Polizei eine wesentliche Rolle. Wenn ein Beamter durch Tattoos oder Piercings optisch komplett aus dem Muster fällt, kommt das nicht so gut an. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung den Respekt der Polizei gegenüber nicht verliert und demnach muss ein einheitliches Auftreten zwingend vorhanden sein. Wenn du bereits ein Tattoo trägst und dir unsicher bist, ob du deswegen nun eine Chance bei der Polizei hast, dann kannst du dich vorher bei der jeweiligen Stelle erkundigen und nachfragen. Wenn du vorhast, dir ein Tattoo stechen zu lassen und auch mit dem Gedanken spielst, eine Ausbildung bei der Polizei zu machen, überlege dir deinen Tattoowunsch vorher genau. Es könnte für deine zukünftige Karriere eventuell ein Stolperstein sein.

 

Das könnte dich noch interessieren

Polizeischule Graz – Ausbildung in der Steiermark

Polizei BMI – Diese Anforderungen musst du erfüllen

Polizei Cooper-Test Tabelle – Informiere dich über alle Ranglisten

Die Voraussetzungen für die Polizei: Alle Informationen im Überblick

Polizei Konzentrationstest: Vorbereitung, Inhalte & Ablauf

Produktbox Polizei Testtrainer

Dein nächster Schritt

Dein Weg zur Polizei beginnt mit dem Test

Bestens vorbereitet in deinen Einstellungstest: alle Testbereiche, dein Lernplan bis zum Testtag und persönliche Begleitung, bis du deine Zusage hast.

  • Lernplan bis zum Testtag
  • Bestenliste und Vergleich
  • Offizielles Abschlusszertifikat
  • Polizei-Community
  • Persönliche Karriereberatung

ab 39 €inkl. MwSt. · einmal zahlen, kein Abo

Zum Polizei Testtrainer
  • Sofortzugang per E-Mail
  • Im Browser und in der App
  • Freiwillige 30-Tage-Geld-zurück-Garantie
Comenius-EduMedia-Siegel 2023 und 2026 160.000+ vorbereitetUnsicher? Zur Produktberatung

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Artikel

Die wichtigsten Antworten zum Artikel auf einen Blick.

Noch Fragen? Schreib uns.

Unser Team antwortet dir persönlich und schnell.

Sind Tattoos und Körperschmuck bei der Polizei erlaubt?

Da die Polizei auch heute noch eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft hat und zudem hohe Autorität besitzt bzw. besitzen sollte, musst du darauf achten, dass du generell nicht negativ auffällst. Dies kann sich im Verhalten, aber auch im äußeren Erscheinungsbild zeigen. Schließlich möchtest du ernst genommen werden, wenn du für die Polizei in den Dienst gehst.

Welche Tattoos sind bei der Polizei verboten?

Verboten sind unter anderem Tattoos, die eine Religionszugehörigkeit oder andere weltanschauliche Symbole erkennen lassen. Auch frauenfeindliche oder sexistische Motive sowie Feindlichkeit gegenüber anderen Gruppen sind nicht erlaubt. Ebenso untersagt sind rechts- oder linksradikale Darstellungen.

Sind Tattoos im Gesicht bei der Polizei erlaubt?

Tattoos im Gesicht, am Hals oder auf den Händen sind bei der Polizei strikt untersagt. Der Grund dafür ist, dass sie nicht abgedeckt werden können.

Welche Regeln gelten für Piercings im Polizeidienst?

Neben einem seriösen Erscheinungsbild geht es beim Körperschmuck im Polizeidienst auch darum, dass du dich bei einem Einsatz nicht verletzt. Das kann zum Beispiel bei sehr großen Ohrringen oder Piercings schnell passieren.

Gelten für Bärte und lange Haare besondere Vorschriften bei der Polizei?

Auch für Bärte oder lange Haare gelten im Polizeidienst strenge Vorschriften. Sobald die Haare bei aufrechter Körperhaltung die Uniform oder andere wichtige Merkmale bedecken, sind sie tabu.

Noch Fragen? Schreib uns.

Unser Team antwortet dir persönlich und schnell.

Frag die KI zum Thema Tattoos & Körperschmuck bei der Polizei

Wähle eine Frage — sie öffnet sich mit dem passenden Kontext direkt in deiner KI. Geerdet auf diesen Beitrag und deine Vorbereitung.

KI-Antworten entstehen extern und können Fehler enthalten. Geprüfte Inhalte & Übungen findest du im Kurs.

Geschrieben von

Redaktion und Marketing

Maxie unterstützt TestHelden im Marketing und bei der redaktionellen Erarbeitung des Magazins. Die Schilderung von Abläufen der verschiedensten Einstellungstests und mögliche Karrierewege im beruflichen Leben gehören zu ihren Kernthemen.

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am im TestHelden-Magazin, Bereich Polizei Einstellungstest.

Newsletter

Erhalte Tipps und Tricks für deine Prüfungsvorbereitung direkt in dein Postfach.

Mit deiner Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu.