Fachlagerist Prüfung: Ablauf, Aufbau, Termine, Voraussetzungen
Die Fachlagerist Prüfung bildet den Abschluss deiner zweijährigen Ausbildung. Erfahre alles zu Ablauf, Prüfungsbereichen, Terminen und Zulassung für optimale Vorbereitung.
Die Fachlagerist Prüfung schließt deine zweijährige Ausbildung ab und bereitet dich auf den Start in der Logistikbranche vor. Am Ende deiner Ausbildung zeigst du in praktischen Aufgaben und schriftlichen Tests, was du gelernt hast: nicht nur Theorie, sondern auch die Anwendung im Alltag.
Dieser Artikel richtet sich an dich als Auszubildenden im letzten Ausbildungsjahr oder an dich als Ausbilder. Er gibt dir einen Überblick über die Anforderungen. Hier erfährst du alles Wichtige zum Ablauf, zu den einzelnen Prüfungsbereichen, den anstehenden Terminen und den strengen Voraussetzungen für die Zulassung. So kannst du deine Lernphase optimal planen und gut vorbereitet in die Prüfung gehen.
Auf einen Blick: Abschlussprüfung Fachlagerist
- Dauer: Die staatlich anerkannte Ausbildung dauert zwei Jahre.
- Prüfungsteile: Die Abschlussprüfung besteht aus zwei praktischen Arbeitsaufgaben und drei schriftlichen Bereichen.
- Zwischenprüfung: Am Ende des ersten Jahres legst du eine praktische Arbeitsaufgabe ab, die deinen Ausbildungsstand zeigt.
- Bestehen: Du benötigst mindestens die Note „ausreichend“ in den praktischen Aufgaben und im Gesamtergebnis der schriftlichen Bereiche; zwei schriftliche Bereiche müssen mindestens „ausreichend“ sein, der dritte darf nicht „ungenügend“ sein.
- Wiederholung: Eine nicht bestandene Prüfung kannst du bis zu zweimal wiederholen.
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Was ist die Abschlussprüfung Fachlagerist und wer muss sie ablegen?
Die Ausbildung zum Fachlageristen oder zur Fachlageristin ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf und dauert zwei Jahre. Am Ende dieser Ausbildungszeit legst du die Abschlussprüfung ab, um deinen Berufsabschluss zu erhalten und als Fachkraft in der Logistik durchzustarten. Die Rahmenbedingungen dafür legen die Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich und das Berufsbildungsgesetz fest, wodurch die Prüfungsanforderungen bundesweit einheitlich sind.
Nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung stehen dir weitere Türen offen. Du hast unter anderem die Möglichkeit, deine Ausbildung um ein drittes Jahr zu verlängern, um den Abschluss als Fachkraft für Lagerlogistik zu erwerben. Einen guten Überblick über diesen weiterführenden Weg bietet dir der Artikel zur Fachkraft für Lagerlogistik Prüfung.
Welche Voraussetzungen gelten für die Zulassung zur IHK Prüfung Fachlagerist?
Um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die von der zuständigen Kammer sorgfältig geprüft werden. In erster Linie musst du deine Ausbildungszeit vollständig abgeschlossen haben, oder diese endet spätestens zwei Monate nach dem festgelegten Prüfungstermin.
Zudem ist es wichtig, dass du an der Zwischenprüfung teilgenommen hast, die in der Regel am Ende des ersten Ausbildungsjahres stattfindet. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass dein Ausbildungsvertrag bei der Kammer eingetragen ist und du dein Berichtsheft als Ausbildungsnachweis vorlegst. Bei besonders guten Leistungen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ist auch eine vorzeitige Zulassung möglich. Wenn du keine klassische Ausbildung absolviert hast, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen als Externer zugelassen werden. Als Externer musst du mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit im Beruf gearbeitet haben. Alternativ kannst du deine Fähigkeiten auf andere Weise nachweisen. Mehr zu den allgemeinen Rahmenbedingungen erfährst du im Beitrag zum Ablauf einer Ausbildung.
Wie ist die Fachlagerist Prüfung aufgebaut?
Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil, die beide wichtig für deinen Erfolg sind. Insgesamt stellst du dein Können in zwei praktischen Arbeitsaufgaben und drei schriftlichen Prüfungsbereichen unter Beweis, die sich auf die drei schriftlichen Prüfungsbereiche Lagerprozesse, Güterbewegung und Wirtschafts- und Sozialkunde konzentrieren.
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Praktische Arbeitsaufgaben
Der praktische Teil besteht aus zwei Arbeitsaufgaben, für die du insgesamt höchstens drei Stunden Zeit hast. Dieser Prüfungsteil wird gesondert bewertet und muss für sich bestanden werden. Hier zeigst du praktisch, dass du die Handgriffe, Sicherheitsvorschriften und Abläufe im Lager beherrschst.
Schriftliche Prüfungsbereiche
Die schriftliche Prüfung dauert bis zu 240 Minuten. Sie wird in der Regel auf Papier geschrieben. Du erhältst je Prüfungsbereich einen Aufgabensatz und trägst deine Antworten mit einem Kugelschreiber auf einem Lösungsbogen ein, der maschinell ausgewertet wird. Grundsätzlich darf die IHK die schriftlichen Prüfungen aber auch ganz oder teilweise digital an einem festgelegten Prüfungsort unter Aufsicht durchführen und stellt in diesem Fall die Geräte zur Verfügung.
Die folgende Tabelle zeigt dir die drei schriftlichen Prüfungsbereiche, ihre maximale Dauer in Minuten sowie die genaue Gewichtung für das schriftliche Gesamtergebnis.

| Prüfungsbereich | Dauer in Minuten | Gewichtung in % |
|---|---|---|
| Lagerprozesse | 90 | 40 |
| Güterbewegung | 90 | 40 |
| Wirtschafts- und Sozialkunde | 60 | 20 |
Zwischenprüfung Fachlagerist
Am Ende des ersten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab. Diese dauert höchstens 90 Minuten und besteht aus einer praktischen Arbeitsaufgabe, die deinen aktuellen Ausbildungsstand zeigt und dir eine erste Orientierung für die Abschlussprüfung gibt.
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Wie läuft die Prüfung vom Antrag bis zum Zeugnis ab?
Der Weg zu deinem Berufsabschluss hat einen klaren Ablauf. Die genauen Termine und Gebühren legt dabei die zuständige IHK fest und gibt sie rechtzeitig bekannt. Die Wiederholungsregeln sind bundesweit einheitlich.
- Anmeldung: Die Anmeldung zur Prüfung muss fristgerecht bei der zuständigen IHK erfolgen.
- Zwischenprüfung: Am Ende des ersten Ausbildungsjahres legst du die Zwischenprüfung ab.
- Schriftliche Prüfung: Du bearbeitest die drei schriftlichen Bereiche an den festgelegten Terminen.
- Praktische Prüfung: Du erledigst die beiden praktischen Arbeitsaufgaben in höchstens drei Stunden.
- Ergebnisbekanntgabe: Unmittelbar nach Feststellung des Gesamtergebnisses erfährst du, ob du bestanden hast, und erhältst darüber eine Bescheinigung.
- Zeugnis: Im Anschluss stellt die IHK dein Prüfungszeugnis aus. Wer vor Ende der Ausbildungszeit besteht, beendet die Ausbildung direkt mit der Bekanntgabe des Ergebnisses.
Wann sind die Termine und wie meldest du dich an?
Die schriftlichen Prüfungen finden in der Regel bundeseinheitlich an festen Terminen statt, wodurch sich Auszubildende in ganz Deutschland gleichzeitig den Aufgaben stellen können. Einzelne Kammern, wie beispielsweise die IHK Region Stuttgart, prüfen jedoch an eigenen Terminen und weichen von diesem Standard ab.
Für die Winterprüfung 2026/27 findet die schriftliche Abschlussprüfung bundeseinheitlich am 24. und 25. November 2026 statt. Die nächste Sommerprüfung 2027 findet am 27. und 28. April 2027 statt. Die genauen Anmeldefristen unterscheiden sich stark je nach Kammer: Bei der IHK für München und Oberbayern läuft die Anmeldung für die Sommerprüfung 2027 beispielsweise vom 15. Januar bis zum 15. Februar 2027. Bei der IHK Frankfurt am Main ist der Anmeldeschluss für die Abschlussprüfung im Sommer der 1. Februar und im Winter der 1. September.
Wann ist die Prüfung bestanden und was passiert, wenn du durchfällst?
Um deinen Abschluss zu erhalten, musst du in den verschiedenen Prüfungsteilen bestimmte Mindestleistungen erreichen. Bestanden hast du, wenn du sowohl in den praktischen Aufgaben als auch im Gesamtergebnis der schriftlichen Bereiche mindestens die Note „ausreichend“ erzielst; zwei schriftliche Bereiche müssen mindestens „ausreichend“ sein, der dritte darf nicht „ungenügend“ sein.
In den schriftlichen Bereichen gibt es zusätzliche Regeln, die du beachten musst: Zwei der drei schriftlichen Bereiche müssen mindestens mit „ausreichend“ bewertet sein, und der dritte Bereich darf nicht „ungenügend“ sein. Bei Nichtbestehen erhältst du einen schriftlichen Bescheid von der IHK, der dir auch genau nennt, welche Leistungen du nicht wiederholen musst.
Eine nicht bestandene Abschlussprüfung kannst du bis zu zweimal wiederholen, frühestens jedoch zum nächsten Prüfungstermin. Prüfungsleistungen, die mindestens ausreichend waren, musst du auf Antrag nicht erneut ablegen, wenn du dich innerhalb von zwei Jahren nach dem Nichtbestehen zur Wiederholungsprüfung anmeldest. Auf Wunsch verlängert sich deine Ausbildung bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung um höchstens ein Jahr, damit du dich im Betrieb weiter vorbereiten kannst.
Was kostet die Fachlagerist Prüfung?
Für Auszubildende ist die Abschlussprüfung in der Regel gebührenfrei. Die Kammergebühr trägt in der Regel der Ausbildungsbetrieb.
Die Höhe und der genaue Aufbau der Gebühren unterscheiden sich je nach IHK und liegen in den Kammern zwischen 95 und 712 Euro. Die IHK Berlin berechnet beispielsweise 330 Euro für die Abschlussprüfung, während die IHK Köln eine Gesamtgebühr inklusive Eintragung und Betreuung von 455 bis 712 Euro verlangt. Die IHK Frankfurt am Main berechnet für Ausbildungen mit Beginn bis Ende 2027 gar keine Regelgebühr. Für Wiederholungsprüfungen und externe Teilnehmer entstehen jedoch zusätzliche Kosten, die bei der zuständigen Kammer erfragt werden sollten.
Wie bereitest du dich auf die Abschlussprüfung vor?
Eine gute Vorbereitung ist wichtig für die Prüfung. Da die Prüfung sowohl praktisches Geschick als auch umfassendes theoretisches Wissen verlangt, solltest du rechtzeitig mit dem Lernen beginnen und nicht bis kurz vor der Prüfung warten.
- Lernplan erstellen: Plane rückwärts vom Prüfungstermin im November oder April. Teile dir die Themenbereiche wie Lagerprozesse und Wirtschafts- und Sozialkunde in kleine Schritte ein.
- Berichtsheft pflegen: Führe deinen Ausbildungsnachweis regelmäßig und sorgfältig, da er eine Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist.
- Praxis üben: Nutze die Zeit in deinem Ausbildungsbetrieb, um typische Arbeitsaufgaben für den praktischen Teil zu üben.
- Wissen testen: Mache gezielt Übungsaufgaben für die schriftlichen Bereiche, um dich an die Fragestellungen und das festgelegte Zeitlimit zu gewöhnen. Ein Einstellungstest Lagerist oder ähnliche Übungsformate helfen dir dabei, Routine zu bekommen.
Das heißt für dich: Verlasse dich in deiner Vorbereitung nicht nur auf das bloße Auswendiglernen der Theorie. Verknüpfe das Gelernte stattdessen mit deinen täglichen Aufgaben im Lager, um die logistischen Zusammenhänge zu verstehen und in der Prüfung anwenden zu können.
Fazit: Dein Weg zum erfolgreichen Abschluss
Die Fachlagerist Prüfung ist fachlich und praktisch anspruchsvoll, ist aber mit der richtigen Vorbereitung gut zu meistern. Du kennst nun den genauen Ablauf, die Gewichtung der einzelnen Prüfungsbereiche und die erforderlichen Voraussetzungen für die Zulassung. Nutze die verbleibende Zeit in deinem Ausbildungsbetrieb, pflege dein Berichtsheft und bereite dich mit dem Fachlagerist Abschlussprüfung Online-Testtrainer von TestHelden gezielt auf die schriftlichen Aufgaben vor. Das TestHelden-Team wünscht dir viel Erfolg für deinen Abschluss und alles Gute für deine berufliche Zukunft!




